Onlinespiele - Geschichte und Kategorien

Blondes, kurzhaariges Mädchen neben rosa Kissen mit Laptop auf dem Schoß

Im Internet gibt es ein großes Angebot an Onlinespielen - beim Kleingedruckten bei "Gratis"-Onlinespielen gilt es, aufzupassen

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  • von Paradisi-Redaktion

Onlinespiele gibt es für fast jeden Geschmack. So lassen sich im Internet unzählige Spielformen vorfinden, welche Menschen jeden Alters und Geschlechts ansprechen dürften. Die einzelnen Kategorien von Onlinespielen lassen sich dabei hinsichtlich ihres Spielinhalts und ihrer Funktionsweise voneinander unterscheiden. Tauchen Sie ein in die Welt der Onlinespiele und erfahren Sie etwas über deren Geschichte und Kategorien.

Die Geschichte der Onlinespiele

Onlinespiele faszinieren die Massen. So verbringen heutzutage weltweit Millionen von Menschen einen Teil ihrer Freizeit in Online-Welten wie World of Warcraft. Doch wie verlief überhaupt die Geschichte der Onlinespiele, welche nun nicht mehr vom Spielemarkt wegzudenken sind?

PLATO System

Den ersten Grundstein für die Onlinespiele legte das so genannte PLATO System aus den frühen 70er Jahren. Das Kürzel steht dabei für die englische Bezeichnung "Programmed Logic for Automated Teaching Operations".

Wie der Name bereits andeutet, kam dieses Programm eigentlich im Lernkontext zum Einsatz. Im Jahre 1972 begannen Studenten an der University of Illinois allerdings damit, die für damalige Verhältnisse großen Rechenkapazitäten von PLATO zu nutzen und kleine Spiele zu entwickeln. Diese Spiele konnten daraufhin nicht nur an einem Rechner gespielt werden, sondern auch im Netzwerk der Universität mit mehreren Spielern genutzt werden.

Trainingssimulation "Maze Wars" der NASA

Spiele, welche auf dem PLATO System basierten, sollten aber nicht die einzigen Wegbereiter und Vorgänger der heutigen Onlinespiele bleiben. So entwickelte die NASA 1973 eine Art Kriegsprogramm, welches als der erste First Person Shooter überhaupt gewertet werden kann.

Dabei ging es der NASA keineswegs darum, ein massentaugliches Unterhaltungsprogramm zu entwickeln. Stattdessen sollte der Grundstein für Trainingssimulationen gelegt werden, welche die Ausbildung von Streitkräften der US-Truppen unterstützen können. Dieses Programm erhielt den Namen Maze Wars und konnte an zwei Computern gegeneinander gespielt werden.

Dogfight

Von diesen ersten Schritten inspiriert, kam es in den 80er Jahren zu einer weiteren Verbreitung von Onlinespielen. So kann in diesem Zusammenhang etwa das legendäre Dogfight genannt werden, welches das erste Onlinespiel für das X Window System war.

Die 80er sollten daraufhin ein Jahrzehnt werden, in welchem zahlreiche Spiele auch über Netzwerke gespielt werden konnten. Allerdings blieben Onlinespiele weiterhin ein Nischenprodukt, welches eher Technikbegeisterte und nicht die breite Masse ansprach.

Ultima Online

Dies änderte sich im Jahre 1997. Hier kam es zum Release von Ultima Online, dem wohl ersten modernen Onlinespiel.

So setzte Ultima Online auf klassische Rollenspielelemente, eine aufwendige Grafik und eine interaktive Umgebung, was schnell zehntausende von Spielern anzog. Zudem begünstigte die Verbreitung des Internets in Privathaushalten den Erfolg dieses Onlinespiels.

Kategorien der Onlinespiele

Zunächst einmal muss betont werden, dass es keine universelle Kategorisierung der Onlinespiele gibt. Stattdessen können diese hinsichtlich ihres Spielinhalts und ihrer Funktionsweise unterschieden werden.

