Nasenhaare - Filtern die Luft, die man durch die Nase einatmet

Als Nasenhaare (Vibrissae) bezeichnet man die kleinen Härchen, die sich in der Nase befinden. Haare, die aus der Nase rausschauen, wirken oft wenig ansprechend. Doch die kleinen Haare sollten nicht nur als lästiges Nasenanhängsel betrachtet werden, denn sie erfüllen wichtige Aufgaben. So dienen sie als Filter für die Atemluft.

Die Nasenhaare schützen die Nase vor dem Eindringen von Fremdkörpern und Schmutzpartikeln

Unter den Nasenhaaren (Vibrissae) versteht man die kleinen speziellen Härchen, die sich innerhalb der Nase, im Nasenvorhof (Vestibulum nasi), befinden. Zu ihren Aufgaben gehört das Filtern der eingeatmeten Luft.

Anatomie und Funktion

Die Nasenhaare wachsen im Vorhof der Nase und erreichen in der Regel eine Länge von mehreren Millimetern. Sie richten sich nach außen, in Richtung des Nasenlochs.

Schutz vor Fremdkörpern in der Nase

Ihre Funktion ist für die Gesundheit des Menschen durchaus wichtig, denn sie fungieren als Filter für die Atemwege. Die Härchen sind in Richtung Nasenloch, also nach außen gerichtet. So können sie das Eindringen von Fremdkörpern wie z.B. Schmutzpartikeln, Staub, Sand oder kleinen Insekten in das Innere der Nasenhöhle verhindern.

Da solche Fremdkörper zu Schäden der Lunge führen können, ist es also durchaus wichtig, sie herauszufiltern. Ist man besonders verschmutzter Luft ausgesetzt, wird deshalb geraten durch die Nase zu atmen, um eine Überlastung der Lunge durch Mundatmung zu vermeiden.

Die Nasenhaare filtern die eingeatmete Luft und wehren so Fremdkörper ab
Die Nasenhaare filtern die eingeatmete Luft und wehren so Fremdkörper ab

Unterstützung erhalten die Nasenhaare von zusätzlichen Filtermechanismen der Nase wie den Flimmerhärchen und der Nasenschleimhaut. Letztere sondert ein Sekret ab, damit ein eingedrungener Fremdkörper besser gebunden werden kann.

Nasenhaare kommen sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor, wobei sie bei Männern in der Regel deutlich ausgeprägter sind. Bei Tieren erreichen Nasenhaare sogar eine Länge von mehreren Zentimetern und haben taktile Aufgaben. Oftmals werden die aus der Nase wachsenden Härchen, trotz ihrer wichtigen Filterfunktion, als unästhetisch empfunden und deshalb entfernt.

Entfernung der Nasenhaare

Trotz ihrer wichtigen Funktion als Filter für die eingeatmete Luft, werden Nasenhaare in vielen Fällen als unschön und störend angesehen. Aus diesem Grund werden die aus der Nase sprießenden Haare oftmals entfernt.

Nasenhaare werden oft aus ästhetischen Gründen entfernt
Nasenhaare werden oft aus ästhetischen Gründen entfernt

Was man vermeiden sollte

In vielen Fällen zupft man die Haare einfach mit den Fingern oder einer Pinzette aus, was man aber besser nicht tun sollte, da dies nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch zur Bildung von kleinen Wunden führen kann. Dadurch besteht jedoch die Gefahr, dass es zu Entzündungen der Haarfollikel oder zu Furunkeln kommt.

Auch schlimme Entzündungen der Haarfollikel mit nachfolgender Narbenbildung sind möglich. Ebenso wird von elektrischen Epilationen, wie sie in Kosmetikstudios zur Anwendung kommen, abgeraten.

Die Entfernung mit einem Nasenhaarschneider

Gefahrloser lassen sich die Nasenhaare mit einem speziellen Nasenhaarschneider bzw. Nasenhaartrimmer entfernen. Dabei handelt es sich um ein elektrisches oder mechanisches Gerät, das sich auch zur Entfernung von Ohrenhaaren eignet.

Die Behandlung geht zügig und schmerzlos vonstatten. Verletzungen wie beim Zupfen der Haare werden so vermieden. Allerdings muss die Prozedur regelmäßig wiederholt werden, da die gestutzten Haare, wie alle anderen Körperhaare auch, nachwachsen.

Eine weitere Möglichkeit, um die lästigen Nasenhaare zu beseitigen, ist eine spezielle Lasertherapie, bei der die Härchen von einem Arzt mithilfe von Infrarotlicht entfernt werden. Das Infrarotlicht erhitzt das Nasenhaar mitsamt seiner Wurzeln und zerstört es.

Da die Behandlung jedoch etwa sieben bis zehn Sitzungen erfordert, ist sie recht kostspielig. Zudem handelt es sich um eine rein kosmetische Behandlung, sodass die Krankenkassen die Kosten für die Prozedur nicht übernehmen.