Esoterik - Geschichte, Ziele, Bestandteile und mögliche Kritikpunkte

Weiße brennende Kerze, im Hintergrund viele Kerzenlichter

Die Suche nach dem Sinn des Lebens - Zur Esoterik zählen verschiedene Bereiche, wie z.B. Wahrsagen, Pendeln oder geistiges Heilen

Esoterik bedeutet aus dem Griechischen so viel wie "innerlich", damit ist die innere, meist philosophische Lehre gemeint, die nur einem kleinen Kreis zugänglich ist, im Gegensatz zur exoterischen Lehre.

Dabei ist Esoterik aber ein dehnbarer Begriff und bezeichnet auch die unterschiedlichsten spirituellen Lehren und Praktiken. Der Mensch war wohl schon immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und viele haben einen persönlichen Erkenntnisweg angestrebt.

  • Edelsteintherapie
  • Bach-Blüten
  • Reiki
  • Handlesen und
  • Pendeln

- die Esoterik fasst zahlreiche Riten und Glaubensansätze zusammen. Vom Glaube an Gesetze und Kräfte, die sich wissenschaftlich nicht belegen lassen, bis zu hin ganzen Weltanschauungen.

Die Geschichte der Esoterik

Neben der vermutlich älteren östlichen Esoterik, reicht die westliche Esoterik eher bis in das antike Griechenland zurück. Mit Pythagoras gründete sich die Bruderschaft der Pythagoreer und damit verschiedene Mysterienkulte. Man glaubte an die Wiedergeburt und die Unsterblichkeit der Seele.

Auch Platon glaubte an die Reinkarnation. Platon wies auf einen inneren Weg der Esoterik hin, der nur durch eigene Erfahrung erlebt werden kann. Durch Hermes Trismegistos gründete sich die hermetische Philosophie und begründete den Leitsatz "Wie oben, so unten".

Von der Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert

In allen Religionen gab es auch immer Mystiker und Esoteriker, wobei die etablierten Kirchen den Esoterikern skeptisch, wenn nicht sogar feindlich gegenüberstanden. In der Neuzeit gab es Rosenkreuzer- und Freimaurerlogen. Wegweisend für solche Strömungen waren Helena Blavatsky oder beispielsweise Aleister Crowley.

Ende des 19. Jahrhunderts gründete sich der Hermetic Order of the Golden Dawn. In Deutschland gab es eine Abteilung der Theosophischen Gesellschaft. Das Mitglied Rudolf Steiner gründete später die Anthroposophie.

Einflüsse der Esoterik machten sich auch immer in der Kunst und in der Musik bemerkbar. Beispielsweise bei Goethe, Novalis oder Hermann Hesse. Auch die Zauberflöte Mozarts gilt als solches Werk.

Die Renaissance der Esoterik

In der so genannten New Age Szene erlebte die Esoterik eine Renaissance. Ausgehend von der Hippiebewegung in Amerika entstand ein neues Interesse an vor allen Dingen östlichen Philosophien.

Es entstand ein regelrechter esoterischer Markt mit den verschiedensten Angeboten.

  • Astrologie
  • Kabbala
  • Numerologie
  • Tarotkarten
  • Channeling oder
  • Okkultismus

sind nur einige der dazugehörigen Praktiken. Aber auch die Psychologie wurde teilweise durch die Esoterik geprägt, etwa durch C.G. Jung oder Stanislav Grof mit der transpersonalen Psychologie. Die Esoterik ist schwer einzuordnen, denn auf der einen Seite hat sie wertvolles und der Menschheit dienendes Gedankengut, auf der anderen Seite tummeln sich in dieser Szene auch viele Scharlatane und Betrüger.

Ziele und mögliche Kritikpunkte

Die Esoterik als solche beschäftigt sich also mit Wissen und Riten, die nur einigen Auserwählten zugängig sind. Dabei reicht es bereits, in die nächste Buchhandlung zu gehen, in einem der zahlreichen parawissenschaftlichen Bücher zu stöbern und man gehört zum Kreis der Eingeweihten.

In einer Welt des rasenden Fortschritts und der Entfremdung bietet die Esoterik ein Refugium der Hoffnung und Zukunftsperspektiven. Menschen, die nicht wissen, welchen Weg sie im Leben gehen sollen, finden hier einen Fluchtweg aus der Sinnkrise. Die Suche nach dem Sinn des Lebens wird zur Suche nach höherem Bewusstsein.

Teures Hobby

Die Esoterik greift die Sehnsucht des Menschen auf, von seelischen und körperlichen Beschwerden geheilt zu werden. Menschen in akuten Lebenskrisen können Patentrezepte erwerben, die neben Elementen der humanistischen Psychologie vor allem esoterische Glaubenssätze enthalten.

Für diese Form der Lebenshilfe müssen Interessierte tief in die Tasche greifen. In Wochenendseminaren, die gut und gern 500 Euro kosten können, werden etwa

  • die Selbstliebe
  • die Göttinnenmeditation
  • das reinigende Atmen oder
  • das Schamanentrommeln

gelehrt. Die Esoterik hat sich zum Millionengeschäft entwickelt und treibt Interessierte schnell in das finanzielle Aus.

Negative Folgen

Das Erfolgskonzept ist simpel. Die Sinnsuchenden bauen schnell ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl auf. Sie wollen sich zusammen von geltenden Gesetzen und Anschauungen befreien und zu einem, mitunter elitären, höheren Bewusstsein finden.

Man fühlt sich sicher in der Gruppe. Ähnliche Sehnsüchte schweißen zusammen, gemeinsame Rituale sichern die Einzigartigkeit ihres Glaubens. Die Lehrer, Geisterheiler oder Medien versprechen den Zugang zu einer Welt voller kosmischer Wunder; die Schüler schauen zu ihnen auf und rutschen schnell in psychische Abhängigkeit.

Um diese Machtposition zu festigen, werden sukzessive gesellschaftliche und wissenschaftliche Kompetenzen in Frage gestellt. Und genau hier lauert die Gefahr.

Schnell wird die Esoterik zu einer Flucht in eine Schweinwelt, in der die moderne Gesellschaft keinen Platz hat. Die totale Abschottung ist häufig eine Folge dieses Rückzugs.

Die Esoterik kann neben der sozialen Isolation weitere gewichtige Folgen haben. Durch die Ablehnung der Schulmedizin kann es bei Erkrankten zu schweren gesundheitlichen Risiken kommen.

Verbraucherschützer fordern daher nach mehr Transparenz im Supermarkt der Sehnsüchte. Die Abgrenzung echter Wissenschaft von pseudowissenschaftlichen Inhalten muss erleichtert werden, damit die Menschen nicht mehr auf esoterische Rattenfänger hereinfallen.

Umfrage: Frauen sind deutlich abergläubischer als Männer

Vorzeichen des Aberglaubens werden von Frauen eher ernstgenommen als von Männern

Vierblättriges Kleeblatt mit Wassertropfen auf weißem Hintergrund
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Egal ob es um Schornsteinfeger, Kleeblätter oder Hufeisen geht: Deutschlands Frauen sind wesentlich abergläubischer als Männer.

Bei einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.007 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der "Apotheken Umschau" betonten drei Viertel (74,0 %) aller weiblichen Befragten: "Ja, ich achte auf Vorzeichen des Aberglaubens." Bei den Männern waren dies nur knapp über die Hälfte (51,7 %).

Das vierblättrige Kleeblatt als Anführer unter den Glücksbringern

Besondere Beachtung schenken Frauen vor allem dem vierblättrigen Kleeblatt. 47,5 Prozent halten es für einen Glücksbringer – bei den Männern sind das gerade einmal 24,6 Prozent. Auch bei Sternschnuppen am nächtlichen Himmel bleiben die Herren deutlich gelassener: Nur knapp ein Viertel (23,9 %) achtet darauf, während von den Frauen fast die Hälfte (44,1 %) davon überzeugt ist, dass Sternschnuppen Einfluss auf ihr Leben haben können.