Geschicklichkeitsspiele

In Sachen Spielinhalt kann zum einen die Kategorie Geschicklichkeitsspiele genannt werden. Dieses Genre, welchem beispielsweise Jump and Run Spiele zuzuordnen sind, zeichnet sich durch knifflige Spielinhalte aus, welche durch geschicktes und überlegtes Handeln bewältigt werden müssen.

Rollenspiele

Darüber hinaus gibt es noch Rollenspiele. Bei diesen handelt es sich um die wohl populärste Art von Onlinespielen.

Der Spieler übernimmt dabei die Kontrolle über eine Spielfigur und bewältigt Aufgaben mit oder gegen andere Mitspieler. Dabei entwickelt sich der Spielcharakter weiter und kann vielfältig mit seiner Umwelt interagieren.

Vom Strategie- bis zum Abenteuerspiel

Des Weiteren können in diesem Zusammenhang noch

genannt werden. In all diesen Kategorien ist ebenso ein Mehrspielererlebnis im Internet möglich.

Flash-Spiele

Daneben können Onlinespiele noch hinsichtlich ihrer Funktionsweise kategorisiert werden. So gibt es einerseits Flash-Spiele. Diese müssen nicht installiert werden und können sofort und zumeist kostenlos an jedem PC mit einer Internetverbindung gespielt werden.

Browserspiele

Eine weitere Form der Onlinespiele sind die Browserspiele. Diese bedürfen zumeist ebenso keiner Installation. Jedoch sind Browserspiele häufig auf längerfristiges Spielen ausgelegt, so dass im Gegensatz zu Flash Games Spielkonten angelegt und Fortschritte gespeichert werden.

Online Games

Zuletzt gibt es noch klassische Online Games, welche installiert werden müssen und in vielen Fällen kostenpflichtig sind. Dabei ist es häufig üblich, eine monatliche Gebühr zu zahlen, um das Onlinespiel nutzen zu können.

Kategorien verschmelzen miteinander

Insgesamt gibt es zahlreiche Formen von Onlinespielen. Interessant ist es dabei zu beobachten, wie die einzelnen Kategorien zusehends verschmelzen und teils Eigenschaften übernommen werden, welche eigentlich einer anderen Kategorie zugehören. So gibt es etwa bereits Flash Games, die ebenso Fortschritte speichern und dem User große Spielwelten bieten.

Spielverhalten von Online-Rollenspielern in Studie untersucht worden

Zwei Freundinnen mit Controllern spielen Videospiel
videospiele spielen © Kaarsten - www.fotolia.de

Eine neu veröffentlichte Studie der Universität Frankfurt beschäftigt sich mit dem Thema "Mit dem Rücken zur Welt oder virtuelle Welten der Zukunft? Onlinespieler und ihr Hobby". Rund 600 Personen wurden für die Studie über einen Monat bei ihrem Hobby begleitet, um herauszufinden, wer wie lange spielt.

Es zeigte sich, dass die exzessiven Spieler zwischen 13 und 15 Jahren alt sind. Bei manchen beläuft sich die Spieldauer auf bis zu 30 Stunden pro Woche. Auch Spiele, die eigentlich erst ab 16 oder 18 Jahren erlaubt sind, werden häufig von jüngeren Spielern genutzt.

Jugendlicher spielt Online-Rollenspiel bis zum Koma

Weil er süchtig nach "World of Warcraft" war, fiel ein 15-jähriger Belgier ins Koma. Er wachte erst einen Tag später wieder auf und befand sich in einem Krankenhaus.

Er meinte, er habe sonst immer bis vier oder sechs Uhr gezockt und sei dann ins Bett gegangen. Oft hätte er auch schon die ganze Nacht durchgezockt - damit er wach blieb, trank er Kaffee und Energy-Drinks.

Jetzt hat der Teenager endlich erkannt, dass dieses Spiel einer Droge nahe kommt und Suchtverhalten auslösen kann. Mittlerweile will auch seine Mutter gegen seine PC-Sucht tun.

Hard-Core Gamer sind Frauen

Junger Mann und Frau haben Spaß beim Videospiel, haben beide Controller in den Händen
Amis s'amusant à un jeu video © auremar - www.fotolia.de

Eine unter 2.400 EverQuest II Spielerinnen und Spieler durchgeführte Studie der University of Delaware hat gezeigt, dass Frauen, und nicht wie immer angenommen die Männer, die eigentlichen Hardcore-Videospieler sind. Desweiteren zeigt die Studie von Scott Caplan und seinem Team, dass diese User sogar gesünder sind als der gesellschaftliche Durchschnitt.

