Haben Sie gerade jemanden kennen gelernt, den Sie attraktiv finden? Meistens ist es ja der erste optische Eindruck, der uns auf jemanden aufmerksam macht. Manchmal ist es auch die nette Telefonstimme eines Geschäftspartners oder ein besonders netter Schriftverkehr, der uns neugierig macht. Doch die Weichen werden gestellt, sobald man sich gegenüber steht, die Gestik, Mimik und Sprache des anderen in Echtzeit wahrnimmt und einen ersten realen Eindruck gewinnt.
Oftmals geht es uns dann so, dass uns das Gegenüber äußerlich attraktiv erscheint. Das ist zwar eine gute Voraussetzung für ein näheres Kennenlernen, aber noch kein Garant für die Entwicklung weiterer Gefühle. Denn Attraktivität allein nützt nichts.
So gut jemand auch aussehen mag, wenn er nicht einen bestimmten Nerv bei uns trifft und uns sympathisch ist, dann wird daraus nichts werden. Vielleicht nicht einmal eine Affäre.
Zuneigung ist das Zauberwort. Das Gefühl, jemanden sympathisch zu finden, und sich vorstellen zu können, dass man zu ihm Vertrauen fassen kann. Das benötigt Zeit und setzt ein näheres Kennenlernen voraus. Trifft man sich dann öfter, so wird man auch persönliche Dinge von sich selbst erzählen, und sich langsam öffnen.
So entsteht nach und nach ein Gefühl von Freundschaft und Verbundenheit, und man fühlt sich zum anderen hingezogen.
Zuneigung kann es aber auch in rein platonischen oder kumpelhaft motivierten Freundschaften geben. Sie entsteht immer dann, wenn zwischen zwei Personen eine engere Bindung angelegt wird. Deshalb reicht Zuneigung allein ebenfalls nicht dafür aus, mit einem Menschen eine Beziehung einzugehen.
Finden Sie ihn zum Beispiel optisch nicht attraktiv, so überlegen Sie gut, ob Sie sich einlassen möchten. Denn es ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, dass man seinen Partner auch mit liebevollem Blick ansehen kann und sich an seinem Anblick erfreut.
Zum Trost: Je besser man einen Menschen kennen lernt, desto besser kann man aber auch seine ganz individuelle Schönheit wahrnehmen. Ein Segelohr, das man auf den ersten Blick als störend empfunden hat, kann man mit der Zeit als individuellen Schönheitsfehler betrachten. Oder man stellt fest, dass der andere zwar keine schöne Nase, aber dafür umso schönere Augen oder Hände hat.
Das Entdecken all dieser kleinen Details und Besonderheiten lässt Zuneigung in uns wachsen. Oftmals sind es gerade die Schwächen, die uns für den anderen einnehmen. So kann man dankbar sein, wenn der andere uns mit unseren eigenen Schwächen ebenso annimmt und uns Zuneigung entgegen bringt.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
05.06.13 | |
![]() | ZUNEIGUNG |
16.05.13 | |
![]() | ZUNEIGUNG |
30.04.13 | |
![]() | ZUNEIGUNG |
09.04.13 | |
![]() | ZUNEIGUNG |
01.03.13 | |
![]() | ZUNEIGUNG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Zuneigung Forum


Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen und bewerten Sie ihn bitte: