19. Oktober 2009
Die Therapie einer Dyslexie ist umfangreich. Vorbeugen kann man der Leseschwäche nicht.
Im ersten Schritt der Therapie erfolgt eine genaue Aufklärung über die bestehende Leseschwäche. Sowohl den Eltern als auch dem betroffenen Kind wird erklärt, welche Schwächen es hat und dass dies nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun hat. Dadurch soll auch dem Kind vermittelt werden, dass es nicht "dümmer" als seine Klassenkameraden ist.
Die Eltern müssen lernen, das Kind für jeden kleinen Erfolg zu loben. Bestrafen und schimpfen sollte man das Kind keinesfalls, da man auf diese Weise das Gegenteil erreicht.
Die betroffenen Kinder erhalten sowohl in der Schule als auch außerhalb spezielle Förderungen. Im Rahmen der schulischen Benotung wird die Leseschwäche berücksichtigt und aus der Bewertung herausgenommen.
Ausgebildete Therapeuten üben mit den Kindern das Lesen anhand verschiedener Trainingsmethoden, zum Beispiel auch am Computer.
Egal ob die Dyslexie angeboren oder durch eine Erkrankung erworben ist, man kann vorbeugend nichts dagegen unternehmen.
Eltern sollten sich jedoch sofort an ihren Kinderarzt wenden, wenn sie entsprechende Auffälligkeiten bemerken. Je früher eine Leseschwäche therapiert wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Zusätzlich muss auch das Kind nicht so lange unter seiner Schwäche leiden, wenn es frühzeitig über seine Erkrankung aufgeklärt und behandelt wird.
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