Frauen gehen diesem Hobby exzessiver nach als Männer, auch wenn Männer immer noch in der Mehrzahl der Gamer sind, spielen Frauen öfter und länger als die Männer. Eine Erklärung warum die Gamer im Durchschnitt gesünder seien, könnte sein, dass diese Menschen weniger vor dem Fernseher sitzen und so mit Werbespots konfrontiert werden, die einem sagen, was man kaufen oder konsumieren soll, so die Aussage des Co-Autors der Studie Dmitri Williams.

Massive Multiplayer Games wie World of Warcraft und EverQuest dürften die Trendwende eingeleitet haben.

Online-Spieler spielen nicht gerne mit Spielern aus anderen Regionen

Man kann heutzutage mit jedem auf der Welt in Kontakt treten, auch beim Spielen. Aber meistens findet man Partner zum Spielen innerhalb der nächsten Umgebung und nicht nur bei denen, die 100 Kilometer weit entfernt wohnen.

Das Ergebnis ist insofern interessant, weil diese Online-Spiele doch keinen Kontakt zu anderen Ländern aufbauen können. Man hat mit Hilfe des Online-Spieles "Ever Quest II" das Verhalten von etwa 7.000 Online-Spielern nachvollzogen.

Emotionen leiden unter Online-Rollenspielen

Emotionen leiden unter dem Internet. E-Mails, Chatrooms und SMS wirken sich negativ auf die menschlichen Gefühle aus. Dieser Meinung ist der Leiter der Neurobiologischen Präventionsforschung in Göttingen. So besteht das Hauptproblem darin, dass man virtuellen Konflikten auf eine zu leichte Art und Weise aus dem Weg gehen kann: indem man den Computer ausschaltet. Somit brauch man sich nicht mit einem Problem auseinandersetzen, mit dem man sich nicht beschäftigen möchte.

Dies hat zur Folge, dass die Fähigkeit, Konflikte zu bewältigen, immer stärker abnimmt. Die meisten Jugendlichen sind nicht mehr in der Lage, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren. Das Suchtpotenzial der virtuellen Kommunikationswelten sei ohnehin ein weiteres Problem, so ein Experte.

Meiste deutsche Onlinegamer spielen Denkspiele

In Deutschland gibt es zur Zeit rund 10 Millionen Menschen, die gerne Games im Internet spielen. Die beliebtesten Spiele der Deutschen sind Strategiespiele und Denkspiele. Dies ging aus einer Studie hervor.

14 Prozent über 14 Jahre spielen mit – also rund 10 Millionen Menschen. Einen Großteil der Spieler macht dabei die Altersgruppe zwischen 14 und 29 Jahren aus, dort spielt fast jeder Zweite. Auffällig ist, dass 17 Prozent der Abiturienten und Hochschulabsolventen mit Vorliebe online Games spielen. 73% der Zocker spielen dabei gerne Strategie- und Denkspiele, meistens über den PC. Fachleuten zufolge wird sich das aber noch stärker als ohnehin auf andere Plattformen wie Handys und Konsolen ausweiten.

Verhilft World of Warcraft zu besseren Schulnoten?

World of Warcraft (kurz: WoW) zählt momentan zu den umstrittensten Computerspielen und ist in der Vergangenheit in den Medien nicht gerade gut weggekommen. Doch jetzt widerlegt eine Studie die negativen Auswirkungen des Onlinespiels auf Jugendliche.

In einer Untersuchung des schwedischen Gesundheitsamtes fand man heraus, dass WoW-Spieler in der Freizeit weniger zum Alkohol greifen als ihre Altersgenossen und zudem gute Schulleistungen erbringen. Eltern können also aufatmen. Trotzdem wird davon abgeraten,zu viel Zeit mit dem Spiel zu verbringen.

