6. Oktober 2009
Häufig hört man von der Platonischen Liebe sprechen, doch vielen Menschen ist nicht so ganz klar, wobei es sich darum nun genau handelt. Dass es aber eine sehr ungewöhnliche Form der Liebe ist, das sagt schon ihr Name. Woher die Platonische Liebe ihren Namen hat und welche Gedanken sich ihr Begründer machte, dazu lesen Sie hier mehr.
Als Platonische Liebe wird eine Liebe auf einer rein geistigen Ebene bezeichnet. Sexualität und sexuelles Begehren kommt in ihr nicht vor. Der Begründer der Platonischen Liebe war der griechische Philosoph Platon, der in der Antike von etwa 428 - 348 vor Christus lebte. Seine Definition der Platonischen Liebe legte er einem komplexen philosophischen Gedankenprinzip zugrunde. Im heutigen, moderneren Verständnis bedeutet die Platonische Liebe eine eng verbundene Freundschaft, die auf einer seelischen Verbundenheit und einer Art Seelenverwandtschaft beruht.
Eine Platonische Liebe kann zwischen Mann und Frau, aber auch zwischen Mann und Mann oder Frau und Frau bestehen. Altersunterschiede spielen keine Rolle, jedoch bleibt nach wie vor das Bild, dass die Platonische Liebe auf einer hohen geistigen Ebene stattfindet, also einen bestimmten Bildungsrang oder zumindest eine sehr starke emotionale Reife der Beteiligten voraussetzt. Da die Platonische Liebe in keinster Weise erotisch motiviert ist, ist sie keine Gefahr für eine bereits bestehende Partnerschaft.
Platon definiert, dass diese Liebe nur "unter Gleichen möglich" sei. Damit möchte er sagen, dass die Beteiligten in ihrem Seelenleben gleich entwickelt sind. Die Aussage wird jedoch oft dahingehend missverstanden, dass eine Platonische Liebe vor allem unter gleichgeschlechtlichen Partnern entsteht, und deshalb mit Homosexualität einhergeht. Dies ist jedoch völlig falsch. Dagegen ist eine Platonische Liebe natürlich auch unter homosexuellen Partnern möglich.
Platon propagiert die Platonische Liebe als eine höhere, vollendetere Stufe der Liebe, die das körperliche Begehren bereits überwunden hat. Sie strebt nach einer Lebenseinstellung, nach Wissenschaft und schönen Gedanken. Als vollkommenste Form der Liebe verehrt sie Ideale wie Schönheit, Wahrheit und Göttlichkeit, die sie zu erreichen sucht. Das Modell der Platonischen Liebe geht davon aus, dass Sexualität diese geforderte emotionale und geistige Entwicklung hemmt, und daher als Störfaktor betrachtet und ausgeschaltet wird.
In der heutigen Zeit spricht man von einer Platonischen Liebe jedoch vielmehr dann, wenn sich die Beteiligten eng verbunden sind, ohne ein sexuelles Verhältnis zu haben.
Ich fühle platonische Liebe zu jemandem... Sex könnte ich mit demjenigen vielleicht haben, bin mir aber nicht so sicher... Es ist eher eine ge...
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