Die Begegnung mit einem Schornsteinfeger weckt bei deutlich mehr Frauen als Männern die Hoffnung auf künftiges Glück (Frauen: 43,1 %; Männer: 19,1 %). Gleiches gilt für Hufeisen (Frauen: 27,6 %; Männer: 14,7 %) oder den Brauch, auf Holz zu klopfen, um künftiges Unheil abzuhalten (Frauen: 33,3 %; Männer: 21,2 %).

Nur der "Glückspfennig" kann bei Deutschlands Herren punkten: Immerhin empfindet ihn fast jeder dritte Mann (33,1 %) als Glück verheißend (Frauen: 46,4 %).

Viele Deutsche sind am Freitag, den 13. auf der Hut

Frau steht draußen und telefoniert mit ihrem Handy, hat einen skeptischen Blick
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Im Juni ist es wieder so weit: Der 13. des Monats fällt auf einen Freitag! Grund für viele Deutsche, an diesem Datum besonders vorsichtig zu sein. Eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.007 Personen ab 14 Jahren von der „Apotheken Umschau“ hat ergeben, dass mehr als jedem sechsten Bundesbürger (17,9%) an einem Freitag, dem 13., doch ziemlich mulmig zumute ist.

Vor allem die weiblichen Befragten sind auf der Hut: Fast ein Viertel von ihnen (22,3 %) betonte, dann ganz besonders achtsam zu sein. Die deutschen Männer geben sich dagegen deutlich weniger abergläubisch. Für die allermeisten von ihnen (86,8 %) ist ein Freitag, der 13., ein ganz normaler Tag.

Unkontrollierbare Situationen rufen Aberglaube hervor

Forscher aus den USA haben in einer Studie herausgefunden, dass Menschen, die eine Situation nur bedingt oder gar nicht unter Kontrolle haben, vermehrt zu Verschwörungstheorien oder abergläubischen Ritualen greifen.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mensch ein inneres Bedürfnis nach klar geordneten Strukturen und Verlaufsmustern hat. Solange diese jedoch in der Realität nicht vorliegen, erschafft das Gehirn lieber seine eigene Struktur, anstatt sich mit einer fehlenden Ordnung abzufinden. Besonders auffällig ist dieses Verhalten bei Sportlern, deren Erfolg stark vom Zufall abhängt.

Kleinere Menschen sind abergläubischer

Menschen mit geringerer Körpergröße neigen eher dazu, an übernatürliche Phänomene zu glauben, als Hochgewachsene. Diesen Zusammenhang stellten Wissenschaftler an der Uni Wien bei einer Untersuchung mit über tausend Österreichern fest.

Die Probanden wurden nach ihrem Glauben an Erscheinungen wie Geister oder Engel, sowie nach ihren Körpermaßen befragt. Kleinere Menschen waren demzufolge eher geneigt, an solche Phänomene zu glauben, als große Personen. Eine Erklärung haben die Wissenschaftler für diesen Zusammenhang jedoch noch nicht.

Voraussagen der Seher waren für das Jahr 2009 meistens nur Zufallstreffer

Häufig sagen Seher nur das voraus, was sehr wahrscheinlich oder nicht überraschend auftrit

Zwei Hände halten eine große Glaskugel
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Die Wahrsager hatten im Jahr 2009 mit ihren Prognosen nur selten Recht behalten, wie die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) mitteilte. Meistens handelte es sich dabei um Zufallstreffer.

Vorhersehbare Situationen - für jedermann

Nun, dass Angela Merkel wieder zur Kanzlerin gewählt wird, dass haben im Vorfeld viele gedacht und dafür muss man nicht Wahrsager sein. Auch der Tod von dem Popstar Michael Jackson kam eigentlich nicht überraschend, denn auch dies hatte man schon öfters vorausgesagt.

Aber auch die Vorsehungen von Nostradamus, ein französischer Arzt und Gelehrter, der als Autor von Prophezeiungen in den Jahren 1555 bekannt wurde, traten in diesem Jahr nicht ein, beispielsweise Wunderheilungen im Wallfahrtsort Lourdes.

Viele Wahrsager, oder auch Seher genannt, reden vom Ende der Welt, Terroranschlägen und Naturkatastrophen. Aber jeden Tag geschieht so ein Ereignis irgendwo auf dieser Welt.

Nun, für das Jahr 2010 können sich die Seher mal wieder beweisen, denn dann findet in Südafrika die Fußballweltmeisterschaft statt. Eins wissen wir alle, ein zweites Cordoba wie 1978 in Argentinien wird es nicht geben. (Niederlage der deutschen Elf in der Vorrunde gegen Österreich mit 2:3.)

Warum Menschen abergläubisch sind

Als das Institut für Demoskopie Allensbach unlängst eine Umfrage zum Thema Aberglauben durchführte, förderten die Statistiker erstaunliches zutage: Rund zwei Drittel aller Deutschen glauben an gute oder schlechte Zeichen.

Jüngstes Beispiel: Das WM-Orakel Paul. Der Tintenfisch, der in Oberhausen im Sea Life Center lebt, hatte die Siegerteams der letzten acht Fußball-WM-Spiele richtig vorhergesagt. Acht richtige Tipps hintereinander entsprechen einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 256 - für Mathematiker ist das kein sonderlich beeindruckender Schnitt.

Dennoch wird die Krake in der Presse als Wundertier gefeiert. Neurowissenschaftler vermuten, dass das Gehirn des Menschen prädestiniert ist für Aberglauben. Anders seien die hohen Verkaufszahlen von esoterischen Büchern, die Beliebtheit von Glücksbringern und Ritualen und auch der Erfolg von homöopathischen Heilmethoden nicht zu erklären. Denn letztlich sei der Placebo-Effekt nichts anderes als eine Form des Glaubens mit besonders erstaunlichen Ergebnissen.

Forscher vermuten, dass Aberglauben unsere oft sehr komplizierte Welt vereinfacht.

Wenn die Sterne Trost spenden

Junge Frau schaut lächelnd in den Himmel, im Hintergrund Grafik Halbmond und Sterne
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Wenn einmal nicht alles nach Plan läuft, und das eigene Leben außer Kontrolle zu raten droht, ist es nur menschlich, dass wir nach Trost suchen. Wie schön ist doch die Vorstellung, dass alle Dinge, die guten wie die schlechten, einer höheren Ordnung zu Grunde liegen. Denn wenn das eigene Schicksal in der Hand des Universums liegt und uns damit selbst keine Schuld trifft, kann dies durchaus etwas Beruhigendes haben.

Kein Wunder also, dass so viele Menschen sich von Astrologie und Horoskopen angezogen fühlen. Wie Psychologen anhand einer Studie der University auf Michigan herausfanden, hängt die Art und Weise, wie Menschen mit Horoskopen umgehen von ihrer Kultur ab. Wie die Forscher herausfanden, neigen Bürger westlicher Industriestaaten dazu, Horoskope als glaubwürdig zu betrachten, wenn sie die Aussagen auf sich selbst beziehen können. Menschen aus dem asiatischen Raum hingegen halten Voraussagen, die andere Personen betreffen, für authentischer.

Laut den Experten gehen diese Ergebnisse auf die unterschiedlichen Werte der verschiedenen Kulturen zurück. Demnach beschäftigen sich Menschen, die in westlichen Regionen aufgewachsen sind, in einer kritischen Situation eher mit dem eigenen Verhalten. In Asien hingegen, liegt der Fokus auf dem Verhalten des Gegenübers.

Laut den Psychologen ist die Art, mit der Menschen mit einer gewissen Unsicherheit umgehen in der eigenen Kultur begründet und somit auch die Ursache dafür, dass sie unterschiedlich mit Horoskopen umgehen.