Spielniveau zu hoch - "World of Warcraft" wird überarbeitet

Das beliebte Online-Rollenspiel "World of Warcraft" verzeichnet 11,5 Millionen Spieler weltweit. Doch trotz immer wieder neu entwickelter Erweiterungen und Fortsetzungen steigt die Zahl der Spieler nicht an. Seit Dezember 2008 ist die Zahl der Abonnenten unverändert. Dies könnte daran liegen, dass viele Neueinsteiger schon relativ früh das Handtuch werfen, weil sie nicht weiterkommen als Level 10. Die neuen Spiele seien nicht mehr so einfach zu gewinnen.

Nun wollen die Spielemacher das Niveau des Spiels senken und das Konzept überdenken. Besonders der Spielbeginn soll anders gestaltet werden.

Welcome to Poisonville - Playboy steigt ins Videospielgeschäft ein

Neben Magazinen, die der Männerwelt mit Bildern von sexy Frauen einheizen sollen, will sich Playboy jetzt auch in der Spieleindustrie einen Namen machen. In Zusammenarbeit mit dem Spielehersteller Bigpoint bringt der Konzern jetzt ein Browsergame auf den Markt, in dem natürlich auch viel nackte Haut eine Rolle spielt.

"Welcome to Poisonville" heißt das erste Spiel in dem die Spieler versuchen müssen, sich à la "Grand Theft Auto" in der korrupten Stadt Poisonville einen Namen zu machen. Neben Autoklau und Raserei sitzt die Spielfigur unter anderem eben auch mit halbnackten Damen, zu denen in diesem ersten Teil Bernadette Kaspar, eines der aktuellen Playmates zählt, in den Bars. Wenn das Spiel gut ankommt, ist eine ganze Spielserie geplant.

Neue Facebook-App: Seine eigene Playboyparty feiern

Jolt Online heißt der Entwickler eines neuen Spiels für das Netzwerk "Facebook". Mit der "Playboy Party" kann man ein bisschen Hugh Hefner spielen und seine eigene Sexparty organisieren. Dabei hat man die Möglichkeit, neben den Playmates verschiedene Stars einzuladen.

Ziel des Games ist es, seinen Gästen ein guter Gastgeber zu sein, sei es mit den richtigen Cocktails oder dem Abwimmeln von lästigen Paparazzi. Schafft man dies nicht, könnte es sein dass man bald ohne Leute dasteht. Um nervige Gäste loszuwerden, kann man sei einfach auf die "Playboy Party" seiner Netzwerkfreunde schicken.

"My Free Farm" - Onlinegame hat innerhalb eines Jahres 10 Millionen Spieler gewonnen

Das Onlinegame "My Free Farm" schaffte es innerhalb von 14 Monaten zehn Millionen begeisterte Spieler in seinen Bann zu ziehen. Zur Feier des Tages verlost der Entwickler Upjers unter allen aktiven Spielern ein Apple iPad.

Bei "My Free Farm" können sich die Spieler ihren eigenen, virtuellen Bauernhof gestalten. Sie können Obst und Gemüse anpflanzen, Tiere halten und versorgen und ihre Farm nach eigenen Wünschen gestalten. Der Erfolg des Browsergames zeigt sich in den stark zunehmenden Spielerzahlen. Da dieser Erfolg natürlich vor allem den Usern zu verdanken ist, sollen sie für ihre Unterstützung auch belohnt werden. Neben einer virtuellen Torte erhält jeder aktive Spieler und jeder der sich zwischen dem 17. Dezember und dem 17. Januar registriert die Chance auf ein iPad.

Zwangsarbeit am Computer - Goldfarmen bei WoW in China

"Goldfarmen" in China erwirtschaften Milliarden mit erzwungenen Online-Rollenspielen

Flagge von China
Chinesische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Es gibt eine neue globale Ökonomie, die nicht mit Elektrogeräten und Bekleidung handelt, sondern im Internet mit magischen Sprüchen, Zauberschwertern und Gold. Und Geld. Viel Geld. Kein virtuelles Geld, sondern "echtes" Geld. Auf so genannten "Goldfarmen" arbeiten hauptsächlich in China vor allem junge Leute am Computer und spielen Rollenspiele wie "World of Warcraft". Den ganzen Tag sitzen sie vor dem PC und erwirtschaften die dem Spiel eigene Währung. Dieses verdienen sie für ihre Arbeitgeber, die es anschließend in echtes Geld eintauschen.

