Die gesundheitlichen Auswirkungen von Videospielen - Vor- und Nachteile im Überblick

Mädchen liegt auf dem Bauch und hält Controller in den Händen, spielt Konsole

Bewegungsmangel und Schlafstörungen vs Konzentrationsvermögen und Reaktionsschnelligkeit - In Maßen sind Videospiele wie Fitnessspiele nicht so schädlich, wie häufig angenommen

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  • von Paradisi-Redaktion

Viele Konsolenspieler verbringen täglich zahlreiche Stunden ihrer Freizeit an diesem Gerät. Dabei sehen vor allem Eltern spielender Kinder diese Gewohnheit kritisch und befürchten, dass sich das Spielverhalten negativ auf die Gesundheit niederschlagen könnte. Doch inwiefern können sich Videospiele eigentlich auf unsere Gesundheit auswirken und sind diese möglichen Folgen dann tatsächlich so negativ, wie es viele Kritiker befürchten? Informieren Sie sich hier.

Zunächst einmal dürfte es viele Menschen überraschen, dass der Konsum von Videospielen sowohl negative als auch positive Auswirkungen in nennenswertem Maße auf die Gesundheit haben kann.

Negative Auswirkungen

Wendet man sich zunächst einmal den negativen Auswirkungen zu, dann lässt sich feststellen, dass weniger das Spielen selbst, als vielmehr die Folgen gefährlich für die Gesundheit sind. So ersetzt das Spielen an Konsolen häufig andere Freizeitaktivitäten, welche eine körperliche Beanspruchung zur Folge hätten.

Im Falle von Videospielen handelt es sich hingegen um eine zumeist bewegungsarme Angelegenheit, was das Risiko von Übergewicht mit entsprechenden Folgen steigert. Darüber hinaus schränkt der regelmäßige Konsum solcher Spiele die motorische Entwicklung bei Kindern ein, da lediglich die Handkoordination, nicht aber die Bewegung des gesamten Körpers trainiert wird.

Zu den weiteren körperlichen Auswirkungen, die bei häufigem Spielen auf lange Sicht auftreten können, zählen je nach Art des Spiels

Des Weiteren konnten Studien der Uni Stockholm nachweisen, dass sich der Konsum aufregender Videospiele negativ auf das Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems niederschlägt, was beispielsweise zu Herzrhythmus- oder Schlafstörungen führen kann. Die Nutzung von Spielkonsolen kann somit vor allem dann negative Folgen für die Gesundheit haben, sobald viel Zeit mit den Videospielen verbracht wird und es sich bei diesen um actionlastige Werke handelt.

Zu den kurzfristigen Auswirkungen von Videospielen zählt die Erregung: Beim Spielen kommt es zur Ausschüttung des männlichen Sexualhormons Testosteron sowie des Stresshormons Noradrenalin, was zu einer Erhöhung der Pulsfrequenz führt. Von diesen Auswirkungen sind besonders diejenigen betroffen, bei denen bereits eine aggressive Neigung besteht - dass Videospiele, wie häufig angenommen, aggrssiv machen, ist nicht richtig, allerdings bevorzugen Menschen mit dieser Neigung eher gewalthaltige Spiele.

Zu den längeren Auswirkungen von gewalthaltigen Spielen zählt dementsprechend die zunehmende Toleranz von Gewalt. Werden die Spiele vor dem Schlafengehen gespielt, festigt man die gespielten Szenen, das Training der Gewalt, im Schlaf.

Letztlich kann es durch einen übermäßiges Spielverhalten auch zu sozialen Folgen kommen. Betroffene setzen die fiktive Welt an erste Stelle; reale Kontakte zu Familienmitgliedern und Freunden werden seltener. Schlimmstenfalls kann es zu einer Isolation kommen, die mitunter auch Depressionen mit sich bringt.

Aggressive Videospiele machen misstrauisch und gewaltbereit

Nerd in Unterwäsche sitzt nachts in seinem Chaos-Zimmer und spielt Videospiele
Gamer nerd playing video games on television © stokkete - www.fotolia.de

Einen weiteren Beleg, dass Videospiele mit brutalen Inhalten die Spieler negativ beeinflussen, liefert eine Studie der Purdue-Universität, USA.

Wie das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau berichtet, spielte für die Untersuchung eine Probanden-Gruppe mit einer gewaltfreien und eine zweite Gruppe mit einer brutalen Version eines Videospiels. Bei der anschließenden Befragung waren diejenigen, welche die aggressive Variante gespielt hatten, deutlich häufiger bereit, ihre Mitspieler auszubeuten und neutrale Situationen als bedrohlich zu interpretieren.

Zu viel Zeit vor der Konsole führt zu Karies

Mann in blauem Shirt spielt ein Strategiespiel auf einer Konsole
Man playing a computer games © Iryna Tiumentseva - www.fotolia.de

Immer mehr Kinder verbringen ihre Freizeit vor dem Computer oder dem Fernseher. Videospiele sind eines ihrer beliebtesten Hobbys. Dass das schädlich für ihre Zähne sein kann, hat jetzt eine neue Studie herausgefunden.

Denn das Zocken bringt schlechte Angewohnheiten mit sich. So essen Kinder, die länger vor dem PC sitzen, mehr Süßigkeiten als diejenigen, die ihre Freizeit zum Beispiel draußen verbringen. Obst und Gemüse wird als Snack nicht gern gesehen und so leiden viele Kinder zwischen 12 und 16 Jahren an Karies.

