Jahrmärkte - Merkmale, Attraktionen und Angebote sowie Besuchertipps

Ansicht von unten: Riesenrad auf einem Jahrmarkt unter blauem Himmel

Die beliebtesten Attraktionen auf Jahrmärkten und Kirmes

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  • von Paradisi-Redaktion

Viele Jahre lang waren die klassischen Jahrmärkte fast vom Aussterben bedroht. Doch glücklicherweise fand in den letzten Jahren ein Umdenken statt, denn viele Menschen haben die Ursprünglichkeit der Jahrmärkte vermisst, konnten jedoch dem Kommerz der an ihre Stelle getretenen Großveranstaltungen zunehmend weniger abgewinnen. Deshalb sind ursprüngliche und vor allem themenbezogene Jahrmärkte jetzt wieder ganz stark im Kommen. Sie haben viele Attraktionen zu bieten, die Sie sich - idealerweise auch mit Ihrer Familie - ansehen können. Informieren Sie sich über Angebot und Attraktionen von Jahrmärkten.

Jahrmärkte - Merkmale und Angebote

Bei einem Jahrmarkt - häufig auch als Kirmes bzw. Rummel bezeichnet - handelt es sich um einen mehrtägigen Markt, welcher in der Regel einmal pro Jahr in einer Stadt stattfindet. Im Laufe der Zeit hat sich der Jahrmarkt in seinem ursprünglichen Sinn mehr und mehr zu einem Volksfest entwickelt.

Meistens finden Jahrmärkte an einem kirchlichen Feiertag statt; auch an einem Festtag, an dem ein Heiliger in einem bestimmten Ort stark verehrt wird, wird ein solcher Markt oft veranstaltet. Typische Zeitpunkte sind dabei

  • Ostern
  • Pfingsten oder
  • Weihnachten.

Doch auch Märkte, die sich auf eine Saison oder ein bestimmtes Produkt spezialisieren, sind beliebt. Hierzu zählen Pferde-, Holz- oder Weinmarkt.

Jahrmärkte sind eine jahrhunderte alte überlieferte Tradition. Dienten sie früher tatsächlich dem Handel und stellten wichtige Wirtschaftsfaktoren dar, so zielen sie heute doch viel mehr auf Unterhaltung und Zerstreuung ab. Bestimmte Gegenstände, wie zum Beispiel Töpferwaren oder sonstiges Kunsthandwerk, findet man bis heute vor allem auf speziellen Themen-Jahrmärkten.

Verschiedene Artisten und Akrobaten

Auf vielen Jahrmärkten sind heute wieder echte Feuerschlucker zu sehen. Die mutigen Künstler und Akrobaten treten meist an einem exponierten Platz am Jahrmarkt und zu festen Zeiten auf, über die Sie sich bereits im Vorfeld informieren können.

Mit etwas Glück können Sie auch Zeuge eines ganz spontanen Auftritts werden. Ebenso wie Feuerschlucker zählen Jongleure und Artisten mit Kleingerät zu den Attraktionen, auf die Sie bei einem Jahrmarktsbesuch hoffen dürfen.

Tiere

Für Kinder meist sehr attraktiv sind Tiere, die auf manchen Jahrmärkten ausgestellt sind. Häufig wird ein gut überwachtes Ponyreiten für Kinder angeboten, das auf einem kleinen, eingezäunten Gelände oder in einer kleinen Manege stattfindet.

Je nach Jahrmarktsthema jedoch können Sie auch das Glück haben, einen Streichelzoo zu erleben. Planen Sie hierfür viel Zeit ein, denn Kinder lieben es ganz besonders, mit Tieren in direkten Kontakt zu treten. Ein Streichelzoo lässt so manch andere Attraktion uninteressant werden.

Fahrgeschäfte

Bunte Fahrgeschäfte sind nicht nur für Kinder spannend, sondern auch für Erwachsene. Auf Jahrmärkten finden sie sich meist in unspektakulärer, dafür aber in romantisch überlieferter Form. Mit etwas Glück bekommen Sie noch ein originales Kettenkarussell oder ein nostalgisches Riesenrad zu sehen.

Haben Sie keine Sorge: für Ihre Sicherheit ist dank strenger Auflagen immer gesorgt. Gönnen Sie sich dieses besondere Vergnügen und leisten Sie sich eine Fahrt, auf der Sie beeindruckende Ausblicke erleben werden.

Süße Snacks

Zuckerwatte und gebrannte Mandeln dürfen ebenfalls auf keinem Jahrmarkt fehlen. Schon ihr herrlicher Duft lockt uns von Weitem und weckt längst vergessene Kindheitserinnerungen.

Nehmen Sie sich einmal die Zeit, auch bei der Herstellung dieser Leckereien zuzusehen. Kinder schauen besonders gerne zu, denn sie wollen sehr oft wissen, wie etwas gemacht wird. Haben Sie genug gesehen, so finden Sie bestimmt auch noch einen schönen Glühweinstand.

Neue Touristenattraktionen in Großstädten - Historische Markthallen frisch herausgeputzt

Gemüsemarkt: verschiedene Gemüsesorten in Holzkörben
Gemüsemarkt © Bauer Alex - www.fotolia.de

Früher traf sich die ganze Stadt zumeist in einer zentralen Markthalle, wo geschützt von hübschen Dächern, frisches Gemüse, Obst, Fleisch und viele andere Delikatessen eingekauft wurden. Mit dem Aufkommen der Supermärkte verschwanden die meisten Markthallen jedoch und wurden dem Verfall preisgegeben. Doch mittlerweile entdecken immer mehr deutsche Städte ihre historischen Schätze neu.

Historische Markthalle Nummer 9 in Berlin Kreuzberg restauriert

In Berlin tat sich eine Anwohnerinitiative zusammen, um die 120 Jahre alte historische Markthalle Nummer 9 in Kreuzberg zu restaurieren, in der nun freitags und samstags wieder ein klassischer Wochenmarkt stattfindet. Vor allem Biobauern aus der Umgebung und kleine Hofläden preisen hier ihre frischen Waren an. In München wurde kürzlich die Schrannenhalle am Viktualienmarkt wieder aufgebaut, deren Bestandteile jahrzehntelang auf einem Bauhof herumlagen.

Auch in Stuttgart, Kassel und Frankfurt wurden historische Kleinode wieder zum Leben erweckt und locken nun wieder jede Woche Käufer an, die auf regionale hochwertige Produkte Wert legen. Dazu kommen Köstlichkeiten vom Mittelmeer, Alltagsgegenstände und Cafés und Restaurants, die für das leibliche Wohl sorgen. Markthallen haben so die Chance, wieder zum zentralen Treffpunkt der Städte zu werden - und zu neuen Touristenattraktionen.

Auf beliebte Attraktionen des Jahrmarkts gehen wir im Folgenden genauer ein...

Beliebte Attraktionen auf Jahrmärkten

Es gibt einige Attraktionen, die auf einem Jahrmakt besonders viele Besucher anziehen.

Losbuden

Besonders an Los- und Schießbuden kommt der Spaß nicht zu kurz, und für Unterhaltung in der Gruppe ist schnell gesorgt. Wer hat am meisten Glück im Spiel? Wer bringt den dicksten Gewinn nach Hause? Wer wird wieder einmal leer ausgehen?

Bei einem Loskauf entscheiden wirklich nur Glück und Zufall darüber, ob ein Gewinn erzielt wird. Umso größer ist die Spannung beim Öffnen des erstandenen Loses. Wer eine Niete zieht, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Doch auch die Gewinne sorgen oftmals für große Heiterkeit. Wer kennt sie nicht, die überdimensionierten Plüschfiguren, die dann voller Stolz über den Jahrmarkt und nach Hause getragen werden. Oftmals investieren Jahrmarktsbesucher ein kleines Vermögen in Lose, um an einen ganz bestimmten ins Auge gefassten Gewinn zu kommen.

Schießbuden

Mehr Möglichkeiten für eigene Aktivitäten bieten dagegen die Schießbuden. Hier entscheidet nicht der Zufall über den Gewinn, sondern die Geschicklichkeit des Besuchers.

Mit großen und oft unhandlichen Gewehren wird hier auf einzelne Röhrchen gezielt, in denen die Gewinne stecken. Dabei kann der Kunde aussuchen, ob er direkt auf einen kleineren Gewinn zielen, oder ob er die erreichten Punkte für einen größeren Gewinn sammeln möchte. Wer dies vor hat, sollte sich mit dem Schießen schon recht gut auskennen.

