Die Hochzeit soll der schönste Tag im Leben werden. Jede Frau möchte sich hier als Königin für einen Tag fühlen, inklusive Traumkleid, Kutsche und Schlosskulisse. Nicht immer aber lässt sich dieser Traum erfüllen, denn eine solche Hochzeit kostet sehr viel Geld. Umgekehrt bedeutet ein kleines Budget nicht, dass die Hochzeitsfeier weniger traumhaft ausfallen (oder gar komplett ausfallen) muss – man benötigt lediglich ein bisschen mehr Kreativität und Einfallsreichtum, dann stellt die Ebbe im Portemonnaie kein Hindernis für die alternative Traumhochzeit dar.
Denkbar ist beispielsweise die Trennung der Termine der standesamtlichen und kirchlichen Hochzeit, das heißt, man feiert erst standesamtlich und gibt im Anschluss einen Empfang, wobei man die kirchliche Hochzeit mit großem Fest und langem Kleid beispielsweise am ersten Hochzeitstag oder einem anderen Termin nachholt, zu dem absehbar ist, dass sich die finanziellen Verhältnisse gebessert haben. So beispielsweise bringt allein schon der Wechsel der Steuerklassen nach der standesamtlichen Hochzeit zumeist etwas Erleichterung für das Budget.
Die Trennung zwischen standesamtlicher und kirchlicher Hochzeit kann man traditionell eingestellten Familien gegenüber, denen man das Budgetproblem verschweigen möchte, als eine besonders romantische Idee präsentieren: Man möchte mit dem großen Fest den vor einem oder zwei Jahren getätigten Schwur nochmals bekräftigen.
Besteht allerdings keine Aussicht auf eine langfristige Verbesserung der Haushaltskasse, ist beispielsweise eine Polterhochzeit eine super Alternative – sofern man sie den Gästen nicht als Notlösung, sondern als besonders avantgardistisch verkauft. Schließlich gilt die Polterhochzeit als eine besonders ungezwungene Art der Feier, denn hier wird der Brauch des Polterabends mit der klassischen Hochzeitsfeier kombiniert.
Da eine Polterhochzeit zumeist nicht in einem Lokal veranstaltet wird, spart man sich schon einmal die Saalmiete. Ein ideales Gelände ist der große Garten eines Verwandten oder Freundes, der mit einem oder zwei Pavillons vom Zeltverleiher im Handumdrehen in eine Hochzeitskulisse verwandelt wird.
Es ist aber auch möglich, auf offenem Feld und Flur zu feiern und es als Land- bzw. Bauernhochzeit zu deklarieren. Hier versteht sich von selbst, dass es keine teure Menüfolge und Servicepersonal gibt - die Idee ist eher ein offenes Buffet, an dem sich jeder bedienen kann, oder auch ein großes Picknick. Getränke lassen sich im Großmarkt günstig besorgen.
Schön ist es, wenn man ein Lagerfeuer entzünden kann, denn eine Polterhochzeit zieht sich nicht selten bis in die frühen Morgenstunden. Ideal wären auch Live-Musiker mit ländlichem Flair, beispielsweise eine kleine Klezmerkapelle oder ähnliches. Mieten muss man dann lediglich noch einen Reisebus (oder zwei), damit alle Gäste wieder wohlbehalten nach Hause kommen. Schon in der Einladung sollte explizit darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine ungezwungene Polterhochzeit handelt, auf der die Gäste in Jeans besser aufgehoben sind als im feinen Anzug.
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Für den schönsten Tag im Leben: Von der festlichen Einladung bis zur Tischkarte ist alles schnell und einfach ge...
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