"Killerspiele" wirken laut Studie nicht abstumpfend

Hand mit grauem Controller einer Spielkonsole vor dem Fernseher
Hand mit Controller © jehuty18 - www.fotolia.de

Das Fachmagazin "Applied Cognitive Psychology" berichtet von einem Test, der in den USA an 122 Studenten durchgeführt wurde und beweisen soll, dass gewalttätige Videospiele nicht abstumpfend wirken müssen.

45 der teilnehmenden Studenten gaben an, in den sechs Monaten vor dem Test solche Spiele gespielt zu haben. Die anderen 77 hatten keinen Kontakt zu solchen Freizeitvergnügungen. Allen Teilnehmern wurden 150 Bilder gezeigt, die Gewalt und Ekel darstellen sollten. Nach einer Stunde mussten die Teilnehmer die grausamen Bilder inmitten anderer neuer Bilder wiedererkennen. Es zeigte sich, dass die Gamer und die Nichtgamer die 150 gezeigten Bilder gleich gut wieder erkannten.

Die Forscher gehen also davon aus, dass Videospiele nicht gefühlskälter machen, geben aber im Fachartikel zu, dass hier noch viele weitere Studien nötig sind.

Ballerspiele stumpfen ab

Eine Studie von Wissenschaftlern der Uni Bonn hat ergeben, dass Ego-Shooter-Spiele emotional abstumpfen

Dunkelhäutiger Mann beim Videospielen mit Spielkonsole und VR-Brille
Concept of technology,gaming,entertainment and people.African man playing virtual reality glasses video game while relaxing in living room at home.Selective focus on VR headset.Blurred background. © kantver - www.fotolia.de

Ballerspiele machen nicht aggressiver, stumpfen aber ab. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Bonn. Die Forscher stellten fest, dass bei intensiven Spielern im Unterschied zu Nichtspielern abweichende Gehirnaktivitätsmuster auftreten.

"Ego-Shooter-Spiele" stehen immer wieder in der Kritik, gerade nach Gewaltverbrechen junger Leute. Bei diesen Computerspielen übernehmen Spieler die Rolle eines Schützen, der in einer kriegsähnlichen Situation mit verschiedenen Waffen virtuelle Gegner bekämpft und tötet.

Videospieler reagieren weniger stark auf Bilder von realen Opfern

Die Testpersonen an der Uni Bonn bekamen Fotos zu sehen, wie sie auch in den Gewaltspielen auftauchen, aber auch Bilder von echten Unfall- und Katastrophenopfern. Dabei zeigte sich ein gravierender Unterschied zwischen Spielern und Nichtspielern. Die "Ego-Shooter", die rund 15 Stunden in der Woche spielen, reagierten weniger stark auf das reale, negative Bildmaterial.

Das liege daran, dass sie solche Anblicke durch ihre täglichen Computeraktivitäten gewöhnt seien, erklärte Dr. Christian Montag vom Institut für Psychologie der Universität Bonn. Mit anderen Worten, so Dr. Montag, sie waren abgestumpfter als die Nichtspieler. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass es nicht nur während des Computerspielens zur Abstumpfung in den Gefühlen kommt. Schließlich hätten die "Ego-Shooter" auch bei realem Bildmaterial eine abgeschwächte Reaktion gezeigt.

Noch weitere Studien notwendig

Die Studienergebnisse, so Dr. Montag, lieferten Anhaltspunkte, dass die extensive Nutzung von Ego-Shootern nicht unproblematisch sei. Aber, schränkt der Psychologe ein, es seien noch weitere Studien notwendig, um größere Gewissheit über den Zusammenhang zwischen Gewaltspielen, Hirnaktivität und tatsächlichem Verhalten zu bekommen.

Aggresives Fahrverhalten durch Computerspiele

Wütender Mann am Steuer seines Autos schreit
Angry driver © Minerva Studio - www.fotolia.de

An der Spielkonsole ein Raser, auf der Straße auch mit Bleifuß unterwegs. Dies ist das Fazit einer Studie des Reifenherstellers Continental mit 2.000 Autofahrern im Alter von 17 bis 39 Jahren. Die Testpersonen mussten Auskunft über ihr Fahrverhalten geben.

Die Gruppe der Probanden bestand je zur Hälfte aus Spielern und Nicht-Spielern von rasanten Racing-Games. Resultat der Umfrage: Wer am Computer gerne Rennen fährt, neigt auch auf öffentlichen Straßen zu einem riskanteren Verhalten. Rennspiel-Konsumenten haben zudem häufiger Ärger mit der Polizei und den Versicherungen. Aber, und das ist die gute Nachricht, sie brauchen weniger Anläufe, um ihren Führerschein zu bekommen.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die aggressivere Fahrweise daher rühre, dass diese im Spiel keine unangenehmen Folgen habe. Auch würden Spieler ihre fahrerischen Qualitäten deutlich zu hoch einschätzen.

Positive Auswirkungen

Neben all diesen möglichen negativen Konsequenzen können sich Videospiele jedoch auch positiv auf die Gesundheit auswirken. So ist aus gesundheitlicher Sicht einerseits der jetzige Trend zu befürworten, dank welchem das Spielen im Sitzen durch vollen Körpereinsatz abgelöst wird. Dabei ist es egal, ob man sich an einem Wii oder Xbox Kinect Sportspiel versucht.

