24. Dezember 2008
Von K. Schumann
Nach Schätzungen sind bis zu 20% der Bevölkerung von Dyslexie, einer Lese- Rechtschreibschwäche, betroffen. Die Betroffenen leiden oft unter ihrer Erkrankung und halten sich für dumm. Eine frühzeitige Erkennung und die richtige Förderung sind somit enorm wichtig.
Früher wurde Dyslexie auch als Wortblindheit bezeichnet. Man vermutete damals, die Lese- und Rechtschreibschwäche sei auf einen Intelligenzmangel zurückzuführen. Doch schon in den 50er Jahren wurde nachgewiesen, dass Dyslexie unabhängig vom Intelligenzquotienten auftritt. Die genaue Ursache der Lese- Rechtschreibschwäche ist jedoch immer noch ungeklärt.
Häufig fällt erst in der Schule auf, dass etwas nicht stimmt. Das Kind liest langsam, stockt häufig oder vertauscht Wörter. Die Texte werden nicht verstanden und können somit auch nicht wiedergegeben werden. Auch bei der Rechtschreibung treten häufig Fehler auf. Meistens werden immer wieder dieselben Fehler gemacht, z.B. Buchstaben vertauscht. Die Grammatik und Interpunktion wird meist unzureichend beherrscht. Die Lese- und Rechtschreibschwäche wird jedoch auch in anderen Fächern deutlich. So können beispielsweise im Matheunterricht Textaufgaben nicht gelöst werden. Und zwar nicht, weil der Rechenweg nicht klar ist, sondern weil der Sinn der Aufgabe nicht verstanden werden kann.
Die Betroffenen leiden sehr und merken schnell, dass sie anders sind als die anderen. Das führt dazu, dass Sie sich Tricks einfallen lassen, um nicht aufzufallen. Häufig ziehen die Kinder sich zurück oder entwickeln psychosomatische Beschwerden.
Bei einem Verdacht auf Dyslexie sollten sich die Eltern zunächst an die Lehrer des Kindes wenden. Zusätzlich kann der schulpsychologische Dienst weiterhelfen. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden, z.B. mit heilpädagogischem Ansatz nach Maria Montessori oder moderner mit speziellen Computerprogrammen.
Doch ebenso wichtig wie die Förderung des Lesens und Schreibens ist die Behandlung der psychischen Symptome. Dem Kind sollte vermittelt werden, dass es weder faul noch dumm ist. Auch Entspannungstechniken wie das Autogene Training oder die progressive Muskelrelaxation können hilfreich sein.
Ich habe einfach nur angst, um die zukunft meiner tochter
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