Freitag, der 13.: Zu Unrecht als Unglückstag verurteilt

Freitag, der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren. Es gibt nicht wenige Menschen, die vor diesem Datum krankhaft Angst haben. Diese Furcht hat sogar einen Namen: Paraskavedekatriaphobie. Betroffene verzichten auf Reisen, sagen Termine ab oder bleiben gleich den ganzen Tag im Bett.

Warum Freitag, der 13. einen solchen schlechten Ruf hat, ist eher unklar. Manche glauben, dass die am 13. Oktober 1307 durchgeführte Verhaftung von Tempelrittern durch den französischen König Philipp IV. der Grund sei. Realistischer ist die Einschätzung, dass der US-Amerikaner Thomas William Lawson der Erfinder des Schreckenstermins ist. Lawson, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch Börsenspekulationen zum Multimillionär geworden war, schrieb 1907 den Börsenroman Friday the 13th.

Es gibt allerdings statistische Beweise, dass Freitag, der 13. gar nicht so gefährlich ist. So hat der Automobilclub ADAC Unfalldaten ausgewertet und dabei festgestellt, dass an dem Datum nicht mehr Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden passieren als an einem Freitag, dem 5. oder 21.

In anderen Ländern ist Freitag, der 13. kein besonderes Datum. In den spanischsprachigen Ländern und Griechenland gelten Dienstage, die auf den 13. eines Monats fallen (Martes 13), als Unglückstage. In Italien gilt Freitag der 17. als Unglücksdatum.

Der Freitag galt auch hierzulande nicht immer als unheilbringend. Noch 1930 zählte etwa im protestantischen Norden Deutschlands der Freitag als Tag, der Glück bringt und daher besonders gut zum Heiraten geeignet sei.

Traditionelle Heilkunde statt Pharma - immer mehr Schweizer bevorzugen alternative Medizin

Naturheilmittel: Homöopathische Mittel, Globuli, daneben Heilpflanzen wie Löwenzahn und Brennnessel
Naturheilmittelchen © Sonja Birkelbach - www.fotolia.de

In der Schweiz boomt die alternative Medizin: Immer mehr Schweizer setzen auf traditionelle Medizinmänner und -frauen, die durch Handauflegen eine Heilung versprechen. Vor allem in den französischsprachigen und italienischsprachigen Kantonen der Schweiz finden die Heiler immer mehr Zulauf, während die deutschsprachigen Schweizer weiterhin auf die Schulmedizin setzen. Unterstützt wird der Trend vor den Krankenhäusern, die Empfehlungen für Medizinmänner und -frauen aussprechen und Adressenlisten weitergeben.

In der französischsprachigen Schweiz fand ein Buch über die traditionelle Heilkunde reißenden Absatz und wurde über 10.000 Mal verkauft. Viele Heiler erlebten einen so großen Ansturm von Patienten, dass sie sich aus der zweiten Auflage des Buches streichen lassen mussten. Gefragte Heiler behandeln an einem Tag bis zu 300 Kranke und können 50 Franken für eine Behandlung verlangen, die lediglich 60 Sekunden in Anspruch nimmt.

Obwohl einige der wichtigsten Pharmakonzerne der Welt ihren Sitz in der Schweiz haben, stoßen sie bei ihren Landsleuten auf immer weniger Zustimmung. Viele empfinden die moderne Schulmedizin als entmenschlicht und suchen den Kontakt zu Heilern. Die Kantone Fribourg und Jura nahmen das Handauflegen sogar in die Liste der "Lebendigen Traditionen der Schweiz" auf.

Übersinnliche Erfahrungen und der Glaube an Mystischen prägt die Österreichische Bevölkerung

Österreichs Bevölkerung ließ in einer Studie klar erkennen, dass ihr Glaube nicht nur Gott und Jesus mit einschließt. Überraschend hoch ist der Glaube an das Schicksal. Dieser steht hier an oberster Stelle, gefolgt von dem Schutzengel, welcher vor Unglück bewahren soll. Gott und Jesus belegen hier nur Platz drei und vier.

Glaubwürdig erscheint auch das Vorhandensein von übersinnlichen Kräften und Mächten. Verblüffend ist auch die Tatsache, dass die österreichische Bevölkerung relativ häufig an eine außerirdische Existenz glaubt.

Männer sind hier jedoch stärker davon überzeugt als das weibliche Geschlecht. Fast ein Drittel hält sogar Geister und den Teufel für keine Utopie. Spiritistische Sitzungen, schwarze Magie und Voodoo Zauber wurden ebenso als nicht unwahrscheinlich angegeben. Faszination scheint auch die nordische Mythologie und ihre Wesen wie Kobolde, Elfen und Trolle auszuüben, jedoch mit einem nur sehr kleinen Stellenwert.

Werwölfe, Zombies und Vampire sind hier eher für die Filmindustrie interessant. Bei dieser Umfrage gaben ca. sechzig Prozent der Befragten eine Erfahrung mit Übersinnlichem an.

Der Vollmond und die selektive Wahrnehmung: Warum sich Aberglaube hartnäckig hält

Vor allem die selektive Wahrnehmung des Menschen dürfte den Glauben an eine Auswirkung des Vollmondes bekräftigen

Junge Frau schaut lächelnd in den Himmel, im Hintergrund Grafik Halbmond und Sterne
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Prangt am Nachthimmel ein leuchtend heller Vollmond, geht es auf der Erde oft turbulent zu. Dieser Aberglaube hält sich auch im rationalen 21. Jahrhundert noch immer hartnäckig. So wird dem Vollmond

zugeschrieben,

  • eine höhere Anzahl an Geburten und
  • an steigenden Krankenhausaufnahmen.

Astronomen der University of California verweisen vergeblich auf neue Studien, die den Aberglauben mit harten Daten entkräften. Ihnen bleibt nur noch die Annahme, dass der Mensch dem sogenannten Confirmation Bias anhängt: Sie akzeptieren nur Informationen und Begründungen, die ihre eigenen Überzeugungen untermauern. Auf Deutsch wird dieses Verhalten auch gerne als selektive Wahrnehmung bezeichnet.

Selektive Wahrnehmung bezüglich der Masernimpfung

Dass die selektive Wahrnehmung auch im Jahr 2015 noch blüht, beweist derzeit auch die grassierende Masernepidemie, bzw. der irrationale aber feste Glaube daran, dass eine Masernimpfung dem Nachwuchs schaden könnte. Genauso verhalte es sich mit den angeblich gehäuften Verkehrsunfällen oder Geburtenraten zum Vollmond. Allerdings ist diese Form des Irrglaubens zumindest nicht potenziell lebensgefährlich für andere.

Mehrheit der deutschen Männer sagt: "Träume sind Schäume"

Deutschlands Männer halten nicht viel von phantasievoller Traumdeutung. Bei einer aktuellen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2019 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des Gesundheitsmagazins Apotheken Umschau kam heraus, dass zwei Drittel aller Männer ihren Träumen keinerlei Beachtung schenken:

66,5 Prozent messen der Studie zufolge ihren nächtlichen Träumereien keine besondere Bedeutung bei. Sie meinen stattdessen: „Träume sind Schäume“.

Ganz anders die Frauen. Von ihnen sagen deutlich mehr als die Hälfte (54,5), dass Träume durchaus nicht nur „Schäume“ seien.

Wird die Medizin zu komplex, sind einfache Erklärungen und Esoterik gefragt

Das magische Denken um Gesundheit und Krankheit breitet sich immer weiter aus. Das hat der Kulturwissenschaftler Matthias Badura von der Universität Tübingen erfahren, der am Beispiel einer Warzenbesprecherin untersuchte, warum Menschen sich auf wissenschaftlich nicht überprüfbare alternative Heilverfahren einlassen.