Dank dieser innovativen und modernen Steuerung kann die

  • Koordination
  • Ausdauer
  • Kraft und
  • manchmal sogar Beweglichkeit

des Spielers geschult werden. Des Weiteren konnten Studien nachweisen, dass diese Form der Freizeitaktivität Sehschwächen beseitigen oder zumindest reduzieren kann. Die Versuche bezogen sich dabei auf das Krankheitsbild der Ambylopie, welche mit der Hilfe von Videospielen abgeschwächt werden konnte.

Manche Spiele fördern das soziale Miteinander. So kommt es gerade bei Onlinespielen darauf an, mit den anderen Spielen zu kommunzieren und zusammen zu arbeiten. Letztlich ist es noch erwähnenswert, dass Videospiele das Konzentrationsvermögen steigern und das räumliche Sehen verbessern können.

Forscher: Videospiele bringen auch Vorteile mit sich

Junges Paar spielt mit der Spielkonsole
domestic life © diego cervo - www.fotolia.de

Die so häufig verpönten PC-Spiele bringen laut Experten nicht immer nur Nachteile mit sich. So würden die Spiele nicht nur die Fingerfertigkeit verbessern, sondern auch die Gewaltbereitschaft der Spieler reduzieren. Zugleich erhöhe sich die Hilfsbereitschaft, was jedoch nicht für die Spieler von so genannten "Killerspielen" gilt.

Darüber hinaus haben Wissenschaftler der Fordham-Universität anhand einer Studie herausgefunden, dass beim Erlernen neuer Spiele die Leistungsfähigkeit des Gehirns zunimmt.

Videospiele unter ärztlicher Aufsicht für ältere Menschen und Kranke

Einsicht in den Flur eines Altenheims oder Pflegeheims mit Senioren
im Pflegeheim © Peter Atkins - www.fotolia.de

Meistens sitzen Kinder und Jugendliche am Spiele-Computer, wobei sie ihre Finger rasend schnell bewegen können. Jetzt sollen auch ältere Menschen und Kranke die kleinen Steuerknüppel bewegen, aber unter Aufsicht von Therapeuten und Ärzten.

In Amerika wird diese Behandlungsmethode schon seit längerer Zeit bei Patienten, die einen Schlaganfall oder Unfall erlitten hatten, oder auch bei Kriegsverletzten eingesetzt. Gudrun Mehring, eine Logotherapeutin, geht mit ihren Patienten in München zum "Kegeln" an den Spiele-Computer.

Durch Videogames verbesserte Bewegungsfähigkeit bei Parkinson-Patienten

Blonde Frau in rosa Jacke beugt sich zu einer Seniorin in rotem Pullover runter
encadrement médical © gilles lougassi - www.fotolia.de

Konsolenspiele unterliegen immer wieder den Anfechtungen von Kritikern, so etwa durch die Aussagen, dass ein langes Spielen von Videogames der Gesundheit schaden kann, da man sich zu wenig bewegt.

Doch wie nun Wissenschaftler der Universität Ottawa und des Medical College in Georgia aufzeigen konnten, bergen Videospiele wie Nintendo Wii Fit und Wii Sports besonders für Parkinson-Patienten ein gesundes Potenzial. Die Ärzte ließen über einen Zeitraum von sechs Wochen Parkinson-Betroffene mit diesen beiden Spielen jeweils 30 bzw. 15 Minuten "trainieren" und konnten nicht nur eine verbesserte Bewegungsfähigkeit, sondern auch eine Verlangsamung der Erkrankung feststellen.

Als Grund dieser positiven Auswirkungen durch das Spielen, sehen die Forscher die Ausschüttung des Botenstoffes Dopamin, dass besonders bei solchen Aktivitäten verstärkt produziert wird.

Flott im Kopf dank Spielkonsole

Senior in weißem Shirt hat Augen geschlossen und fasst sich an die Schläfen, drei Kreise schwirren um den Kopf
Headshot senior man with vertigo suffering from dizziness © pathdoc - www.fotolia.de

Eine Studie will nun endlich belegen, was schon länger in der Debatte steht:

Aktive Spielekonsolen wie die Nintendo Wii steigern und schulen die körperlichen und geistigen Fähigkeiten.

Gemeinsam mit der Uni-Klinik Erlangen und der Diakonie konnte die Studie ausgeführt werden. Dazu wurden an drei Altersheime für drei Monate die Spielekonsole mit den Spielen Tennis, Dart oder Bowling zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis war verblüffend.

Dadurch konnte das Gedächtnis verbessert werden, aber auch die Wahrnehmung. Sogar Rollstuhlfahrer können damit spielen, weil sie dazu nur die Arme brauchen. Die Wii könnte dadurch als Freizeitunterhaltung für Senioren in Altersheimen attraktiv werden.

"Videospiel-Diät" - Durch Spiel & Spaß motiviert abnehmen

14-Jähriger macht aus der Diät sein eigenes Videospiel mit Gegner und Punktekonto

Spielekonsolen
jeux video © KiWiE - www.fotolia.de

Nachdem Taylor LeBaron mit 14 Jahren die 140-Kilo-Grenze gesprengt hatte, entschied er, sein Leben fortan gesünder zu gestalten und nahm in den kommenden drei Jahren ganze 70 Kilogramm Gewicht mit einer neuen Vorgehensweise ab. Inspiriert durch seine Videospiele, beschloss er, die darin enthaltenen Konzepte für eine neue Diät-Strategie zu zweckentfremden.