Dissident Dali berichtet über besondere Zwangsarbeit im Gefängnis

Über einen besonders perfiden Fall von "Goldfarming" berichtet jetzt der chinesische Dissident Liu Dali. Im Jixi Labour Camp arbeitete er zusammen mit annähernd 300 Mitinsassen unter Androhung von Folter und Schlägen für die dortigen Aufseher. Das Gefängnispersonal zwang die Sträflinge zu Online-Rollenspielen. Die dort erzielten Einkünfte tauschten die Aufseher in reales Geld um. Bis zu 650 Euro Gewinn am Tag warf die Zwangsarbeit ab. Die Gefangenen gingen dabei leer aus.

In Fernost ist das Handeln mit virtuellen Gütern ein lukrativer Wirtschaftszweig. So betrug der Umsatz für "Goldfarming" im Jahr 2009 rund drei Milliarden US-Dollar.

Neue Erkenntnisse: Frauen mit Bildung sind Zielgruppe für Online-Spiele

King.com ist eine bekannte Plattform, die Online-Spiele im Internet, zum Beispiel auch auf Facebook anbietet. Die Betreiber ließen nun eine große Umfrage durchführen, um die Zielgruppe ihrer Spieler zu ermitteln.

Die Studie ergab, dass Frauen in der Überzahl sind, wenn es um die Online-Spiele geht. Das Durchschnittsalter liegt so um 40 und der Bildungsstand erstreckt sich von der mittleren Reife, bis hin zum abgeschlossenen Studium. Diese Umfrage-Ergebnisse dürften das klassische Bild des Online-Spielers ein wenig ins Wanken bringen.

Die positive Seite der Online-Spiele - Fettleibige und Senioren profitieren

Oft hört man viel Negatives über Online-Spiele. Viele Menschen sind der Meinung, dass diese Spiele die Gewaltbereitschaft erhöhen oder gesunde Hemmschwellen in anderen sozialen Bereichen senken. Auch die Gesundheit kann leiden, wenn man stundenlang vor dem PC sitzt. Fakt ist jedoch auch, dass manche Online-Spiele sehr viel Gutes bewirken können.

Rätsel oder Strategiespiele fördern das Denken und moderne Konsolen ermöglichen es auch, dass man nicht mehr vor dem PC sitzt, sondern sich beim Spielen aktiv mitbewegen muss. Eine Kombination aus diesen Fitness-Spielen und Denkaufgaben kommt vor allen Dingen bei den Senioren gut an.

An der TU in Darmstadt hat man extra für Pflegeheime eine neue Form von Spielen entwickelt. Man nennt sie Serious Games und fordert dabei sowohl die grauen Zellen, als auch die Beweglichkeit und Ausdauer. So müssen die Spieler beispielsweise auf einem fixierten Fahrrad sitzen und so in die Pedale treten, dass ein Vogel auf dem Monitor vor ihnen immer die richtige Flughöhe hat, um Hindernissen auszuweichen. In den Heimen ist dieses Spiel und ähnliche Spiele längst ein Renner. Auch Lernspiele lassen die älteren Damen und Herren stundenlang im Spieleraum bleiben.

Das Konzept dieser gesunden Spiele gibt es in Darmstadt seit 2008 und es kommt auch bei fettleibigen Heranwachsenden und Erwachsenen an. In der städtischen Kinderklinik arbeiten die Ärzte mit diesen Online-Spielen. Statt zum Sport zu gehen und dort eventuell peinlich aufzufallen, kann man hier im Privaten trainieren und bleibt vor allen Dingen mit Menschen zusammen, die ähnliche Probleme haben.

Frauen zocken besser: Warum das schwache Geschlecht bei Online-Spielen die Nase vorne hat

Wenn es darum geht, online ein Imperium aufzubauen, sind Frauen beim Zocken klar im Vorteil

Zwei Freundinnen mit Controllern spielen Videospiel
videospiele spielen © Kaarsten - www.fotolia.de

Multiplayer-Games im Internet sind schon lange keine reine Männer-Domäne mehr. Ganz im Gegenteil, die Frauen sind nämlich deutlich erfolgreicher beim Zocken.

