Eine Trennung überwinden und damit leben - Tipps für einen erfolgreichen Neuanfang

Mädchen mit langen, dunklen Haaren, den Kopf seitlich in die Hand gelehnt, schaut traurig nach unten

Neue Wege zum persönlichen Glück beschreiten lernen - Ein Beziehungsaus zu verarbeiten, ist nicht einfach; es sollten einige Ratschläge beherzigt werden

Wie viele vielversprechende Partnerschaften scheitern nicht daran, dass mit der vorigen Beziehungen noch nicht richtig abgeschlossen wurde? Wer sich nach einer gescheiterten Beziehung vorschnell wieder in eine neue stürzt, muss zweifelsohne scheitern. Insofern ist es in vielen Fällen klüger, erst einmal eine gewisse Zeit lang alleine zu bleiben um über das Vergangene zu reflektieren. Wenn man mit dem Herzen noch am alten Partner hängt, wird der "Neue" nie mehr als ein Lückenbüßer sein – so verpasst man die Chance, sich auf einen Menschen voll und ganz einzulassen.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Wenn man merkt dass eine Beziehung oder Ehe nicht mehr funktioniert, gilt es irgendwann den Schritt zu wagen, diese zu beenden. Doch dies ist meist leichter gesagt als getan. Was kommt danach? Wie wird man das Gefühl der Einsamkeit, Trauer und Hoffnungslosigkeit wieder los?

Sauber Schluss machen: Warum es manchmal so schwer fällt

Wohl kaum eine Beziehung ist für die Unendlichkeit bestimmt. Nicht jede Krise kann bewältigt werden und so ist es der Lauf der Menschen und der Zeit, dass man sich irgendwann vor dem Thema der Trennung sieht. Entweder durch eigene Erkenntnis oder die Sicht des Partners.

Haben Sie keine Angst und fühlen Sie sich nicht allein. Denn das sind Sie nicht. Wertvolle Ratschläge können Ihnen den Trennungsschmerz erleichtern und Sie im Trennungs- und Verarbeitungsprozess unterstützen und fördern.

Wenn die letzte Konsequenz überfällig ist

Die Beziehung zu jemandem zu beenden, ist vor allem dann schwierig, wenn Sie den anderen Menschen eigentlich auf keinen Fall gehen lassen wollen. Vielleicht sagt Ihnen Ihr Kopf, dass es aus Sicht Ihrer mentalen Kräfte und der Ausgeglichenheit Ihrer Emotionen die bessere Entscheidung ist.

Ihr Herz ruft Ihnen dagegen zu, dass Sie weiterhin an das Potenzial glauben und daran, dass sich die Partnerschaft wieder positiv entwickeln kann. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass Sie sich von Ihrem Partner trennen müssen, weil er oder sie sich bereits innerlich von Ihnen getrennt hat. Das Tolerieren eines solchen Verhaltens ist anstrengend.

Den letzten und konsequenten Schritt der Trennung zu gehen ist schwierig
Den letzten und konsequenten Schritt der Trennung zu gehen ist schwierig

Hat das viele Weinen seinen Ursprung in der Realisation, dass einzig der Schritt nach vorne in Form der Trennung möglich ist? Ja, denn Ihre Freunde und Familie haben diese Entwicklung absehen können.

Natürlich ist nach diesem Schritt nicht zu erwarten, dass wenn Sie Ihrem Partner mitgeteilt haben, dass Sie sich trennen wollen, dass es Ihnen danach viel besser und erleichterter geht. Wenn Sie ein paar gute Ratschläge benötigen, um besser mit der Trauer und dem Verlust auszukommen, dann vergeben Sie als erstes Ihrem sozialen Netz, dass es Menschen sind, die in ihrer Einschätzung und vermeintlich Bereitschaft zu unterstützen auch Fehler machen können.

Lernen Sie aus Ihren früheren Beziehungen

Jede Beziehung bietet eine Vielzahl an Erfahrungen und Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und zum Wachstum. Selbst, wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass alles, was Sie aus der letzten Beziehung an Wertvollem herausziehen einzig die Erkenntnis darstellt, dass Sie jetzt wissen, was Sie nicht in einer Partnerschaft haben möchten, so sind Sie letztlich viel näher daran herauszufinden, was Sie in der nächsten Beziehung wollen und was nicht.

Bevor Sie sich auf die Verbesserungen für die nächste Partnerschaft konzentrieren, machen Sie sich erst einmal in Ruhe Gedanken, was Ihnen in den früheren Beziehungen gut gefallen hat und was Ihnen auf keinen Fall noch einmal in einer Beziehung begegnen soll. Reflektieren Sie zudem Ihren eigenen Anteil am Verlauf Ihrer Beziehungen und fühlen Sie nach, welche Fehler Sie gemacht habe und ob Sie diese im Laufe der Zeit ablegen oder ändern können.

Auch, wenn die Vorstellung schwer fällt, eine Beziehung aus eigener Motivation heraus zu beenden, so stellt sich nach dem schmerzhaften Verarbeitungs- und Ablösungsprozess das befreiende Gefühl ein, dass Sie wieder wissen,

  • wer Sie sind
  • was Sie wollen und
  • welche Art von Miteinander Sie im Rahmen einer Partnerschaft bereichert und stärkt.

Nehmen Sie sich ernst und prüfen Sie Ihre Empfindungen und wie hoch die Last in Ihrer Partnerschaft durch den anderen ist bzw. wie sehr Sie sich verbiegen und anpassen, um in der Partnerschaft bestehen zu können und diese lebendig zu halten.

Fazit

Stehen Sie für sich ein und bleiben Sie nicht in einer Verbindung, die Ihnen nicht gut tut. Stellen Sie Ihre Bedürfnisse und Ihr Glück niemals in Frage und teilen Sie Ihrem Partner Probleme und negative Gefühle mit, sobald Sie diese für sich formulieren können und Ihr Partner genügend Zeit und Verständnis für Sie aufbringen kann. Eine gute Kommunikation in einer Partnerschaft ist das Wasser und die Sonne, die die Pflanze der Liebe und der Verbundenheit reparieren, wachsen und sich entfalten lassen.

Die vier Phasen des Verlassenwerdens

Von seinem Partner oder seiner Partnerin verlassen zu werden kann man sich meist in seiner eigenen Beziehung oder Ehe nicht vorstellen. Oftmals kommt es ganz unerwartet zur Trennung und man fällt in ein tiefes Loch, in dem man um seinen Partner trauert.

Alles andere im Leben erscheint plötzlich völlig belanglos, man sucht die Fehler bei sich und glaubt, nie mehr das große Glück zu finden. Doch diese Krise zu bewältigen, ist natürlich möglich, auch wenn sie eine Zeit lang dauert.

Beziehungsexperten teilen die Zeit, die man braucht, um nach dem Verlassenwerden wieder neue Kraft zu schöpfen, in vier Phasen ein:

  1. In Phase eins versucht man erst gar nicht, die Trennung zu verstehen. Man sagt sich, alles wird wieder gut und irgendwie schafft man es, seinen Partner noch mal umzustimmen.

  2. Phase zwei ist die Phase der Verzweiflung und Hilflosigkeit, man fängt an es zu realisieren und das viele Nachdenken an und über den Partner bringt verschiedene Beschwerden mit sich, beispielsweise:

    Wie lange diese Beschwerden anhalten, ist von Person zu Person verschieden.

    Manchmal fällt man in dieser Phase in ein tiefes Loch der Verzweiflung und Hilflosigkeit
    Manchmal fällt man in dieser Phase in ein tiefes Loch der Verzweiflung und Hilflosigkeit
  3. Phase drei schenkt einem neue Hoffnung, langsam kann man sich vorstellen, auch ein Leben ohne seinen (Ex-)Partner zu leben.

  4. In der vierten Phase ist man über die Trennung hinweg und schmiedet neue Pläne.

Doch bis dahin ist es manchmal ein sehr langer Weg...

Tipps, um die Trennung zu überwinden

Das Durchlaufen der Phasen ist natürlich bei jedem Menschen verschieden - oftmals dauert es sehr lange, bis man wieder nach vorne sehen kann. Es gibt einige Tipps, wie man die Trennung schneller verstehen und überwinden kann.

So ist es ratsam, den Kontakt zum Partner fürs Erste komplett einzustellen. Ob man sich zu einem späteren Zeitpunkt eine Freundschaft zu ihm oder ihr pflegen kann, muss sich noch zeigen.

