18. Mai 2010
Als Jochbein bezeichnet man einen kleinen Schädelknochen im Gesicht. Durch ihn wird die laterale Begrenzung zur Augenhöhle gebildet.
Das Jochbein (Os zygomaticum) ist ein Schädelknochen im Gesicht und wird auch als Backenknochen, Wangenbein oder Jugale bezeichnet. Der menschliche Schädel ist mit zwei Jochbeinen ausgestattet, die eine laterale Begrenzung zu den Augenhöhlen (Orbita) bilden und sich unterhalb der Augenhöhlen im oberen Wangenbereich befinden. Außerdem sind sie wichtige Pfeiler für die Statik des Schädels.
Das Jochbein verfügt über drei Flächen. Dies sind die Facies lateralis, die Facies temporalis sowie die Facies orbitalis. Die konvexe Facies lateralis, die man auch Facies malaris nennt, hat in ihrer Mitte eine Knochenöffnung, die als Foramen zygomaticofaciale bezeichnet wird. Außerdem haben der Musculus zygomaticus major und der Musculus zygomaticus minor ihren Ursprung auf der Facies lateralis, die man durch die Weichteile des Gesichts als Wangenknochen ertasten kann. Die Facies temporalis ist die konkave Innenfläche des Jochbeins. Im oberen Teil bildet sie die Fossa temporalis, eine flache und breite Einsenkung und im unteren Teil die Fossa infratemporalis, eine Grube der Schädelbasis. Im Inneren der Facies temporalis befindet sich das Foramen zygomaticotemporale. Von der glatten Facies orbitalis wird gemeinsam mit der Maxilla und dem Keilbein (Os sphenoidale) ein Teilstück des Bodens und der lateralen Orbitawand gebildet. Im Zentrum der Facies orbitalis liegt das Foramen zygomaticoorbitale. Der nach hinten gerichtete Schläfenansatz des Jochbeins, der Processus temporalis bildet das Vorderteil des Jochbogens (Argus zygomaticus).
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