Vogelhäuschen - Arten, Standort und Tipps für das richtige Vogelfutter

Mit einem Vogelhäuschen lässt sich die Natur ein kleines bisschen besser kennen lernen. Besonders Kinder beobachten die Vögel sehr gerne. Doch nicht immer gelingt es auf Anhieb, dass die Tiere das Häusschen annehmen. Es gibt einige Aspekte, die man in Sachen Standort und Vogelfutter beachten muss. Lesen Sie, wie Sie mit Ihren Projekt Vogelhäuschen Erfolg haben können.

Es gibt unterschiedliche Arten von Vogelhäuschen - vom Futterhaus bis zum Nistkasten; man kann sie im Handel kaufen oder auch selbst bauen

Was wäre die Natur ohne Vogelgezwitscher? Das Beobachten von Vögeln macht nicht nur Erwachsenen Spaß; auch Kinder haben ihre Freude daran. Dafür ist ein Vogelhäuschen ideal, und viele Modelle werden auch zum echten Hingucker.

Bald wird am Vogelhäuschen ein reges Treiben herrschen. So werden die heimischen Vogelarten unterstützt und man kann damit auch ihren Fortbestand sichern, dies ist ein entscheidender Beitrag um die Umwelt zu schützen.

Allerdings wird oft empfohlen, dass man nur in der kalten Jahreszeit füttern soll, da die Vögel in der übrigen Zeit genug Nahrung in der freien Natur finden. Eine Vogeltränke kann man aber immer bereitstellen und ein Vogelhaus bietet auch Schatten.

Tipps zum geeigneten Standort

Über Vogelhäuschen gibt es einiges Wissenswertes. Zum Beispiel sollte man wissen, dass nicht jede Vogelart in jedem Häuschen brüten möchte.

Das entscheidende Auswahlkriterium für den Vogel ist die Größe des Schlupflochs. Meisen benötigen andere Lochgrößen als Amseln oder Zaunkönige. Wer also eine bestimmte Vogelart beim Brüten beobachten möchte, der sollte auch das ihr entsprechende Häuschen bereit stellen. Oder hängen.

Der perfekte Nistplatz im Garten

Wohin am besten mit dem Vogelhäuschen? Die meisten Vogelhäuschen hängen an Bäumen. Dennoch sind Bäume nicht unbedingt der ideale Nistplatz, denn der Hauptfeind Katze kann nahezu jeden Baum erklimmen.

Keinesfalls sollten Vogelhäuschen daher in der Nähe von Querästen platziert werden. Lediglich hohe Bäume mit sehr glatten Stämmen und ohne Querverzweigungen eignen sich gut als Nistplatz. Die Obstbäume, die üblicherweise aber in einem Garten stehen, erfüllen dieses Kriterium meist nicht, während ein Laubbaum natürlich als Nistplatz ideal ist, da die Blätter ausreichend Schatten spenden.

Plätze am Haus

Ein bei Vögeln sehr beliebter Standort für ein Vogelhäuschen ist auch eine glatte, warme Hauswand. Das Häuschen kann sogar der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein; das stört die Vögel nicht, sondern erleichtert ihnen auch an kühleren Tagen und Nächten die Bruttätigkeit.

Achten Sie beim Aufhängen an der Hauswand darauf, dass das Häuschen genügend Abstand zur Dachrinne hat. Auch Dachrinnen und Fenstervorsprünge sind beliebte Ausgangspunkte für die nächtlichen Beutezüge von Katzen. Auch sollte der Brutplatz nicht durch einen großen Sprung zu erreichen sein.

Was Vögel entgegen der manchmal gehörten Meinung jedoch nicht stört, ist die direkte Nachbarschaft zum Menschen. Sie können das Vogelhäuschen also direkt auf der Terrasse, dem Balkon oder in der Nähe zur Gartentür aufhängen; die Vögel werden sich dadurch nicht am Brüten oder Füttern hindern lassen.

Natürlich sollte man vermeiden, das Häuschen zu öffnen oder die Vögel anderweitig zu stören. Der Versuch, zu den brütenden Vögeln eine Beziehung herstellen zu wollen, ist ebenfalls aussichtslos.

Achten Sie darauf, das Vogelhäuschen nicht auf der Wetterseite aufzuhängen, damit es nicht hinein regnen kann. Vögel werden ein wetterseitig befestigtes Häuschen nicht annehmen, und keine Brut darin beginnen.