An Schießbuden werden meist nur erwachsene Schützen zugelassen. Jugendliche dürfen je nach Anbieter im Beisein der Eltern oder einer erwachsenen Aufsichtsperson schießen. Bevor das Gewehr ausgehändigt wird, erfolgt eine Einweisung durch das Standpersonal, dessen Anweisungen auch im weiteren Verlauf Folge zu leisten ist.

Da die meisten Besucher keine Übung im Schießen haben, kann es eine Weile dauern, bis ein Gewinn erschossen werden kann. Für die Zuschauer ist dies oft wenig spannend. Findet sich jedoch ein guter und geübter Schütze an einer Schießbude ein, so dauert es meist nicht lange, bis er von einer großen Schar an Schaulustigen umgeben ist.

An Schießbuden werden meist nur erwachsene Schützen zugelassen
An Schießbuden werden meist nur erwachsene Schützen zugelassen

Angelspiele

Besonders bei den Angelspielen ist große Geschicklichkeit gefragt. Wer sich gut konzentrieren kann und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen besitzt, ist hier klar im Vorteil.

Angelspiele sind vielfältig und sehr unterschiedlich aufgebaut. Bei allen geht es jedoch darum, einen Gegenstand mit Hilfe eines Werkzeugs aufzunehmen und zu transportieren. So können etwa einzelne Bälle aus einem Eimer geangelt werden. Besonders schwierig wird dies, wenn das Gefäß nicht ganz einsehbar ist.

Die dafür benutzte "Angel" besteht meist aus einer Kombination aus einem Führungsstück, einem Seil und einer Fangeinrichtung. Diese kann aus einem Haken, einer festgebundenen Schaufel, einem Eimerchen oder Ähnlichem bestehen.

Ist das gewünschte Objekt geangelt oder aufgeladen, muss es meist noch zu einem Ablageplatz transportiert und dort wieder abgegeben werden. Dies ist meist nochmals eine sehr wacklige Angelegenheit und nicht einfach zu meistern. So manche Beute wird noch auf dem Transportweg verloren.

Bei manchen Angelspielen sind auch Magnetkonstruktionen im Einsatz. Angelspiele sind meist zeitlich begrenzt, so dass der Spieler auch noch gegen die tickende Uhr ankämpfen muss.

Dosenwerfen

Das Dosenwerfen dagegen gehört mit Sicherheit zu den ältesten und traditionellsten Jahrmarktsspielen. Eine aufgetürmte und gestapelte Anzahl Dosen muss mit möglichst wenig Ballwürfen abgeräumt werden. Oftmals ist es gar nicht so einfach, diesen Dosenturm zum Einsturz zu bringen.

Gespielt wird dabei mit den unterschiedlichsten Bällen. Kleine und feste Bälle, ähnlich wie Tennisbälle, können zum Einsatz kommen. Aber ebenso kann auch mit großen und leichten Bällen geworfen werden. Gerade mit den leichten und unhandlichen Bällen ist es besonders schwierig, einen ausreichenden Impuls zu erzeugen.

Beim Dosenwerfen geht es nicht nur um Geschicklichkeit, sondern auch um Kraft und ein gutes Zielvermögen. Je nach Art der Pyramide muss man einschätzen können, an welchem Punkt ein Einschlag am effektivsten wirkt. Je höher die Wucht des Aufpralls, desto größer ist auch die zerstörerische Wirkung.

Dosenwerfen ist bei Groß und Klein beliebt, da es sehr einfach zu verstehen ist und über eine hohe Dynamik verfügt und auch für Zuschauer sehr spannend sein kann. Je weniger Würfe der Spieler benötigt um die Dosen komplett abzuräumen, desto höher fällt sein Gewinn aus.

Karusselle

Auch auf vielen kleineren Jahrmärkten sind sie zu finden: Die beliebten Karusselle. Je nach Ausführung sind Karusselle auch schon für kleinere Kinder geeignet und sehr beliebt. Die meisten dieser Fahrgeschäfte sind zu einem bestimmten Thema aufgebaut und simulieren so eine ganz eigene kleine Welt.

Drehkarusselle

Schon die kleinsten Kinder können in den sicheren Drehkarussellen fahren. Diese bewegen sich langsam und nur in eine Richtung. Meist bestehen sie aus einer großen runden Platte, auf die verschiedene fahr- und reitbare Untersätze aufgebracht sind:

  • Autos
  • Pferde und
  • Kutschen

sind dabei besonders beliebt. Hier können kleine Kinder sicher untergebracht werden. Größere Kinder trauen sich eventuell schon auf ein etwas höheres Pferd, das vielleicht sogar mittels einer Stange eine vertikale Bewegung ausführt.

Diese Karusselle sind überdacht und mit zusätzlichen Reizen wie Lichtsignalen und Musik ausgestattet. Für viele kleine Kinder ein ganz besonderes Erlebnis.

Dreh-Hebe-Karusselle
Beim Dreh-Hebe-Karussell können die Kinder ihre Fluggeräte anheben lassen
Beim Dreh-Hebe-Karussell können die Kinder ihre Fluggeräte anheben lassen

Die etwas mobilere Variante der Drehkarusselle sind die Dreh-Hebe-Karusselle. Sie sind meist mit

ausgestattet, in denen die kleinen Fahrgäste Platz nehmen. Diese Sitzgelegenheiten sind mit lang ausgelegten Armen mit der Mittelstange des Karussells verbunden. Sobald das Karussell Fahrt aufnimmt, werden die Sitzplätze an den Stangen nach oben und unten bewegt. So entsteht ein horizontales und vertikales Fahrgefühl.

Bei den meisten dieser Karusselle erfolgen die Bewegungen sehr langsam. Jedoch gibt es auch reine Erwachsenen-Karusselle, die ähnlich aber sehr viel aktiver aufgebaut sind.

Kettenkarussell

Eine Variante, die schon etwas mehr Mut erfordert, ist das Kettenkarussell. Hier nehmen die Fahrgäste in kleinen Metallsitzen Platz, die an je vier Ketten am Schirmdach des Karussells befestigt sind.

Sobald das Karussell Fahrt aufnimmt, setzen Fliehkräfte ein, und die Fahrgäste werden nach außen getragen. Bei schneller Fahrt kann so das Gefühl des Fliegens entstehen.

Kettenkarusselle gibt es in ganz verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Fahrgastzahlen. Bei den größeren Modellen ist eine rasante Fahrt durchaus möglich. Oftmals sind Kinder erst ab einem bestimmten Alter zugelassen.

Das Kettenkarussell ist nicht für kleine Kinder geeignet
Das Kettenkarussell ist nicht für kleine Kinder geeignet

Autoscooter

Der Autoscooter ist wohl das klassischste unter allen Fahrgeschäften. Man kennt ihn noch aus vielen Filmen aus den 50er Jahren.

Hier nehmen die Fahrgäste allein oder zu zweit in kleinen, offenen Modellautos Platz. Der Fahrer übernimmt Lenkung und Gaspedal.

Gefahren wird auf einer durch die Ein- und Ausstiegsbande begrenzten Fläche. Die Autos sind sehr niedrig und ringsum von einem breiten Gummipuffer umgeben.

Vor allem bei Teenagern ist das gegenseitige Rammen sehr beliebt, das jedoch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht immer ganz ungefährlich ist. Kinder dürfen deshalb in vielen Autoscootern nur in Begleitung Erwachsener fahren.

Autoscooter ist besonders bei Jugendlichen sehr beliebt
Autoscooter ist besonders bei Jugendlichen sehr beliebt

Achterbahnen

Achterbahnen sind nur auf großen Jahrmärkten und Volksfesten zu finden. Sie benötigen sehr viel Standplatz und sind sowohl im Aufbau als auch in der Wartung sehr komplex. Die Anforderungen an die Sicherheit der Fahrgäste sind sehr hoch und streng reglementiert.

Immer ausgefallener und verrückter sind die Aufbauten der Achterbahnen. Rasante Talfahrten mit immer steilerem Gefälle wechseln sich mit extremen Kurvenlagen und steilen Aufstiegen. Die Fahrgeschwindigkeit auf dem Kurs der Achterbahn ist wechselnd, das Abbremsen und Beschleunigen erfolgt oft abrupt und überraschend.

Achterbahnen sind schon von außen spektakulär und vielen Jahrmarktsbesuchern genügt es, sich die Fahrten aus sicherer Entfernung anzusehen. Andere suchen den Nervenkitzel und können von der Geschwindigkeit und den harten Gefällen gar nicht genug bekommen. Nicht jeder Magen kann allerdings einen Looping oder das Anhalten in der Kopfüber-Position vertragen.