„Es muss sich niemand mehr schämen, dass er an Irrationales glaubt“, sagt er im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Dahinter stecke die Sehnsucht, Zusammenhänge wieder überschauen zu können. Dies sei in der zunehmend technisch gewordenen Schulmedizin vielen nicht mehr möglich. Die Akzeptanz magischer Einflüsse ziehe sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. „Meistens gehen die Menschen ganz pragmatisch mit den Heilmethoden um“, hat Badura festgestellt. „Funktioniert es, ist es gut. Wenn nicht, dann ist es auch nicht weiter schlimm.“

Viele Patienten fahren auch zweigleisig: Ihrem schulmedizinischen Doktor vertrauen sie nach wie vor, probieren aber zusätzlich alternative Methoden aus.

Im Folgenden gehen wir auf unterschiedliche Bereiche und Thesen der Esoterik etwas genauer ein...

Wahrsagen, Pendeln und Co. - Ist da was dran?

Die Griechen hatten einen eigenen Ort: Das Orakel Delphi. Hier warteten sie stundenlang, um von den dort tätigen Orakelfrauen mehr über ihre Zukunft zu erfahren.

Doch auch die Maya, die Indianer und auch die Ägypter hatten alle ihre Methoden, in die Zukunft zu schauen. Das Bedürfnis nach dem Wissen um das, was kommen mag, ist heute ungebrochen. Und so tummeln sich unzählige Wahrsager, die teilweise am Telefon oder im direkten Kontakt ihre Dienste für meist teures Geld anbieten.

Aberglaube

Eines haben alle Methoden gemeinsam: egal, ob der Wahrsager in eine Glaskugel schaut, die Karten bemüht oder das Pendel schwingt, die Interpretation dessen, was er sieht, liegt allein bei ihm. Dem Kunden ist in der Regel nicht nachvollziehbar, warum es zu diesem Ergebnis gekommen ist. Und so ist er darauf angewiesen, der Weissagung Glauben zu schenken oder auch nicht.

Damit fallen das Weissagen und alle seine Methoden in den Bereich des Aberglaubens. Besonders die katholische, aber auch die evangelische Kirche haben Schriften verfasst, in denen sie das Wahrsagen ablehnen. Da die Voraussagen der Wahrsager in den meisten Fällen nicht nachvollziehbar sind, weil viele in Orakelsprüchen formuliert sind, wird es weiterhin eine Frage des Glaubens oder Nichtglaubens bleiben.

Da die Interpretation des Pendels für den Kunden nicht nachvollziehbar ist fällt dies in den Bereich
Da die Interpretation des Pendels für den Kunden nicht nachvollziehbar ist fällt dies in den Bereich des Aberglaubens

Kriminalität bekämpfen

Viele Wahrsager geben sich sehr viel Mühe mit ihren Zeremonien und es gibt immer wieder Berichte von Menschen, die tatsächlich hellseherische Fähigkeiten haben. Meistens sind diese aber nicht beeinflussbar. Sie sehen Dinge unwillkürlich voraus und können nicht mittels der Konzentration auf einen Menschen dessen Zukunft sehen.

Und im Gegensatz zu vielen kommerziell arbeitenden Wahrsagern nehmen solche Hellseher meist kein Geld für die Mitteilung ihrer Sehungen. In den USA ist es inzwischen recht verbreitet, dass Ermittler der Polizei mit Hellsehern in Kidnappingfällen zusammen arbeiten. Wie hoch die Erfolgsquote hier wirklich ist, bleibt im Halbdunkel.

Fakt ist jedoch, dass viele Menschen tatsächlich Dejà-vu-Träume haben von Ereignissen, die sich dann genau so abspielen, doch dies als Wahrsagen zu bezeichnen ist wohl recht weit her geholt. Allerdings lässt sich abschließend resümieren, dass es tatsächlich Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die man auch im 21. Jahrhundert und somit der absolut technisierten Welt, nicht logisch begreifen kann. Muss man ja auch nicht, doch Vorsicht im Umgang mit Wahrsagern und Co. sollte man trotzdem walten lassen.

BGH-Urteil: Wahrsager dürfen nicht menschliche Problemlagen ausnutzen

Wer als "übernatürlicher" Berater psychisch labile Menschen berät, muss mit Rückzahlungen rechnen

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Das Aktenzeichen III 7R 87/10 hatten die Wahrsager, Kartenleger und magischen Lebensberater in Deutschland wohl übersehen. Es ist die Kennziffer eines Urteils des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe. Ab sofort dürfen "übernatürliche" Berater nicht mehr psychisch labile Menschen oder solche in schwierigen Lebenslagen beraten, ohne eine Rückzahlung des Honorars zu riskieren.

Der entsprechende Fall, der zu diesem Urteil führte, hört sich an, wie ein schlechter Film: Ein Mann, der die Trennung von seiner Freundin nicht verkraftete, ließ sich im Jahr 2008 von einer Kartenlegerin 35000 Euro abnehmen. Sie versprach dem Messebauer immer wieder, dass seine Freundin bald zu ihm zurück käme.

Verweigerung einer weiteren Zahlung führt zum BGH-Urteil vor Gericht

Anfang 2009 hatte der Mann seine Krise immerhin so weit überwunden, dass er eine Sektenberatung aufsuchte und dort, bei der Stuttgarter Aktion Bildungsinformation, ganz "natürliche" Berater mit seinem neuen Geldproblem konfrontierte. Das war so erfolgreich, dass er sich 2009 weigerte, noch weitere 7.000 Euro an die Kartenlegerin zu überweisen.

Das gefiel der Dame nicht. Sie zog vor Gericht. Ihr Anwalt sagte, sie verlange mit dem selben Recht Geld, wie ein Pfarrer, der ein Gebäude mit Weihwasser segnet.

Diese Argumentation verfing nicht. Es kam zum BGH-Urteil. Ab sofort müssen sich "Magier" davor hüten, menschliche Problemlagen auszunutzen. Jetzt wird geprüft, ob die Frau "sittenwidrig" gehandelt hat. Falls ja, bekommt der liebeskranke Messebauer sein Geld zurück.

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    35.000 Euro Kosten für eine Kartenlegerin - Mann in Lebenskrise kann nicht bezahlen

    Eine Kartenlegerin in Stuttgart legte ein Jahr lang Karten für einen Mann, der in einer Lebenskrise steckte. Er rief die Kartenlegerin mehrmals täglich an. Nun konnte er ganze 35.000 Euro, die sie sich kosten ließ, nicht bezahlen.

    Er ging vor Gericht. In der Vorinstanz des Oberlandesgerichts Stuttgart sollte nun entschieden werden, wie labil der Mann wirklich war und ob ihm bewusst war, worauf er sich hier eingelassen hatte in Bezug auf die hohen Summen, die ihm grundsätzlich entstehen würden bei jedem Telefonat. Bei der Kartenlegerin sollte bezüglich Sittenwidrigkeit nachgegangen werden.

    Nun musste aber zur Zufriedenheit aller keine Urteilsfällung stattfinden. Der Rechtsstreit konnte beigelegt werden, wie das Oberlandesgericht verkündete. In einer mündlichen Berufsverhandlung kam es zu der Einigung, dass der Mann die Hälfte des geforderten Betrages zahlen wird, auch die Gerichtskosten würden in geteilter Bezahlung erfolgen.

    Eine Einigung, die jeden der Parteien nun zufriedenstellen sollte.

    Diese Sternzeichen gehen häufig fremd

    Den Sternzeichen werden die unterschiedlichsten Eigenschaften zugeschrieben, auch wenn es um Liebesdinge geht. Doch die traditionellen Klischees vom treuen Fisch oder der harmoniesüchtigen Waage scheinen nicht mehr zu gelten, zumindest nicht im Internet.

    Das Online-Netzwerk für Seitensprünge "AshelyMadison.com" wertete nun die Sternzeichen der dort angemeldeten Personen aus. Demzufolge sind am meisten Männer mit dem Sternzeichen Fisch auf dem Portal angemeldet, in dem man sich zum Seitensprung treffen kann. Den zweiten Platz belegt der Krebs, gefolgt vom Wassermann auf dem dritten Platz.

