Die Alkoholabhängigkeit entwickelt sich in der Regel schleichend. Anzeichen dafür sind ein starkes Verlangen oder eine Art Zwang Alkohol zu trinken. Es können Entzugserscheinungen wie Schwitzen und Zittern nach Beendigung des Konsums auftreten.
Eine Alkoholabhängigkeit ist im klassischen Sinn keine Krankheit, sondern eine Suchterkrankung. Das bedeutet unter anderem das die Alkoholabhängigkeit oder auch Alkoholsucht nicht ansteckend ist. Wissenschaftler fanden jedoch in den letzten Jahren heraus, dass die Tendenz zum Alkoholismus genetisch weitergegeben werden kann.
Die Alkoholabhängigkeit macht sich mit einigen Symptomen bemerkbar, die für den Laien jedoch nur schwer einzuordnen sind. Das erste Symptom ist, dass die Betroffenen beginnen, heimlich zu trinken. Oft wird schon am frühen Morgen mit dem Konsum von Alkohol begonnen, da Alkoholiker ohne die ausreichende Zufuhr ihres Suchtmittels nicht in der Lage sind, ihrer Arbeit oder ihren Aufgaben nachzugehen. Der Alkohol wird in vielen unterschiedlichen Geschäften eingekauft, um keinen Verdacht zu erregen.
Alkoholiker beginnen in der Wohnung und am Arbeitsplatz Alkohol zu verstecken, damit sie jederzeit ihre Sucht befriedigen können. Für den Körper ist die Alkoholsucht eine enorme Belastung. Vor allem die Leber muss Höchstleistungen bringen, was zur Folge hat, dass die Leber erkrankt und teilweise abstirbt. Folge davon können ständige Hepatitis-Erkrankungen sein, das sind Leberentzündungen mit schwerem Verlauf.
Die schlimmste Folge der Abhängigkeit von Alkohol ist jedoch das Korsakov-Syndrom, bei dem das Hirn schwer geschädigt wird. Durch den jahrelangen Missbrauch von Alkohol sterben bestimmte Hirnareale ab. Dies hat zur Folge, dass schon sehr junge Menschen an der Alterskrankheit Demenz erkranken.
Gegen Alkoholabhängigkeit gibt es keine Medikamente, es hilft nur ein möglichst stationärer Entzug, bei dem die Entzugssymptome mit Medikamenten gelindert werden können.
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