Verschiedene Arten von Vogelhäuschen

Ein Vogelhäuschen kann man selbst bauen oder ein fertiges kaufen. Die Auswahl ist groß und es gibt viele unterschiedliche Modelle.

Manche sind aus imprägniertem Holz, andere kommen recht bunt daher. Es gibt welche zum Hängen und solche die stehen, dann gibt es noch die so genannten Nistkästen.

Ein Vogelhäuschen ist vor allen Dingen ein Futterplatz, hauptsächlich zur kalten Jahreszeit. Es bietet den Vögeln aber auch Schutz, beispielsweise vor Katzen und Raubvögeln, aber auch vor der Witterung. Spatzen, verschiedene Meisenarten oder auch Rotkehlchen besuchen hierzulande ein Vogelhaus gern und es spricht sich bei den gefiederten Freunden schnell herum, wo es Nahrung, Wasser und Schutz gibt.

Vogelhäuschen haben verschiedene Formen und Größen; bei manchen kann man von einer regelrechten Vogelvilla sprechen. Es gibt welche mit Schindeln, andere sind reetgedeckt oder sie sind mit Holzplatten oder Dachpappe abgedeckt.

Dabei ist das Aussehen aber eher für den Vogelfreund entscheidend. Die Vögel richten sich eher danach, ob es als Futter- oder als Nisthaus angeboten wird.

Wenn man sich dafür entschieden hat, die Vögel zu versorgen, muss man ihnen in jedem Fall artgerechtes Futter anbieten. Neben Meisenknödel sollte es auch loses Futter geben und auch eine Vogeltränke ist sinnvoll.

Die Vor- und Nachteile von stehenden und hängenden Vogelhäuschen

Vogelhäuschen bringen Leben in den Garten und können auch zum schönen Blickfang werden. Es gibt sie aus unterschiedlichen Materialien, in vielen verschiedenen Ausführungen. Dabei gibt es Modelle die stehen und solche die hängen.

Das hängende Häuschen

Bei den hängenden Vogelhäuschen darf bei der Aufhängung auf keinen Fall ein Nagel in den Baum geschlagen werden. Statdessen müssen sie mit Draht an einem Ast befestigt werden.

Da können sie aber unter Umständen schwer erreichbar sein, um das Futter einzulegen oder sie zu säubern. Außerdem braucht man auch einen geeigneten Baum.

Je nach den Gegebenheiten kann ein Vogelhäuschen auch an einer Wand befestigt werden. Dann sollte es aber genügend Abstand zum Lebensraum der Menschen haben, sodass die Vögel ungestört sind und das Vogelhäuschen auch annehmen. Ein Vogelhäuschen bietet den Vögeln eine Futterstelle und einen Rastplatz. Deshalb sollte es an einem geschützten Platz hängen.

Das hängende Vogelhäuschen
Das hängende Vogelhäuschen

Das stehende Häuschen

Ob man sich für ein stehendes oder hängendes Vogelhäuschen entscheidet, ist zum einen Geschmacksache, aber auch der vorhandene Platz ist ausschlaggebend.

Ein stehendes Vogelhäuschen hat den Nachteil, dass es auch für Katzen und andere natürliche Feinde erreichbar ist. Je nach Bauart nimmt es eventuell auch mehr Platz in Anspruch. Allerdings ist es zum Füttern leichter erreichbar.

Ob ein Vogelhäuschen stehend oder hängend ist, kann darüber entscheiden, von welchen Vogelarten es frequentiert wird. Entscheidend ist aber auch, ob es sich um ein geschlossenes oder halboffenes Vogelhäuschen handelt.

Egal für welches Vogelhäuschen man sich entscheidet, man kann es fertig kaufen oder auch selber bauen. Dafür findet man viele nützliche Bauanleitungen.

Das stehende Vogelhäuschen
Das stehende Vogelhäuschen

Im Folgenden gehen wir genauer auf die unterschiedlichen Arten von Vogelhäuschen ein...

Futterhäuser

Merkmale

Futterhäuser für Vögel gibt es aber nicht nur zum Aufstellen für den Garten, sondern auch zum Aufhängen. Die Häuschen haben dann oben eine Befestigung, sodass man sie vors Fenster oder auf den Balkon hängen kann. In jedem Fall besteht ein Futterhäuschen aber aus einer rechteckigen Holzplatte mit einem Dach darüber.

Die Größe variiert; man sollte jedoch kein zu kleines Futterhäuschen kaufen. Es gibt Futterhäuser, die ganz schlicht nur "ein Dach über dem Kopf" bieten und wieder andere Häuschen, die die Vögel auch vor schlechtem Wetter wie z.B. Regen schützen können.

Viele Vogelhäuschen sind komplett aus Holz gefertigt; es gibt sie jedoch auch aus Kunststoff. Dann sehen sie vielleicht nicht so schön aus, haben aber den Vorteil, dass Tiere wie z.B. Katzen sich nicht mit ihren Krallen daran hochhangeln können.

Beim Kauf eines Futterhäuschens sollte man aber nicht nur auf die Optik achten. Den Vögeln ist es im Prinzip egal, ob sie ein bunt verziertes Dach haben oder ein einfaches, aber stabiles Holzdach.

Futterhäuser sehen auch noch hübsch aus im Garten
Futterhäuser sehen auch noch hübsch aus im Garten

Anbringung

Hat man nun ein Futterhäuschen gekauft oder vielleicht sogar selbst gebaut (auch das ist für Hobbyhandwerker nicht schwierig!), muss man nun überlegen, wie und wo man das Häuschen aufstellt oder aufhängt. In jedem Fall muss es für die Vögel von allen Seiten angeflogen werden können.

Es empfiehlt sich, das Futterhäuschen einige Meter vom Haus entfernt aufzustellen. Wer selbst Katzen hat und verhindern möchte, dass die Katze ständig Jagd machen möchte, der kann einen Stacheldraht um den Pfosten wickeln, auf dem das Futterhäuschen steht.

Mehr ist bei einem Futterhäuschen eigentlich nicht zu beachten. Nun muss man sich nur noch Gedanken machen, welches Futter man hineinstreut und ob man das ganze Jahr über füttern möchte oder nur in der kalten Jahreszeit.

Futtersäulen

Wer sich kein Vogelhäuschen in den Garten stellen möchte, kann Vögel auch mit einer Futtersäule füttern.

Merkmale

Futtersäulen sehen vielleicht nicht so schön aus wie Vogelhäuschen aus Holz, dafür halten sie die Körner für die Vögel hygienisch sauber. Eine Futtersäule besteht meist aus Plastik oder Plexiglas und sieht wie eine durchsichtige Röhre aus.

Diese wird kopfüber aufgehängt und Vogelfutter hineingefüllt. Je nach Modell befinden sich an der Futtersäule auch kleine Kletterstangen, auf die sich die Vögel setzen können.

Um die Futtersäule herum sind kleine Löcher, aus denen unterschiedlichste Vögel das Futter picken können. Da die Futtersäule rundherum geschlossen ist, werden die Körner nicht nass.

Außerdem erfolgt auch keine Verunreinigung durch Kot, weil die Vögel an den Sitzstanden sitzen, während sie fressen. Dadurch haben Futtersäulen einen großen Vorteil gegenüber Vogelhäuschen.

Regelmäßige Reinigung

Unten an der Futtersäule befinden sich oftmals auch noch Aufhänger für Meisenknödel oder eine Vorrichtung für eine Auffangschale, sodass herausfallendes Futter nicht am Boden landet. Durch ihr Material sind die Futtersäulen leicht zu reinigen, was man auch regelmäßig tun sollte.

Selbst wenn das Futter lange Zeit hygienisch bleibt, weil es praktisch nicht durch Kot verunreinigt werden kann, muss die Futtersäule trotzdem regelmäßig abgehängt, gereinigt und mit frischem Futter gefüllt werden. Zwischen einer und der nächsten Reinigung wird natürlich regelmäßig nachgesehen, ob wieder neues Vogelfutter nachgefüllt werden muss. In die Futtersäule kann man unterschiedliche Körner, Erdnüsse o.ä. füllen, je nachdem, wie groß die Fressöffnung(en) ist bzw. sind.

Anbringung

Futtersäulen haben oben einen Bügel zum Aufhängen, sodass man vielfältige Möglichkeiten der Anbringung hat. Man kann die Futtersäule z.B. am Balkon oder an einen dicken Ast aufhängen.

