Die Geschichte der Esoterik

Weiße brennende Kerze, im Hintergrund viele Kerzenlichter

Esoterik bedeutet aus dem Griechischen so viel wie "innere", damit ist die innere, meist philosophische Lehre gemeint, die nur einem kleinen Kreis zugänglich ist, im Gegensatz zur exoterischen Lehre.

Dabei ist Esoterik aber ein dehnbarer Begriff und bezeichnet auch die unterschiedlichsten spirituellen Lehren und Praktiken. Der Mensch war wohl schon immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und viele haben einen persönlichen Erkenntnisweg angestrebt.

Neben der vermutlich älteren östlichen Esoterik, reicht die westliche Esoterik eher bis in das antike Griechenland zurück. Mit Pythagoras gründete sich die Bruderschaft der Pythagoreer und damit verschiedene Mysterienkulte. Man glaubte an die Wiedergeburt und die Unsterblichkeit der Seele.

Auch Platon glaubte an die Reinkarnation. Platon wies auf einen inneren Weg der Esoterik hin, der nur durch eigene Erfahrung erlebt werden kann.

Durch Hermes Trismegistos gründete sich die hermetische Philosophie und begründete den Leitsatz "Wie oben, so unten".

Von der Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert

In allen Religionen gab es auch immer Mystiker und Esoteriker, wobei die etablierten Kirchen den Esoterikern skeptisch, wenn nicht sogar feindlich gegenüberstanden. In der Neuzeit gab es Rosenkreuzer- und Freimaurerlogen. Wegweisend für solche Strömungen waren Helena Blavatsky oder beispielsweise Aleister Crowley.

Ende des 19. Jahrhunderts gründete sich der Hermetic Order of the Golden Dawn. In Deutschland gab es eine Abteilung der Theosophischen Gesellschaft. Das Mitglied Rudolf Steiner gründete später die Anthroposophie.

Einflüsse der Esoterik machten sich auch immer in der Kunst und in der Musik bemerkbar. Beispielsweise bei Goethe, Novalis oder Hermann Hesse. Auch die Zauberflöte Mozarts gilt als solches Werk.

Die Renaissance der Esoterik

In der so genannten New Age Szene erlebte die Esoterik eine Renaissance. Ausgehend von der Hippiebewegung in Amerika entstand ein neues Interesse an vor allen Dingen östlichen Philosophien.

Es entstand ein regelrechter esoterischer Markt mit den verschiedensten Angeboten. Astrologie, Kabbala, Numerologie, Tarotkarten, Channeling oder Okkultismus sind nur einige der dazugehörigen Praktiken.

Aber auch die Psychologie wurde teilweise durch die Esoterik geprägt. Etwa durch C.G. Jung oder Stanislav Grof mit der transpersonalen Psychologie.

Die Esoterik ist schwer einzuordnen, denn auf der einen Seite hat sie wertvolles und der Menschheit dienendes Gedankengut, auf der anderen Seite tummeln sich in dieser Szene auch viele Scharlatane und Betrüger.

Grundinformationen und Hinweise zur Esoterik

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  • Bildnachweis: Kerzenlicht © Bernd S. - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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