Manche Menschen, die sehr gerne Achterbahn fahren, beschreiben das Freisetzen der menschlichen Urängste auch als sehr entspannend. Kommt man bei der Fahrt emotional an seine Grenzen, so wirkt dies für viele Fahrgäste regelrecht befreiend.

Achterbahnen findet man nur auf großen Jahrmärkten und Volksfesten
Achterbahnen findet man nur auf großen Jahrmärkten und Volksfesten

Riesenrad

Das Riesenrad als beschauliche Alternative der Fahrgeschäfte
Das Riesenrad als beschauliche Alternative der Fahrgeschäfte

Das Riesenrad dagegen ist eine recht beschauliche Alternative und eignet sich besser für diejenigen, die in Ruhe einen schönen Ausblick genießen möchten. Natürlich darf ein Riesenradbesucher auch nicht unter ausgeprägter Höhenangst leiden, denn auch hier geht es hoch hinauf. Allerdings ist dies ja bereits vor dem Einstieg ersichtlich, so dass die Entscheidung für oder gegen die Riesenradfahrt einfach sein dürfte.

Als einer der ersten und frühesten Jahrmarktattraktionen haftet dem Riesenrad ein unwiderstehliches Flair von Romantik und Tradition an. Meist sind die Riesenräder auch optisch in diese Richtung gestaltet. Die Passagiergondeln sind mit hübschen Baldachins ausgestattet und die Farben wirken fröhlich und zuversichtlich.

Eine Riesenradfahrt besteht meist aus mehreren vollen Umdrehungen, sodass Auffahrt und Abfahrt mehrmals erlebt werden können. Manche Riesenräder stoppen zwischendurch auch immer wieder. Wer das Glück hat, sich bei einem Stopp an der obersten Position zu befinden, der kann den Ausblick über den Jahrmarkt und die Stadt noch länger genießen.

Riesenradfahrten eignen sich auch für Kinder in Begleitung Erwachsener und für ältere Personen, oder für Menschen die an körperlichen Einschränkungen leiden. Meist werden sie als sehr entspannendes und positives Erlebnis empfunden.

Feuerwerk

Ein Feuerwerk am dunklen Nachthimmel ist immer ein ganz besonderer Höhepunkt, den es meist nur zum Jahreswechsel zu sehen gibt. Viele Jahrmärkte jedoch haben das Feuerwerk inzwischen als festen Bestandteil in ihr Programm aufgenommen.

Es lockt Zuschauer und Besucher an und bietet ein ganz besonderes Erlebnis. Ist die Pyrotechnik erst einmal durchgeplant und erprobt, so kann sie mit überschaubarem Einsatz immer wieder aufs Neue genutzt werden.

Viele Jahrmarktsbesucher kommen vor allem deshalb, weil sie das Feuerwerk erleben wollen. Besonders passend ist es dann, wenn es ohnehin einen Grund zum Feiern gibt. So kann man sich in entspannter Runde mit Freunden oder Verwandten treffen und gemeinsam etwas erleben.

Atemberaubendes Feuerwerk als besonderer Höhenpunkt eines Jahrmarktes
Atemberaubendes Feuerwerk als besonderer Höhenpunkt eines Jahrmarktes

Geisterbahn

Im Unterschied zum Feuerwerk ist die Geisterbahn jedoch nicht an Tageszeiten gebunden; sie ist von morgens bis abends geöffnet. Hier treffen sich die Freunde des Gruselns und die Furchtlosen.

In Zügen mit offenen Waggons fahren die Passagiere in das Innere der Geisterbahn, das von außen nicht einsehbar ist. Meist sind die Tore mit schwarzen Tüchern verhängt oder mit Rauch vernebelt.

Im Inneren der Geisterbahn ist es meist stockfinster und die Fahrgäste werden von "Geistern" oder geisterhaften Erscheinungen, Tönen oder Ereignissen überrascht. Angst und Schrecken werden auch durch das Kreischen der Fahrgäste im vorderen Zug ausgelöst. Die Spannung steigt ins Unerträgliche, was es hier wohl gleich zu erleben oder zu erdulden gibt.

Tod und Unterwelt sind die vorherrschenden Themen in der Geisterbahn. So darf der Passagier mit Sicherheit davon ausgehen, mindestens einem Skelett oder einem Gespenst zu begegnen.

In gestellten Situationen werden die Waggons auch von den Bewohnern der Geisterbahn angegriffen. So greift beispielsweise eine große Hand den Fahrgästen ins Haar. Schwankende Gestalten tauchen im Schein diffuser Lichtquellen auf und lehren die Fahrgäste das Fürchten.

Der Fantasie sind in der Geisterbahn keine Grenzen gesetzt, Angst, Furcht und Grusel stehen thematisch im Vordergrund. Dies sollte wissen und genießen können, wer sich zu einer Fahrt in der Geisterbahn bereit erklärt.

Kinder fahren in Begleitung der Eltern. Wer unterwegs die Nerven verliert, der darf auf gar keinen Fall aus dem Waggon aussteigen, sondern muss durchhalten bis zum Ende der Fahrt - zur Not mit geschlossenen Augen.

Der Jahrmarkt stellt ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie dar - was gilt es, beim Besuch zu beachten?

Besuchertipps: Mit der Familie auf dem Jahrmarkt

Ein Besuch mit der Familie auf dem Jahrmarkt ist immer ein Erlebnis. Freuen Sie sich darüber, mit welch großen Augen Ihre Kinder das bunte Angebot bestaunen werden und ernüchtern Sie sie nicht durch Informationen über Kommerzialisierung und Realität. Ermöglichen Sie ihnen stattdessen lieber die Mystik des Augenblicks.

Damit jedes Familienmitglied auf seine Kosten kommt

Schön ist es, wenn jedes Familienmitglied beim Jahrmarktsbesuch auf seine Kosten kommt.

  • Kinder möchten meist besonders gerne die unterschiedlichsten Fahrgeschäfte ausprobieren und leckere Süßigkeiten naschen.
  • Frauen interessieren sich naturgemäß eher für das Angebot an Schmuck, Handarbeiten und Accessoires.

Versuchen Sie deshalb, die zeitliche Einteilung Ihres Besuchs so im Gleichgewicht zu halten, dass jedes Familienmitglied zufrieden ist. Schön ist es auch, wenn jeder zur Erinnerung an den gemeinsamen Ausflug ein kleines Geschenk erhält.

Zusammenbleiben und sich Zeit nehmen

Nehmen Sie sich für den Jahrmarktsbesuch genügend Zeit und planen Sie die einzelnen Stationen. Genießen Sie den Aufenthalt gemeinsam und als Familie und machen Sie nicht den Fehler, sich zu trennen und wieder zu verabreden, nur um möglichst Zeit zu sparen.

Jedes Familienmitglied darf im Vorfeld seine Wünsche äußern und diese sollten berücksichtigt werden. Planen Sie am besten auch Zeit ein, um gemeinsam auf dem Jahrmarkt etwas zu essen oder zu trinken.

Versuchen Sie, den Jahrmarkt mit den Augen Ihrer Kinder zu sehen. Vieles, was für Erwachsene kitschig oder klischeehaft wirkt, kann Kinder begeistern.

Zeigen Sie Ihren Kindern kleine Details und die Ausschmückung von Buden und Fahrgeschäften. Ihren Kindern wird dazu sicher vieles einfallen, und Sie werden überrascht sein, über welchen Wissensschatz sie verfügen.

Praktische Hinweise

Achten Sie auch auf gutes und bequemes Schuhwerk und eine dem Wetter entsprechende Kleidung. Es wäre schade, wenn der Besuch auf dem Jahrmarkt vorzeitig enden müsste, weil es Ihnen oder Ihren Kindern kalt ist oder die Füße schmerzen. Mit einer umsichtigen Planung lassen sich solche unnötigen Störfaktoren sehr schnell eliminieren, und der Besuch auf dem Jahrmarkt kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Bierpreis für Oktoberfest 2007 wieder gestiegen

Mann in Lederhose und blau-rot kariertem Hemd posiert mit einem vollen Maßkrug
Lederhosen und Maßkrug © W. Heiber Fotostudio - www.fotolia.de

Auf der Münchner Theresienwiese findet vom 22. September bis 7. Oktober 2007 das Oktoberfest statt. Auch in diesem Jahr werden die Wiesn-Wirte einen neuen Rekordpreis für Bier verlangen.