Natürlich müssen die Futtersäulen so angebracht werden, dass sie für Katzen unzugänglich sind. Selbst wenn die Futtersäule einmal hinunterfällt, passiert in der Regel nichts, weil das Material bruchsicher ist.

Futtersäulen sind zweckmäßig und relativ günstig. Sie eignen sich für Haus- oder Wohnungsbesitzer, die gerne eine Vogelschar in ihrem Garten oder vor dem Fenster sehen möchten. Und wer weder einen Garten noch einen Balkon hat, muss übrigens auch nicht auf eine Futtersäule verzichten: Es gibt auch Futtersäulen, die man mit Saugnäpfen an der Fensterscheibe befestigen kann.

Nistkästen

Nistkästen findet man in jedem Wald. Doch auch zu Hause kann man sich einen solchen Nistkasten aufhängen, um den Vögeln beim Brüten behilflich sein zu können.

Nistkästen stellen einen Schutz für die frei lebende Vogelwelt dar. Sie sind ein fester Bestandteil des Vogelschutzes.

Das Anbringen von Nisthilfen ist immer dann sinnvoll, wenn natürliche Höhlen fehlen. Dabei sind Nistkästen nur für Höhlenbrüter geeignet, wie beispielsweise für

  • Meisen
  • Gartenrotschwänze
  • Feldsperlinge
  • Haussperlinge
  • Stare oder
  • Trauerschnäpper.
Nistkästen sind sinvoll wenn natürliche Höhlen fehlen
Nistkästen sind sinvoll wenn natürliche Höhlen fehlen

Merkmale

Nistkästen sind in der Regel aus Holz gefertigte Häuschen mit einem runden Loch, durch das die Vögel hinein- und wieder herausfliegen können. Für jede Vogelart gibt es den passenden Nistkasten, denn große Vögel brauchen natürlich eine größere Öffnung als kleine. Möchte man also nur den kleinen Vögeln eine Brutstätte bieten, so entscheidet man sich für einen Nistkasten mit kleinem Loch.

Die einzelnen Nistkästen, die man im Handel finden kann, unterscheiden sich aber nicht nur an der Größe des Loches, sondern auch an der Helligkeit im Inneren. Es gibt nämlich Vögel, die mehr Licht zum Brüten benötigen als andere. Hochwertige Nistkästen sind auch so konstruiert, dass Tiere wie zum Beispiel ein Marder oder eine Katze nicht mit der Pfote in das Innere des Nistkastens gelangen.

Wer sich dafür entschieden hat, einen Nistkasten aufzuhängen, muss dann darauf warten, ober er von den gefiederten Freunden auch angenommen wird. Wenn die Vögel die Erfahrung machen, dass sie ungestört brüten können, kann es sein, dass sie immer wieder zu den Nistkästen zurückkehren. Zumindest bestimmte Vogelarten.

Anbringung

Damit die Vögel auch ungestört brüten können und sich die Jungvögel gut entwickeln, muss man natürlich überlegen, wo man den Nistkasten anbringt. Nistkästen werden meist aufgehängt oder mit einem Nagel befestigt.

Natürlich sollten auch diese für Katzen unzugänglich sein. Dazu kann man unterhalb einen Stacheldraht anbringen, der die Katze davon abhalten wird, hinaufzuklettern.

Gelegte Eier dürfen auf keinen Fall von Menschenhand berührt werden, sonst kann es passieren, dass sie von den Vogeleltern nicht mehr angenommen und bebrütet werden. Die geschlüpften Jungen müssen auch ungestört gefüttert werden können.

Zu viele Nistkästen auf engstem Raum bringen nicht immer Erfolg. Es gibt zwar Vögel, die sich nicht daran stören, wenn mehrere Nistkästen nebeneinander hängen, es gibt aber auch andere Vogelarten, die nicht so nah an einer anderen Vogelfamilie "wohnen" möchten. Man sollte also bedenken, wo der nächste Nistkasten ist und dementsprechend seinen eigenen Nistkasten aufhängen.

Aufgehängt wird der Nistkasten zum Beispiel gerne an einer Hauswand, da diese die Vögel gut vor dem Wetter schützen kann. Das Einflugloch sollte dabei Richtung Osten oder Richtung Süden zeigen, keinesfalls auf die Wetterseite.

