5. November 2009
Wie nah liegen Freundschaft und Liebe beieinander? Kann man Freundschaft und Liebe überhaupt so eindeutig trennen? Was haben sie gemeinsam, und was unterscheidet sie? Was ist, wenn aus Freundschaft auf einmal Liebe wird, oder aus Liebe Freundschaft? Fragen über Fragen. Einige Antworten und Gedankenansätze haben wir für Sie zusammen getragen.
Das Wesen von Freundschaft und Liebe ähnelt sich. Es ist geprägt von Zuneigung, Herzenswärme, Fürsorge und der gegenseitigen Verantwortung füreinander. Denn so, wie liebende Partner sich füreinander verantwortlich fühlen, so sollten auch gute Freunde füreinander eintreten. Egal ob Freundschaft oder Liebe, das Wohl des anderen steht im Vordergrund. Geht es ihm (oder ihr) nicht gut, dann sollte man sich um ihn kümmern. Auch wenn man dabei vielleicht kurzfristig auf eine eigene geplante Unternehmung oder Ähnliches verzichtet.
Viele Freundschaften und Bekanntschaften sind oberflächlich. Dies ist nicht weiter verwerflich, denn die Kapazität eines jeden Menschen für tiefe und anspruchsvolle Freundschaften ist begrenzt. Wichtig ist dabei nur, dass beide Freunde die Wichtigkeit Ihrer Verbindung als gleich hoch einschätzen. In einer sehr guten Freundschaft können sich über die Jahre hinweg deshalb wirklich tiefe Gefühle von ehrlicher Zuneigung entwickeln. Je näher man sich ist, desto wichtiger wird der Freund auch für das eigene Leben. So entstehen Gefühle, die zwar nicht erotisch motiviert sind, ansonsten denen der Liebe zu einem Partner aber stark ähneln. Bleiben dabei gewisse Grenzen der Selbstbestimmung gewahrt, ist dies durchaus in Ordnung.
Schwierig wird es nur dann, wenn aus Freundschaft tatsächlich Liebe wird. Am häufigsten geschieht dies natürlich zwischen Freunden unterschiedlichen Geschlechts. Meist kommt diese Entwicklung jedoch nicht aus heiterem Himmel. Ihre Anzeichen waren meist vorher schon deutlich. Sehr häufig bestanden auch nur Hindernisse für eine Liebe, zum Beispiel in Form einer bestehenden Partnerschaft. Seltener dagegen kommt es vor, dass aus einer gleichgeschlechtlichen Freundschaft Liebe wird. Dieses Phänomen ist vor allem bei Frauen zu beobachten, die zuvor kein Interesse an gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zeigten. Männerfreundschaften sind meist weniger emotional gesteuert und daher weniger für verliebte Gefühle anfällig.
Haben Sie schon einmal von einer Seelenverwandtschaft gehört? Auch die Seelenverwandtschaft spielt bei Freundschaften eine wichtige Rolle. Sie sorgt dafür, dass man sich ohne viele Worte versteht. Durch sie entsteht ein enges Band, das die Freunde miteinander verbindet. Diese Gefühle sind fast so stark wie die der Liebe.
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