In diesem Jahr wird die teuerste Maß 7,90 Euro kosten (im Vorjahr: 7,50 Euro). Die preiswerteste Maß erhält man für 7,30 Euro (im Vorjahr: 6,95 Euro). Die Stadt München legt die Preise für das Bier nicht fest. Ihre Aufgabe ist es lediglich, die Wirte auf eine sittenwidrige Preisgestaltung hin zu überprüfen.

Das 174. Münchner Oktoberfest wurde eröffnet

Der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude eröffnete am letzten Samstag das 174. Münchner Oktoberfest mit drei Hammerschlägen und dem Ruf "O'zapft is". Die 14 Bierzelte auf der Theresienwiese waren schon seit dem Morgen gut besucht.

Bis zum 7. Oktober werden auf der Wiesen mehr als sechs Millionen Besucher aus der ganzen Welt erwartet. Eine Maß soll auf dem größten Volksfest der Welt bis zu 7,90 Euro kosten.

Oktoberfest: Viele Taxifahrer verdienten sich Zubrot

Bei ihren Kontrollen stellte die Münchener Polizei fest, dass das Geschäft der Bordelle während der Oktoberfestzeit besonders boomt. Doch einige klagten über ein schlechtes Geschäft. Dafür werden speziell Taxifahrer verantwortlich gemacht, die bestimmte Bordelle gezielt anfahren, um dort für die potentiellen Freier mit einer Kopfprämie belohnt zu werden.

In der Zeit während des Oktoberfestes wurden etwa 1.000 Prostituierte, Animierdamen oder Tänzerinnen kontrolliert. Dabei machte die Polizei sie auf die obligatorische Kondompflicht aufmerksam.

Rauchen auf dem Oktoberfest bald nicht mehr erlaubt

Seit dem 1. Januar 2008 ist das Rauchverbot in Bayern in Kraft. Nun ist es unter anderem verboten, in Discotheken, Kneipen und auch in Bierzelten zu rauchen. Damit ist Bayern das erste Bundesland, welches die Regelung noch weiter verschärft und das Rauchen auch in Bierzelten verbietet. Auch die Festzelte auf dem Oktoberfest sind betroffen.

Dies wollen die bayerischen Wirte nicht auf sich sitzen lassen und haben sich nun zum "Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur" formatiert. Sie planen mit einer Verfassungsklage ihr Recht auf verrauchte Bierzelte wieder zu erlangen.

Oktoberfest: Rauchverbot wieder gelockert

Frauen im Dirndl mit Maß Bier im Zelt des Oktoberfests oder eines Dults
Freundinnen trinken Bier auf Dult oder Oktoberfest © Kzenon - www.fotolia.de

Für den Zeitraum des größten Volksfestes der Welt wird das Rauchverbot in Bayern gelockert. Die Landesregierung hat beschlossen, dass während des Oktoberfestes in Bier-, Wein- sowie Festzelten weiterhin geraucht werden darf.

Ministerpräsident Beckstein (CSU) stellte jedoch klar, dass diese Ausnahme lediglich für 2008 gelte. Ab nächstem Jahr werde das Rauchverbot auch in den Zelten ohne Ausnahme gelten. Dennoch steht nun auch in anderen Bereichen eine Lockerung des Verbots an.

So will die Landtagsfraktion der CSU darüber beraten, ob Wirte von Einraumgaststätten in Zukunft selber darüber entscheiden dürfen, ob in ihren Lokalitäten geraucht werden darf oder nicht.

Auch in den Festzelten des Oktoberfestes herrscht ab 2009 Rauchverbot

Ab 2009 soll auch in den Festzelten beim Münchener Oktoberfest das Rauchverbot gelten, aber schon in diesem Jahr werden dafür schon die ersten Änderungen gemacht.

Denn der Verkauf von Tabakwaren durch die Verkäufer mit ihrem Bauchladen soll untersagt werden, wie sich die Wirte selber geeinigt haben. Dies steht aber nicht im Widerspruch zu der Aktion, dass auch im nächsten Jahr auf der Wiesn in den Zelten weiterhin gequalmt werden darf, wie der Sprecher der Wirte, Toni Roiderer, betont.

Man hofft durch die diesjährige Aktion, dass die andere Seite auch ein Entgegenkommen zeigt, denn bei Sonderveranstaltungen in anderen Bundesländern, beispielsweise im Karneval in NRW, gibt es Ausnahmeregelungen. Auch sagen die Wirte und die Behörden, dass eine Kontrolle in den Festzelten kaum durchführbar sei, aber der Verein "Pro Rauchfrei" lässt diese Einwände nicht gelten.

Beim Münchener Oktoberfest hilft ein T-Shirt mit Symbolen bei der Bestellung

Ein besonderer Service für alle Nicht-Bayern beim Oktoberfest in München: Es gibt jetzt ein T-Shirt auf dem verschiedene Symbole aufgedruckt sind, die man im Festzelt bei seiner Bestellung nur zeigen braucht und das Gewünschte wird dann serviert. Neben den gängigen Symbolen für das Essen und Trinken sind auch noch einige für die Kommunikation aufgedruckt.

Auf der Rückseite des T-Shirts ist ein Extra-Feld, wo man sich die Telefonnummer von neuen Bekannten notieren lassen kann und auf dem Ärmel kann man seine Anschrift eintragen, wo man nach seinem Bummel abgeliefert werden soll.

Auf den Münchener Wiesn hatte Achterbahn einen Motorschaden

Achterbahnloopings
Achterbahn © Bergé - www.fotolia.de

Bei einer Achterbahn ist am vergangenen Wochenende auf der Münchener Wiesn ein Motor ausgefallen. Aus den Gondeln beim Olympia-Looping konnten sich die meisten Leute über die Nottreppen selber in Sicherheit bringen, aber vier Jugendliche musste die Münchener Feuerwehr mit einer speziellen Bühne aus der misslichen Lage befreien. Bei diesem Vorgang gab es keine Verletzte.

Die Ursache für diese Panne war ein durchschmorter Antriebsmotor, und dadurch blieb die eine Gondel bei der Achterbahn, die schon seit 19 Jahren eine Attraktion auf dem Oktoberfest ist, stehen. Die Feuerwehr sagt dazu, dass es eine Sicherheitsmaßnahme gewesen und kein Unfall sei. Über die Weiterfahrt entscheiden jetzt der TÜV und die Polizei.

Gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO auch das Oktoberfest?

Zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören unter anderem die Pyramiden von Gizeh, Stonehenge in England, und Taj Mahal, das indische Grabmal, aber jetzt soll auch das Münchner Oktoberfest, "Die Wies'n" mit aufgenommen werden.

Die Schausteller würden dies begrüßen, wie eine Diskussion bei der Jahrestagung des Deutschen Schaustellerbundes in Berlin zeigte. Hierbei lobte zwar der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte für Kultur und Medien Bernd Neumann (CDU) die "besondere kulturelle Bedeutung" bei Volksfesten, aber von der Idee als Weltkulturerbe war er nicht sonderlich begeistert.

Die Volksfeste gehören natürlich zu unserer Kultur wie auch die Musik, Architektur und Literatur. Auch würde mehr als die Hälfte der Deutschen, laut Statistik, jährlich dreimal zu Volksfesten gehen. Demnächst werden auch die Mainzer, Kölner und Düsseldorfer ihren Rosenmontagszug für das Weltkulturerbe vorschlagen!

Oktoberfest 2009: Einer der Trends ist das Bierarmband

Blonde Frau in grünem Dirndl sitzt vor einem Maß Bier und lächelt
frau mit frisch gezapften mass © Picture-Factory - www.fotolia.de

In Kürze startet wieder einmal das Oktoberfest in München. Und wie in jedem Jahr, gibt es auch diesmal einige Neuheiten, die für noch mehr Gaudi auf der Wies'n sorgen sollen. Eines ist das "...mei Maß"-Armband. Dieses wird am Maßkrug selbst angebunden und soll unter anderem auch gegen Verwechselungen des Glases sorgen.

Rund 100 unterschiedliche Designs und Stoffe gibt es hierbei zur Auswahl, so dass für jeden Geschmack das passende Bierarmband dabei sein wird.

Für 4,50€ je Stück kann man dieses Band auch dazu benutzen sich den Schaum von den Lippen zu wischen oder beim Hochheben der Arme auch noch offenbaren, ob man ein Madl oder ein Buam ist.

Ebenfalls zu den witzigen Neuheiten zählt der Babystrampler im Look eines Dirndls oder einer Krachledernen. Dieser wird sicher eingefleischte Mütter und Väter zu Begeisterungsrufen herausfordern, denn nun kann auch Baby stilecht mit von der Partie sein.