Um nicht unnötig an ihn oder sie erinnert zu werden, sollte man sich von Gegenständen mit denen man die gemeinsame Zeit in Verbindung bringt, trennen. Seine Trauer sollte man zulassen und nicht mit typischen Mitteln wie Tabletten oder Alkohol ersticken.

Wird man verlassen, möchte man sich meist am liebsten irgendwo einsperren und für sich sein. Auch wenn es schwerfällt - man sollte versuchen, aktiv zu werden und vor allem die Wochenenden mit anderen Menschen zu verbringen. Zuletzt ist es wichtig, sich einzugestehen, dass man auch ohne denjenigen, der einen verlassen hat, wieder glücklich werden kann.

Abstand gewinnen

In der ersten Phase der Nachtrennungszeit sollten Sie weniger auf Ihr Herz hören und sich mehr dem Verstand hingeben. Lassen Sie das Texten von SMS an Ihren Ex-Partner sein, hören Sie mit den Anrufen auf und gehen Sie nicht an Orte, an denen Sie auf den früheren Partner treffen könnten.

Auch wenn sich beide Seiten darauf verständigt haben, trotz allem Freunde zu bleiben, so sollten Sie sich dennoch einige Wochen, besser Monate, Zeit geben, um von der ganzen Sache Abstand zu gewinnen. Und befreien Sie Ihre Wohnung, Ihren Computer und Ihr Handy von all den Fotos, Geschenken, E-Mails, SMS und anderen Dingen, die Sie permanent an die vergangene Zeit mit Ihrem früheren Partner erinnern.

Fragen, die man sich stellen sollte

Auch wenn Trennungsschmerz eine sehr emotionale Sache ist, versuchen Sie, einen rationalen Blick auf die ganze Angelegenheit zu werfen:

  • Sind Sie wirklich so überrascht von dieser Trennung?

  • Gab es nicht schon früher Anzeichen für einen Krise in der Beziehung?

  • Wollten Sie wirklich so weitermachen?

Rufen Sie sich negative Situationen ins Gedächtnis und überlegen Sie ganz ehrlich, ob Ihre Beziehung wirklich noch eine Chance hatte. Erklären und idealisieren Sie die Beziehung und den ehemaligen Partner nicht, indem Sie nur an Schönes denken. Manchmal kann ein wenig Rationalität Wunder wirken.

Alkohol und Antidepressiva sind keine Lösung

Das Gefühl der inneren Leere und der Ausweglosigkeit lässt den Griff nach Antidepressiva leicht erscheinen. Doch die chemischen Stimmungsaufheller können nur eine kurzfristige Hilfe sein, denn ihre Nebenwirkungen können zerstörerischer sein als jede Trennung.

Machen Sie sich klar, dass Alkohol keine Lösung ist, um eine verlorene Liebe zu vergessen. Auch wenn man das so häufig sieht. Insbesondere bei Männern.

Alkohol hilft nicht beim Vergessen, Alkohol wirft Sie nur tiefer in die Leere Ihrer Gefühlswelt hinein und kann schließlich zu Lethargie und schweren Depressionen führen.

Lassen Sie alte Freundschaften wieder aufleben und werden Sie aktiv

Gestehen Sie sich einen angemessenen Zeitraum für Ihre Traurigkeit zu. Sprechen Sie in dieser Zeit auch mit guten Freundinnen. Ziehen Sie sich ein paar Tage zurück, aber nicht zu lange.

Versuchen Sie dann, wieder an Ihrem ganz normalen Leben teilzunehmen. Vielleicht haben Sie einige Freunde ja während der Beziehung auch vernachlässigt?

Unternehmen sie wieder mehr mit aktuellen und auch alten Freunden
Unternehmen sie wieder mehr mit aktuellen und auch alten Freunden

Dann ist es jetzt an der Zeit, sich wieder einmal zu melden. Laden Sie Freunde ein, und verabreden Sie sich mit Ihnen.

Versuchen Sie dann aber, nicht nur den Trauerkloß zu spielen, sondern sich ganz normal zu geben. Deshalb müssen Sie nicht zum Entertainer werden.

Oder gehen Sie gänzlich neuen Aktivitäten nach, die Sie neue Pläne schmieden lassen. Warum fangen Sie nicht mit dem Sprachkurs an, den Sie schon so lange beginnen wollten?

Wenn Sie das Haus verlassen, sind Sie nicht nur weniger den bohrenden Gedanken ausgeliefert, warum Ihre Beziehung wohl scheiterte, sondern Sie können so auch eher neue Menschen kennenlernen. Und neue Bekanntschaften können auch zu einer neuen Beziehung führen.

Sport macht fit und glücklich

Treiben Sie Sport. Beim Sport werden Endorphine, die so genannten Glückshormone, frei gesetzt. Sie helfen Ihnen dabei, sich etwas besser zu fühlen.

Beim Sport besinnen Sie sich auf Ihren Körper und auf Ihre Fähigkeiten und können sich stark und gut fühlen. Zudem reißt Sie der Sport aus Ihrer Lethargie und Bequemlichkeit.

Nebenbei ist Sport nicht nur gesund, sondern auch gut für die Figur. So werden Sie sich bald besser fühlen.

Trainieren Sie so hart wie möglich und konzentrieren Sie sich beim Workout gänzlich auf das Hier und Jetzt. Lassen Sie alle anderen Gedanken bei Seite und schwitzen Sie den Frust und die Einsamkeit aus jeder Pore Ihres Körpers.

Ziehen Sie einen Schlussstrich

Und ein letzter Tipp zum Schluss: Meiden Sie den Kontakt zu Ihrem Ex-Partner. Wenn es noch Dinge zu regeln gibt, tun Sie das möglichst am Telefon und so kurz und sachlich wie möglich.

Seien Sie dabei freundlich, aber distanzieren Sie sich deutlich. Vermeiden Sie längere Beziehungs- oder Abschiedsgespräche, da diese meist ohnehin nur alte Wunden aufreißen und falsche Hoffnungen wecken.

Einsamkeit macht krank – besonders Männer

Erschöpfter Mann mit geschlossenen Augen fasst sich ins Gesicht
A young man that has an intense headache. © TheSupe87 - www.fotolia.de

Männer reagieren auf Einsamkeit mit körperlichen Krankheitszeichen. Bei Frauen war dies überraschender Weise nicht nachzuweisen, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Herausgefunden haben dies US-amerikanische Forscher bei einer Untersuchung mit 3200 älteren Personen.

Männer, die sozial isoliert lebten, hatten dabei besonders hohe Werte des Entzündungsstoffes Interleukin-6 im Blut, Frauen nicht.

Eine mögliche Form für Ehemänner über Trennungsschmerz hinweg zu kommen - Brautkleid zerstören

Junge Frau in Brautkleid mit Spitze in Brautmodengeschäft mit Schaufensterpuppe in Hintergrund
as a mannequin © amaxim - www.fotolia.de

Ein Amerikaner, der nach einer 12-jährigen Ehe von seiner Frau verlassen wurde, versucht nun den Trennungsschmerz durch Zerstörung wettzumachen. Das einzige, was ihm von seiner Ex-Frau, außer den schönen Erinnerungen, geblieben ist, ist das Hochzeitskleid. Dieses versucht der Amerikaner jetzt auf vielfältigste Weise zu verschandeln. Es wurde bereits zum Filtern von Kaffee oder zum Nudelsieben verwendet.

Auf seinem Blog myexwifesweddingdress.com dokumentiert er sein Vorgehen mit Bildern und Videos. Er will damit anderen Männern, die ein ähnliches Schicksal hatten, helfen über ihre Ex hinweg zu kommen. Außerdem ist er für jeden weiteren Vorschlag, das Kleid zu zerstören, offen und dankbar.

Psychologen klären auf - Zeit heilt nicht alle Wunden

Trennungsschmerz wird meistens durch eine neue Beziehung bewältigt

Nahaufnahme Frau schaut nach unten, Hand an Mund gelegt
frau ist schüchtern © foto.fritz - www.fotolia.de

Im Allgemeinen sagt man, dass Zeit die Wunden heilt, doch dieser tröstende Spruch scheint längst nicht für alle Bereiche zu gelten. Psychologen müssen uns desillusionieren. Manche seelischen Wunden heilen auch mit genügend Zeit niemals völlig. Zerbrochene Partnerschaften können solche Trennungsschmerzen verursachen, dass die Sicht auf das eigene Leben sich verändert. Der Partner hatte zu viel Einfluss auf das eigene Glücksempfinden, dass bei manchen auch nach Monaten und Jahren die Trennung nicht vollständig überwunden ist.

Oft kommen diese Menschen nicht durch die Zeit, sondern nur durch einen neuen Partner aus dem Trennungsgefühl heraus. Der neue Partner füllt dann die Lücke, die der oder die Ex hinterlassen hatte.

Neue Beziehung hilft über Trennung hinweg

Forscher führten eine Studie mit 144 Menschen durch, die eine Partnerschaft beendet und eine neue begonnen hatten. Durch die neue Beziehung, so gaben die Teilnehmer an, können sie wieder positiv über den oder die Verflossene reden. Fakt ist, dass man am Meisten über Expartner lästert, wenn man emotional noch an ihnen hängt. Die Studie zeigt also, dass eine neue Beziehung die alten Wunden heilt. Zeit allein ist dagegen kein guter Helfer.

Eine Trennung richtig verarbeiten

Für eine erfolgreiche Trennung muss man sich auch danach Zeit geben

Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Wenn man jahrelang ein Paar ist, sich ein gemeinsames Leben aufgebaut hat, bedeutet eine Trennung einen erheblichen Einschnitt, einen Verlust. Darüber hinweg zu kommen, fällt nicht leicht und es braucht Zeit. Doch irgendwann lernt jeder wieder, auf eigenen Beinen zu stehen, sich ein neues Leben ohne den anderen zu gestalten und wieder glücklich zu sein.

Sich Zeit nehmen

Dieses Lösen vom Ex-Partner kann jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn es ohne Druck und Zwang geschieht – weder von einem selbst aus noch durch die Meinungen des sozialen Umfelds.

Jede Trennungsphase ist individuell – je nach Länge und Intensität der Beziehung, sowie nach der eigenen Persönlichkeit dauert die Verarbeitung bei jedem unterschiedlich lang.

Doch ebenso wenig, wie man sich zum glücklichen Single-Dasein zwingen kann bzw. soll, ist auch ein verzweifeltes, hoffnungsloses Klammern an die gemeinsamen Erinnerungen und den bzw. die Ex nicht gut für die eigene Weiterentwicklung. Je weniger man in der Lage ist, loszulassen, desto länger benötigt man, bis man wieder ohne den Partner glücklich und beschwert leben kann.

Kontakt in der Trennungszeit?

Der Kontakt zueinander sollte daher in der Trennungszeit auch nur auf freundschaftlicher Basis erfolgen – etwas Distanz ist wichtig, um Gefühlschaos zu vermeiden.

Wichtig ist aber auch, für sich selbst herauszufinden, was zum Scheitern der Beziehung führte, was man in zukünftigen Partnerschaften vielleicht ändern könnte. Dabei sollte man sich jedoch bewusst machen, dass das Geschehene nun einmal passiert ist und sich nicht ändern lässt.

Statt sich also zu fragen, was unter anderen Umständen gewesen wäre, ist die Besinnung auf die Zukunft wichtiger. Erst wenn man sich vollständig von der vergangenen Beziehung gelöst hat, kann man auch erfolgreich eine neue eingehen.

Wie viele Erinnerungen nach einer Trennung guttun

Junge Frau stützt traurig und betrübt ihren Kopf aufs Knie, Liebeskummer
Liebeskummer © K.- P. Adler - www.fotolia.de

Die meisten von uns haben diese Situation sicher schon ein mal erlebt: man hat sich von seinem Partner oder seiner Partnerin getrennt oder anders herum und nun schaut man sich in seiner Wohnung um und fragt sich, was man mit den Erinnerungsstücken tun soll, die überall noch herumstehen oder -liegen: gemeinsame Fotos, Notizen, Kleidungsstücke oder auch Liebesbriefe.

Dabei ist es natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie er mit einer Trennung umgeht. Bei manchen ist der Liebeskummer danach erstmal stetiger Begleiter und die Dinge, die an den Expartner erinnern, werden nicht angerührt. Andere wiederum trennen sich nach Partner auch ganz schnell von den Erinnerungen.

Viele brauchen Fotos und Co, um die Trennung zu verarbeiten. Manche haben auch die Hoffnung auf einen zweiten Start und wollen sich deshalb nicht davon trennen. Experten geben den Rat, sich selbst die Frage zu stellen, warum man einen gewissen Gegenstand behalten möchte und ob man sich vielleicht nicht doch davon lösen könnte. Hierbei gilt es, die alte Beziehung positiv zu verarbeiten, um sich auf eine neue Partnerschaft einlassen zu können. Hilfreich ist es, sich mit Freunden oder in manchen Fällen auch mit einem Therapeuten darüber zu unterhalten, um klarer sehen zu können.

Nach einer Trennung: Mit Schmerz und Einsamkeit umgehen

Mädchen guckt betrübt und verwirrt, um sie herum teils gebrochene rote Herzen, Liebeschaos
Gefangen im Liebeschaos © DDRockstar - www.fotolia.de

Der unglaubliche Schmerz, den das Ende einer Beziehung auslösen kann, ist die eine Seite der Medaille. Die Fragen danach, was man hätte anders machen können, oder wie es zu dem Ende kam, nagen an einem. Die andere Seite ist jedoch die plötzliche Einsamkeit, mit der man auf einmal klarkommen muss. Je länger die Beziehung dauerte, desto schwieriger ist es, mit einem Mal den Alltag alleine zu bewältigen. Dagegen hilft nur, sich mit anderen zusammenzutun.

Bevor man sich wieder auf Männerjagd begibt, sollte man sich etwas Zeit geben und sich beispielsweise mit anderen Single-Frauen treffen. Experten raten, sich nach einer Trennung Zeit zu nehmen, diese zu verarbeiten und sich restlos vom Ex-Partner abzunabeln. Den Kontakt zu Freunden zu suchen ist wichtig, egal ob man gemeinsam ausgeht und sich ablenkt, oder ob man die Geschehnisse alle nochmal durchkaut. Auch sollte man sich verwöhnen, sich kleine Geschenke gönnen oder sich sportlich betätigen. Auch wenn man das Bedürfnis hat, alleine zu sein, sollte man sich gezielt überreden, Gesellschaft zu suchen.

Bei Trennungsschmerz sollte man sich nicht verkriechen

Junge blonde Frau liegt traurig auf der Seite alleine im Bett
alone in the bed © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Trennungsschmerz ist eine bittere Erfahrung, die jedoch die meisten Menschen in ihrem Leben machen, ob sie wollen oder nicht. Egal ob es sich um das Ende einer Liebesbeziehung oder das Ende einer langjährigen Freundschaft handelt, es ist eine schmerzhafte Angelegenheit, jemanden zu verlieren.

Doch es hilft nichts, sich in Selbstmitleid zu suhlen, alte Lieder zu hören und Fotos anzusehen. Natürlich tut jeder diese Dinge eine Weile lang, doch irgendwann muss man sich bewusst für einen Neuanfang entscheiden. Sich bewusst mit der Beziehung nochmal zu konfrontieren sei wichtig, um zu einem Ende zu finden und zu realisieren, dass die gemeinsame Zeit vorbei ist, so Liebeskummer-Coach Silvia Fauck. Nach der Trauerphase müsse man dann aber irgendwann wieder raus aus dem Schneckenhaus kommen und neue Energie sammeln.

Am besten trifft man sich nicht nur mit alten Freunden, sondern versucht auch neue Kontakte zu knüpfen, neue Erfahrungen zu machen und sich selbst wieder zu entdecken. Das Ende einer Beziehung ist auch die Chance, wieder mehr Kontakt zum Ich und den ureigenen Wünschen herzustellen.

Dem Liebeskummer erfolgreich entkommen

Frau in High Heels tritt mit Absatz auf Foto ihres (Ex-)Mannes, Glas zerspringt
Symbolbild Scheidung © bilderbox - www.fotolia.de

Das Ende einer Beziehung ist fast immer mit einem gehörigen Herzschmerz verbunden. Die Trauer legt sich wie eine dunkle Decke über den Menschen und alles erscheint so sinnlos.

Sich diesen Gefühlen auszuliefern macht dauerhaft keinen Sinn, denn das Leben wird auch nach solchen Tiefschlägen wieder schön und lebenswert. Sinnvoll ist im ersten Schmerz immer, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Sei es mit Weinen, einem Tag im Bett oder dem Zerstören von Erinnerungsbildern.

Lassen diese gewaltigen Gefühle nach gilt es die zerbrochene Beziehung zu durchleuchten. Hat wirklich alles gestimmt? Gab es nicht schon den einen oder anderen Zweifel an der Beziehung? Wichtig ist es nicht in eine sich selbst auferlegte Opferrolle zu fallen. Wie weit gingen vielleicht die eigenen Fehler?

Die neue Freiheit auch in der Wohnung sichtbar werden lassen

Ablenkung ist nun gefragt und Sport kann dabei sehr hilfreich sein. An Erinnerungstücken sollte nicht zu sehr festgehalten werden. Sie müssen nicht unbedingt entsorgt werden, dürfen jedoch auch nicht gut sichtbar in der Wohnung verteilt sein.

Trennungen bedeuten auch den Gewinn neuer Freiheiten und mit kleinen Selbstbelohnungen scheint die Sonne schnell wieder. Warum also nicht Bisheriges umkrempeln? Aus den vergangenen Fehlern ist es möglich einen großen Nutzen für die Zukunft zu ziehen. Sich selbst zu reflektieren schafft eine gute Basis für die Zukunft mit oder ohne Partner.

Trennungsschmerz und Liebeskummer - Was zu tun ist, wenn der Ex die gleiche Klasse besucht

Lehrer steht vor seiner Schulklasse in Klassenraum, Schüler lächeln ihn an
High School Classroom © Monkey Business - www.fotolia.de

Wenn die erste große Liebe ein Ende findet, ist das für Jugendliche sehr schlimm. Noch viel schlimmer aber ist es, wenn der oder die Ex auch noch die gleiche Klasse besucht und man sich dadurch weiterhin täglich sieht.

Tipps für den Umgang mit dem Ex im Klassenzimmer

Das beste Rezept gegen Liebeskummer besteht ja bekanntlich darin, den Kontakt zumindest vorerst zu meiden. In einem solchen Fall ist das natürlich nicht möglich. In dieser Situation gilt es, den Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren. Sprich keine Mails, keine SMS, keine Anrufe und auch kein gemeinsames Abhängen auf dem Schulhof. Ein höfliches Begrüßen und Verabschieden vor und nach der Schule sollten die einzigen Worte sein, die man miteinander wechselt.

Wenn es geht, sollte man natürlich auch gemeinsame Gruppenarbeiten vermeiden. Da bei einer gescheiterten Beziehung zwischen Klassenkameraden natürlich auch die Mitschüler immer ein wachsames Auge auf die Beteiligten haben, sollte man mit ihnen lieber nicht über die Beziehung sprechen, damit Beziehungs- und Trennungsdetails nicht zum neuen Gesprächsthema in der Klasse werden. Wer das Bedürfnis verspürt mit jemandem über die gescheiterte Beziehung zu reden, sollte dies in einem Freundeskreis außerhalb der Klasse tun.

Jetzt wissen Sie, was man tun kann, um eine Trennung bestmöglich zu überwinden - genauso wichtig ist aber auch das Vermeiden von bestimmten Punkten...

Dinge, die Sie nach einer Trennung nicht tun sollten

Gerade weil Trennungen uns zutiefst erschüttern können, neigen wir in dieser Zeit zu ziemlich irrationalen Verhalten, welches die Situation keineswegs besser macht. Es gibt Dinge, die sollten Sie tunlichst meiden, wenn Sie den Trennungsschmerz nicht zu einem endlosen Desaster ausweiten wollen.

Online-Stalken

Soziale Netzwerke im Internet machen es heutzutage ziemlich leicht, jemanden aus der Ferne auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Sie von Zeit zu Zeit auf die Facebook-Seite Ihres Ex gehen wollen, aber es ist für die Seele nicht unbedingt die beste Idee.

Wenn Sie Ihren Blick wirklich nach vorn richten wollen, muss es Ihnen egal sein, wie Ihr Ex sein Wochenende verbracht hat. Was nutzt es Ihnen denn auch, wenn Sie Fotos mit einer neuen Liebschaft entdecken?

Ist es nicht mehr Folter als alles andere? Konzentrieren Sie sich auf die Zukunft und nicht auf das, was Sie nicht mehr ändern können.

In Kontakt bleiben

Zu besonderen Anlässen fragen wir uns immer wieder, ob wir nicht beim Ex kurz anrufen sollten. Wenn der Geburtstag oder Weihnachten ansteht, zum Beispiel.

Es kann unter Umständen Sinn machen, mit der verflossenen Liebe in Kontakt zu bleiben. Beispielsweise wenn es gemeinsame Kinder oder Haustiere gibt. Oder wenn der Grund der Trennung einvernehmlich war und man trotz allem eine gute Freundschaft pflegen will.

Wenn Ihr Ex Sie jedoch hintergangen und nicht respektvoll behandelt hat, gibt es keinen Anlass, ihn eines Blickes zu würdigen. Ziehen Sie einen Schlussstrich.

Sex mit dem Ex

Sex ohne echte Liebe ist wie Sangria ohne frische Früchte. Man kann damit etwas anfangen, aber wahrer Genuss ist es eben doch nicht.

Anstatt im Bett Zeit mit einen Menschen zu vertrödeln, mit dem Sie keine Zukunft haben, sollten Sie ihre Stunden lieber in die Suche eines neuen Partners investieren.

Freundschaft nach dem Beziehungsaus - ist das möglich?

Wie eine Freundschaft mit dem Ex-Partner möglich wird

Junges Paar Rücken an Rücken bei Krise
couple crisis © diego cervo - www.fotolia.de

"Wir können ja Freunde bleiben" ist einer der gefürchtetsten Sätze überhaupt. Nach dem Ende der Beziehung bietet eine Seite diese Lösung an, die vom Gegenüber überhaupt nicht positiv aufgenommen wird. Viele fühlen sich regelrecht verspottet. Warum sollte man mit jemanden befreundet sein, der einem gerade das Herz gebrochen hat? Doch tatsächlich kann eine Freundschaft unter Ex-Partnern funktionieren, wenn man grundlegende Regeln beachtet.

Wichtige Voraussetzungen

1. Zeit heilt Wunden

Die wichtigste Voraussetzung ist Zeit. Weder Er noch Sie möchte nach dem frischen Beziehungsbruch mit dem/der Ex gemütlich Kaffeetrinken. In der ersten Zeit des Trennungsschmerzes ist es wichtig, sich mit anderen Freunden über die Problematik austauschen zu können. Männer und Frauen ziehen dann gern mit Kumpels und Freundinnen um die Häuser und lästern auch mal über den Ex-Partner. Das gehört zum Frustabbau einfach dazu.

Erst wenn die Wunden verheilt sind, macht der Versuch einer Freundschaft Sinn. Daher sollte man sich mit dem "Wir können ja Freunde bleiben"-Klassiker auch zurückhalten, bis die Zeit dafür reif ist.

2. Harmonische Trennung

Eine Freundschaft funktioniert auch nur dann, wenn die Trennung vergleichsweise harmonisch war. Wo die Liebe erkaltet ist, aber grundlegende Sympathien bleiben, kann es funktionieren. Gingen aber die Lebensvorstellungen extrem auseinander, kann auch eine Freundschaft kaum funktionieren, denn die gründet auf Vertrauen und platonischer Zuneigung.

3. Klare Grenzen setzen

Versucht man zusammen den Start in eine Freundschaft, müssen klare Grenzen gezogen werden. Alte Kosenamen beispielsweise sollten nicht mehr benutzt werden und auch zu innige Umarmungen, Kuscheln im Kino etc. sind selten gesund. Oft brechen bei einem der Beteiligten dann alte Wunden auf, oder neue Hoffnung auf einen zweiten Versuch entsteht. Eine stabile Freundschaft sollte daher Gos und No-Gos definieren.

Den Glauben an die Liebe verlieren

Wenn wir gerade eine Trennung hinter uns haben, ist es schwer, an der Vorstellung festzuhalten, dass es dort draußen irgendwo den Menschen gibt, der uns bis ans Ende unserer Tage glücklich machen kann.

Aber auf Regen folgt immer Sonnenschein. Es ist ein Gesetz des Universums, dass kein Zustand dauerhaft ist. Und wenn Sie zur Zeit glücklos in der Liebe sind, dann kommen Sie mit jeden Tag als Single ihren Traumprinzen einen Schritt näher.

Übrigens sollte man diese Punkte auch dann weiter beherzigen, wenn man sich neu bindet - Ex-Parter ist Ex-Partner und das sollte auch so bleiben...

Setzen Sie Ihrem Ex-Partner klare Grenzen

Immer mehr Expartner bleiben mit der Partnerin oder dem Partner auch nach der Trennung in Verbindung. Doch die neuen Partner sind selten einverstanden mit dieser anhaltenden Begegnung. Verstehen Sie besser, warum es Ihrem Partner unmöglich sein kann, Sie und Ihren Ex-Partner zu tolerieren.

Konkurrenzgedanken zerstören die Beziehung

Ob Sie sich in einer frischen Beziehung befinden oder diese Beziehung bereits mehrere Jahre lang läuft: Sobald das Gespräch auf den Ex-Partner fällt, ist es um die lockere und gute Stimmung zwischen Ihnen und Ihrem Partner schlecht bestellt. Für Männer wie für Frauen ist das Gespräch über den Ex-Partner nur schwer auszuhalten.

Die Frage ist, aus welchem Grund Sie sich gerade jetzt an Ihren Ex-Partner erinnern und warum Sie diese Gedanken im Beisein Ihres Partners oder eines Freundes in Worte fassen müssen? Kein Partner fühlt sich sonderlich wohl, wenn der andere in Erinnerungen an den Ex-Partner schwelgt.

Sofort kommen die Gedanken, ob Ihr Partner etwas in der aktuellen Beziehung vermisst, dass Ihr Partner noch immer intensive Gefühle für seinen Ex-Partner empfindet oder es sich mit Ihnen nicht so gut anfühlt wie mit dem Ex-Partner. Das sind alles Gedanken, die zu

  • Verunsicherung
  • Eifersucht und
  • anderen die Beziehung hinterfragenden Gefühlen

führen.

Warum kommt es zu Eifersucht?

Männer hassen es, wenn Ihre Partnerinnen sie mit anderen Männern, und erst recht mit dem Ex-Partner, vergleichen. Verständlicherweise können Partnerinnen auf diese Weise Ihrem Partner schneller Probleme und Wünsche deutlich machen, allerdings handelt es sich bei dieser Variante um die sogenannte Holzhammermethode.

Sie müssen damit rechnen, dass sich Ihr Partner angegriffen fühl, mit Eifersucht reagiert und Ihnen alles andere als zuhören kann, weil er zu sehr in seine Gefühlswelt geraten ist. Um Ihrem Partner etwas deutlich zu machen, wählen Sie in keinem Fall den Weg über Ihren Ex-Partner.

Halten Sie den Ex aus der neuen Beziehung raus

Grundsätzlich gilt es den Ex-Partner so gut es geht aus Ihrem Beziehungsleben herauszuhalten. Machen Sie es Ihrem Partner und sich nicht schwer und behandeln Sie Ihren Ex-Partner so, als wenn es Ihn nicht gibt bzw. gab.

Es ist immer ein schmaler Grat zwischen dem neuen Partner und dem Ex-Partner, sobald die Partnerin nach der neu eingegangenen Beziehung weiterhin Kontakt zum Ex-Partner hat. Seien Sie Ihrem Partner gegenüber fair und bringen Sie Ihn in keine schwache Position, indem Sie Ihn damit konfrontieren, dass er sich mit Ihnen und Ihrem Ex auseinandersetzen muss.

Und das muss Ihr Partner zwangsläufig: Schließlich handelt es sich bei dem Ex-Partner um einen Menschen, der mit Ihnen verbunden war und Ihnen eine gewisse Zeit sehr nahe gestanden hat.

Konfrontation mit dem Thema "Ex"

Wenn Sie das Thema Ex-Partner erwähnen, dann stellen Sie sich darauf ein, dass sich Ihr Partner von einem Moment zum anderen verärgert verhält. Nehmen Sie diese Reaktion nicht als Zeichen seiner Liebe Ihnen gegenüber und provozieren Sie Ihn ab und an zu genau dem Zweck. Es ist viel schöner und freier, wenn Sie in den Armen Ihres Partners liegen und sich ebenfalls sicher sein können, dass er Sie liebt.

Sich über die eigenen Gefühle klar werden

Sollten Sie bemerken, dass Sie immer wieder an Ihren Expartner denken, dann klären Sie für sich, was genau dahintersteckt:

  • Kann es sein, dass Sie in der aktuellen Beziehung zu viel von sich aufgeben?

  • Nehmen Sie sich Zeit für sich und festigen Sie Ihre Position in Ihrer Beziehung?

  • Vermissen Sie vielleicht sogar Ihren Ex-Partner?

Dann sollten Sie sich ebenfalls Zeit nehmen und sich klar werden, ob Sie so intensive Gefühle für Ihren Expartner empfinden, dass Sie sich Ihrem Partner gegenüber nicht fair verhalten, wenn Sie weiterhin mit ihm zusammen sind. Klären Sie Ihre Gefühle und lassen Sie Ihren Ex-Freund gehen, sobald Sie sich bewusst gemacht haben, dass Sie mit Ihrem Partner zusammenbleiben und glücklich werden wollen.

Sollte Ihr Ex-Partner in der Nähe von Ihnen wohnen und einen gemeinsamen Alltag mit Ihnen teilen, ziehen Sie deutliche Grenzen und lehnen Sie Hilfsangebote oder ein offenes Ohr bei Problemen ab.

Den Frust über den Ex sollte man nicht mit seinem neuen Partner teilen

Junges Paar im Bett, sie sitzen abweisend Rücken an Rücken und reden nicht miteinander
failed romance © pressmaster - www.fotolia.de

Gerade wenn man eine Beziehung im Streit beendet, überkommt einen das Bedürfnis den Frsut über den Ex-Partner ständig herauszuposaunen. Während man mit der besten Freundin problemlos ablästern kann, sollte man mit Kommentaren über den Ex-Partner gegnüber dem neuen Lover aber lieber vorsichtig sein.

Gerade negative Kommentare über private Dinge, wie die finanzielle Lage des Ex-Partners oder das Sexleben, lassen einen selbst nicht gerade im besten Licht dastehen, da dies für den neuen Partner so rüberkommt als wären die eigenen Ansprüche einfach zu hoch. Aber auch Geheimnisse, die der Ex-Partner im Vertrauen erzählt hat, sollte man lieber für sich behalten, denn wenn man das Vertrauen des Ex-Partners missbraucht, warum dann nicht auch das des neuen Partners? Nicht nur negative, auch positive Eigenschaften des Ex-Partners sollte man gegenüber der neuen Liebe nicht zu sehr hervorheben. Das könnte der neue Partner so verstehen, dass man über den Ex noch nicht hinweg ist.

Egal, ob im negativen oder positiven Sinne, Vergleiche mit dem Ex-Partner sollte man unbedingt vermeiden. Für den neuen Partner gibt es nämlich nichts Schlimmeres als mit dem Ex verglichen zu werden.

Manchmal steht auch die Frage im Raum, ob die Trennung vielleicht doch nicht die richtige Entscheidung war...

Es doch nochmal mit dem Ex versuchen?

Schwierig kann der Neuanfang mit dem alten Partner werden. Schließlich lassen sich alte Verletzungen, die dann zur Trennung geführt haben, nicht völlig ungeschehen machen. Sich vollkommen vorurteilslos wieder auf die Beziehung einzulassen, wird nicht möglich sein.

Wenn man sich wirklich im Klaren darüber ist, dass man sich noch liebt und wieder zusammenkommen möchte, sollte man gemeinsam herausfinden, was beim ersten Versuch falsch gelaufen ist und wie man es in Zukunft besser machen kann. Dann ist dies zwar kein Neuanfang für die Paarbeziehung – aber eine zweite Chance. Detailliertere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Der Neuanfang

Wie schnell es gelingt, einen Neuanfang zu wagen, ist vor allem abhängig von der eigenen Persönlichkeit und weniger von der Schmerzhaftigkeit der Trennung. Die Trennung selbst stellt einen tiefen Einschnitt in die Lebensstruktur dar, und es dauert eine gewisse Zeit, bis man sie auch als Chance begreift, seinem Leben eine neue Struktur zu geben, die sich mehr an den eigenen Bedürfnissen orientiert.

Erst in dieser Spätphase der Trennung, von Psychologen auch als "Neuorientierung" bezeichnet, wird man wieder in der Lage sein, das eigene Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Dies über's sprichwörtliche Knie brechen zu wollen, ist nicht möglich, da sich die individuellen Trauerphasen, die die Psyche nach einer Trennung benötigt, nicht willentlich beschleunigen lassen.

Neues Lebenskonzept in Angriff nehmen

Auf die Phase der Neuorientierung, in der man vorsichtig beginnt, Zukunftsszenarien zu entwerfen, die nichts mehr mit dem Ex-Partner zu tun haben, folgt der Eintritt in die als "Neues Lebenskonzept" bezeichnete Phase, in der zum ersten Mal seit der Trennung wieder eine Art inneres Gleichgewicht empfunden wird. Am Anfang kann dies noch fragil sein, sodass es hier für manch einen hilfreich ist, den Ex-Partner nicht zu sehen und den Kontakt vollkommen abzubrechen, bis man die Trennung endgültig überwunden hat.

Besonders nach einer langjährigen Beziehung kann ein Neuanfang sehr schwer werden...

Wenn die Ehe nach Jahrzehnten scheitert - Möglichkeiten und Wege, zurück ins Leben finden

Eine Studie offenbart, dass die Scheidungsrate für Paare nach dem 25-jährigen Bestehen der Ehe seit 1975 sich nahezu verdoppelt hat. Schon heute liegt die Rate bei etwa 20% und die Tendenz führt beständig nach oben.

Obwohl im Zuge der Emanzipation viele Frauen nicht mehr klaglos eine schwierige Beziehung aushalten, zeigt sich doch, dass überwiegend Männer die Scheidung einreichen. Einer der Gründe: "Tausche Ehefrau gegen junge Geliebte".

Älteres Paar stossen mit Rotwein an
Je länger die Beziehung gedauert hat, umso weniger kann man sich ein Leben ohne den anderen vorstellen
Midlife-Crisis als Auslöser

Midlife Crisis oder auch einfach nur genug von einer jahrzehntelangen Beziehung - die Gründe für das Aus einer Ehe nach der Silberhochzeit oder auch der Goldenen Hochzeit sind mehr als vielfältig. Gerade Ehen, die ab den 60er Jahren geschlossen wurden, unterlaufen der Gefahr der Trennung.

Männer kriegen die Krise und suchen sich jüngere Frauen

Viele Männer bekommen im wahrsten Sinne des Wortes die Krise, sehen das Alter deutlich vor Augen und versuchen sich mit einer jungen Geliebten jung zu erhalten. Die Ehefrau hingegen toleriert diese Eskapaden in den wenigsten Fällen und wenn nicht sehr viel Toleranz und trotz allem auch Liebe in der Beziehung existieren, dann ist der Weg zum Scheidungsrichter zumeist geebnet.

Konsequenzen für die Frauen

Schwierig ist diese Situation für den Partner - und hier überwiegend die Frau - der noch liebt und nur schwer verstehen kann, wie es zum Ende der Ehe kam. Besonders Ehefrauen im höherem Alter haben zumeist ihr Leben nach dem des Mannes und der Familie ausgerichtet, selbst einen Freundeskreis ebenso wenig gepflegt als auch Hobbys.

Von heute auf morgen mit 50, 60 oder 70 Jahren alleine dazustehen, ist alles andere als einfach und eine aufkommende Verzweiflung sowie Mutlosigkeit sind fast schon obligatorisch. Doch auch hier gibt es Wege wieder zu einer Lebensfreude zu gelangen und einen neuen Sinn im Leben zu finden.

Wege zurück ins Leben finden

Für die zurückgelassenen Ehepartner kann es sehr hilfreich sein nach der ersten Trauer und der Wut aktiv das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Kein einfacher, aber sehr lohnender Weg, denn angesichts der heutigen Lebenserwartung und auch der damit einhergehenden Fitness und gutem äußerlichen Aussehen, besteht durchaus die Möglichkeit wieder einen neuen Partner zu finden. Dass bedingt jedoch sich nach draußen zu begeben und nicht still und leise zuhause alleine zu trauern und nostalgischen Gefühlen nachzuhängen.

Möglichkeiten für Senioren

Speziell für Senioren gibt es inzwischen eine Vielzahl an Freizeitangeboten, die nicht nur für viel Abwechslung sorgen, sondern auch dazu verhelfen:

  • neue Bekanntschaften zu pflegen
  • körperlich fit zu bleiben
  • den geistigen Horizont zu erweitern

Ob sportliche Aktivitäten, der Handarbeitskreis, der wöchentliche Tanztee oder auch kulturelle Ausflüge liegen in den eigenen Vorlieben begründet, die man durch ein Ausgraben alter Gewohnheiten und Hobbys sehr leicht herausfinden kann.

Haustiere

Auch ein Haustier hilft über den Trennungsschmerz und das Alleinsein hinweg. Ein kleiner Hund zwingt einen zu besonderer Aufmerksamkeit und verschafft sehr leicht Kontakte, da man gezwungen ist täglich seine Runden zu drehen.

Ist man nicht mehr ganz so gut zu Fuß, dann bietet sich dagegen eine Katze an, die Trost und Nähe spendet. In der Regel pflegeleicht erweisen sich hier Katzen mit einem etwas älteren Semester, da gerade junge Kätzchen sehr pflegeintensiv und mitunter auch anstrengend sind.

Fazit

Mag es auch noch so schmerzhaft sein, dass man den geliebten Partner verloren hat, sollte man allerdings nicht vergessen, dass das Leben trotzdem viele schöne Seiten zu bieten hat.

Und es lohnt sich auf alle Fälle, nicht auf Dauer den Kopf hängen zu lassen. Die eigene Gesundheit sollte es einem ebenso Wert sein das neue Leben mit beiden Händen zugreifen als auch die Möglichkeit einen neuen und liebevollen Partner zu finden.

Herzschmerz nach dem Ende der Beziehung: So gelingt der Neubeginn

Urlauber mit Strohhut auf Sonnenliege unter Palmen mit Aussicht auf das Meer
heaven on earth © Christian Wheatley - www.fotolia.de

Das Ende einer längerfristigen Beziehung ist in jedem Fall schmerzhaft - nicht nur für den, der verlassen wurde, sondern meistens auch für den, der den Schritt zur Trennung initiiert hat. Wichtig ist, sich zunächst Zeit zu geben, die Trennung zu verarbeiten - und auch Trauer zuzulassen. Kontraproduktiv ist dagegen, dem Verflossenen nachzuspionieren - auch im Internet. Besser ist es, ihn gleich von der Freundesliste bei Facebook und aus der Telefonnummernliste zu streichen.

Auch das Versinken in Selbstmitleid bringt nichts - weder das Hören der "gemeinsamen Lieder" noch das Aufsuchen gemeinsamer Lieblingsorte. Sinnvoller ist es, gemeinsam mit Freunden schöne Dinge zu unternehmen, die Ablenkung bieten und bewusst den Tapetenwechsel zu suchen. Das geht auch alleine, zum Beispiel beim Besuch neuer Kinofilme oder bei einem Shoppingbummel.

Letztendlich ist die Trennung auch eine gute Chance, die neue Freiheit für sich selbst zu nutzen. Wer immer nur dem Partner zuliebe zurück gesteckt hat, kann nun endlich eigene Wünsche realisieren, z.B. ein neues Hobby, eine neue Sportart oder die langersehnte Urlaubsreise auf die der Ex nie Lust hatte. Und vielleicht wartet im Sportverein oder im VHS-Kurs jemand, der den verflossenen Partner endgültig vergessen macht…

Sein Glück nach einer schweren Trennung wieder finden

Junge Frau sitzt besorgt auf Bank, Kinn auf Hand gestützt
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Liebeskummer wird zu den schmerzhaftesten Erfahrungen gezählt, die ein Mensch erleben kann.

Symptome von Liebeskummer

Wenn man verlassen wird, beginnt eine Zeit voller Kummer, Verzweiflung und oftmals fehlt einem schier die Kraft, zu weinen.

Man stellt sich die Frage, wie das Leben ohne den geliebten Menschen überhaupt weiter gehen kann und findet keine Antwort darauf. Nichts kann einen aufheitern oder ablenken und wieder glücklich werden ist auch nicht möglich.

Erst nach einigen Wochen oder Monaten fangen die meisten an, sich mit der Trennung zu arrangieren. Wer irgendwann einsieht, dass sie endgültig war, muss wieder nach vorne blicken. Und in einigen Fällen fühlt sich der Schlussstrich letztendlich auch befreiend an.

Doch die Phase bis dahin stellt für viele Menschen einen unüberwindbaren Weg dar.

Die erste schwere Zeit durchstehen

Was kann man tun, damit die Tage und Wochen unmittelbar nach der Trennung etwas leichter werden? Zunächst ist es wichtig, seinen Kummer rauszulassen, sei es durch Tränen, Wutausbrüche oder kurzes Zurückziehen.

Das ist jedoch nur auf kurze Sicht hin hilfreich. Generell sollte man nach einem Beziehungsaus so schnell wie möglich wieder aus seinem Schneckenhaus kommen und am aktiven Leben teilnehmen. Dies bedeutet, sich mit Freunden zu verabreden und über seine Gefühle zu sprechen. Verdrängen ist hierbei der falsche Weg, denn dies wird nicht dabei helfen, die Situation zu überwinden. Auch Alkohol und übermäßiger Nikotinkonsum sollten dringend unterlassen werden.

Zum Trost stürzen sich manche Menschen auch eine Affäre - dies kann hilfreich sein, sollte aber nicht dazu dienen, die Trennungsphase einfach nur zu überdecken.

Auch ist es wichtig, über die beendete Beziehung nachzudenken und sich Fehler, die gemacht worden sind, zu verdeutlichen. So vermeidet man, dass man diese in die nächste Partnerschaft einbringt. Man stellt sich die Frage, was in der nächsten Beziehung besser laufen muss, was man selbst verändern möchte.

Ebenfalls ist es von Vorteil, mit seiner bzw. seinem Ex nicht einen Rosenkrieg anzufangen, dies führt im Endeffekt zu nichts. Besser ist es, wenn man sich nach einiger Zeit des Abstands zueinander wieder arrangiert - oder auch nicht.

Wenn es gemeinsame Kinder gibt, ist dies sicherlich die bessere Variante, doch nicht immer können, müssen und sollten Expartner den Kontakt zeinander halten, geschweige denn befreundet bleiben.

Die fünf Phasen einer Trennung

Generell wird eine Trennung in fünf erlebte Phasen unterteilt.

  1. Diese beginnen mit dem Schritt des Zurückerinnerns: man denkt immer wieder über die Beziehung nach - sowohl über die schönen Zeiten, als auch über die Punkte, die falsch gelaufen sind.
  2. Anschließend kommt die Trauerphase, in der man sich viele Fragen nach dem Grund der Trennung stellt und weint, weil man den Partner vermisst.
  3. Die angehäufte Enttäuschung geht schließlich in Wut über, die man in der dritten Phase des Bewütens rauslässt. Hier fallen oftmals Gedanken wie "Das habe ich nicht verdient!".
  4. Die vierte Phase ist wichtig, um wieder nach vorne zu sehen. Im Schritt des Begreifens wird dem Betroffenen klar, dass und warum die Beziehung nicht mehr funktionieren konnte und was alles schiefgelaufen ist.
  5. Und schließlich kommt die Phase der Veränderung: man weiß, was man in Zukunft anders machen muss und arbeitet an seinen eigenen Verhaltensweisen, um sich für eine neue und glückliche Partnerschaft zu öffnen.

Beziehung vorbei? Nicht trauern, sondern aus Fehlern lernen

Nach einer Trennung intensiv über die Beziehung und eigene Fehler nachdenken

Junges Paar auf Couch, er sitzt vorne nachdenklich, sie von ihm abgewandt weint
conflict © Adam Borkowski - www.fotolia.de

Für viele Menschen bricht eine Welt zusammen, wenn sich der Partner trennt. Doch egal ob einseitige Trennung oder gemeinschaftlich vereinbartes Aus - sich in Selbstmitleid und Verzweiflung zu stürzen, ist nur wenig produktiv.

Experten raten auch davon ab, sofort eine neue Beziehung zu beginnen um die gescheiterte Beziehung zu verdrängen. Viel sinnvoller sei es, sich zunächst damit zu beschäftigen, was eigentlich schief gelaufen ist - um diese Fehler beim nächsten Mal zu vermeiden.

Die Beziehung richtig reflektieren

So sollte sich jeder einige ehrliche Fragen zum Verlauf der Beziehung stellen, zu den Zeitpunkten, an denen das Verhalten und die Gefühle kippten und welche auslösenden Momente es gab. Auch die eigene Partnerwahl sollte kritisch hinterfragt werden. Möglicherweise waren die bisherigen Partner gar nicht der passende Typ, so dass es früher oder später zwangsläufig zu Reibereien kam.

Doch nicht nur die Partner sollten kritisch beleuchtet werden. Noch wichtiger ist es, das eigene Verhalten zu reflektieren. Gab es Angewohnheiten, die den Partner immer wieder verletzten und so schließlich die Trennung herbeiführten?

Wenn ja, ist nun der beste Zeitpunkt gekommen, an sich selbst zu arbeiten, ehe eine neue Beziehung gesucht wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die alten Probleme immer nur wiederholen.

Wie Kinder mit der Trennung umgehen und was ihnen die Situation vereinfacht

Bei einer Trennung kann die Hilfe eines Psychotherapeuten die Sachlage für das Kind erleichtern

Kleines Mädchen schaut traurig in Kamera, im Hintergrund streiten sich Eltern
Parents swear, and children suffer © Tatyana Gladskih - www.fotolia.de

Pro Jahr lassen sich in Deutschland die Eltern von rund 145.000 Kindern scheiden. Die Gründe sind meist verschieden, aber oft funktioniert das harmonische Zusammenleben einfach nicht mehr, sodass eine Scheidung die einzig richtige Lösung ist. Für die betroffenen Kinder ist eine solche Entscheidung jedoch nicht immer leicht nachzuvollziehen, oft suchen sie den Trennungsgrund sogar bei sich selbst, deshalb müssen Eltern auch die Kinder miteinbeziehen und ihnen genau erklären warum sich Mama und Papa nicht mehr lieb haben.

Sachliche Erklärung gegenüber den Kindern

Verläuft die Trennung jedoch nicht friedlich, entsteht ein regelrechter Rosenkrieg, ist es für die Kinder noch viel schwerer mit der Situation umzugehen. Hier sollten die Eltern versuchen dem Kind zuliebe von den Streitigkeiten abzusehen und auch hier ganz sachlich mit ihnen über die Trennung zu sprechen.

Variieren die Trennungsgründe der Eltern und können sie sich nicht auf eine gemeinsame Ursache einigen, die dem Kind die Entscheidung erklären kann, sollten sie dem Kind klar machen, dass das ihre persönliche Sichtweise ist und der Partner dies womöglich anders sieht. Auf keinen Fall sollten sie den anderen Elternteil vor ihrem Kind schlecht machen, sodass es nicht mehr weiß wer ihm nun die Wahrheit sagt.

Professionelle Hilfe bei problembehaftetem Umgang vor dem Kind

Auch sollte das Kind kein Mittel darstellen, um den Partner zu verletzen, denn damit schadet man in erster Linie dem Kind und macht sich schlimmstenfalls auch noch des Kindesmissbrauchs schuldig. Sollte es den Eltern nicht möglich sein einen friedvollen Umgang vor dem Kind miteinander zu halten, empfiehlt es sich professionelle Hilfe hinzuzuziehen.

Doch auch wenn die Trennung friedlich von Statten geht, kann es sein, dass das Kind einen psychischen Knacks davonträgt, macht Rückschritte in seiner Entwicklung, was sich beispielsweise durch Leistungsabfall oder sogar Einnässen bemerkbar macht, reagiert aggressiv oder depressiv. Hier sollten die Eltern die Hilfe von Kinderpsychologen in Anspruch nehmen.

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    Aus einer gescheiterten Beziehung lernen

    Vorne dunkelhaariger junger Mann in Hemd mit traurigem Blick, hinten blonde junge Frau mit erwartungsvollem Blick
    paar hat streit © Simon Ebel - www.fotolia.de

    Eine Trennung ist in den meisten Fällen sehr schmerzvoll. Wie man damit umgeht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Einige von uns verkriechen sich wochenlang zu Hause, wiederum andere stürzen sich gleich in die nächste Beziehung. Was in jedem Fall hilfreich ist, ist das Lernen aus der gescheiterten Beziehung, um mögliche Fehler nicht noch mal zu begehen und eine glücklichere Beziehung zu führen.

    So kann man sich beispielsweise fragen, ob man immer nach dem gleichen Typ Mensch Ausschau hält und vielleicht genau das der Grund ist, warum es bei der letzten – und bei den vorherigen Partnerschaften nicht funktioniert hat. Auch sollte man sich selbst die Frage stellen, welche Erwartungen und Wünsche man an die nächste Beziehung stellt; sich dafür ausreichend Zeit zu nehmen, ist von großem Vorteil.

    Weiterhin spielt Selbstkritik eine entscheidende Rolle: es ist wichtig, zu überlegen, wo seine Stärken und Schwächen in einer Beziehung liegen und daran zu arbeiten, um möglichen Streitgesprächen, die eigentlich vermeidbar sind, aus dem Weg zu gehen. Wer sich etwas Zeit lässt, um sein bisheriges Liebesleben zu reflektieren und versucht an den negativen Punkten zu arbeiten, hat gute Chancen, dass es bei dem nächsten Partner bzw. der nächsten Partnerin besser läuft.

    Wer schon mal eine Trennung durchgemacht hat, weiß, wie schwierig diese Lebensphase sein kann - einem Freund, der sich in dieser Lage befindet, zu helfen, sollte selbstverständlich sein...

    Enge Freunde kurz nach der Trennung unterstützen

    Was kann ich als Freund tun, wenn einer meiner Freunde von seinem Partner verlassen wurde? Trennungen sind ein Fall für sich und selten eine alleinige Angelegenheit zwischen Partnerin und Partner. Auch der Freundeskreis ist involviert und kann Unterstützung anbieten.

    Sich für einen Freund entscheiden können

    Für Freunde und Angehörige ist die Veränderung durch die Trennung eines Paares ein Umbruch. Mitunter ist es wichtig sich darauf zu konzentrieren, wie man helfen oder Schmerzen lindern kann. Je nachdem zu wem man ein engeres Freundschaftsband hat und welcher Grund für die Trennung spricht, ist es oftmals der Fall, dass man sich für einen der beiden Freunde entscheiden muss.

    In den Tagen nach der Trennung gibt es Kraft, wenn man als Verlassender oder Verlassener Zeit mit seinen engsten Freunden verbringen kann. Es ist heilend und kraftgebend, wenn man im Kreis der Menschen sein kann, die einen nehmen, wie man ist.

    Für Freunde ist es nicht immer leicht, die richtigen Worte zu finden und das Richtige zu tun. Vertrauen Sie als Freund auf das innere Band zu Ihrem Freund oder Ihrer Freundin und konzentrieren Sie sich darauf, eine starke Schulter für den anderen zu bieten. Verhalten Sie sich nicht anders als sonst in Ihrer Freundschaft auch.

    Auf seine innere Stimme hören

    Ihr Freund befindet sich in einer schweren und lebensverändernden Phase. Fragen Sie sich, ob Sie die Kraft und die Zeit haben, sich in den folgenden Tagen und Wochen so um Ihren Freund kümmern zu können, wie er es braucht.

    Wenn dem so ist, dann bieten Sie dies Ihrem Freund genau so an. Auf diese Weise kann Ihr Freund sich überlegen, was ihm gerade am besten hilft. Wurde Ihr Freund verlassen, so ist es wichtig, dass Sie ihm helfen, sich wieder emotional zu stabilisieren.

    Für Abwechslung sorgen

    Bieten Sie ihm an sein Gesprächspartner zu sein, wann immer er reden möchte. Schweigen Sie mit ihm und lockern Sie ihn auf, wenn Ihr Freund zu lange in einer verzweifelten oder nachdenkenden Position ist. Sorgen Sie für Abwechslung, indem Sie den Überblick behalten und ab und an Unternehmungen planen, zu zweit oder mit anderen Freunden.

    Natürlich kann es passieren, dass er/sie sich an den Partner bzw. die Partnerin erinnert fühlt. Dafür genügt es, die Lieblingsblume der Partnerin zu sehen oder das Parfum zu riechen. Andere vertraute Situationen oder Gegenstände sind leichte Auslöser für traurige bis hin zu verzweifelten Stimmungszuständen.

    Trauern lassen und Respekt bewahren

    Seien Sie für Ihren Freund da und lassen Sie ihn traurig sein. Unterbrechen Sie ihn nach 30 Minuten bis spätestens einer Stunde und beginnen Sie damit, ihn auf andere Gedanken zu bringen.

    Lassen Sie sich nicht darauf ein, dass Sie oder andere schlecht über den Ex-Partner reden. Sie als guter Freund sollten aber darauf achten, dass der Respekt dem Partner gegenüber beibehalten wird.

    Für den Verlassenen ist es wichtig, dass er sich nicht selbst verliert und das Selbstbewusstsein einen Knacks davon trägt. Sie helfen Ihrem Freund also sehr, wenn Sie ein gewisses Niveau halten und der Respekt streckenweise, aber nicht vollständig, verloren geht.

    Fazit

    Vertrauen Sie dem Gefühl zu Ihrem Freund und darauf, dass Sie das richtige in der Situation und Phase tun werden. Ermutigen Sie Ihren Freund mit der Zeit, wieder an sich zu glauben und sich auch wieder mit anderen Menschen zu treffen.

    Was passiert im Trennungsfall mit der gemeinsamen Wohnung?

    Junges Paar beim Umzug, tragen zusammen Karton und lachen sich an
    I'll help you © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

    Wenn ein Paar zusammen in einer Wohnung lebt und es dann zu einer Trennung kommt, muss der Vermieter über den Vorfall benachrichtigt werden. Wollen beide aus der Wohnung heraus, müssen auch beide dem Vermieter kündigen. Will einer der Parteien trotz Trennung in der Wohnung bleiben, muss das mit dem Vermieter abgesprochen werden. Wollen beide in der Wohnung bleiben, aber nicht zusammen und können sie sich diesbezüglich nicht einigen, kann ein Gericht hinzugerufen werden.

    Generell bekommt dann der Partner den Zuschlag, dem ein Umzug weniger zumutbar ist. Der Vermieter hat in solche einer Angelegenheit allerdings kein Mitspracherecht.

    Beziehungsaus ohne Heirat: Wer hat Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich?

    Zugewinnausgleich auch nach Beendigung einer "wilden Ehe" möglich

    Frau in Stickpullover hält Geldbörse im Händen
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    Wer in einer Ehe oder eingetragenen Lebensgemeinschaft lebt und keine besonderen Regelungen durch einen Ehevertrag geschlossen hat, befindet sich in einer sogenannten Zugewinngemeinschaft. Beide Partner besitzen separat die Güter, die sie in die Ehe mitgebracht haben. Bei einer Trennung jedoch kann der Partner mit geringerem Vermögen einen Ausgleich beantragen. Der Wohlhabendere muss seine Finanzen offen legen und einen Zugewinnausgleich zahlen.

    Viele glauben, dass Partner "in wilder Ehe" - also in einer Liebesbeziehung ohne Heirat - bei Trennung keinerlei Ansprüche auf einen Ausgleich haben. Das stimmt jedoch nicht. Es gibt Fälle, in denen ebenfalls ein Ausgleich fällig wird.

    Ausgleich bei hohen Investitionen wie Immobilien- oder Grundstückserwerb

    Die Voraussetzung dafür: Ein Partner hat während der Beziehung einen größeren Betrag für das gemeinsame Leben investiert. Damit ist nicht die Summe kleinerer Alltagsausgaben wie Essengehen oder Kinobesuche gemeint. Selbst wenn diese Beträge sich mit den Jahren stark aufsummieren können, fallen sie rechtlich nicht ins Gewicht. Gemeint sind dagegen Investitionen wie der Kauf eines gemeinsamen Grundstückes oder der Bau eines Hauses. Die dann anfallenden Kreditraten können angerechnet werden.

    Was niemals in einen Geldwert umgerechnet werden kann, sind Leistungen wie das Renovieren gemeinsamer Räume, Tier- und Kinderbetreuung oder Haushaltsführung.

    Grundinformationen zur Trennung

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    Quellenangaben

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    • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
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    • Bildnachweis: Girl-friends eat snack in cafe and lick fingers © Deklofenak - www.fotolia.de
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    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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