Fettiges Essen wurde zum Gegner

Nach dem Prinzip "Gut gegen Böse" wurde fettiges Essen zum erklärten Gegner, den es zu vermeiden galt. Kalorien waren die Währung, für einen Keks musste es beispielsweise 200 Punkte zahlen. Sein Punktekonto konnte er durch sportliche Betätigung auffüllen, und somit Punkte erarbeiten, um zukünftige Leckerein zu kaufen.

Durch den Spielfaktor entwickelte sich für ihn eine enorme Motivation, die schließlich zu der großen Gewichtabnahme führte. Ein Spiel-Spaß-Aspekt, der in normalen Diäten bisher nicht berücksichtigt wurde.

Der heute 17-Jährige ist mittlerweile Autor seinen eigenen Buches "Cutting Myself in Half: 150 Pounds Lost One Byte at a Time" und erzählt in Interviews Interessierten von seinem erfolgreichen Abnehm-Konzept.

Videospiele machen auch Senioren Spaß und mindern altersbedingte Gedächtnisschwächen

Physiotherapeutin macht eine Beinübung mit einer Seniorin auf gelber Gymnastikmatte
seniorin bekommt hilfestellung bei der gymnastikübung © Picture-Factory - www.fotolia.de

Die heutige Jugend ist die Generation der Videospiele. Während sich früher die Jugendlichen die Zeit mit Brettspielen vertrieben haben, sitzt die gegenwärtige Jugend vorzugsweise vor dem Computer oder der Spielekonsole. Die Zeiten ändern sich, die Technik ist auf dem Vormarsch und vielleicht sollte sich auch die ältere Generation am Zeitgeschehen orientieren und sich ebenfalls den Interessen der Jugendlichen annehmen, zumindest in dem Bereich der Konsolenspiele.

Wie amerikanische Forscher jetzt in einer Studie feststellten, verbessert sich auch die Laune der Senioren nach einem Videospiel. Jedenfalls gab jeder dritte Studienteilnehmer an, dass er nach etwa 35 Minuten spielen mit einer Spielekonsole in einer besseren Stimmungslage war als zuvor. Auch die Gedächtnisleistung der 63 bis 94 Jahre alten Probanden stieg an und altersbedingte Probleme wie Vergesslichkeit ließen nach.

Videospiele fördern kognitive Fähigkeiten

Junges Paar sitzt im Schlafanzug auf einem Sitzsack und spielt ein Videospiel
Young Couple In Pajamas Playing Video Game Together © Monkey Business - www.fotolia.de

Obwohl Videospiele gerade von Eltern gerne verteufelt werden, kommt eine aktuelle Studie von Forschern der Universität von Genf zu einem anderen Ergebnis. Anscheinend haben diese Spiele bezüglich der Entwicklung mentaler Fähigkeiten durchaus einen positiven Einfluss.

Das Gehirn der Gamer ist laut den den Hirnforschern wesentlich effektiver, die Fähigkeit zum Multitasking besser ausgeprägt und die Aufmerksamkeit stark erhöht. Gerade die schnellen Actionspiele wie beispielsweise "Call of Duty" sind für das Gehirn besonders gut, da hier vom Spieler sehr schnelle Reaktionen gefragt sind.

Die Studie räumt zudem mit dem Vorurteil auf, dass nur Kinder Videospiele spielen würden, da das Durchschnittsalter der regelmäßigen Gamer derzeit nämlich bei 33 Jahren liegt. Ein weiterer Vorteil beim Zocken ist das bessere Sehvermögen, da Grautöne von Videospielern besser voneinander unterschieden werden können, was beispielsweise beim Autofahren im Nebel durchaus vorteilhaft ist.

Videospiele helfen gegen Depressionen bei älteren Menschen

Traurige Seniorin, den Kopf ans Handgelenk gestützt
Sad aged woman © aletia2011 - www.fotolia.de

Amerikanische Forscher haben die Auswirkungen von Videospielen auf das Wohlbefinden bei älteren Menschen untersucht. Dabei stellten sie fest, dass dadurch die älteren Menschen weniger an Depressionen leiden.

Bei einer Studie, an der 140 ältere Menschen, ab 63 Jahre, teilnahmen, wurde dies nach ihrem Konsum von Videospielen befragt. So spielen etwa 35 Prozent wenigstens einmal pro Woche, 61 Prozent gaben an, sich gelegentlich vor die Konsole zu setzen. Als Ergebnis konnten die Forscher feststellen, dass sich die Videospiele positiv auf das Wohlbefinden auswirken und diese Personengruppe auch weniger an Depressionen litten, als diejenigen, die überhaupt nicht spielten.

In weiteren Studien will man noch erforschen, ob sich die Videospiele auch auf die geistige Fitness bei älteren Menschen auswirken.

Videospiele können durch interaktive Exergames die Gesundheit fördern

Zwei Freundinnen mit Controllern spielen Videospiel
videospiele spielen © Kaarsten - www.fotolia.de

Dass Videospiele nicht automatisch schlecht für die Gesundheit und den Körper sind, hat nun eine Untersuchung einer Forschergruppe der University of Western Australia ergeben. Neben herkömmlichen Videospielen gibt es nämlich auch noch sogenannte interaktive Exergames, welche dem Körper des Gamers so einiges abverlangen können und sich dadurch positiv auf die Gesundheit auswirken können.

