Carbohydrate-Antigen 19-9 (CA 19-9) - Merkmale, Normwerte und Bedeutung für die Krebsdiagnostik

Das Carbohydrate-Antigen 19-9 (CA 19-9) wird zu den Glykoproteinen gezählt. Es wird auch als Gastrointestinal Cancer Antigen bezeichnet. In der Krebsdiagnostik spielt es vor allem eine Rolle, wenn Verdacht auf einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse besteht. Bei Menschen mit der Blutgruppe Lewis-a/b-negativ wird das Protein nicht gebildet. Lesen Sie alles Wissenswerte über das Carbohydrate-Antigen 19-9 (CA 19-9).

CA 19-9 gilt als Magen-Darm-Krebs-Antigen

Carbohydrate-Antigen 19-9 - Merkmale und Bedeutung als Tumormarker

Bei Carbohydrate Antigen 19-9 (CA 19-9) handelt es sich um ein Glykoprotein (Zucker-Eiweiß-Molekül). Man bezeichnet es auch als Gastrointestinal Cancer Antigen, was soviel wie Magen-Darm-Krebs-Antigen bedeutet.

CA 19-9 kommt in erster Linie auf den Zellen der Schleimhaut vor. Es dient als Tumormarker, um Bauchspeicheldrüsenkrebs zu diagnostizieren oder zu beobachten.

CA 19-9 wird über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden. Liegt ein Gallestau vor, kommt es zu erhöhten Werten.

Der Grenzwert von CA 19-9 liegt bei 37 U/ml (= Units pro Milliliter). Je nach Messmethode kann es hier zu Unterschieden kommen.

Sensitivität von CA 19-9 als Tumormarker, z.B. bei Darmkrebs

Dem Tumormarker wird bei einem Pankreaskarzinom eine hohe Aussagekraft zugeschrieben; so können schon kleine Tumore, die kleiner als drei Zentimeter im Durchmesser sind, bei etwa 50 Prozent der Patienten zu einem erhöhten Wert des Tumormarkers führen, während es bei größeren Tumoren bei nahezu 90 Prozent der Patienten der Fall ist.

Eine nicht so hohe Sensitivität liegt bei Tumoren im Dick- und Mastdarm sowie in jenen der Gallengänge vor. Wie bei anderen Tumormarkern gilt auch hier, dass CA 19-9 als alleiniges Diagnosewerkzeug nicht geeignet ist.

Bestimmung: Wissenswertes zu erhöhten CA 19-9-Werten

In der Medizin bestimmt man die Konzentration von CA 19-9 bei Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). So gelten erhöhte CA 19-9-Werte als zuverlässiger Parameter für einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

Die Zuverlässigkeit des Markers erhöht sich mit der Größe des Tumors. Daher nimmt man an, dass die CA 19-9-Konzentration im Blut von der Größe des Tumors abhängt.

Noch wichtiger ist CA 19-9 für die Behandlungskontrolle eines bereits erkannten Bauchspeicheldrüsentumors. So lässt sich mit dem Tumorantigen feststellen, ob die Krebstherapie erfolgreich verläuft. Kommt es zu einem erneuten Tumor oder zur Bildung von Metastasen, lassen sich diese schneller erkennen und entsprechend therapieren.

CA 19-9-Normwert (Grenzwert)

Der CA 19-9-Grenzwert beträgt 37 U/ml. Die Einheit ist Units pro Milliliter. Je nach Messmethode kann der Grenzwert jedoch variieren.

Weitere Krebsarten mit erhöhtem CA 19-9-Wert

Durch eine erhöhte Konzentration an CA 19-9 lassen sich auch Hinweise auf andere Krebsarten wie

  • Magen-Darm-Tumore
  • Tumore im Gallengang-Bereich oder
  • Tochtergeschwüre in der Leber

finden. Allerdings genügt der CA 19-9-Wert allein nicht zur Absicherung der Diagnose, sodass weitere Untersuchungen erforderlich sind.

Sonstige Einflussfaktoren und Erkrankungen mit erhöhten CA 19-9-Werten

Doch auch ohne eine Krebserkrankung können erhöhte CA 19-9-Werte im Blut auftreten. Mögliche Gründe dafür sind

Ferner wird die Konzentration an CA 19-9 durch starkes Rauchen erhöht. Nicht sinnvoll ist eine Bestimmung von CA 19-9 bei Menschen, die die Blutgruppe Lewis-a/b-negativ haben, da der Körper bei ihnen dieses Protein nicht bildet.

Quellen:

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  • Reinhard Strametz: Grundwissen Medizin: für Nichtmediziner in Studium und Praxis, UTB GmbH, 2017, ISBN 3825248860
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  • Christoph Wagener, Oliver Müller: Molekulare Onkologie: Entstehung, Progression, klinische Aspekte, Thieme Verlagsgruppe, 2009, ISBN 3131035137
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