18. März 2010
Der Beruf des Schriftstellers hat für viele Menschen eine besondere Anziehungskraft. Zu den unumstrittenen Vorteilen dieses Berufes zählen die Möglichkeit, sich selbst verwirklichen zu können, frei planbare Arbeitszeiten sowie ein gewisser Bekanntheitsgrad. Die Schriftsteller, die mit ihrem Hobby aber wirklich ihren Lebensunterhalt bestreiten können, sind die Ausnahme.
Ob und für wen es sich heutzutage lohnt, Schriftsteller zu werden, ist zunächst einmal abhängig von den Vorstellungen und Zielen, die man sich setzt. Für den Hobbyautoren, der sich etwas Geld nebenbei verdienen möchte, kann sich die schriftstellerische Arbeit mehr lohnen als für denjenigen, der das Ziel verfolgt, hauptberuflich als Schriftsteller zu arbeiten. Denn nur die wenigsten finden einen festen Verlag, der die eigenen Werke druckt und veröffentlicht.
Für Schriftsteller, die nebenberuflich hin und wieder einen Artikel oder sogar ein Buch veröffentlichen, lohnt sich die Arbeit als Autor nicht nur in finanzieller, sondern auch in vielerlei anderer Hinsicht. Mit dem Schreiben von eigenen literarischen Werken schult man seine sprachlichen Fähigkeiten und bildet sich. Die Möglichkeit, seine Fantasie einsetzen zu können und sich in andere Welten zu denken, kann zur Entspannung beitragen und eine Abwechselung im stressigen Alltag sein. Wer als Hobbyschreiber anfängt und zunächst kleine Beiträge veröffentlicht, hat zudem eine größere Chance, als Schriftsteller für Verlage interessant zu werden und irgendwann sein Hobby zum Beruf zu machen.
Hat man erst einmal einen festen Verlag gefunden und besitzt man den nötigen Ehrgeiz und Fleiß, lohnt sich auch die hauptberufliche Arbeit als Schriftsteller. Als ein bei den Lesern anerkannter und beliebter Autor lässt sich als Schriftsteller auch heutzutage noch viel Geld verdienen. Dabei ist der Lohn meistens abhängig von der Anzahl der verkauften Bücher. Zudem können öffentliche Vorlesungen oder der Gewinn von Literaturpreisen den Verdienst steigern. Beste Chancen auf eine Karriere als Schriftsteller hat man dann, wenn viele Leser Interesse an den eigenen Werken finden. Dies kann man z.B. erreichen, indem man zeitgenössische Themen aufgreift und die Leser mit dem ersten Buch zum Kauf der nachfolgenden anregt.
Schlussfolgernd ist angehenden Schriftstellern also anzuraten, sich keine falschen Vorstellungen und Hoffnungen zu machen und nebenbei einem weiteren Verdienst nachzugehen. Man sollte sich zudem bewusst machen, dass es nicht mehr nur auf die Qualität des Schreibens alleine ankommt, um ein Buch zu einem Bestseller zu machen. Viele Prominente aus anderen Bereichen haben aufgrund ihres Bekanntheitsgrades oft größere Chancen bei Verlagen als talentierte und ambitionierte Jungautoren.
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