Wiesn 2009 und die Lebkuchen - Trends

Lebkuchenherzen auf Jahrmarkt- oder Kirmesstand
lebkuchenherz © Bauer Alex - www.fotolia.de

Auch in diesem Jahr findet natürlich die "Wiesn" in München statt. Neben dem obligatorischen Dirndl und der Krachledernen, sowie dem Maßkrug, darf auch der Lebkuchen zum Umhängen nicht fehlen. Die Produktion hierzu ist schon in vollem Gange, so dass die Wiesn-Besucher sich selbst oder ihren Schatz mit einem Lebkuchen zum Umhängen beschenken können.

Der Trend in diesem Jahr ist jedoch nicht das Lebkuchenherz mit Zuckergussaufschrift, sondern dem diesjährigen Wiensmotiv der Brezel angepasst ist. Gebacken in einer Brezelform sind die trendigen Zuckerschriftsprüche in diesem Jahr diese mit "Yippiejaja Yippie Yippie Yeah".

Ob als Erinnerung an das Oktoberfest oder als Zwischendurch-Stärkung auf der Wiesn für einen selber, diese Brezel wird bestimmt wieder für begeisterte Abnehmer sorgen.

Wiesn 2010 - Zum Jubiläum wird das Oktoberfest verlängert

Teilausschnitt eines roten Dirndls mit Charms (Anhänger) an einer Kette
Dirndl © Daniela Stärk - www.fotolia.de

Das beliebteste deutsche Fest feiert dieses Jahr Jubiläum. Deswegen sieht der Stadtrat Münchens allen Grund dazu, das Oktoberfest 2010 um einen Tag zu verlängern. Dann gibt es also noch mehr Grund zum Feiern! Ob das Oktoberfest dieses Jahr jedoch einen Tag früher beginnt oder einen Tag länger geht, steht noch nicht fest.

Wahrscheinlich wird es aber darauf hinauslaufen, dass das Jubiläumsfest um einen Tag verlängert wird. Dieser Tag soll den Einheimischen gewidmet werden, denn an diesem Montag gibt es keine Reservierungsmöglichkeit. Und wer kommt schon von außerhalb, ohne zu wissen, ob man auch einen Platz im Zelt bekommt? Das diesjährige Oktoberfest wird also ein besonderes "Schmankerl" für die Münchener.

Oktoberfest - das "Maß" wird teuer

Das diesjährige Oktoberfest wird dank 200-jährigem Jubiläum dieses Jahr besonders lang, besonders fröhlich und besonders teuer. Wie schon in den Vorjahren gab es beim berühmten bayrischen Bier eine satte Preissteigerung. Für einen Literkrug werden die Wirte dieses Jahr zwischen 8,30 Euro und 8,90 Euro verlangen, ungefähr 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nun gibt es auch erstmals feste Regeln für Reservierungen. Auch die haben es preislich in sich: zwischen 26,80 und 80 Euro betragen die Kosten für einen Verzehrgutschein in den großen Zelten, damit der Wirt einen Platz freihält.

Und wer alkoholfrei bleibt, hat sowieso verloren. Die Preise für Tafelwasser steigen von 6,63 Euro je Liter im Vorjahr auf 7,30 Euro. Also dann: Prost!

Oktoberfest in München wird noch sicherer

In diesem Jahr feiert das Münchener Oktoberfest sein 200. Jubiläum und dafür sollen "die Wies'n" noch sicherer als im Jahr 2009 werden. Besonderes Augenmerk wird auf eventuelle Attentäter gelegt, so sollen drei Sperrgürtel um das Gelände errichtet werden, wie der Stadtrat beschlossen hat.

Dieser Beschluss war aber schon vor der Tragödie in Duisburg bei der "Love Parade" getroffen worden und weitere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen werden nicht durchgeführt, da auch das örtlichen Gelände weitaus offener ist. In diesem Jahr wird es aber keine Straßensperren aus Müllwagen geben, stattdessen werden Litfaßsäulen aufgestellt werden.

Vor 30 Jahren explodierte auf dem Gelände der "Wies'n" eine Bombe und es gab 13 Tote und mehr als 200 Verletzte.

München - Preisaufschläge zum Oktoberfest

Nahaufnahme eines hellen Biers mit Schaumkrone, Schaum läuft leicht über
überlaufendes bier © rcfotostock - www.fotolia.de

Bald ist es wieder soweit, in München startet am 18. September das Oktoberfest, noch dazu zum 200. Mal. Und auch in diesem Jahr werden die Gastronomien und Hotels der Umgebung zu dieser Zeit ihre Preise wieder enorm anheben.

Wer dieses Jahr dabei sein will, muss wie immer einiges an Knete mitbringen, denn teilweise wird auf die Normalpreise bis zu 170% aufgeschlagen. Vor allem die Hotels bieten ihre Zimmer zu "Wucherpreisen" an. Schon in einem 2-Sterne-Hotel kann man bei einem Doppelzimmer mit 134 Euro pro Nacht rechnen. In den 3- und 4-Sterne-Hotels muss man zur Oktoberfestzeit schon mindestens 234 Euro hinblättern.

Wem das verständlicherweise zu teuer ist, der sollte sich über Übernachtungsmöglichkeiten im Umkreis schlaumachen, denn da bekommt man die Hotelzimmer deutlich billiger. Ein Doppelzimmer in einem 3- bis 4-Sterne-Hotel in der Umgebung von München kostet nur rund 103 Euro pro Nacht.

Oktoberfest stellt in diesem Jahr neue Preisrekorde auf

Nächsten Monat ist es wieder soweit: Das Münchener Oktoberfest steht an! Und dieses scheint im Hinblick auf die Preise in diesem Jahr rekordverdächtig zu werden. So bietet das Auktionsportal "eBay" schon seit mehreren Wochen Tischreservierungen für mehr als 1000 Euro an! Auch die Bierpreise erhöhen sich von Jahr zu Jahr. So kann der Besucher des Oktoberfests 2010 bei einem Maß Bier mit bis zu 8,90 Euro rechnen.

Hotels sind zur Wiesn´-Zeit in München nahezu unbezahlbar. Die Zimmermieten werden dann nämlich um ganze 300% erhöht. Das Oktoberfest ist also in fast jeder Hinsicht ein teurer Spaß!

Das Oktoberfest ruft

200. Wiesn-Jubiläum - München trumpft mit mehr Schlafplätzen auf

Weisswürste mit Senf, Brezel, Weissbier auf blau-weißer Tischdecke
Close-up of beer stein, pretzel, weisswurst at oktoberfest © fotodesign-jegg.de - www.fotolia.de

Auch dieses Jahr findet wieder das Oktoberfest vom 18. September bis 4. Oktober in Bayern statt. Wegen des 200. Geburtstages der Wiesn wird mit einem besonders großen Andrang aus aller Welt gerechnet. Normalerweise kommen schon tausende Besucher nach Bayern, um das Fest zu feiern, aber dieses Jahr werden noch mehr erwartet.

Aus diesem Grund haben die Hotels in München in der letzten Zeit aufgerüstet und bieten mit 55.000 Betten ausreichend Schlafplätze. Allgemein wird versucht, den Irrtum auszutreiben, es sei unmöglich jetzt noch eine Schlafmöglichkeit zu finden, denn allein im letzten Jahr waren 30% der Schlafmöglichkeiten nicht belegt.

Tipps zu Unterkunft und Anreise

Grundsätzlich wird natürlich dazu geraten, sich frühzeitig einen Schlafplatz zu sichern, aber davon auszugehen, es sei zu spät zum Buchen, ist nicht richtig. Gerade weil viele Leute damit rechnen, dass München komplett ausgebucht ist, wird erstmal in nahe gelegenen Städten nach Hotels gesucht. Zudem findet man im Internet günstige Angebote und da manche Hotels auch besondere Angebote zum Oktoberfest haben, kann sich das doppelt lohnen.

Ansonsten kann man auch mit dem Wohnwagen anreisen und sich auf einer extra angelegten Fläche in Riem niederlassen. Man findet dort auch sanitäre Anlagen vor. Wer etwas mehr Draht zur Natur sucht, kann am "Wiesn Camp" teilnehmen. Dieses befindet sich im Olympischen Reitstadion, ebenfalls in München-Riem.

Dort kann man sich gegen 55 Euro aufwärts pro Nacht in einem aufgestellten Zelt oder für 110 Euro aufwärts in einem Wohnwagen niederlassen. Wer seine Schlafausrüstung vergessen hat, kann sich Schlafsäcke und Isomatten vor Ort ausleihen oder kaufen.

