27. März 2009
Ursache der Diabetischen Retinopathie ist die Zuckerkrankheit. Ein Erblinden kann verhindert werden, wenn sich Diabetiker regelmäßig augenärztlich untersuchen lassen.
Eine Diabetische Retinopathie entwickelt sich mit der Zeit, wenn der Patient einen schlecht eingestellten Diabetes mellitus hat. Die Zuckerwerte im Blut sind dann regelmäßig viel zu hoch. Auch zu hoher Blutdruck, Nikotin, zu viel Cholesterin im Blut oder hormonelle Schwankungen können eine diabetische Retinopathie begünstigen. Man unterscheidet verschiedene Formen der diabetischen Retinopathie. Bei der so genannten proliferativen diabetischen Retinopathie bilden sich neue Blutgefäße im Auge. Da im Körper aufgrund der Grunderkrankung Diabetes mellitus eine schlechtere Durchblutung herrscht, haben diese zusätzlichen Gefäße eigentlich die Aufgabe, die Mangeldurchblutung auszugleichen. Diese neuen Blutgefäße zerplatzen jedoch sehr leicht und so kommt es zu Blutungen. Die neuen Gefäße können auch in den Glaskörper der Augen wachsen und so eine Verschlechterung des Sehvermögens zur Folge haben. Durch diese Form der Retinopathie kann sich auch die Netzhaut des Auges ablösen, was dauerhafte Sehschäden zur Folge hat. Bei einer anderen Form der Diabetischen Retinopathie, der so genannten nicht-proliferativen Diabetischen Retinopathie, entstehen Ausstülpungen an den Blutgefäßen. Diese platzen auf und führen zu Blutungen in der Netzhaut des Auges. Im Verlauf der Erkrankung gelangen Fremdstoffe wie zum Beispiel Fette durch die Wände der Blutgefäße hindurch und führen dort zu Fettansammlungen oder Flüssigkeitsansammlungen. Diese Form der diabetischen Retinopathie verursacht erst dann Sehbeschwerden, wenn ein bestimmter Bereich im Auge davon betroffen ist. Die dritte Form der Diabetischen Retinopathie wird Diabetische Makulapathie genannt. Die Makula ist die Stelle im Auge, an der der Mensch am schärfsten sieht. Aufgrund von Wassereinlagerungen und der durch die Diabeteserkrankung verursachten schlechten Blutversorgung sterben in diesem Bereich die Zellen ab, so dass der Patient immer schlechter sieht. Bei jedem dritten Patienten mit dem Typ 2-Diabetes liegt bereits eine diabetische Retinopathie vor, wenn die Diagnose Diabetes gestellt wird. Bei der anderen Diabetesform, dem Typ 1-Diabetes, bekommt fast jeder Patient im Laufe seiner lebenslang andauernden Erkrankung eine Diabetische Retinopathie. Die Begleiterkrankung tritt hier meist nach einer Krankheitsdauer von etwa fünfzehn Jahren auf. Wird eine diabetische Retinopathie nicht behandelt, führt sie zum völligen Erblinden. Auch wenn der Diabetiker bei fortgeschrittener Diabetischer Retinopathie einen Schlag gegen den Kopf bekommt und dadurch die feinen Blutgefäße platzen, kann dies schwerwiegende Folgen für die Sehschärfe haben. Ist einmal ein Erblinden eingetreten, kann dies nicht mehr rückgängig gemacht werden. Je besser der Blutzucker und gegebenenfalls auch ein hoher Blutdruck eingestellt sind, desto eher kann eine Diabetische Retinopathie verhindert oder das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten werden.
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