1. Juni 2010
Als Sehnen bezeichnet man die Verbindungen zwischen Muskeln und Knochen. Unter Bändern versteht man faserreiche Bindegewebsstränge, die vor allem zur Fixierung dienen.
Sehnen sind bindegewebige Faserzüge, durch die Muskeln und Knochen miteinander verbunden werden. Eine Sonderform stellen die Zwischensehnen dar, welche die Muskelbäuche eines Muskels verbinden.
Sehnen bezeichnet man auch nach ihrer jeweiligen Funktion als Ansatz- oder Ursprungssehnen. Jeder Muskel verfügt über Sehnen. Die Fasern der Sehnen sind entweder unmittelbar an einem Knochen verankert oder strahlen in die Knochenhaut hinein. Umgeben werden Sehnen, die über mehrere Gelenke verlaufen, von Sehnenscheiden. Auf diese Weise wird die Reibung mit dem benachbartem Gewebe vermindert.
Zusammengesetzt wird eine Sehne aus fixen Zellen sowie einer Interzellularsubstanz. In diese Substanz sind vor allem kollagene Fasern eingelagert, die den Sehnen zu ihrer Festigkeit verhelfen. Die dünne Sehnenhaut, die die Sehne umgibt, bezeichnet man als Peritendineum. In den Sehnen gibt es nur sehr wenige Blutgefäße und Nerven, wodurch sie sich jedoch schlecht regenerieren können. Eine Sehne kann sowohl lang als auch kurz sein. Die bekannteste und größte Sehne des menschlichen Körpers ist die Achillessehne.
Wichtigste Funktion der Sehnen ist die Übertragung der Muskelkraft auf die Knochenteile. Darüber hinaus wirken sie durch ihre Elastizität in gewissen Umfang federnd. So können sie Bewegungsenergie für kurze Zeit speichern und auch wieder freisetzen.
Als Bänder oder Ligamente bezeichnet man faserreiche Bindegewebsstränge, die bewegliche Teile des Skeletts miteinander verbinden und fixieren. Außerdem sorgen sie für die funktionelle Stabilität der Gelenke.
Zusammengesetzt werden Bänder in erster Linie von parallelfaserigem Bindegewebe. Dieses enthält eine Vielzahl von Kollagenfasern vom Typ I und hat nur einen geringen zellulären Anteil. Zwischen den Kollagenfaserbündeln befinden sich nur ein paar einzelne zytoplasmaarme Fibrozyten. Ein kleinen Teil der Bänder bezeichnet man auch als elastische Bänder, da diese über einen hohen Anteil an elastischen Fasern verfügen und aus elastischem, straffen Bindegewebe bestehen.
Wichtigste Aufgabe der Bänder ist die Verbindung und Fixierung der beweglichen Skelettteile. Während Sehnen stets Muskeln mit Knochen verbinden, stellen die Bänder immer nur eine Verbindung zwischen den Knochen her. Bei den Gelenken sorgen die Bänder dafür, dass die Beweglichkeit auf ein physiologisch erwünschtes Maß beschränkt wird, wodurch sie funktionelle Stabilität gewährleisten. Wegen ihrer histologischen Eigenschaften können sich Bänder nur bedingt regenerieren.
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