Studie zu weiblichen und männlichen Spielern

Wissenschaftler an der Medizinischen Universität in Wien haben dies nun anhand des Browser-Spiels "Pardus" belegen können. Hierbei besitzt jeder Spieler ein Raumschiff und die Möglichkeit, sich durch

  • geschicktes Handeln,
  • Tauschen und
  • dem Erledigen von Aufträgen

ein Imperium aufzubauen. Die Wissenschaftler erfassten nun über mehrere Jahre hinweg die Inhalte der Direktmitteilungen, mit denen sich Spieler in der virtuellen Welt untereinander verständigen.

Vernetzung, Reichtum und ein kühler Kopf

Bei der Auswertung der Daten von 30.000 männlichen sowie 3500 weiblichen Spielern traten deutliche Unterschiede bei den Strategien hervor. So kommunizierten die Spielerinnen insgesamt rund 15 Prozent mehr und waren mit dieser Art und Weise ihr Netzwerk zu pflegen deutlich erfolgreicher. Erfahrung und Erfolge im Kampf waren bei Männern und Frauen nämlich etwa gleich, doch die weiblichen Avatare waren deutlich reicher und besser vernetzt.

Hinzu kam ein weiteres Risiko für die Avatare von Männern: Sie neigten zu Aggression und vorschnellen Entscheidungen und starben deswegen schlichtweg öfter.

Bei so einem großen Angebot an Onlinespielen sollte man vorsichtig sein und sich stets genauestens darüber informieren, was in Sachen Kosten auf einen zukommt...

Vorsicht vor dem Kleingedruckten bei "Gratis"-Onlinespielen

Onlinespiele versprechen schnelle und unkomplizierte Unterhaltung für zwischendurch. Zudem sind viele dieser Spiele kostenlos, weshalb Millionen von Deutschen regelmäßig Zeit mit diesen verbringen. Doch warum sollte man vor dem Spielen von Onlinespielen das Kleingedruckte lesen und zunächst einmal Vorsicht walten lassen?

Angebot kostenpflichtig oder nicht?

Bei klassischen Onlinespielen, welche gekauft oder heruntergeladen werden müssen, ist es bekannt, dass Kosten anfallen. So betrifft dies nicht nur den eigentlichen Kaufpreis, sondern auch monatliche Gebühren.

Anders gestaltet sich das Ganze schon bei Flash Games und Browserspielen. So geht man als User bei diesen davon aus, dass das Angebot kostenlos ist.

Eingebaute Kostenfallen erkennen

Diese Vermutung trifft allerdings bei weitem nicht immer zu. So gibt es durchaus Anbieter kleiner Onlinespiele, die diverse Kostenfallen in das Spielangebot eingebaut haben.

Es fallen dann beispielsweise Kosten an, sobald sich neu registriert oder über einen bestimmten Zeitraum gespielt wird. Darüber hinaus kann es sein, dass durch ein Registrieren oder bloßes Spielen des Onlinespiels ein Vertrag eingegangen wird, was wiederum eine langfristige Kostenfalle darstellt.

Auf das Kleingedruckte achten

Aus diesem Grund sollte der Spieler stets zunächst einmal das Kleingedruckte bei kostenlosen Onlinespielen lesen. Dieser Ratschlag ist insbesondere dann zu beherzigen, sobald das Onlinespiel auf einer unbekannten Seite eingebettet ist.

Im Zweifelsfall sollte dann lieber vom Spielen abgesehen und auf Angebote vertraut werden, die als seriös eingestuft werden können. Geht man derart umsichtig und vorsichtig vor, dann kann man sich darauf verlassen, wirklich nur kostenlose Onlinespiele zu spielen.

