30. August 2007
Von Andreas Neubert
Selbst die virtuelle Welt kann abhängig machen. Internetsucht ist vor allem unter Jugendlichen eine verbreitete Abhängigkeit, aber auch Erwachsene sind dem Internet verfallen. Es handelt sich dabei um eine zwanghafte Verhaltensweise, im World Wide Web zu surfen. Die negativen Folgen davon sind vielfältig – vom Verlust sozialer Kontakte bis zur deutlichen Leistungseinschränkung.
Süchtig werden nach einer Welt, die gar nicht vorhanden ist. Das Internet macht www-Surfer abhängig wie Alkohol, Zigaretten, sonstige Rauschgifte oder Glücksspiele andere in die Sucht ziehen. Die Internetsucht hat Merkmale wie andere Abhängigkeiten auch – Steigerung der Dosis, Verlust der Kontrollfähigkeit über sich oder Bagatellisierung des Suchtverhaltens.
Die Psychiatrische Universitätsklinik München spricht nicht von Internetsucht, sondern vom Internet-Abhängigkeits-Syndrom (AIS). Dort ist bereits seit acht Jahren eine Ambulanz für Internet-Abhängige eingerichtet.
Zur Nutzung des Internets gibt es laut der amerikanischen Psychologin Kimberly S. Young die folgenden sieben Kriterien:
Treffen davon wenigsten vier innerhalb von zwölf Monaten zu, so ist das Normalmaß der Internetnutzung bereits verlassen.
Die Psychologin gibt drei Gründe für die Cyberspace-Abhängigkeit an:
Zu den Risikogruppen zählen vielfach Menschen mit Schwierigkeiten zur Beziehungsfähigkeit, mit wenig Selbstvertrauen oder mit abartigen Neigungen. Die Anonymität des Internets bietet ihnen die Möglichkeiten, dort ihre Defizite zu verdecken und sozusagen eine andere Identität anzunehmen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
03.02.12 | |
![]() | INTERNETSUCHT |
24.10.11 | |
![]() | INTERNETSUCHT |
03.08.11 | |
![]() | INTERNETSUCHT |
10.06.11 | |
![]() | INTERNETSUCHT |
14.05.11 | |
![]() | INTERNETSUCHT |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Internetsucht Forum