So haben diese etwa einen positiven Effekt auf das Gefäßsystem und auch eine Erhöhung des Energieumsatzes ist möglich, wodurch man einem Bewegungsmangel sehr gut entgegenwirken kann. Dies ist schon alleine unter dem Aspekt sehr förderlich, da rund 40 Prozent aller Jungen und etwa ein Viertel aller Mädchen im Grundschulalter kaum körperlichen Aktivitäten nachgehen.

Die Forscher untersuchten während der Ausübung verschiedener bewegungsintensiver Videospiele die Atmung, den Energieumsatz und den Herzschlag der Probanden, um so die Auswirkungen auf die Endothelfunktion festzustellen.

Wie hierbei festgestellt werden konnte, stieg der Energieverbrauch des Körpers bei bewegungsintensivem Exergaming ebenso an, wie dies auch bei einem herkömmlichen Training der Fall ist.

Mit ihrer Studie haben die Forscher also nachgewiesen, dass bewegungsintensive Videospiele durchaus eine sehr gute Möglichkeit der körperlichen Aktivität darstellen, mit der man langfristig seiner Gesundheit etwas Gutes tun kann.

Spielen am Computer wird auch in der Therapie eingesetzt

Mann in blauem Shirt spielt ein Strategiespiel auf einer Konsole
Man playing a computer games © Iryna Tiumentseva - www.fotolia.de

Computerspiele sollen therapieren. In den USA sind Serious Games derzeit auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland werden solche Spiele immer gefragter.

Ein Spiel namens Lumosity bringt Gehirnzellen wieder auf Trab. Serious Games sind Spiele die nicht nur der Unterhaltung dienen. Es gibt sie auch als App. Bereits um die 41 Millionen Menschen spielen diese Spiele täglich.

Jeder weiß, dass Spiele das Gehirn beeinflussen können. Bei Serious Games gibt es eine Menge interessanter Spiele. Strategien, Problemlösungen etc. Selbst an Schulen und Großkonzernen werden solche Spiele bereits eingesetzt. In einem Krankenhaus werden Brandpatienten während der Behandlung gebeten zu spielen. Es müssen nicht so viele Medikamente verabreicht werden, da die Konzentration auf das Spiel sehr hoch ist.

Immer mehr solcher Spiele entstehen derzeit. Mit einem Crowdsourcingspiel konnte jetzt sogar ein Affenvirus entschlüsselt werden, Wissenschaftler waren vorher 15 Jahre mit der Entschlüsselung beschäftigt.

Computerspiele wirken bei einer Altersdepression genauso gut wie Medikamente

Eine Altersdepression zu erkennen, ist für einen Arzt in vielen Fällen nicht einfach. Häufig gehen Betroffene nicht wegen ihrer Depression zum Arzt, sondern wegen Symptomen, wie etwa Kopf- und Gliederschmerzen, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit. Selbst wenn die Krankheit erkannt wird, ist sie nicht einfach zu behandeln, denn Medikamente helfen häufig nicht.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten von Altersdepression

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat nach Alternativen zu Antidepressiva geforscht und dabei eine interessante Entdeckung gemacht. Eine Gruppe von 60- bis 89-Jährigen, denen Medikamente nicht halfen, verbesserten ihren Gesundheitszustand durch Computerspiele.

Die Software war speziell entwickelt worden, um die geistige Fitness zu verbessern. Verlorene Lern- und Gedächtnisfunktionen ließen sich so wiederbeleben. Dies wiederum kann Depressionen abmildern.

Computerspiel-Therapie wirkte schneller als Therapie mit Antidepressivum

Eine vergleichende Studie mit Patienten, die das Antidepressivum Escitalopram erhielten, ergab keinerlei Unterschiede beim Gesundheitszustand der Betroffenen. Allerdings wirkte die Computerspiel-Therapie schneller - in nur vier Wochen statt zwölf. Bei mehr als zwei Drittel der Patienten zeigte sich sogar eine vollständige Rückbildung ihrer Depression.

Computerspiele sind gut fürs Gehirn: Reflexe werden geschult

Regelmäßiges Spielen an Konsole und Computer soll laut Hertie-Institut die Reaktionsfähigkeit verbessern

Junges Paar spielt mit der Spielkonsole
domestic life © diego cervo - www.fotolia.de

Wenn der Nachwuchs stundenlang scheinbar regungslos vor dem Bildschirm hockt und in ein Computerspiel vertieft ist, fürchten so manche kulturpessimistische Eltern, dass ihr Gehirn großen Schaden erleidet. Sie würden es lieber sehen, dass die Teenager draußen Ball spielten wie früher.

Neue Studie zum Gamen

Das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung kommt den Computerspielen nun zur Hilfe: Forscher stellten in einer neuer Studie fest, dass regelmäßiges Spielen an Konsole und Computer die Reflexe stark verbessern.

Die Neurowissenschaftler beobachteten in einem Experiment zwei Gruppen, von denen eine regelmäßig Computerspiele spielte und die andere nicht. Die Probanden sahen auf Bildschirmen Punkte kurz aufleuchten und mussten diesen mit dem Blick folgen.

Reaktionszeiten und Konzentrationsfähigkeit

Dabei führten die Punkte oft ruckartige Bewegungen durch. In einem weiteren Test sollten die Studienteilnehmer absichtlich in die entgegengesetzte Richtung schauen, wenn ein Punkt aufleuchtete.