    Bei den Frauen sind die Widder besonders seitensprungaffin, gefolgt vom Zwilling und der Jungfrau.

    Niederländischer Justizminister erlaubt der Polizei den Einsatz von Hellsehern

    Manche Verbrechen hätten eine derart gravierende Auswirkung auf die Opfer, dass die Polizei alle erdenklichen Mittel einsetzen müsse, um den Fall zu lösen, sagt der niederländische Justizminister Ivo Opstelte. Daher erlaubt er der niederländischen Polizei, in Ausnahmefällen auch hellseherische Methoden zum Lösen eines Falls einzusetzen.

    Der Einsatz von Lügendetektoren, Hypnose und Drogen unterliege jedoch nur einer Spezialeinheit der Polizei und müsse zuvor von der zuständigen Staatsanwaltschaft genehmigt werden. Außerdem müssten zuvor alle herkömmlichen Mittel zur Lösung eines Falls ausgeschöpft sein, bevor sich die Beamten dieser Alternativen bedienen können, so Opstelte.

    Möglichkeiten die Zukunft durch Weissagungen zu erfahren

    Pendel zeigt auf ein Symbol
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    Das Thema Weissagungen ist schon seit Jahrhunderten, bis zum heutigen Tag, ein sehr interessantes Thema für viele Wissbegierige. Verschiedene Techniken sind vorzufinden, damit Licht in das Dunkel gebracht wird.

    Tarot Karten und Runen

    Sehr beliebt sind Tarot Karten. Sie können als Set gekauft werden und schon der Zug einer Tageskarte verspricht Voraussagen. Wie Tarot funktioniert wird durch dem beiliegenden Buch nahe gebracht. Als älteste Möglichkeit zur Wahrsagung gehören die Runen. Schon zweitausend Jahre vor Christus waren diese Schriftzeichen eine Wahl der Darstellung auf Wänden in Höhlen.

    Pendel und Apfelschalenorakel

    Bei der Qual der Wahl soll das Pendel helfen. Durch das Ausschlagen dieses praktischen Hilfsmittels, kann eine eindeutige Aussage zwischen Ja oder Nein gefunden werden. Die unterschiedlichen Linien in den Innenflächen der Hände geben für viele Menschen soviel preis, dass Kommendes angeblich zu erkennen ist.

    Ein positiver Aspekt ist beim Apfelschalenorakel leicht erkennbar. Nachdem mit einem langen Schalenstück ein wenig Licht in die Zukunft und den Namen des kommenden Partners gebracht wurde, wird der Verzehr des geschälten Apfels einen gesunden Vitaminstoß auslösen.

    Numerologie und Aurabilder

    Komplizierter funktioniert die Numerologie. Zahlenkombinationen, Zahlenwerte und Quersummen sind für diese Weissagungen aussagekräftig. Zu guter Letzt sollten noch Aurabilder in die Gruppe der beliebten Weissagungen aufgenommen werden, obwohl es sich hier eher um ein wenig Spaß als einem Wahrheitsgehalt geht. Charakter und die augenblickliche Verfassung sind angeblich durch Farben zu interpretieren.

    Die geistige Heilung ist im esoterischen Bereich ebenso beliebt - hier sollte man sich das Angebot ganz genau ansehen...

    Geistiges Heilen - Wie schütze ich mich vor Scharlatanen?

    Vielen älteren Menschen wird der Name "Bruno Gröning" noch ein Begriff sein. In den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat er für zahllose Heilungen, namentlich für tausende von Kriegsveteranen gesorgt.

    Dabei konnte die Ursache der Heilungen nie wirklich ganz geklärt werden. Bruno Grönings Antwort auf diese Frage lautete ganz einfach: "Nur Gott kann heilen, kein Mensch kann heilen!"

    Seine Erfolge gaben ihm allerdings Recht und nur sein früher Tod verhinderte seinerzeit, dass auch die deutschen Gerichte seine Heilerfolge anerkennen mussten. Für seine Anhänger ist Bruno Gröning allerdings, auch über seinen Tod hinaus, bis heute noch als Heiler wirksam und er war gleichsam sicher einer der Vorreiter auf dem Weg des geistigen Heilens in Deutschland.

    "Wer Erfolg hat, hat Recht!"

    Ganz gleich, ob Sie nun generell an solche Dinge glauben oder nicht: Für alle solche Phänomene dürfte erst einmal, wie im Leben übrigens sonst auch, der Satz gelten: "Wer Erfolg hat, hat Recht!" Wenn Sie sich also auf diesen Grenzbereich der Medizin einlassen wollen, dann schauen Sie immer erst einmal, welche Erfahrungen andere Menschen mit einem bestimmten Heiler gemacht haben.

    Lesen Sie Erfahrungsberichte und tauschen Sie sich mit anderen Patienten aus. Hilfe beginnt oft allein in der Kommunikation mit anderen Menschen. Verlassen Sie sich dabei, wenn möglich, nicht nur auf eine Meinung sondern versuchen Sie, so viel wie möglich von anderen zu erfahren, denn ein ganz wesentliches Beurteilungskriterium für die Qualität, nicht nur eines Heilers, liegt in der Wiederholbarkeit seines Erfolgs.

    Den Heiler im Blick behalten

    Wenn Sie danach zu dem Schluss kommen, dass diese Erfahrungen und Ergebnisse Sie überzeugen, dann sehen Sie einmal darauf, was der Heiler für seine Leistungen verlangt. Verfolgt er mit seinem Tun nämlich ausschließlich oder überwiegend seine eigenen Pekuniärinteressen, dann dürfte das ein sicheres Indiz dafür sein, dass er in Wirklichkeit nicht an Ihrer Heilung, sondern vielmehr nur an Ihrem Geld interessiert ist.

    Achten Sie also auf die Person des Heilers, auf seine Einstellung und auf seinen Lebensstil. Wenn er sich da nicht bescheiden gibt, dann ist er mit großer Sicherheit auch kein Wohltäter.

    Im Übrigen gilt, ganz besonders in diesem Bereich: Verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl. Gerade, wenn es um Grenzbereiche des wissenschaftlich Belegbaren geht, da sollten Sie auf dieses Gefühl achten und auch ganz beherzt danach handeln.

    Den Kopf unter dem Motto "Prinzip Hoffnung" zu verlieren, wird Ihnen nämlich bei einer genaueren Betrachtung nur noch mehr Schmerz, Sorge oder Angst verursachen. Doch das muss nun wirklich nicht sein.

    Schamanismus als alternative Heilmethode gegen Schmerzen?

    Eine alternative Heilmethode, mit der man angeblich auch Schmerzen behandeln kann, soll der sogenannte Schamanismus sein. Hierbei wird mit einer Jahrtausend alten Tradition, die vermutlich seinen Ursprung in Sibirien hat, mit Rasseln und Trommeln versucht den Patienten von seinen Beschwerden zu heilen. So soll der Patient in die Zeit gedanklich zurückversetzt werden, zu der er noch keinerlei Schmerzen spürte.

    Bei dieser Zeremonie betätigt der Schamane seine Rasseln und Trommeln, doch unterscheidet sich heutzutage seine Kleidung zu der seiner Vorfahren, denn statt Federschmuck und bunten Gewändern trägt er Jeans und Pullover.

    Malawi: Priester dürfen Aids-Patienten nicht mehr helfen

    Im afrikanischen Staat Malawi sind rund eine Millionen der insgesamt 13 Millionen dort lebenden Menschen mit dem Aids-Virus infiziert. Stündlich sterben zehn Menschen an der Krankheit.

    Nun hat die Regierung eine Verordnung durchgesetzt, nach der in Zukunft Quacksalber, Priester und andere kirchlich tätige Personen keine selbst definierten Heilungsverfahren mehr an den Patienten anwenden dürfen.

    Grund dafür ist die Tatsache, dass die sogenannten Heiler Aids-erkrankten Männern dazu raten, Geschlechtsverkehr mit Jungfrauen zu haben. Andere raten den Infizierten von Medikamenten ab und vertreten die Meinung, dass nur Gott helfen könne.