Passende Jahreszeit

Die Vögel brüten im Frühjahr, das bedeutet, dass man den Nistkasten nicht erst im Juni aufhängen sollte, sondern spätestens im zeitigen Frühjahr. Auch im Herbst und Winter sind die meisten Nistkästen nicht unbewohnt, da es sich dann Mäuse darin gemütlich machen.

Man kann den Nistkasten also auch im Herbst oder Winter aufhängen. Hängt der Nistkasten den ganzen Winter über, so muss er im Frühjahr gründlich gereinigt und evtl. auch neu gestrichen werden.

Meisenknödel und -ringe

Sobald die kalten Tage kommen, kann man überall Meisenknödel entdecken. Darunter versteht man kleine Futtersäckchen, die mit Futter für die Vögel gefüllt sind.

Merkmale

Der klassische Meisenknödel hat ein grünes Netz und ist rund. Im Inneren des Netzes befindet sich Vogelfutter, das mit Fett in eine runde Form gepresst wurde. So fallen die Körner nicht heraus, sondern die Vögel müssen sich an das Netz hängen und die Körner herauspicken.

Im Allgemeinen bestehen Meisenknödel aus Sonnenblumenkernen, Weizen- und Haferflocken, die mit Rinder- oder Kokosfett vermischt zu einer Kugel geformt und in ein Netz gefüllt werden.

Meisenknödel gibt es fertig im Handel in verschiedenen Zusammensetzungen zu kaufen, beispielsweise zusätzlich mit Insekten, Nüssen oder auch mit Obst oder Beeren.

Genauso wie es Meisenknödel zu kaufen gibt, sind auch Meisenringe erhältlich. Der Inhalt ist im Prinzip identisch, nur haben sie die Form eines Ringes, der mit einer Schnur aufgehängt werden kann.

Meisenknödel bringen Vögel satt durch den Winter
Meisenknödel bringen Vögel satt durch den Winter

Anbringung

Sowohl Meisenknödel als auch Meisenringe kann man praktisch überall aufhängen. Sie eignen sich zum Anbringen an Futtersäulen, Futterhäuschen oder einfach zum Aufhängen an einen Ast.

Richtige Jahreszeit

Wenn es im Herbst sehr kalt wird, dann ist der Zeitpunkt, an dem man die Meisenknödel oder -ringe aufhängen kann. Zu früh sollte man die Vögel allerdings nicht damit verwöhnen, da der Mensch die Tiere mit der Fütterung in der kalten Jahreszeit schließlich nur unterstützen sollte, wenn die Vögel sonst kein Futter finden können.

Den Meisenknödel sollte man so aufhängen, dass die Vögel ihn gut erreichen können. Am besten ist es, wenn er irgendwo frei hängt und die Vögel von allen Seiten picken können.

Direkt unter einer Regenrinne sollte man natürlich kein Vogelfutter aufhängen, da hier ständig Wasser nach unten tropft. Auch sollte man keine zwei Meisenknödel bzw. -ringe direkt übereinander hängen, da sonst der herabfallende Kot von den Vögeln, die oben picken, den unteren Meisenknödel verunreinigen kann.

Natürlich hängen die meisten Menschen das Vogelfutter auch nicht ganz uneigennützig auf. Schließlich freut man sich ja auch, wenn man den Vögeln im Winter etwas Gutes tun und sie dafür beim Fressen beobachten kann. Demzufolge sollte man das Vogelfutter so aufhängen, dass man einen guten Blick darauf hat.

Eigene Herstellung

Übrigens kann man Meisenknödel und -ringe auch ganz einfach selbst herstellen, gerade Kindern macht dies großen Spaß. Man benötigt dazu

  • Tierfett
  • Körner
  • eine Schnur und
  • eine Kuchenform oder einen Becher.

Das Fett erwärmt man in einem Topf und gibt dann die Körner dazu. Beides wird gut vermischt und anschließend in den Becher oder die Silikon-Kuchenform gefüllt. Die Schnur gibt man ebenfalls dazu und lässt das Vogelfutter erkalten, ehe man es aufhängt.

Mit ein wenig Geschick lässt sich ein Vogelhäuschen auch selbst bauen...

Vogelhaus selber bauen

Ein Vogelhäuschen kann einfach selbst gebaut und nach Belieben bemalt werden
Ein Vogelhäuschen kann einfach selbst gebaut und nach Belieben bemalt werden

Ein selbstgebautes Vogelhaus erfreut nicht nur die Tiere, sondern auch uns Menschen. Spätestens, wenn die ersten Vögel das Haus annehmen und sich über das ausgelegte Futter freuen, erkennen wir das Nutzen unserer Arbeit.

