25. Mai 2010
Als Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales) bezeichnet man die mit Luft gefüllten Aussackungen der Nasenhöhle. Sie sind Teil der inneren Nase.
Unter den Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales) versteht man die paarigen Aussackungen der Nasenhöhle, die mit Luft gefüllt sind. Sie sind mit Schleimhaut ausgekleidet und an die Nasenhöhle angeschlossen, weswegen man sie zum Atmungsapparat zählt.
Die Nasennebenhöhlen liegen zwischen zwei Deckplatten der Schädelknochen. Diese Platten bezeichnet man als Tabula externa und Tabula interna. Auf diese Weise werden die Nebenhöhlen pneumatisiert. Anatomisch zählen die Nasennebenhöhlen zur inneren Nase. Unterteilt werden sie beim Menschen in vier Nasennebenhöhlen. Dies sind die Kieferhöhle (Sinus maxillaris), die Stirnhöhle (Sinus frontalis), die Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) sowie die Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales).
Bei der Geburt verfügt der Mensch lediglich über die Siebbeinzellen. Nach dem ersten Lebensjahr setzt die Entwicklung der Stirnhöhlen ein, die erst mit dem Abschluss des Schädelwachstums, das im Alter von 20–25 Jahren erfolgt, endet. Zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensjahr beginnt zudem die Entwicklung der Keilbeinhöhle. Die Entwicklung der Kieferhöhlen setzt langsam ab dem 7. Lebensjahr mit dem Durchbruch der bleibenden Zähne ein.
Zu den Aufgaben der Nasennebenhöhlen gehören die Vergrößerung des Nasenraums sowie die Konditionierung der Atemluft. Darüber hinaus sorgen sie für eine Verringerung des Schädelgewichts, denn durch die Hohlraumbildung wird Knochenmaterial eingespart.
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