    Yoga-Meister will mit Atemübungen "kranke" Schwule heilen

    Indiens bekanntester Yoga-Meister hat es sich zur Mission gemacht, kranke Schwule dank Atemübungen zur Heterosexualität zu bekehren. Der Guru ist der Meinung, dass der angeborene Defekt des Schwulseins mittels Meditation und Atemübungen geheilt werden kann.

    Der Yoga-Meister, bekannt auch durch seine zahlreichen TV-Auftritte, macht nun besonders aktiv, da das seit der Kolonialzeit bestehende Homosexuellenverbot nun aufgehoben ist. Doch nicht nur der Yogi ist aufgebracht, sondern besonders auch die konservativen religiösen Kreise innerhalb Indiens.

    "Angewandte Mineralogie" - mit Kristallen die Heilung unterstützen

    Die kabbalistische Überlieferung bezeichnet jede Existenz als "Erscheinungsform des Göttlichen". Alles, was uns umgibt, wird mit einem hieroglyphischen Zeichen in Verbindung gesetzt und bringt, wenn es richtig gehandhabt wird, eine bestimmte Energie mit sich. Vor allem Steine, Kristalle sowie Mineralien sind dabei in der Lage als "Angewandte Mineralogie" das Ungleichgewicht des Körpers wieder in Lot zu bringen.

    Je nachdem, welche geometrische Form Edelsteine und Co. aufzeigen, so wirken sie auch mit unterschiedlichen Energiemustern und setzen verschiedene Kräfte und Aktivitäten frei. Wenn man mit Kristallen arbeitet und diese archetypischen Kräfte der Platonischen Körper mit ihnen kombiniert, kann die Wirkung verstärkt werden.

    Es gibt eine Vielzahl von Büchern auf dem Markt, die die Heilung mit Kristallen Schritt für Schritt erklären. Wer sich auf das Legen der Steine einlässt, hat so die Chance, viele gesundheitliche Probleme auf magische Weise wieder in den Griff zu bekommen.

    Voodoo – Zauberei aus Afrika

    Vodoo stammt aus Afrika und wird am häufigsten in Benin praktiziert

    Flagge von Benin
    Flagge von Benin © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

    Bei Voodoo denkt man häufig an kleine, nadelgespickte Püppchen, die einen Kontrahenten mit jedem Piekser peinigen. Doch Voodoo ist noch viel mehr. Im afrikanischen Land Benin gilt er als staatlich anerkannte Religion. Von dort aus gelangte er mit dem Sklavenhandel früherer Jahrhunderte nach Mittel- und Süd-Amerika. Darum Voodoo auch in Haiti soweit verbreitet.

    Ursprung und Geschichte des Vodoos

    Voodoo ist mehr als tausend Jahre alt. Er entstand in den Gebieten südlich der Sahara und hat auch dort heute noch seine größte Verbreitung. Man schätzt, dass in Benin etwas 70 Prozent der Menschen aktiv Voodoo betreiben. Der Glaube an Zauberei und Geistern ist keineswegs nur für Flüche zuständig. Die Priester, die die geheime Macht und das Wissen besitzen, sollen auch Glück, Reichtum und Gesundheit verschaffen können.

    Viele Mythen ranken um die Vodoo-Bräuche

    Häufig leben die Voodoo-Anhänger jedoch in Furcht. Die Möglichkeit der Priester je nach Gusto Gutes oder Böses zu tun, lässt die Menschen stets mit dem Schlimmsten rechnen. Es ist schwierig für Außenstehende, in das System Voodoo einzudringen und es zu begreifen. Darum sind auch viele Mythen im Umlauf. So wird beispielsweise angenommen, dass Voodoo auch Menschenopfer durchführt.

    Unterschiede in den verschiedenen praktizierenden Ländern

    Da der Voodooglaube nicht schriftlich festgehalten ist, unterscheiden sich die Riten und Glaubensansätze. In Brasilien und Haiti wird Voodoo anders zelebriert, als in Afrika. Einmal im Jahr treffen sich Voodoo-Anhänger in Benin. Am 10. Januar findet dort ein großes Fest statt. In Ouidah am Atlantik können die Menschen allerlei Priester und Hexen treffen. Für Kranke und Arme ist dies die Chance, einen guten Zauber zu erhalten und die Sorgen los zu werden.

    Eine weitere beliebte Methode, zu seinem inneren Ich zu finden, ist die Unterstützung durch Engel - auch diesen Bereich beleuchten wir einmal genauer...

    Mit Engeln den Alltag meistern

    Engel kennt man aus den monotheistischen Religionen die auf Abraham zurückgehen, also im Judentum, im Christentum und im Islam. Ein Bewusstsein für Engelwesen tritt uns aus allen älteren Kulturen entgegen. Dabei wurden Engel auch immer als Mittler zwischen Gott und den Menschen verstanden.

    In der Kunst werden Engel meist als androgyne Wesen mit Flügeln dargestellt. Dies will Engelwesen in ihrer Andersartigkeit und als Boten zwischen den Welten zeigen.

    Biblische Engel und Engel in der New Age Szene

    In der Bibel ist von Engeln, Hierarchien und Erzengeln die Rede. Dabei stellt sich das Problem, dass man Engel nicht sehen kann und sie aus einer anderen Wirklichkeit stammen. Das bedeutet, dass man an Engel glauben muss.

    Gerade durch die New Age Szene nähern sich Menschen wieder der Engelwelt und erlauben sich, sich mit deren Wirklichkeit zu verbinden. Da werden Engel als energetische Wesen begriffen mit denen man durch Gebet oder Meditation in Kontakt treten kann.

    Oft wird diese Kontaktaufnahme durch ein kleines Ritual begleitet. Sei es, dass eine Kerze entzündet wird oder dass Engelbilder oder Engelkarten aufgestellt werden.

    Die Begleitung eines Engels drückt wohl den tiefen Wunsch nach Schutz und Geborgenheit aus, nach jemandem, dem man sich anvertrauen kann und der auf einen aufpasst.

    Der vermittelt zwischen dem göttlichen und dem irdischen Dasein. Für viele Menschen hat es etwas Beruhigendes, mit einem Engel kommunizieren zu können, ihm Sorgen und Nöte anzuvertrauen und auf Beistand zu hoffen.

    Die Bedeutung eines Engels für Kinder und Erwachsene

    Gerade für Kinder können die Engel eine tröstliche Instanz darstellen. Der Gedanke des Schutzengels, der das Kind bewacht und beschützt, lässt das Kind auch schwierige Situationen meistern, etwa wenn es Angst vor dem Einschlafen hat.

    Kinder sind empfindsam und empfänglicher für bestimmte Eindrücke. Einen Schutzengel an der Seite zu haben, kann ein Gefühl der Sicherheit geben.

    Aber auch für die Eltern kann es ein ermutigendes Gefühl sein, das Kind durch einen Engel beschützt zu wissen. Psychologisch gesehen kann der Glaube an Engel helfen, den Alltag zu meistern.

    Kornkreise - so entstehen sie

    Nahaufnahme Goldener Ährenstand, Getreide, im Hintergrund ein Weizen oder Ährenfeld, blauer Himmel, Cerealien
    ähren © Rebel - www.fotolia.de

    Kornkreise - Zeichen von Außerirdischen, Studentenulk oder vom Winde verwehtes Getreide? Schon viele Gerüchte rankten sich um die geometrischen Formen und Figuren. Richard Taylor, Physiker und Kunstwissenschaftler an der Universität von Oregon, hat seine eigene Theorie. Mithilfe von Laser, GPS-Geräten und einem Magnetron, einer Vakuum-Laufzeitröhre zur Erzeugung von elektromagnetischer Strahlung, hätten Unbekannte die Kornkreise erschaffen.