Die Forscher konnten beobachten, dass die Gamer in beiden Tests besser abschnitten. Sie zeigten kürzere Reaktionszeiten und schnellere Augenbewegungen, die auf eine bessere Reaktionsbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit schließen ließen.

Dies soll natürlich kein Freibrief sein, täglich stundenlang vor der Konsole zu sitzen, doch schädlich ist das regelmäßige Spielen auf keinen Fall.

Videospiele haben Auswirkung auf das Sexualleben

Paar beim Sex auf dem Bett, er liebkost den Hals seiner blond-gelockten Partnerin
Sexual scene of young adult couple © gpointstudio - www.fotolia.de

Kürzlich wurde die Studie eines britischen Videospielverleihs veröffentlicht, welche die Auswirkung von PSP- und Nintendo-DS-Spielen auf das Sexualleben untersucht hat.

Die rund 200 Teilnehmerinnen hatten laut der Studie 4,3-mal Sex in der Woche. Die Teilnehmerinnen spielten alle. Lediglich 3,2-mal Sex pro Woche hatten im Gegensatz dazu diejenigen, die keine Computerspiele spielten. Viele gaben sogar zu, dass ihr Sexualleben regelmäßiger geworden ist, seitdem sie mit dem Spielen begonnen haben.

Was die Fitness angeht, so hat man in einer Studie herausgefunden, dass die die der Spieler nicht unbedingt sehr viel schlechter ausfallen muss...

Fitness von Gamern - Zwischen Elite-Pilot und Couch-Potato

Stundenlang sitzen sie vor flackernden Bildschirmen und steuern von ihren bequemen Sessel das virtuelle Ego durch Gefahrenwelten, in denen Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft das Überleben sichern. In der Realität stellt man Videospiele-Fans, die im Neu-Deutsch auch als "Gamer" bezeichnet werden, eher selten diese Eigenschaften nahe. Eine englische Studie zeigt jedoch nun, dass die virtuellen Helden auch im wirklichen Leben eine bemerkenswerte Leistungsfähigkeit vorzuweisen haben.

Der britische Forscher Dr. Dominic Micklewright analysierte die psychologischen und physiologischen Fähigkeiten von Profi-Gamern und verglich diese mit denen von Spitzenathleten.

Reaktionsschnell und psychisch belastbar

Die Ergebnisse seiner Untersuchung zeigten, dass die meisten Gamer bei den physiologischen Tests zwar nur mittelmäßige bis unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielen konnten, jedoch hinsichtlich Reaktionsschnelligkeit und psychischer Belastbarkeit mit Kampf-Piloten in einer Reihe stehen. Lediglich ein einziger jugendlicher Gamer hatte so schlechte Fitness-Werte, dass seine Lungenfunktion und Ausdauerwerte denen eines 60-jährigen Kettenrauchers entsprachen.

Videospielzeit begrenzen

Die Ergebnisse der Studie, die an der Universität in Essex durchgeführt wurde, bestätigen also nur bedingt das Vorurteil, dass Videospiele-Fans allgemein über keine gute Fitness verfügen. Dr. Micklewright rät dennoch dazu, die "Videospiele-Zeit" für Kinder auf ein gesundes Maß zu begrenzen, da statistische Erhebungen zeigen, dass die verbrachte Dauer vor einem Bildschirm, egal ob TV oder Computer, im direkten Zusammenhang mit kindlichem Übergewicht stehe.

Spiele-Konsolen, die, wie beispielsweise die Wii von Nintendo, auf Grund neuer Steuergeräte das Videospielen zu einem aktiven Erlebnis machen, könnten jedoch direkt zur Verbesserung der Fitness beitragen und Kinder wie Jugendliche zu sportlicher Betätigung animieren.

Bewegungsfördernde Videospiele machen schlank

Junger Mann und Frau haben Spaß beim Videospiel, haben beide Controller in den Händen
Amis s'amusant à un jeu video © auremar - www.fotolia.de

In einer Testreihe mit Kindern haben Forscher aus den USA herausgefunden, dass so genannte "interaktive Videospiele" dem Dickwerden von Kindern entgegenwirken können, da sie die Kinder zu mehr Bewegung auffordern.

Die Leiterin der Studie, Lorraine Lanninghan-Foster, erklärt, dass Kinder mehr Energie verbrauchen würden, wenn sie Spielen nachgehen, die Bewegung erfordern, als wenn sie etwas spielen, wofür sie nur vor einem Bildschirm sitzen müssten. Ob Kinder vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen, ist gleichgültig, da sie in beiden Fällen gleich wenig Energie verbrauchen.

Der Energieverbrauch würde sich schon verdreifachen, sobald einfache Tätigkeiten wie das Fangen eines Balles ausgeübt werden würden.

Videospiele ersetzen Sport nicht

Sportliche Frau mit Sonnenbrille, die Straße hoch joggend
Woman Running © Photoroller - www.fotolia.de

Ein gesünderer Lebensstil und mehr Fitness sollen die neuen interaktiven Videospiele ins Leben bringen. Aber entspricht das der Realität? An der Uni Münster wurden 40 Sportstudenten zwischen 21 und 29 Jahren getestet. Mit dem Ergebnis: Videospiele können richtigen Sport auf keinen Fall ersetzen und kommen normaler Bewegung am nächsten.