Oktoberfest - Rauchverbot macht Platz für andere, unangenehme Düfte

Rauchfreies Oktoberfest - gegen unangenehme Schweiß- und Toilettengerüche sollen Bakterien helfen

Braune Trachten-Lederhose
Krachlederne Hose © Stihl024 - www.fotolia.de

In diesem Jahr startet das erste rauchfreie Oktoberfest und die Veranstalter und Wirte machen sich jetzt schon Sorgen um die starke Geruchsentwicklung, die bisher immer vom Zigarettenqualm übertönt worden ist. Bakterienkulturen sollen zumindest die fauligen Gerüche der Essens- und Bierreste in den Zelten beseitigen.

Die positiven Aspekte der verrauchten Zelte

Bisher waren die Bierzelte auf dem Münchener Oktoberfest immer bis unters Dach mit Rauchschwaden gefüllt, in diesem Jahr aber ist das Rauchen auch dort verboten. Leider hatte der Qualm aber auch seine guten Seiten, denn er hat bisher immer unangenehmere Gerüche wie den Toilettengestank, Schweiß oder die miefenden Düfte von altem Bier und Speiseresten, die sich unter den Planken der Zelte ansammeln, überdeckt.

Raucher sollen nicht bestraft werden

Jetzt wollen die Wirte speziell gezüchtete Bakterien einsetzen, die zumindest die Gerüche der Essens- und Bierreste beseitigen sollen. In kleineren Tests haben sich diese bereits über mehrere Jahre bewährt.

Auch mit dem Rauchen wollen es die Stadt und die Wirte nicht allzu genau nehmen, Verstöße gegen das Rauchverbot sollen nicht bestraft werden und wer trotz Verbot in den Zelten raucht, wird auch nicht rausgeschmissen.

Auf zum Wiesn-Fest - Bayerische Gemütlichkeit lädt seit dem 18. September wieder zum Feiern ein

Zahlreiche Zelte auf dem Oktoberfest - die "Wiesn" werden 200 Jahre alt

Lebkuchenherzen auf Jahrmarkt- oder Kirmesstand
lebkuchenherz © Bauer Alex - www.fotolia.de

In München kann man seit dem 18. September bis zum 04. Oktober wieder in den verschiedenen Festhallen zusammen mit Freunden und Bekannten die Bierkrüge leeren.

Ein Besuch lohnt sich dieses Jahr besonders, denn das bayerische Fest wird stolze 200 Jahre alt. Für alle Altersklassen von Jung bis Senior gibt es die passenden Biersorten und Zelte. Gesungen und gelacht wird selbstverständlich in jedem gleich viel. Und wem nach dem Biertrinken der Hunger plagt, der kann sich mit dem berühmten "Steckerlfisch" den Magen vollschlagen.

Für jeden das passende Zeltangebot

Wem nicht so der Sinn nach Bayern steht, der nimmt die Wiesn-Variante mit Ballermann-Feeling, denn auch das findet man dort. Besonders die jüngeren Gäste verlassen dafür das traditionelle "Hofbräu-Zelt" und betreten das "Hacker-Festzelt", beziehungsweise dessen großen Bruder, das "Schottenhamel".

Und wer kein Bier trinkt? Muss der sich die Wiesn entgehen lassen? Weit gefehlt, denn auch für diesen Menschenschlag hat das Oktoberfest die richtige Lösung. Das "Weinzelt" kümmert sich um seine Gäste, indem nur Wein, Weißbier und Champagner ausgegeben wird. So kann Wiesn-Stimmung auch ohne klassisches Bier entstehen.

Das Dirndl hat keine Taschen? Dann lagert das Handy zwischen den Brüsten

Frau mit Zöpfen im Dirndl hält Brezel in Hand
Bayerische Bedienung Dirndl © drubig-photo - www.fotolia.de

Eine eher unkonventionellere Art, das Handy zu verstauen, hat sich eine Wiesn-Besucherin überlegt. Schon zur Fußball-WM war Busenwunder Larissa Riquelme damit berühmt geworden, dass sie ihr Handy im zugegeben sehr ausladenden Ausschnitt unterbrachte, um die Hände zum Jubeln frei zu haben.

Beim Tragen von Dirndln muss man wohl auf ähnliche Varianten ausweichen. Eine Blondine eiferte dem WM-Sternchen nach und quetsche ihr Handy ebenfalls zwischen ihre Brüste, da sie scheinbar keine Tasche oder Ablagemöglichkeit hatte. Die Lederhosen freut's!

Wie sich der Preis für eine "Oktober-Maß" entwickelt hat

Seit 1950 hat es eine konstanten Preiserhöhung für eine Maß Bier gegeben

Junge lachende Frau hält Krug mit Bier nach oben
girl with beer © bilderbox - www.fotolia.de

Im Normalfall steigt der "Wiesn-Bierpreis" jedes Jahr etwas höher, so ist nur im Jahr 1950 sogar einmalig eine Senkung zu verzeichnen. Für dieses Jahr muss der Besucher beim Oktoberfest mit Preisen für eine "Maß" zwischen 8,75 und 8,90 Euro rechnen. Dieser Preis wird jedes Jahr Ende Mai neu beschlossen. Doch seit dem Jahr 1910 ist dieser, mit einer Ausnahme im Jahr 1950, kontinuierlich gestiegen.

1865: 25 Pfennig für eine Maß

So brauchte man noch im Jahr 1865, als König Ludwig II. regierte, nur 25 Pfennig für eine Maß bezahlen. Etwas mehr wurde dann schon im Jahr 1910 mit 38 Pfennig verlangt. Aber am Anfang der Inflation waren schon satte 50 Mark gefordert, das sich noch auf 21 Millionen Mark steigerte. Im Dritten Reich wurde dann der Preis ab 1933 gesenkt und im Jahr 1949 kostete die Maß dann 1,70 D-Mark, wobei ein Bauarbeiter einen Stundenlohn von 1,39 D-Mark verdiente.

Nach dem Jahr 1950 stieg somit der Preis regelmäßig, bis auf das Jahr 2003, wo eine Nullrunde eingelegt wurde, doch auch dieses Jahr müssen die Gäste mit 20 Cent pro Maß mehr rechnen.

Das Oktoberfest - Touristen aus der ganzen Welt kommen zum Trinken und übernachten dafür in Zelten

Im Oktober strömen die Menschen aus der ganzen Welt nach München. Um auf dem Oktoberfest ordentlich die Bierkrüge zu leeren, ist manchen dann sogar Gemütlichkeit und Komfort egal.

Die Gäste schlafen in Zelten, die im Stadtteil „Thalkirchen“ in München aufgeschlagen werden. So wird natürlich Geld für teure Hotels gespart. Diese Touristen feiern dann aber auch meist sehr ausgiebig und über das gesunde Maß hinaus.

In England hat man für diese „Zelten und Saufen“-Urlauber sogar Gruppenreisen organisiert. Für umgerechnet 360 Euro können dann junge Leute bis 30 Jahren mit dem Bus von London aus nach Thalkirchen zum Zeltplatz pilgern. Die Reise dauert eine Woche, mitgenommen wird natürlich nur das nötigste fürs Zeltlager. Und dann gilt es von 9 Uhr bis 23 Uhr zu feiern. Die Idee kommt gut an und lockt die Engländer zu Hunderten in die Busse. 350 Zelte wurden bereits schon aufgeschlagen und die Wiesn-Zelte unsicher gemacht.

Das Münchener Oktoberfest soll in Zukunft einen Tag länger dauern

Wird das Oktoberfest künftigt verlängert?

Reihe von Männern in Lederhosen und weißen Kniestrümpfen
In Reih und Glied © lagom - www.fotolia.de

Normalerweise dauert das Oktoberfest in München immer 16 Tage, doch manches Jahr können auch 17 oder sogar 18 Tage zusammen kommen, wie im Jahr 2006, als der 3. Oktober auf einen Dienstag fiel.

Auch dieses Jahr wird die Wies'n, wie man das Oktoberfest kurz nennt, weil es auf der Theresienwiese stattfindet, einen Tag länger dauern, denn der 3. Oktober als Feiertag "Tag der deutschen Einheit" fällt auf einen Montag.

Generelle Änderung in Sicht?

Aber wenn es nach dem Willen vom CSU-Rathauschef Josef Schmid geht, so soll das Oktoberfest grundsätzlich immer bis zum Montag gehen, weil es dann auch für die Einheimischen ruhiger und gemütlicher ist, wenn viele Touristen dann schon abgereist sind.

Aber bevor diese Regelung erfolgt, so sollen als Gegenleistung dafür die Festzeltbetreiber stabile Bierpreise garantieren, denn sie würden ja dann auch einen Tag mehr Umsatz machen können.