    Nach Taylors Meinung sind die namenlosen Künstler jedoch irdischen Ursprungs und nicht mit einem UFO auf unseren Planeten gereist, um uns eine Nachricht zu hinterlassen. Die Strahlen des Magnetrons, so der Wissenschaftler, ließen die Halme knicken und umfallen. Das Gerät wirke in einem Radius von bis zu neun Metern.

    Gerade während der Erntezeit sind Kornkreise verstärkt zu beobachten. Besonders häufig wurden sie Ende der 1980er-Jahre gesichtet. Seitdem gibt es jährlich Meldungen über 150 bis 300 Kornkreise, vor allem in Südengland.

    Welche Erkrankungen werden mit dem Mythos der Werwölfe in Zusammenhang gebracht?

    In verschiedenen Legenden, so auch in den Büchern von Harry Potter, wird von Werwölfen berichtet.

    Hierbei handelt es sich Wolfs- oder Haarmenschen, die sich zu rasenden Bestien verwandeln. In den Harry-Potter-Romanen von Joanne K. Rowling wird dies auch beschrieben, so wurde der Lehrer Lupin als Kind von einem Werwolf gebissen und verwandelte sich regelmäßig bei Vollmond auch in einen solchen.

    Doch wie kommt es eigentlich zu diesem Werwolfs-Syndrom, das man auch als Hypertrichose bezeichnet. So wird in extremen Fällen der gesamte menschliche Körper von Haaren bedeckt und im Mittelalter wurden solche Wolfsmenschen gerne am königlichen Hofe vorgeführt. Aber anders als bei den Hexen wurden diese Menschen nicht verfolgt.

    Heutzutage wird vermutet, dass ein Gendefekt vorhanden ist, so dass ein normalerweise ständiger Haarausfall und automatisches Nachwachsen verhindert wird. Mit Hilfe einer Laser-Therapie versucht man deswegen die Haarfollikel, wo sich am unteren Ende die Haarwurzel befindet, zu veröden, doch ist diese Behandlung kostspielig und aufwendig und es kann zur Narbenbildung kommen.

    Oftmals werden die Werwölfe auch als lichtscheu beschrieben, so könnte eine seltene Stoffwechselerkrankung, die Porphyrie, dafür ein Grund darstellen. Da diese betroffenen Patienten die Dunkelheit bevorzugen, kommt es als Folge auch zu einer Rückbildung des Zahnfleisches, so dass die Zähne automatisch größer wirken. Auch wachsen im Gesicht verstärkt die Haare, so dass diese Menschen tatsächlich wie ein Werwolf aussehen. Wenn nun diese Menschen noch zusätzlich an Tollwut erkrankt waren, so könnte dieser Verdacht des Werwolfs noch verstärkt werden.

    Doch heute weiß man, dass bei der Tollwut die Betroffenen unter starken Schmerzen und einer Schlucklähmung leiden, so dass die Erkrankung nach ein paar Tagen tödlich endet, denn eine Heilung ist nicht möglich.

    Auch der folgende Bereich - die Wirkung der Gedankenkraft - stammt aus der New Age Szene...

    Unsere Gedanken schaffen die Wirklichkeit - was ist dran an der These?

    "Wir sind was wir denken", ist vor allen Dingen eine These aus der New Age Szene. Mit der Kraft der Gedanken und dem positiven Denken werden Glück, Gesundheit, Erfolg und Sorglosigkeit versprochen.

    Dass die Gedanken Realität erschaffen, soll den Gesetzen des Bewusstseins unterliegen. Fast jeder Mensch kennt das Phänomen - wenn er gut gelaunt und positiv in den Tag startet, hat er meist auch nur nette Begegnungen und die Mitmenschen begegnen ihm freundlich. Ist man hingegen mürrisch und schlecht gelaunt, trifft man im Supermarkt garantiert auf eine ebenso mürrische Kassiererin.

    Der Mensch als energetisches Wesen

    Wenn man den Menschen als ein Wesen begreift, der mit anderen Energiefeldern in Resonanz geht, wäre diese These haltbar. Dann würde unser Denken nicht nur den Alltag, sondern unsere ganze Wirklichkeit beeinflussen und prägen.

    Dass die Gedanken Kraft haben und die Qualität des Denkens sich auf unser Gemüt und Befinden auswirkt, ist nicht zu leugnen. Quantenphysiker wissen es schon längst, dass es ein Schwingungsfeld gibt und dieses kann durch die Gefühle erfahren werden. Gedanken erzeugen Gefühle und beeinflussen damit unser ganzes Sein.

    Im Reiz ist nichts, im Kopf ist alles

    Welche Kraft die Gedanken haben, spürt man deutlich, wenn man mit dem Rauchen aufhören oder eine strenge Diät einhalten will. Es sind immer nur die Gedanken, die um den Suchtpunkt kreisen. Alles findet nur im Kopf statt und positiv kann man die so genannte Willenskraft spüren.

    Sorgenvolle Gedanken bestärken einen schlechten oder depressiven Zustand und lassen Hoffnung und Zuversicht gar nicht mehr zu. Dementsprechend gestalten sich dann auch die Erfahrungen, die gemacht werden.

    Gute und lichtvolle Gedanken hingegen scheinen auch gute Erfahrungen anzuziehen. Man ist voller Freude und Glück spiegelt den inneren Zustand und zieht dann auch im Äußeren gute Begebenheiten an.

    So schützen Sie Ihre Gedanken

    Sicher kennen Sie das Gefühl, mit einem Menschen in einem Raum zu sein und dessen Gefühle zu übernehmen. Eben noch war man gut gelaunt und auf einmal senkt sich eine gedrückte Stimmung nieder. Das Energiefeld des anderen Menschen wurde spürbar.

    Aber wie schützt man sich oder was tut man für gute Gedanken? Das so genannte positive Denken wirkt auch nur begrenzt. Denn es ist nicht unser Bewusstsein, dass sich auf unsere Realität auswirkt, es sind vor allen Dingen unsere unbewussten Glaubensinhalte und Glaubensmuster.

    Hexenmarkt in Bolivien

    Wer einen traditionellen Hexenmarkt besuchen möchte, der muss sich auf den Weg nach La Paz in Bolivien machen.

    Auf der gesamten Länge der Calle Santa Cruz kann jedermann die kuriosesten Wundermittel bestaunen und käuflich erwerben. Um Männer vom Alkohol zu befreien, muss man sich zum Beispiel Teufelstropfen kaufen. Mütter erhalten von geschäftstüchtigen Ehefrauen Zündschnüre von Dynamitstangen. Deren ekeliger Gestank soll Kleinkinder vom Schreien abhalten.

    Auch wenn Doña Ancelma Góngora behauptet das sie mit "Hexerei" nichts am Hut hätte, versucht sie mit felsenfester Überzeugung ihre skurrilen Wundermittel unter die Leute zu bringen. Unter anderem findet man zwischen ihren Angeboten ein Parfüm, welches Männer zu Hengsten und Frauen willenlos machen soll.

    Urvolk hat in Taiwan eine Hexenschule gegründet

    Paiwan heißt das taiwanische Urvolk, das nun eine Hexenschule in Taiwan gegründet hat. Die alte Tradition der Hexenkunst, die seit Jahrtausenden Bestand hat, soll mit dieser Gründung das Aussterben dieser traditionsreichen Kunst schützen. Wong Yu Hua, einer der Gründerinnen, sieht darin die Möglichkeit, das kulturelle Erbe des Urvolkes an die Kinder weiterzugeben und somit bei diesen zu einem besseren Verständnis ihrer Kultur beitragen zu können.

    Hexen als Mittlerinnen zwischen Menschen und Göttern

    Nach ihren Angaben werden zunächst zehn Hexenschülerinnen im Süden des Landes einen Unterricht erhalten, wobei es schon bald mehr Schülerinnen in Sachen Hexenkunst geben soll. Nur noch 20 Hexen gibt es unter den rund 86.000 Paiwanern, was deutlich macht, dass in den letzten fünfzig Jahren hier 80 Hexen weniger unter dem Urvolk zu finden sind. In Taiwan leben noch 14 unterschiedliche Eingeborenenstämme, unter denen die Hexen eine Mittlerfunktion zwischen den Menschen und den Göttern beinhalten.

