8. Oktober 2007
Um spezielle Tiere oder Pflanzen zu halten, die in unseren Breitengraden nicht heimisch sind, sind in vielen Wohnungen Terrarien zu finden.

Im Gegensatz zum Aquarium sind sie für landlebige Tiere oder Pflanzen konzipiert und bestehen aus stabilen Materialien wie Holz, Kunststoff und Glas. Im Inneren wird der Lebensraum der gehaltenen Tiere oder Pflanzen so genau wie möglich nachgebildet. Hierzu zählen neben der optischen Einrichtung wie Bepflanzung, Bodengrund und Dekoration, die unter anderem Schlupfwinkelmöglichkeiten bietet, auch die Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder die Beleuchtung. Demnach existieren keine Standardwerte für Terrarien; diese orientieren sich an den Lebensbedürfnissen der Insassen – so können Urwald-, Wüsten- oder Großraumterrarien vorkommen.
Bei der Bepflanzung steht der Terrarianer zunächst vor der Entscheidung für künstliche oder echte Pflanzen. Die echten Pflanzen werden, sollten sie zusammen mit Tieren gehalten werden, deren Lebensräumen angepasst und so findet man häufig Kakteenarten, Bromeliengewächse, Aloearten oder Orchideen. Diese helfen mit, die Luftfeuchtigkeit im Terrarium zu halten. Im Gegensatz zu manchen künstlichen Pflanzen sind sie ein Blickfang und lassen die Umgebung natürlicher wirken. Sie müssen vor der Einpflanzung gründlich kontrolliert werden, so dass keine Parasiten eingeschleppt werden können. Bei Kakteen muss die stachelige Oberfläche kontrolliert und die Stacheln eventuell gekürzt werden, damit sich anwesende Tiere nicht verletzen. In diesen Fällen bieten die künstlichen Gewächse einen Vorteil; ebenso leiden sie nicht und sterben eventuell ab, sollten sie mit wühlfreudigen Tieren in einem Terrarium gehalten werden.
In Sachen Tierhaltung finden sich die unterschiedlichsten Arten in Terrarien: Reptilien (unter anderem Schlangen, Geckos oder Schildkröten), Amphibien (beispielsweise Frösche oder Molche), kleine Säugetiere (wie Wüstenrennmäuse, aber auch Hamster oder Fledertiere), Insekten oder Spinnen. Die Entscheidung für eine Tierart liegt neben den persönlichen Vorlieben sowohl in der Zeit, die man investieren möchte, dem Platz, den man zur Verfügung hat, als auch bei den Kosten. Denn nicht nur die Tiere an sich, sondern auch deren Pflege liegen in unterschiedlichen Preisklassen.
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