So verhindern Sie, dass die Katze im Blumentopf gräbt

Bunte Frühlingsblumen in bunten Blumentöpfen

Um einen Graben in der Blumenerde zu verhindern, gilt es, die Katze davon abzuhalten oder ihr Alternativen zu bieten

Jede Hauskatze entwickelt als Individuum sowohl liebenswerte als auch nicht so positive Eigenschaften. Weniger schön ist es für den Haustierhalter, wenn sein Vierbeiner regelmäßig in Blumentöpfen innerhalb der Wohnung gräbt. Dann sucht der Tierliebhaber nach Möglichkeiten, um Schaden zu vermeiden und dem Stubentiger dennoch seinen Lebensraum zu belassen.

Jede Katze ist ein Einzelwesen mit seinen Eigenarten, Vorlieben und Schwächen. Die Hauskatze gehört zu den besonders liebenswerten Heimtieren, die direkt in der Wohnung sowie in einem engen Kontakt mit dem Tierhalter leben.

Die Katze - ein Gewohnheitstier

Die Hauskatze gehört zur Art der Wildkatzen, die buchstäblich in der Wildnis leben. Für die Katze ist es ganz entscheidend, wie sie von Beginn an aufwächst. Wenn sie sich schon als kleine Katze zu einem Freigänger entwickelt hat, dann ist das Scharren in der Erde für sie eine Selbstverständlichkeit.

Die Katze wird aus dieser Gewohnheit heraus überall dort scharren und graben, wo sie Erde findet - also auch innerhalb der Wohnung. Doch auch die Katze ohne jeden Freigang, also die reine Hauskatze, gräbt instinktiv in Erde. Mangels Erdboden sucht sie nach Möglichkeiten und findet sie naturgemäß am ehesten in Blumentöpfen und Blumenwannen.

Diese Eigenart ist bei der einen Katze mehr, bei der anderen weniger ausgeprägt. Die Gleichung, dass alle Katzen in Blumentöpfen oder Blumenwannen graben, geht so nicht auf.

Katzen das Scharren in Blumentöpfen sanft abgewöhnen

Der Katzenliebhaber beobachtet sein Haustier und entdeckt immer wieder neue Eigenarten an ihm. Sofern dazu auch das Graben in Blumenerde gehört, sollte liebevoll und nachsichtig gegengesteuert werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Mit Steinen abdecken

Das Abdecken der Oberfläche von Blumentopf oder Blumenwanne mit Kieselsteinen hält viele, keineswegs aber alle Katzen von ihrem Vergnügen ab, täglich aufs Neue darin zu graben.

Vielfach hilft es, einige Zentimeter Blumenerde abzutragen und durch weiße Kieselsteine zu ersetzen. Die sollten eine mittlere Größe haben, weil kleine und kleinste Kieselsteine für die Katze geradezu eine Herausforderung sind, die darunter befindliche Erde zu finden.

Wenn es sich um größere Blumentöpfe handelt, kann man auch größere Steine wählen, solche, die durch die Katzenpfoten nicht bewegt werden können. Auf diese Weise gelangen die Tiere gar nicht erst bis an die Erde.

Topfschutz kaufen

Die Verhaltensweise von Hauskatzen, in Blumenerde zu graben ist keine Seltenheit, sondern sehr verbreitet. Die Industrie hat zum Schutz der Pflanzen einen so genannten Topfschutz entwickelt. Er besteht aus mehreren Ringen, die miteinander verbunden werden.

Durch die Ringöffnung führt der Pflanzenstiel, während die Ringe gitterartig verknüpft sind und mit einem Klick am Blumentopf befestigt werden. Die Katze umkreist den Blumentopf, kann die darin befindliche Blumenerde nicht erreichen und verliert nach kurzer Zeit die Lust.

Zitruspflanzen

Katzen mögen keine Düfte von natürlichen Zitruspflanzen wie

Etwas Zitronengras zwischen den Pflanzen oder Zitronenmelisse sind für den Vierbeiner ungefährlich. Er wird sich nicht freiwillig in eine Umgebung begeben, die ihm unangenehm ist und den Blumentopf mitsamt Erde tunlichst meiden.

Schutzgitter

Hartnäckige Katzen müssen konsequent von Blumentopf oder Blumenwanne ferngehalten werden. Das ist mit einem Schutzgitter möglich, das um den Topf respektive die Wanne gewickelt wird. Dazu eignet sich ein feiner Maschendraht, auch Hasengitter genannt.

Die Katze erkennt recht bald, dass sie die sichtbare Blumenerde nicht erreichen kann. Mit diesem Gitterschutz gelingt ihr das nicht - sie wird alsbald aufgeben und sich anderweitig beschäftigen.

Katzengras anbieten

Das eine tun, und das andere nicht lassen. Der mit Katzengras gefüllte Topf kann der Katze als eine Alternative angeboten werden. Katzengras setzt sich aus unterschiedlichen grasähnlichen Pflanzen zusammen, die als Futterergänzung verwendbar sind.

Der Katzenhalter wird bereits wissen oder bald erkennen, ob seine Hauskatze ein Freund von Katzengras ist oder eher nicht. Katzen ergänzen ihre Nahrung gerne mit frischen Gräsern, die im Gegensatz zu Fleisch auch Folsäure enthalten. Ob sich die Katze durch dieses Angebot gänzlich davon ablenken lässt, im Blumentopf zu graben, zeigt die Praxis.

Achtung: Viele Zimmerpflanzen sind giftig

Die Katze sollte auch aus Gesundheitsgründen von einem Kontakt zu Zimmerpflanzen abgehalten werden. Das wiederholte Beseitigen der auf dem Erdboden verstreuten Blumenerde ist ärgerlich und aufwändig.

Erfahrungsgemäß gräbt die Katze nicht nur, sondern sie nagt auch an den Pflanzen. Die sind mehr oder weniger bekömmlich, bis hin zu schädlich für das Haustier. Das sollte vor sich selbst geschützt werden, indem Blumentöpfe und Blumenwannen tabu sind.

Zu den giftigen Zimmerpflanzen für Katzen zählen mitunter:

So heilend Aloe Vera für unsere Haut ist so giftig ist sie für Katzen
So heilend Aloe Vera für unsere Haut ist so giftig ist sie für Katzen
  • Aloe-Vera
  • Alpenveilchen
  • Amaryllis
  • Azalee
  • Birkenfeige
  • Begonie
  • Belladonna-Lilie
  • Calla
  • Chili
  • Christusdorn
  • Chrysanthemen
  • Efeu
  • Dieffenbachie
  • Buntes Herzblatt
  • Einblatt
  • Fensterblatt
  • Flamingoblume
  • Kaladie
  • Klivie
  • Korallenbäumchen
  • Narzissen
  • Tulpen sowie
  • Weihnachtsstern

Was den Vierbeiner nicht interessiert, das vergisst er leicht und sucht sich anderweitige Abwechslung. Dabei sollte der Katzenliebhaber aktiv mithelfen, damit seinem Vierbeiner nicht langweilig wird.

Verhaltensweisen der Katzen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Colorful spring flowers in fun ceramic containers © Acik - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Aloe Vera Plant © Tinga - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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