18. Juli 2009
Von Viola Reinhardt
Sommerzeit, Urlaubszeit. Endlich mal wieder mit der ganzen Familie ausspannen. Mit der ganzen Familie? Und was wird aus Hund, Katze, Maus und Bartagame? Sollen sie mitkommen? Soll ein Tiersitter nach Hause kommen? Oder doch besser in die Tierpension oder ins Pfötchenhotel?
Tierbesitzer kennen das Dilemma, das sich jedes Mal vor dem Urlaub auftut: das Hotel ist gebucht, die Koffer werden zum Packen hervorgeholt und alle freuen sich auf die freie Zeit. Doch dann fällt der Blick auf das Haustier und das Grübeln beginnt. Was mache ich nur mit ihm?
Die meisten Tierbesitzer stellen sich diese Frage natürlich lange bevor der Urlaub gebucht wird. Und es ist auch gar nicht so kompliziert, sein Haustier im Urlaub gut betreuen zu lassen. Jedoch kann es unter Umständen relativ teuer werden. Die klassische Lösung des "Problems" Haustier ist die Tierpension. Hier sollte man sich rechtzeitig informieren, welche Tierarten die Pension aufnimmt, sollte sich die Räumlichkeiten anschauen und die Modalitäten erfragen. Gerade bei Exoten wie Spinnen oder Echsen ist es nämlich nicht selbstverständlich, dass jede Pension sie auch nimmt.
Eine weitere Möglichkeit der Betreuung außer Haus sind so genannte Pfötchenhotels. Sie gibt es in vielen deutschen Städten. Doch auch hier ist eine rechtzeitige Buchung angebracht, da sie besonders in der Ferienzeit schnell ausgebucht sind. Auch nimmt nicht jedes Pfötchenhotel jedes Tier, hauptsächlich werden hier Hunde und Katzen betreut. Das aber rund um die Uhr, jedes Tier hat seinen eigenen Bereich, wenn es nicht mit Artgenossen kann auch allein. Hunde werden ausgeführt und beschäftigt, viele Pfötchenhotels haben einen Pool, in dem Fiffi auch schwimmen und toben kann.
Der Deutsche Tierschutzbund bietet schon seit Jahren die Aktion "Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier" an. Das kann besonders für Exotenbesitzer eine interessante Alternative sein, aber auch viele Hunde- und Katzenbesitzer legen Wert auf die persönliche Betreuung. Vielerorts bieten auch private Tiersitter ihre Dienste an. Sie kommen zum Tier nach Hause und füttern und beschäftigen es. Gerade Katzen, für die jeder Orts- und Menschenwechsel großen Stress bedeutet, wissen das zu schätzen.
Letztlich gibt es natürlich besonders für Hundebesitzer die Möglichkeit, ihr Tier mit in den Urlaub zu nehmen. Das sollte jedoch im Vorfeld gut geplant und auch im Hotel gebucht werden. Wem das zu stressig ist, hat noch eine letzte Option: Den lieben Nachbarn nebenan fragen, ob er sich um den kleinen Liebling kümmert, denn hier wäre der Vorteil, dass sich Tier und Nachbar zumeist schon kennen und oft genug auch sympathisch sind.
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Christa Koppensteiner ist Lehrerin und Expertin auf dem Gebiet Kompetenzlernen.