Sammelklage: Abzocke beim Online-Spiel "Farmville"

"Farmville"-User tappen in Abofallen und geben ungewollt ihre Daten frei

75 Millionen Facebook Nutzer beackern beim Online-Spiel “Farmville” ihr kleines virtuelles Stück Land. Ziel ist der Bau eines Bauernhofes, auf welchem man durch das Gießen der Pflanzen und Ernten der Felder virtuelles Geld verdienen kann. Doch die idyllische Farmville-Welt ist nicht so harmlos, wie es uns scheint, denn Gründer-Firma Zynga hat ein paar Fallen eingebaut. Verbraucherschützer warnen vor dem Online-Spiel, in welchem dubiose Geschäftspraktiken und Abo-Fallen lauern.

Datenmissbrauch und unerlaubte Konto-Abbuchungen

User müssen, um das Spiel nutzen zu können, schwammigen Datenschutzerklärungen zustimmen, welche der Firma Zugriff auf private Profilinformationen und Fotos erlaubt. Für jeden Nutzer erstellt das Unternehmen ein Profil.

Zusammen mit Browser-Informationen dienen die Daten für gezielte Werbezwecke, was nach deutschem Recht als "unzulässig" gilt. Wer nicht mühselig virtuelles Geld erwirtschaften möchte, kann begehrte Farmelemente auch per Kreditkarte erwerben. Laut New York Times nimmt das Unternehmen damit pro Jahr rund 250 Millionen Dollar ein.

Bisher berichteten Spieler von unerlaubten Konto-Abbuchungen. In den Staaten läuft aktuell eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga.

In Zukunft gratis zocken: Herr der Ringe Online wird kostenlos

Seit World of Warcraft sind Rollenspiele im Abo salonfähig geworden. Turbine, der Publisher des Herr-der-Ringe-Online-Games, stellt sich nun gegen den Trend und wechselt in den Free-to-Play-Modus. Dies hatte zuvor auch bei Dungeons&Dragons Online gut geklappt.

Allerdings erhält man bei der kostenlosen Version – wie sollte es auch anders sein – nur die abgespeckte Version. Die herkömmliche Story ist weiterhin gratis, allerdings muss man den realen Geldbeutel zücken, sobald es an Erweiterungen, Nebenaufgaben oder eine schnellere Charakterentwicklung geht. Leider ist auch der PvP-Modus nur gegen Bezahlung spielbar. Gratis-Zocker können 2 Charaktere pro Server anlegen, Spieler mit Premium-Account 3, und Spieler mit VIP-Account können sogar 5 Charaktere für Server anlegen.

Viel Geld für gute Charaktere bei Ebay: Betrüger entführen Spielfiguren von World of Warcraft

Avatar-Entführung - World of Warcraft-Spieler sollten vorsichtig im Netz unterwegs sein

World of Warcraft (WoW) ist das vielleicht bekannteste Online-Rollenspiel der Welt. Für zwischen zehn und fünfzehn Euro im Monat kann man in Deutschland dabei sein. Man entscheidet sich zunächst zwischen zwei Fraktionen - der Allianz oder der Horde - und dann weiter für einen bestimmten Charakter, den man spielen möchte, etwa einen Nachtelf, Troll oder Gnom. Je länger man dabei ist, desto besser und wertvoller werden diese Charaktere.

Blizzard geht gegen Avatar-Entführer vor

Mitunter kann das aber viele Stunden vor dem PC kosten, weswegen manche die Abkürzung wählen, und sich einen bereits eingespielten Avatar bei Ebay ersteigern. Der Anbieter Blizzard versucht den illegalen Handel zu unterbinden, dennoch wechseln sehr gute Charaktere teilweise für über 1.000 Euro ihren Besitzer.

Dass mit Charakteren soviel Geld gemacht werden kann, lockt auch immer mehr Betrüger an, die gefälschte Login-Seiten hochstellen und dann die Daten der Spieler abfangen, um deren Avatare zu verkaufen. Sogar einen Namen hat dieser Handel mittlerweile: Avatar-Entführung.

Gamer sollten also immer genau darauf achten, auf welchen Seiten sie sich einloggen. Bei Problemen sollte sofort der Kundensupport von Blizzard kontaktiert werden, damit nicht der eigene Account wegen Betrugs gesperrt wird.

Grundinformationen und Hinweise zu Onlinespielen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: girl at the computer © Phototom - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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