Der Vogelhausbau kann für junge und alte Menschen gleichermaßen eine interessante und ertragreiche Beschäftigung sein. Es können viele verschiedene Materialien verwendet werden und zahlreiche Bauanleitungen erleichtern die Vorbereitung. Auch der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Es ist sehr schön wenn sich Menschen finden, die Freude daran haben einigen Vögeln ein nettes Haus zu schaffen. Dies ist eine handwerkliche Herausforderung, die nicht nur den neuen Bewohnern, sondern auch den Bauherren begeistert.

Ausgerüstet mit den nötigen Utensilien, lassen sich regelrechte Vogelpaläste basteln. Ob alleine oder mit der gesamten Familie, der Bau von Vogelhäusern ist ein interessanter und lehrreicher Zeitvertreib.

Materialien

Bei der Materialwahl sollte darauf geachtet werden, dass kein chemisch behandeltes Holz verwendet wird und dass keine scharfen Kanten hervorstehen. Ansonsten kann von Holz über Metall bis hin zu Plastik jedes Material für den Bau eines Vogelhauses genutzt werden.

Materialien, die sich eigenen sind neben Holz auch Presspappe und Styropor. Die Hauptsache ist, dass sich die Grundmaterialien gut bearbeiten und verarbeiten lassen. Plastik, Stein oder Metall sind hierbei nicht besonders hilfreich.

Am beliebtesten ist Holz. Denn zum einen strahlt ein hölzernes Vogelhaus Natürlichkeit aus und zum anderen lässt sich Holz gut verarbeiten. Es kann auch von Kindern oder von handwerklich nicht so erprobten Personen problemlos gesägt, genagelt und gestrichen werden.

Schritt für Schritt zum Vogelhaus

Der erste Schritt beim Bau eines Vogelhauses ist mit der Materialwahl bereits erledigt. Nun gilt es, sich für einen Bauplan zu entscheiden oder selbst Skizzen anzufertigen.

Eine Grundfläche von 20x30 cm ist vollkommen ausreichend; die Seitenteile sollten eine Höhe von rund 20 cm haben. Beim Eingangsbereich ist darauf zu achten, dass auch große Vögel in das Futterhaus gelangen können. Wichtig ist zudem, dass die Seitenwände des Häuschens eines oder mehrere Löcher von ca. 3-4 cm Durchmesser haben, damit die Vögel auch jederzeit hineinkönnen.

Mit Schablonen können anschließend die Umrisse der einzelnen Bauteile auf das Holz gezeichnet werden. Im nächsten Schritt kommt die Stichsäge zum Einsatz. Scharfe Kanten sollten anschließend abgeschliffen werden, bevor die Seitenwände auf die Bodenplatte geschraubt oder genagelt werden.

Da auch Schrauben und Nägel eine Verletzungsgefahr für Vögel darstellen, sollten diese nicht aus dem Holz rausragen oder aber entsprechend abgedeckt werden. Für das Dach kann das gleiche Holz verwendet werden, aufgebrachte Bitumenbahnen sorgen für Witterungsbeständigkeit.

Innengestaltung

Das Innenleben des Vogelhauses ist individuell zu gestalten. Manch einer, der sehr kreativ ist, schafft es einen Mehrgeschosser zusammenzustellen, der verschiedene Etagen und Schlupflöcher bietet.

Hierbei kann man Stangen im Vogelhaus befestigen, auf denen sich die Vögelchen niederlassen können, oder Bretter einbauen und diese Ebenen dann schön auspolstern. Es ist sehr wichtig, dass von vornherein etwas Heu oder ein paar feine Stöckchen ins Vogelhaus gelegt werden, damit es sich die neuen Einwohner gleich gemütlich machen können.

Schutzlasur

Damit auch der Rest des Vogelhauses der Witterung nicht schutzlos ausgeliefert ist und viele Jahre genutzt werden kann, sollte es, wenn möglich, schon vor dem Zusammenbau, mit Holzlasur gestrichen werden. Bei der Farbwahl ist darauf zu achten, dass kein Rot verwendet wird, da Vögel diese leuchtende Signalfarbe meiden.