Übrigens musste man beim letzten Oktoberfest für die "Maß" zwischen 8,30 bis 8,90 Euro bezahlen und für dieses Jahr rechnet man für eine stärkere Erhöhung, weil auch die Standgelder für die Wirte um 20 bis 30 Prozent angehoben werden sollen, was im Endeffekt der Besucher bezahlen wird.

Für sicheren Weg beim Auf- und Abbau des Oktoberfestes soll eine Brücke gebaut werden

Das nächste Oktoberfest in München auf der berühmten Theresienwiese, kurz einfach Wiesn genannt, liegt noch einige Monate entfernt. Doch schon jetzt machen sich vor allem die Anwohner Gedanken, wie sie in der Zeit des Auf- und Abbaus der Zelte und Buden, also zwischen Juli bis November, gefahrlos die Baustelle passieren können.

So gibt es dabei mehrere Vorschläge, doch jetzt sorgt ein ganz verrückter Plan für Aufregung. Eine Brücke soll also über Buden der Wirte den Festplatz auf einer Länge von etwa 30 Metern überspannen. Da aber auch Radfahrer, Rollstuhlfahrer und auch Frauen mit ihren Kinderwagen problemlos die Brücke nutzen könnten, müsste man eine dementsprechend lange Rampe bauen, so dass man dann auf eine Gesamtlänge von 270 Metern käme.

Die Kosten für diese Konstruktion lägen bei 550.000 Euro, wobei 500.000 Euro auf das Material entfallen.

Erster Oktoberfest-Abklatsch in Peking floppt

Chinesen richten Oktoberfest aus - und scheitern kläglich

Gruppe junger Leute auf Party hebt Arme beim Tanzen
Happy young people lift up the hands at a party © pressmaster - www.fotolia.de

Nicht nur die Deutschen, auch die Chinesen lieben das Oktoberfest in München. Daher hat sich das chinesische Unternehmen "Xiedao" dazu entschlossen, das Oktoberfest auch ins eigene Land zu holen.

Fast fünf Jahre lang hat man das "Pekinger Bierfest" geplant, etwa 100 Millionen Euro in den Bau der Festhallen investiert, original bayrische Dirndl schneidern lassen, tausende Liter deutsches Bier importiert und die Rezepte der Oktoberfest-Schmankerl kopiert, doch der Start des Bierfestes war ein totaler Flopp.

Gründe für das Scheitern

Von den anfänglich vier Millionen kalkulierten Besuchern erschienen in den vier Wochen gerade einmal rund 100.000. Das Pekinger Bierfest war offenbar doch zu weit vom Original entfernt.

Statt bayrischer Blasmusik ließ man Livebands auftreten, die die Besucher mit chinesischem Schlager oder Rock bombardierten. Anstatt der Schweinshaxen oder Bratwurst gab es Fisch zum Sauerkraut und auch die Stimmung unter den Besuchern war eher gediegen.

Dennoch möchte das Unternehmen im nächsten Sommer erneut das Bierfest steigen lassen. Dann will man sich allerdings noch näher am Original orientieren, in der Hoffnung, dass dann auch die Besucherzahlen stimmen.

Immer Ärger in der Wiesen

In der Wiesen wird nicht nur gesungen, getrunken und gelacht. Die Polizei hat während der Veranstaltung jede Menge zu tun. Im Vorjahr wurden 62 Schlägereien gezählt. 35 sind es bereits in diesem Jahr. Die Prügeleien sind alles andere als harmlos. Als Waffen werden auch gerne die Bierkrüge eingesetzt.

Erstaunlich ist die Tatsache, dass nicht nur Männer rauflustig werden. Auch einige Frauen waren darunter, die sich nicht beherrschen konnten. Einziger Unterschied, Männer hauen direkt auf die Krüge drauf, während Frauen diese in der Gegend rumwerfen. Ein Maßkrug kann ganz schön ins Auge gehen. Menschen könnten sich an dem Gewicht und an den Glasscherben verletzen. So geschehen am Mittwoch. Drei Leute wurden im Festzelt von einer 24 Jährigen verletzt. Einer jungen Dame wurde dabei sogar ein Zahn ausgeschlagen. Statt einem Dirndl, sollten Gäste wohl eher einen Helm tragen, dass nichts passiert

Oktoberfest wird auf der ganzen Welt gefeiert

Weltweite Auslebung des größten Volksfestes der Welt

Weisswürste mit Senf, Brezel, Weissbier auf blau-weißer Tischdecke
Close-up of beer stein, pretzel, weisswurst at oktoberfest © fotodesign-jegg.de - www.fotolia.de

Überall auf der Welt wird das Oktoberfest gefeiert und viele Nationen versuchen es dem Original im München gleichzutun und ausgiebig zu feiern. In Japan, Russland, Vietnam, Bahrain oder sogar auf Hawaii wird jedes Jahr ein Oktoberfest veranstaltet. Bayerischer Lebensstil mit Maß und Weißwurst unter Palmen oder auch im ewigen Eis in der Antarktis, das bayerische Brauchtum scheint universal Menschen jeglicher Couleur und überall zu faszinieren.

Über 2.000 Oktoberfeste gibt es weltweit. Wenn in München fast schon Schluss ist, fängt es auf dem Subkontinent Indien oder in Australien gerade erst an.

Heimattreue und Geschäftssinn

Beim Original in München kommen jährlich zehntausende Besucher auch aus dem Ausland, um auf dem größten Volksfest der Welt zu feiern. Gerade dort, wohin Deutsche ausgewandert sind, ist es ein Exportschlager. Diese Heimattreue führt dann auch schon mal zu einem gewissen Geschäftssinn. So sind allein in London fünf solcher Veranstaltungen bekannt, denn damit lässt sich gut Geld verdienen.

Am Tag der deutschen Einheit feiern sogar die Bundeswehrsoldaten am Hindukusch Oktoberfest. Eines der größten Oktoberfeste besitzt mit 1,5 Millionen Besuchern Blumenau in Brasilien, wo seit knapp 30 Jahren jährlich gefeiert wird.

Zum Vergleich, das Original zieht sechs Millionen Feierwütige an. Ähnlich groß wie dort, wollten es die Chinesen in Peking aufziehen. Sage und schreibe acht Festhallen mit 85.000 Plätzen machte die Pekinger Wiesn fast so groß wie das Original mit 15 großen Zelten und insgesamt 115.000 Sitzen.

Dafür lernten die Chinesen fünf Jahre Bierbrauen, Schnittmuster für Dirndl und Noten für Wiesn-Hits. Jedoch hielt sich das Interesse der Chinesen in Grenzen. Nur knapp eine Millionen Besucher testeten das dortige Oktoberfest, geplant war das Vierfache.

Münchner Oktoberfest soll ein "Puff-Zelt" bekommen - Initiative für ein Bordell gestartet

Vor dem diesjährigen Münchner Oktoberfest, das am 22. September beginnt, sorgt nicht nur eine Initiative gegen die ständige Erhöhung der Bierpreise für Furore, sondern auch zwei Männer, die via Facebook ein "Puff-Zelt" auf der Wiesn eröffnen wollen.

Die Urheber des Bordells auf dem Oktoberfest wollen nach eigenen Angaben die Wiesnbesucherinnen entlasten. Schließlich seien die männlichen Wiesnbesucher ja oft sehr aufdringlich, teilten die Initiatoren mit. Doch auch wenn das Vorhaben keine großen Chancen hat, realisiert zu werden, prognostizieren Kenner der Szene eine starke Zunahme der Zahl von Prostituierten in München.

In dem "Puff-Zelt" sollen die Frauen ihre Kunden der bayrischen Tradition entsprechend gekleidet empfangen. Schließlich sollen die Gäste des Oktoberfestes ihr Geld nicht nur für eine Maß Bier (zwischen 9,10 Euro und 9,50 Euro) ausgeben, sondern auch für käufliche Liebe.

Der Initiative gegen zu hohe Bierpreise werden allerdings genauso wenig Chancen eingeräumt wie dem Unternehmen "Puff-Zelt".

Dirndl Trend 2012 - und wieder geht´s auf die Wiesn

Drei junge Frauen in farbenfrohen Dirndln unterhalten sich im Grünen
Friends visiting Bavarian fair having fun © Kzenon - www.fotolia.de

Naht das Oktoberfest, wird dies auch in den Modetrends sichtbar. Das diesjährige Oktoberfest wird vom 22.09. bis zum 07.10. stattfinden. Für regelmäßige Besuche sollte sich jede Frau mehrere Dirndl zulegen. Dirndl unterscheiden sich von Kleidern im Trachten- oder Landhausstil. Drei Teile gehören zu einem echten Dirndl, nämlich das Dirndl selbst, eine Dirndlbluse und eine Schürze. Zum Dirndl sollten traditionelle Trachtenschuhe getragen werden, die meist einen kleinen Absatz und eine hübsche Schnalle haben.

