6. Juli 2009
Eine Magenblutung kann symptomatisch für unterschiedliche Erkrankungen sein. In jedem Fall ist eine Behandlung durch einen Arzt erforderlich, denn ein starker Blutverlust im Magen kann nicht nur auf schwerwiegende Erkrankungen hinweisen, sondern selbst lebensbedrohlich sein.
Eine Magenblutung kann sich durch blutiges Erbrechen oder Schwarzfärbung des Stuhls, den so genannte Teerstuhl, bemerkbar machen. Je nach zugrunde liegender Krankheit können andere Symptome wie Übelkeit, Magenschmerzen, Völlegefühl, die Unverträglichkeit bestimmter Speisen oder Blutarmut hinzukommen.
Eine mögliche Ursache für eine einen Blutverlust im Magen kann ein Magengeschwür sein. Die Blutung aus dem Geschwür zählt zu den mitunter lebensbedrohlichen Komplikationen dieser Erkrankung. Sie geht oft mit Übelkeit und blutigem Erbrechen einher. Durch den Blutverlust kann es zu Müdigkeit, in schweren Fällen auch zu einem Kreislaufschock, kommen. Bei sehr starken Blutungen ist eine operative Entfernung des Geschwürs häufig unumgänglich.
Auch Magenkrebs kann zu Blutungen des Magens führen. Verantwortlich hierfür sind Tumore, die in Blutgefäße einwachsen und sie dadurch beschädigen.
Häufig liegt der Blutung eine Magenschleimhaut (Gastritis) zugrunde. Die Gastritis verläuft in der Regel harmlos. Nicht behandelt, kann eine Gastritis jedoch zu zahlreichen Komplikationen wie Magenblutungen führen. Dabei erbrechen Betroffene mitunter große Blutmengen.
Ursächlich für die Magenblutung können auch Krampfadern im Magen sein, die etwa als Folge einer Leberzirrhose entstehen. Auch hier können die Blutunken akut lebensbedrohlich sein.
Um die genaue Ursache abzuklären, werden unterschiedliche Diagnostikverfahren eingesetzt. Zunächst wird der Stuhl mithilfe des Hämoculttests auf Blut untersucht. In der Regel wird in einem nächsten Schritt eine Magenspiegelung durchgeführt. Dazu wird ein Glasfaserkabel in den Magen geschoben. Der Arzt kann nun den Magen von innen begutachten und nach Geschwüren oder Tumoren absuchen. Während einer Magenspiegelung können Proben krankhaft veränderter Gewebe oder auch Magensaft entnommen und untersucht werden. Liegt eine starke Einblutung in den Magen vor, können Magensonden das Blut aus dem Magen abtransportieren und ihn so entlasten.
Eine Leberzirrhose wird durch eine Blut- und Ultraschalluntersuchung diagnostiziert. Die Ultraschalluntersuchung ermöglicht die Bestimmung der Größe und Beschaffenheit der Leber.
Eine frühzeitige Abklärung der Magenblutung ist in jedem Fall nötig. Nur so können Beschwerdefreiheit erreicht und schwere Komplikationen vermieden werden.
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