23. Februar 2011
Als Analekzem bezeichnet man eine Hautentzündung in der Analregion. Dabei kommt es zu unangenehmen Brennen und Juckreiz.
Spricht man von einem Analekzem, ist damit eine Hautentzündung im Afterbereich gemeint. Es gilt nicht als eigenständige Erkrankung, sondern tritt meist zusammen mit anderen Erkrankungen auf. Dies können Allergien, Pilzinfektionen oder Hämorrhoidalleiden sein.
Ein Problem beim Auftreten eines Analekzems ist, dass sich viele Betroffene dafür schämen und deswegen oft eine Selbstmedikation mit feuchten Tüchern anwenden. Bei Beschwerden in der Afterregion ist jedoch meist eine ärztliche Untersuchung erforderlich, um die Ursachen für die Beschwerden abzuklären. So kann sich ein Analekzem, wenn es nicht richtig behandelt wird, bis in den Analkanal ausbreiten.
Die Ursachen für ein Analekzem sind unterschiedlich. In den meisten Fällen führt ein Hämorrhoidalleiden zum Entstehen eines Ekzems am After. Aber auch allergische Reaktionen oder Pilzinfektionen kommen als Auslöser in Betracht. Durch das feuchte und warme Milieu im Analbereich wird das Entstehen eines Analekzems begünstigt. Aufgrund von übertriebener Hygiene oder der Verwendung von hartem Toilettenpapier besteht zudem die Gefahr, dass sich eine chronische Allergie entwickelt. Das liegt daran, dass in feuchtem Toilettenpapier oder feuchten Tüchern Stoffe enthalten sind, die die empfindliche Afterhaut oftmals in Mitleidenschaft ziehen. Weitere Gründe für das Entstehen eines Analekzems können Krankheiten wie Psoriasis (Schuppenflechte) in der Analfalte, Inkontinenz, chronischer Durchfall oder Neurodermitis sein. In seltenen Fällen kommt es auch durch eine allergische Reaktion auf Waschmittel zu dem Ekzem.
Ein typisches Symptom des Analekzems ist der Juckreiz, der oft sehr quälend verläuft und sich nicht lindern lässt. Vor allem in den Nachtstunden fällt der Juckreiz besonders stark aus, sodass die Betroffenen kaum zum Schlafen kommen. Darüber hinaus ist die Afterhaut ödematös geschwollen und sehr gerötet. Im weiteren Verlauf zeigen sich Kratzspuren und kleine Einrisse in der Haut.
Das Analekzem lässt sich aufgrund seines charakteristischen Beschwerdebilds meist rasch diagnostizieren. Durch Tastuntersuchungen oder eine Rektoskopie kann der behandelnde Arzt mögliche Erkrankungen wie Hämorrhoiden oder Pilzinfektionen feststellen. Besteht der Verdacht, dass das Ekzem allergisch bedingt ist, führt man einen Allergietest durch. Die Therapie des Analekzems ist abhängig von seiner Ursache. Das heißt, dass zuerst die Grunderkrankung behandelt wird. Nässt das Ekzem sehr, legt man eine weiche Kompresse in die Analspalte, um die Feuchtigkeit aufzusaugen. Besonders wichtig bei der Behandlung ist eine gute Hygiene des Afters. So sollte der Analbereich nur mit lauwarmem und klarem Wasser gewaschen werden. Dabei wird empfohlen auf Seife möglichst zu verzichten. Möchte man dies nicht, ist es ratsam sich in der Apotheke spezielle Produkte zu besorgen, die für die empfindlichen Schleimhäute geeignet sind. Zur Behandlung des Analekzems werden zudem kortisonhaltige Cremes und Salben verabreicht, die zum Abklingen der Entzündung beitragen. Danach verschreibt man den Patienten fetthaltige Salben, Cremes oder Zinkpasten. Wohltuend wirken sich auch Wechselbäder aus, die die Durchblutung der Haut fördern und somit zur Beschleunigung des Heilungsprozesses beitragen. Da das Essen von scharf gewürzten Speisen ein Analekzem begünstigen kann, wird empfohlen scharfe Gewürze zu vermeiden.
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