Für die Untersuchung wurden drei verschiedene Disziplinen überprüft: Tennis, Boxen und Vierkampf. Die Trainingseinheiten waren je 15 Minuten lang. Während der Einheiten wurden Herzfrequenz aufgezeichnet, danach der Laktatwert ermittelt. Dadurch kann man die Trainingsbelastung eruieren. Die Studierenden bezeichneten die Anstrengung beim Spielen als „gering“, maximal als „etwas anstrengend“.

Da die Sensoren der Konsolen allerdings so sensibel sind, konnte der Bewegungsaufwand aufs Minimalste reduziert werden, wodurch der angepriesene „Fitness-Effekt“ noch kleiner ausfiel.

Konsolensport kann richtiges Training nicht ersetzen

Junge, blonde Joggerin im Sportoutfit mit Wasserflasche macht Pause im Wald
Pretty young girl runner in the forest. © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de

Die Spieleindustrie bringt immer mehr Konsolenspiele auf den Markt, die dem Verbraucher intensives Sporttraining für Zuhause versprechen. Durch Sensoren auf Bodenmatten oder auf dem Bedienelement werden die Bewegungen des Spielers auf die Spielfigur übertragen. Wirklich viel Anstrengung ist dabei aber nicht nötig, da die Sensoren bereits auf kleinste Bewegungen reagieren.

Zwar sind diese Bewegungsspiele immerhin besser als Spiele, bei denen man lediglich auf dem Sofa sitzt, doch ein richtiges Sporttraining können sie nicht ersetzen, erklärt Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer vom Institut für Sportwissenschaften an der Universität Frankfurt.

Einen großen Nutzen beweisen solche Bewegungsspiele hingegen in Rehakliniken, wo sie schon länger bei der Therapie von unter anderem Parkinson, Multipler Sklerose und Schlaganfällen zum Einsatz kommen, um die Bewegungsfährigkeit und die Koordination der Patienten zu verbessern.

Wer es hingegen auf eine Gewichtsreduktion abgesehen hat, sollte lieber auf ein intensiveres Sportprogramm und eine gesunde Ernährung setzen, rät Banzer.

Die Wii ist übrigens die erste Spielekonsole, der eine positive Wirkung auf die Gesundheit bescheinigt wurde....

Wii als offizielles Fitnessgerät

Der US-amerikanische Gesundheitsverband "American Heart Association", eine Vereinigung, die sich mit der Behandlung und Prävention von Herzerkrankungen beschäftigt, hat die Spielekonsole Wii zu einem effektiven Trainingsgerät erklärt und arbeitet mit den Herstellern gemeinsam an der Entwicklung von Fitness-Software. Nintendo, der in Japan ansässige Hersteller der Wii, hat seit Jahren versucht, die Konsole auf den Fitness- und Wellnessmarkt zu positionieren und mit der offiziellen Unterstützung der AHA (American Heart Association) sein Ziel vor einiger Zeit erreicht.

Die Zusammenarbeit ist für den Endverbraucher in mehrfacher Hinsicht positiv. Zum einen kann die programmierte Fitness-Software mit Hilfe der wissenschaftlichen Kompetenzen der AHA entwickelt werden. Und zum anderen dürfte es auch stetig immer mehr Spiele geben, die die durch Technik zur Passivität gezwungene Kinder- und Jugendgeneration zu mehr Bewegung animiert.

Anregung zur sportlichen Aktivität

Man kann sich mit Sicherheit darüber streiten, ob die Wii ein passabler Ersatz für den Beitritt in einem Sportverein ist, da der mit seinen sozialen Strukturen neben der körperlichen Ausbildung auch noch andere Werte und Kompetenzen vermittelt. Dennoch muss man der technischen Entwicklung Tribut zollen und die unvermeidbare Eingliederung in den Alltag annehmen. Eine Spielekonsole, die zur körperlichen Aktivität anregt und motiviert, ist ohne Frage ein Fortschritt zu den Konsolen früherer Generationen, die zur hartnäckigen Passivität verführten.

Wii-Spiele ohne besonderen Fitness-Effekt

Die Spielekonsole Nintendo Wii wird von vielen Eltern gekauft, da sie der Meinung sind, dass sich ihre Kinder während des Spielens auch bewegen. Eine von Nintendo gestiftete Studie hat nun jedoch ergeben, dass die Bewegungen und der sportliche Effekt nur wenig Vorteile mit sich bringt.

Die im Rahmen der Spielekonsole ausgeführte sportliche Betätigung ist nicht mit echtem Sport zu vergleichen. Die Intensität der Bewegung, die bei Spielen an der Nintendo Wii ausgeführt werden, ist zu gering, um einen Fitnesseffekt auf die Kinder zu haben.

Sportkonsolen wie die Wii Fit haben kaum Einfluss auf die körperliche Fitness

Sportkonsolen bringen lediglich Vorteile, wenn man sie regelmäßig und längere Zeit nutzt

Zwei Freundinnen mit Controllern spielen Videospiel
videospiele spielen © Kaarsten - www.fotolia.de

Konsolen wie die Nintendo Wii Fit oder die EA Sports Active versprechen sportliche Betätigung mit Spaß und ohne das Haus zu verlassen. Eine Studie University of Mississippi unterzog jetzt die Wii stellvertretend für andere Produkte einer Teststudie und zeigte, dass sie praktisch wirkungslos ist.

