22. April 2010
Als Eileiter (Tuba uterina) bezeichnet man einen Teil der weiblichen Geschlechtsorgane. Er ermöglicht den Transport einer Eizelle vom Eierstock zur Gebärmutter.
Der Eileiter (Tuba uterina) stellt die Verbindung zwischen Eierstock (Ovar) und Gebärmutter (Uterus) dar. Beim Eileiter handelt es sich um ein muskuläres, schlauchförmiges Hohlorgan im kleinen Becken, das paarig angelegt ist. Dieses Hohlorgan sorgt für den Transport einer reifen Eizelle vom Ovar zum Uterus. Zudem wird die Eizelle in Anwesenheit von Spermien befruchtet.
Der Eileiter wird in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Dazu gehören das Infundibulum tubae uterinae, die Ampulla tubae uterinae, der Isthmus tubae uterinae sowie der Pars uterina tubae uterinae. Unter dem Infundibulum tubae uterinae versteht man eine trichterförmige Öffnung, die in das Ostium abdominale mündet. Am lateralen Ende verfügt es über, an den Eierstock angelegte, Fimbrien. Diese fangen nach der Ovulation (Eisprung) das Ei auf und transportieren es weiter zur Gebärmutter. Längster Teil des Eileiters ist die Ampulla tubae uterinae, die eine Länge von rund sieben Zentimetern hat, was etwa zwei Dritteln der Eileiterlänge entspricht. Als Isthmus tubae uterinae bezeichnet man eine enge Stelle, die sich unmittelbar vor der Mündung zur Gebärmutter befindet und rund zwei bis drei Zentimeter lang ist. Der so genannte Pars uterina tubae uterinae (Gebärmutterteil) ist eine Mündung, die in der Uteruswand beim Eintritt in das Uterus-Lumen verläuft.
Wichtigste Funktion des Eileiters ist der Transport der Eizelle vom Eierstock in die Gebärmutter. Dazu positionieren sich die Fimbrien kurz vor dem Eisprung genau an der Stelle, an der es voraussichtlich zum Eisprung kommen wird. Nachdem das Ei aufgefangen wurde, erfolgt der Transport durch die Eileiter zur Gebärmutter-Höhle. Dabei werden von der spiralförmigen Muskulatur Kontraktionen ausgeführt, um den Transport zusätzlich zu unterstützen. Der Transport eines Eis durch den Eileiter kann etwa drei bis fünf Tage dauern. Da eine Eizelle jedoch nur für sechs bis zwölf Stunden befruchtet werden kann, muss die Konzeption (Befruchtung) innerhalb des Eileiters erfolgen. Dies geschieht in der Regel im ampullären Teil der Tube. Im Anschluss an die Befruchtung entwickelt sich die entstandene Zygote auf dem Weg zur Gebärmutter nach mehreren Stadien in eine Blatozyste und nistet sich schließlich im Endometrium der Gebärmutter ein.
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