Wenn es um die Länge des Kleides geht, ist vieles möglich. Je nach Alter und Figur, kann das Dirndl von Mini bis Maxi sein. Es ist bei der Wahl der Länge zu bedenken, wie das Volksfest gefeiert werden soll. Wer überwiegend im Zelt ist, kann sich ruhig für die Mini-Version entscheiden, wer sich aber oft im Freien aufhält, hat es mit dem längeren Kleid einfach wärmer.

Die Trendfarben sind ebenso vielseitig, wie die Dirndl-Modelle. So werden kräftige Farben bevorzugt, obwohl auch Klassiker wie Rosa oder Hellblau ein Evergreen sind. Unifarbende Kleider können durch unterschiedliche Blusen und Schürzen immer wieder neu kombiniert werden. Eine weiße Schürze sollte allerdings vermieden werden, da diese für die Hochzeit vorgesehen ist. Auch werden auf dem Fest gern Getränkebestellungen an Damen mit weißen Schürzen aufgegeben.

Ansonsten ist Material-Mix in diesem Jahr besonders gefragt. Baumwolle mit transparenten Materialien kombiniert, Spitze oder Ton-in-Ton Kombinationen liegen voll im Trend.

Das sind auf dem Oktoberfest die größten Kalorienbomben

Rostbratwürste auf Sauerkraut in Eisenpfanne auf dickem Holzbrett
Leckere Rostbratwürste auf Sauerkraut in der Eisenpfanne serviert © kab-vision - www.fotolia.de

Am 22.9. beginnt in München wieder das Oktoberfest. Millionen von Menschen strömen dann wieder auf die Theresienwiese und die Bierzelte. Das kann für die Figur schnell zur Katastrophe werden.

Zu den Hauptfigurkillern zählen immer noch Mass, Hendl und Mandeln. Eine Mass hat zum Beispiel 470 Kilokalorien, ein halbes Hendl ungefähr 700 Kilokalorien und gebrannte Mandeln bei 100 Gramm ungefähr 590 Kilokalorien. Das alles zusammengerechnet entspricht dem Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Wer es etwas kalorienärmer bevorzugt, hat auch Alternativen. Ein Steckerlfisch hat zum Beispiel nur ungefähr 400 Kilokalorien. Wer etwas Süßes will kann anstelle der Mandeln einen glasierten Apfel probieren. Der hat auch nur 160 Kilokalorien.

Noch keine Million Besucher – aber neun Ochsen verspeist

Christian Ude und Horst Seehofer haben das Oktoberfest bei mäßigen Temperaturen eröffnet. Den acht Kilometer langen traditionellen Trachtenumzug zur Wiesn führte das Münchner Kindl an. Den Zuschauern bot sich ein farbenprächtiges Bild, bestehend aus 9000 Trachtler, Goaßlschnalzer, Schützen und Musikanten. Dazu kamen historische Kostüme wie die Münchner Scheffler, die nach der Pest auf den Straßen tanzten, um die Menschen zu ermutigen. Falkner und Jäger mit Hunden und einem Wildschwein als Jagdtrophäe, rundeten das bunte Bild ab.

Schnell füllten sich die Zelte, wo das Maß Bier dieses Jahr zwischen 9,10 und 9,50 Euro kostet. Trotzdem wurden rund eine Million Maßen verkauft. Dazu ließen sich die 850 000 Besucher des ersten Wiesn-Wochenendes tausende Hendl und sage und schreibe neun Ochsen schmecken.

Immer mehr Mütter müssen ihre betrunkenen Kinder vom Oktoberfest abholen

Das Oktoberfest scheint für viele Jugendliche eine gute Chance zu sein, sich einmal richtig die Kante zu geben. Allein am vergangenen Mittwoch mussten gleich drei betrunkene Jugendliche von ihren Familien auf der Wiesnwache abgeholt werden.

Der erste Fall ereignete sich bereits um 9.45 Uhr am Vormittag. Ein Ordner stieß in einem Festzelt auf einen völlig betrunkenen 16-Jährigen. Der Junge konnte sich alleine nicht mehr auf den Beinen halten. Ein Alkoholtest der Polizei ergab einen Wert von 2,32 Promille. Eine Verwandte holte den 16-Jährigen schließlich ab.

Um 12.10 Uhr stießen die Ordnungshüter erneut in einem der Festzelte auf einen betrunkenen 15-Jährigen. Sein Promillewert lag bei 2,26. Auch er wurde von seiner Mutter auf der Wiesenwache abgeholt. Um 15.15 Uhr musste ein betrunkener 17-Jähriger aus einem Festzelt verwiesen werden. Als er immer wieder versuchte, sich Zugang zu dem Zelt zu verschaffen, wurde er von der Polizei in Gewahrsam genommen. Der junge Mann hatte sogar 2,76 Promille intus. Auch in diesem Fall musste die Mutter anrücken, um ihren betrunkenen Sohn nach Hause zu bringen.

Oktoberfest-Bilanz - Weniger Besucher, mehr Randale

Ursprünglich war das Oktoberfest im Jahr 1810 eine königliche Hochzeitsfeier von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese, bei der ganz München mitfeierte. Mittlerweile gehört das Oktoberfest zum bayrischen Brauchtum und gilt als das größte Volksfest der Welt. In diesem Jahr sieht die Oktoberfest-Bilanz zumindest von Seiten der Polizei aber nicht ganz so rosig aus.

Während Oktoberfest-Chef Dieter Reiter eine sehr positive Bilanz aus den zwei Festwochen zog und von einer gut besuchten und familienfreundlichen Wiesn sprach, fällt das Urteil von Polizei und Sanitätern etwas anders aus. Insgesamt 827 Betrunkene musste das Bayrische Rote Kreuz betreuen. Im Vorjahr waren es "nur" 777. Die Polizei hatte mehr als 2.000 Einsätze zu verzeichnen. Im Gegensatz zu 2011 bedeutet dies einen Anstieg um 3,5%.

Besonders interessant sind diese Zahlen vor dem Aspekt, dass in diesem Jahr deutlich weniger Besucher auf der Wiesn waren als 2011. Insgesamt 6,4 Millionen Menschen besuchten in diesem Jahr das Oktoberfest. Im Vorjahr waren es noch rund eine halbe Millionen mehr Besucher.

Bilanz vom Oktoberfest 2013

Kettenkarussell und Riesenrad auf dem Oktoberfest
Karussell auf dem Oktoberfest © Thaut Images - www.fotolia.de

Das 180. Münchner Oktoberfest ist beendet. Wiesn-Chef Dieter Reiter zog eine positive Bilanz. Die Zahl der Alkoholvergiftungen ist zurückgegangen. „Nur“ 638 Menschen mussten deswegen ärztlich überwacht werden. Das ist ein Rückgang um 20 Prozent im Vergleich zu 2011.

Auch die Maßkrüge waren dieses Jahr besser eingeschenkt. Immerhin jeder dritte Krug war korrekt befüllt. Im letzten Jahr war es nur jeder fünfte. Die Maß Bier kostete 2013 etwa 10 Euro. 6,7 Millionen Maß Bier gingen in den letzten zwei Wochen über den „Wiesn-Tresen“.

Einige Krüge gingen dabei aber auch zu Bruch, denn es gab 58 Maßkrugschlägereien und 3600 medizinische Einsätze des Roten Kreuzes, vor allem wegen Schnittverletzungen durch Scherben bei Frauen mit leichtem Schuhwerk. Es kam zu 16 Sexualdelikten und 449 Körperverletzungen. Verzehrt wurden 114 Ochsen, 58 Kälber und Unmengen Käse und Brezeln.

Grundinformationen und Hinweise zu Jahrmärkten

  • Jahrmärkte - Merkmale, Attraktionen und Angebote sowie Besuchertipps

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Riesenrad auf einem Jahrmarkt © ArtmannWitte - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Two attractive girls playing shooting games at German funfair © Frank Gärtner - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Kettenkarusell © Follow Me - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: pink carousel © Elena kouptsova-vasic - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Bumper Cars © Jurapix - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Achterbahn © Bergé - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: oktoberfest © fottoo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Fireworks composition © Jose Ignacio Soto - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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