Durchführung und Ergebnisse

Scott Owens und sein Team statteten acht Familien mit einer Konsole aus und testeten zuvor Fitness, Gleichgewichtssinn und Körperproportionen aller Probanden. Zusätzlich wurden drei Monate lang alle Bewegungen mit einem Schrittzähler aufgezeichnet. Vorgaben für die Nutzung gab es nicht.

In der ersten Woche wurde das Gerät durchschnittlich 22 Minuten täglich in Betrieb genommen. Gegen Ende der Studie war die Betriebszeit auf 4 Minuten gesunken.

Die Wissenschaftler vermuten, dass dies der Grund sei, warum sich am Ende die Werte der Familien nicht nennenswert verbessert hätten. Die Videospiele seien zwar insgesamt sehr unterhaltsam, um damit jedoch einen positiven Effekt zu erzielen, müsse man eben ganz genauso wie beim normalen Sport auch regelmäßig ran und vor allem diszipliniert eine bestimmte Zeit pro Tag trainieren.

Immer mehr Unfälle bei Teenagern durch Wii-Fit-Board

Die Nintendo Wii-Konsole ist der letzte Schrei bei Teenagern. Bisher gehörte "Wii Fit" zu den beliebtesten Wii-Konsole-Spielen. Bei diesem Spiel hockt der Spieler nicht nur vor dem Fernseher und wartet daruaf, irgendwelche Tasten zu bedienen, sondern nimmt aktiv teil, indem er sportliche Disziplinen wie Bowling und Golf simuliert. Jetzt kam aber heraus, dass "Wii Fit" jedoch nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch gesundheitsschädigend sein kann.

In England brach sich eine 14-Jährige während des Spiels den Fuß als sie vom "Wii-Fit-Board" fiel. Auch weitere Unfälle sind bekannt. Das "Wii-Fit-Board" muss der Spieler besteigen, um seine Balance zu testen. Es ersetzt die eigentlich übliche Handsteuerung.

Studie - Wii-Spieler sind nicht sportlicher

Vier Jugendliche sitzen auf Couch vor TV und spielen mit Spielkonsole
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Auf einer Wii-Konsole kann man Tennis, Golf oder Kegeln spielen und sich vor dem Bildschirm bewegen, alsob man diese Sportarten wirklich ausübt. Allerdings behauptet nun das texanische Baylor College of Medicine aufgrund einer Studie, dass Personen, die Wii spielen, nicht sportlicher sind als andere Videospieler.

Die Wissenschaftler teilten 78 Kinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe erhielt sportliche Videospiele. Die andere Hälfte bekam klassische Videospiele ausgehändigt, bei denen sie sich nicht bewegen müssen. Die Forscher statteten die Kinder mit Bewegungsmessern aus und untersuchten 13 Wochen lang die körperliche Aktivität.

Das Ergebnis fiel überraschend aus: Der Umfang der Bewegung unterschied sich bei beiden Gruppen kaum von einander. Die Forscher hatten eigentlich einen deutlichen Unterschied erwartet. Warum die Kinder, die 13 Wochen lang die Sportspiele spielten, nicht ein intensiveres Bewegungsverhalten zeigten, ist nicht klar. Fest steht allerdings, dass Wii spielen nicht sportlicher macht.

Beim Spielen an der Wii von Nintendo drohen Verletzungen

Menschen, die sich häufig an ihrer Wii-Spielkonsole sportlich betätigen, können körperliche Schäden erleiden

Spielekonsolen
jeux video © KiWiE - www.fotolia.de

"Nintendinitis" und "Wii-Knie" sind Verletzungen, die nicht einmal jedem Arzt geläufig sind. Doch Menschen, die sich häufig an ihrer Wii-Spielkonsole sportlich betätigen, können sich solche Schäden an der Hand und am Knie zuziehen. Dies haben niederländische Wissenschaftler mit einer neuen Studie nachgewiesen.

Gefahren durch Wii-Bewegungsspiele

Die Bewegungsspiele an der Wii sind nicht ungefährlich. So hat eine Frau bei mehrstündigem Kegeln ein Karpaltunnelsyndrom, eine Schädigung des Mittelnervs im Handbereich, erlitten. Andere Wii-Begeisterte sind beim Tennis gestürzt und haben sich blaue Flecken und sogar Brüche zugezogen.

Sehnenentzündungen an

  • der Schulter
  • dem Arm oder
  • der Hand

sind nicht selten. Gerade Spieler, die Stunden an der Konsole verbringen, sind gefährdet.

Controller mit Bewegungssensoren

Die Wii von Nintendo besitzt einen Controller, der herkömmlichen Fernbedienungen ähnelt, aber über eingebaute Bewegungssensoren verfügt. Diese registrieren die Lage und die Bewegungen des Controllers im Raum und setzen sie in entsprechende Bewegungen von Spielfiguren oder -elementen auf dem Bildschirm um.

Positive Aspekte

Trotz der Gefahren verweisen die niederländischen Forscher auch auf die positiven Aspekte. So hätten die Bewegungsspiele an der Wii auch einen gesundheitsfördernden Effekt auf Körper und Geist.

Gerade an Weihnachten sei es zudem wichtig, nicht nur zu sitzen, sondern auch ein wenig Sport zu treiben. Man sollte nur auf seine Mitspieler und die Umgebung achten. Pausen seien ebenfalls regelmäßig einzulegen.

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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