Cholera

Eine bakterielle Darmerkrankung, die zur Austrocknung und zum Kreislaufversagen führen kann

Die Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien aus kontaminierten Trinkwasser oder Essen verursacht wird. Die Symptome einer Cholera sind meistens ein heftiger Brechdurchfall mit geruchlosem, reiswasserartigem Stuhl und Bauchschmerzen.

Junge liegt auf Krankenbett, Ärztin linke Hand auf seiner Stirn, die andere mit Stethoskop auf der Brust
medical checkup © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Pest und Cholera galten als Geißel Gottes. In früheren Jahrhunderten wurde zwischen den beiden Krankheiten nicht einmal differenziert.

Während die Pest weitgehend als besiegt gilt, ist Cholera dagegen nach wie vor ein ernstes Problem, vor allem in ärmeren Ländern, wo die Sauberkeit von Trinkwasser nicht gewährleistet werden kann.

Ursachen und Symptome

Das Bakterium Vibrio cholerae ist der Erreger, der sich meist in Schmutzwasser und Fäkalien befindet. Robert Koch entdeckte den Erreger im Jahre 1883.

Die Krankheit verläuft nach einer zwei bis dreitägigen Inkubationszeit in drei Etappen. Zunächst leidet der Patient an einem

der wegen der schleimigen Flocken auch als Reiswasserstuhl bezeichnet wird. In der zweiten Phase kommt es zu einem extremen

  • Flüssigkeitsmangel.

Es folgt die letzte Phase, in der der Patient

ist. Hier droht er auch ins Koma zu fallen. Kommen nun noch Komplikationen wie Lungenentzündung oder eine Sepsis hinzu, befindet sich der Patient in ernster Gefahr.

Behandlung

Die wichtigste Therapie bei einer Choleraerkrankung ist die Versorgung des Patienten mit einer Salz- und Glukoselösung, um den Flüssigkeits- und Salzverlust des Körpers wieder auszugleichen. Besonders für die Gebiete, in denen keine Infusionen zur Verfügung stehen, hat die WHO eine Empfehlung für eine Trinklösung mit folgenden Komponenten ausgesprochen:

  • Glukose
  • Natriumchlorid
  • Natriumcitrat und
  • Kaliumchlorid.

Wichtig ist ebenfalls die Behandlung mit Antibiotika. Verabreicht werden mitunter folgende Wirkstoffe:

  • Chinolone
  • Tetracycline
  • Makrolide
  • Cotrimoxazol und
  • Ciprofloxacin

Inzwischen stehen wirksame Impfstoffe in Form von Schluckimpfungen zur Verfügung. Die früher übliche intramuskuläre Impfung gilt inzwischen als veraltet, außerdem bestehen Zweifel an ihrer Wirksamkeit. In Deutschland ist die Krankheit meldepflichtig, da sie epidemisch auftreten kann.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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