    Neuer "Druiden-Orden" wird in Potsdam gegründet

    Vor 75 Jahren haben die Nationalsozialisten die beiden Orden "Königin Luise" und "Sanssouci" in Potsdam zur Auflösung gezwungen. Jetzt soll aber ein neuer Druiden-Orden gegründet werden, wobei am 26. März ein Info-Abend stattfinden wird.

    Bei diesem Orden können nur Männer Mitglied werden, aber auch die Partnerinnen sind zu dem Treffen eingeladen. Alle zwei Wochen wird man sich zu einer Sitzung treffen, wobei nur Mitglieder zugelassen sind. Man sucht noch neue Mitglieder, die über 40 Jahre alt sind. Nach den Sommermonaten soll dann die eigentliche Gründung erfolgen.

    Geistergeschichten in englischem Pub

    In einem englischen Pub hat kürzlich einem Poltergeist das Bier nicht geschmeckt, wie es scheint. Die Kneipe in Gloucester bewegte sich in Anwesenheit von Zeugen ein Bierglas von allein auf dem Tisch und fiel schließlich zu Boden. Das Ganze wurde auch mit einer Videokamera dokumentiert.

    Der Pubbesitzer gruselt sich, denn es ist nicht die erste Spukgeschichte in dem Lokal und nach seiner Aussage war der Tisch eben und wackelfest und kein Gast in der Nähe. Eine Geisterforscherin berichtete der BBC ganz begeistert von dem aktiven Spukhaus, das sie schon länger unter der Lupe hat. Es gebe hier auch "cold spots", merkwürdige Geräusche und eine bewegte Historie, unter anderem von Kindern, die angeblich in dem Haus verbrannt sind.

    In England gilt das Druidentum jetzt auch als Religion

    Das Druidentum gibt es in England bereits seit über tausenden von Jahren. Sie verfolgen eine heidnische Tradition und glauben an Götter in Form von Naturgewalten wie Donner, Sonne oder auch Geistern. Schon lange kämpfen die Anhänger des Druidentums um die Bezeichnung als eigenständige Religion.

    Diese haben sie jetzt auch von der Kommission für Stiftungen und Wohltätigkeitsorganisationen bekommen. Damit gilt sie gesetzlich als Religion und genießt nun genauso wie das Christentum steuerliche Vorteile.

    Geisterjäger in Singapur – Das Geschäft läuft gut für Dämonenaustreiber

    Geisterjäger erkennt mit dem "dritten Auge" Geister und Dämonen

    So modern Singapurs Skyline erscheint, so tief verwurzelt ist der alte Aberglaube in der Bevölkerung. Das spürt Chew Hon Chin auf angenehme Weise. Er betreibt eine Firma, die Geister ausfindig macht und sie vertreibt. Sein „drittes Auge“ hilft ihm dabei, denn damit kann er zielsicher Dämonen erkennen.

    Wie die Geisterjäger arbeiten

    Ein typisches Beispiel, für das Arbeitsgebiet von Chew Hon Chin war der Auftrag, den ihm die 56jähre Zhang Qiao Zhu gegeben hatte. Seit einiger Zeit spürte sie, dass nachts jemand versuchte, sie zu ersticken. Sie wußte nicht mehr weiter und bat nun Chew Hon Chin um seine fachmännische Hilfe. Durch sein drittes Auge gelang es ihm recht schnell eine unsichtbare Gestalt in Zhang Qiao Zhu Wohnzimmer auszumachen. Diese sei aber nicht für die Attacken in der Nacht verantwortlich, erklärte er. Zu allererst müsse das Haus gründlich von Geistern gereinigt werden. Dazu nutze er allerlei Gerätschaften und ließ die Hausfrau schließlich ein blau-gestreiftes Handtuch aus dem Schrank entfernen.

    Drei bis vier dieser Fälle erledigt der Geisterjäger pro Tag. Die Kosten für die Dämonenbeseitigung sind gestaffelt. Einen Verstorbenen zu besänftigen kostet um die 57 Euro. Schwere Fälle von besonders renitenten Geistern können auch um einiges teurer werden.

    Geister und Dämonen sollten sich vor dem Geisterjäger in acht nehmen

    Sein „Drittes Auge“ entdeckte Chew Hon Chin relativ spät. Als er noch einen Nachtclub betrieb, hatte ihn ein Angestellter verflucht. Daraufhin spukte er über viele Jahre Blut, Insekten und auch schon mal Metallspäne. Als er wieder gesund war, zeigte sich ihm der Jadekaiser, eine Gottheit des Taoismus. Dieser habe ihn zu seinem Patensohn ernannt und während einer wochenlangen Meditation in die Geheimnisse des Geistervertreibens eingeführt. Er selbst habe keinerlei Angst vor Geistern und Dämonen. Die sollten sich eher vor ihm in acht nehmen, erklärt Chew Hon Chin.

    Die Hexen und ihre Hexenpflanzen im Spiegel der Zeit

    Wie es zum Hexenkult und der damit verbundenen Verfolgung kam

    Frische grüne Kräuter vor Holzmörser
    Fresh Herbs © marilyn barbone - www.fotolia.de

    Am 30. April war die sogenannte Walpurgisnacht. Der Legende nach reiten da die Hexen auf dem Blocksberg und anderswo. Zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert wurden vor allem Frauen tatsächlich als Hexen angesehen und verfolgt. Es handelte sich um weise Frauen und Heilerinnen, die bis zum 15. Jahrhundert im Volk gut angesehen waren.

    Entstehung des Hexenkults

    Der Begriff Hexe stammt vom althochdeutschen "Hagazussa" und bedeutet "Zaunreiterin". Damit war ursprünglich nichts böses gemeint. Aber ab dem 15. Jahrhundert setzte in Europa eine Klimaveränderung ein, die wir heute "die kleine Eiszeit" nennen. Es gab große Hungersnöte. Nachdem zunächst die Priester vom Volk dafür verantwortlich gemacht worden sind, verstand es die Kirche, den Volkszorn auf die Hexen umzulenken.

    Es wurden insgesamt bis zu 60000 Hexen und Hexer verbrannt. In Deutschland fand 1775 der letzte Hexenprozess statt. Mit den Hexen, die Kräuterkundige waren, kamen auch bestimmte Pflanzen in Verruf, die vorher im Volk als Drogen verwendet wurden. Ab dem 15. Jahrhundert waren diese Nachtschattengewächse plötzlich Hexenpflanzen und der Gebrauch wurde bestraft.

    Hier sind vor allem drei Pflanzen zu nennen. Die Tollkirsche verursacht in kleinen Dosen Sinnestäuschungen und erweitert die Pupillen. Sie wurde als Rausch- und Schönheitsmittel eingesetzt. Man sagt, 10 Tollkirschen können einen Mann töten. Beliebt war auch das Bilsenkraut (Hyscyamus niger). Der Name kommt vom indogermanischen "Bhel" und das heißt Fantasie. Die Pflanze ruft die Illusion des Fliegens und angeblich sehr realistische erotische Träume hervor. Schließlich war ab der "kleinen Eiszeit" der Stechapfel (Datura Stramonium) verpönt. Der Maler Hieronymus Bosch soll seine schaurigen Bilder im Stechapfelrausch gemalt haben.

    Noch zwischen 1950 und 1965 sollen in Indien 3000 Menschen am Stechapfelrausch gestorben sein. Heute gibt es in Europa keine Hexen mehr und die Hexenpflanzen oder zumindest ihr Gebrauch sind mitverschwunden.

    Grundinformationen und Hinweise zur Esoterik

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    Quellenangaben

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    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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