Der Anstrich mit einer Dauerschutz-Holzlasur schützt das Vogelhaus jahrelang vor Regen, Schnee und UV-Belastung. Für das Dach eignet sich übrigens Wellpappe hervorragend als Abdeckung, denn sie ist wetterfest und lässt bei Sonnenschein den darauf befindlichen Schnee schnell schmelzen, sodass der ungehinderte Zugang zum Vogelhäuschen für unsere kleinen Freunde zu jeder Zeit gewährleistet ist.

Ist das Häuschen fertig, müssen Sie nur noch ein schönes Plätzchen für das nützliche Kunstwerk finden. Und denken Sie bei der Grundstückssuche daran - auch Vögel bevorzugen die Ruhe und eine freundliche Nachbarschaft. Wenn das Vogelhäuschen dann endlich hängt, können Sie stolz auf sich sein, denn Sie haben Gutes getan.

Hat man sich für das passende Häuschen entschieden, so gilt es, das richtige Futter zu besorgen - wichtig in diesem Zusammenhang ist auch das Thema Ganzjahresfütterung...

Wissenswertes zur Vogelfütterung

Gerade im Winter ist es durchaus empfehlenswert, die Vögel zu füttern. Wann man mit dem Füttern beginnen sollte, was gefüttert werden kann und ob man auch im Frühling und Sommer füttern darf, erfahren Sie im Folgenden.

Unterschiede zwischen Stadt und Land

Das richtige Futter für jeden Vogel
Das richtige Futter für jeden Vogel

Wenn man den Vögeln etwas Gutes tun und sie mit Futter versorgen möchte, so muss man bedenken, wo man wohnt: Vögel in Großstädten finden natürlich schwieriger Futter als Vögel auf dem tiefsten Land.

Wer in einer Großstadt wohnt, kann durchaus schon im September anfangen, die Vögel zu füttern. Hier ist es auch sinnvoll, längere Zeit zu füttern als auf dem Land. Während die Vögel in der freien Natur im Frühling wieder genügend Nahrung finden, sollten Stadt-Vögel bis in den Mai hinein gefüttert werden.

Das Füttern der Vögel im frühen Herbst hat aber auch die Vorteile, dass sich die Zugvögel für ihre lange Reise Richtung Süden sattfressen können. Und auch die Vögel, die das ganze Jahr über bei uns leben, können frühe Wintereinbrüche leichter überstehen, wenn sie ein paar zusätzliche Fettreserven haben.

Pro und Contra in Sachen Ganzjahresfütterung

Immer wieder hört man in den Medien aber auch von der Ganzjahresfütterung. Hier gibt es Befürworter und absolute Gegner.

Die Befürworter einer Ganzjahresvogelfütterung sind der Meinung, dass Vögel gerade in Ballungsgebieten selbst im Frühling und Sommer zu wenig Nahrung finden. Hier gibt es kaum Hecken und Sträucher, geschweige denn Bäume, von denen sich die Vögel ernähren könnten.

Aber auch in ländlicheren Regionen finden Vögel laut Ansicht der Befürworter immer weniger Futter, weil die Pflanzen als Unkraut angesehen werden, die für die Vögel am nahrhaftesten wären. Die Gegner der Ganzjahresfütterung sehen das Zufüttern des Menschen trotzdem nur in den Monaten für sinnvoll an, in denen die Vögel wirklich aus eigener Kraft kein Futter finden können.

Wenn man die Vögel das ganze Jahr über füttern möchte, so sollte man sich informieren, welches Vogelfutter geeignet ist und wo man es hinlegt. Wichtig ist, dass das Vogelfutter nicht durch Kot verunreinigt wird, da die Vögel sich sonst durch dieses Futter infizieren können.

Das richtige Futter auswählen

Vogelfutter gibt es übrigens heute fast überall im Supermarkt zu kaufen. Dabei stellt sich oft die Frage, welches Vogelfutter ausgelegt werden sollte und welche Inhaltsstoffe den Vögeln die richtigen Nährstoffe bieten.

Passendes Angebot für alle Vogelarten

Die einheimischen Vögel können in zwei Gruppen eingeteilt werden: die Weichfresser mit ihren kleinen und spitzen Schnäbeln und die Körnerfresser mit ihren dicken Schnäbeln. Zur ersten Gruppe zählen zum Beispiel Amseln, Drosseln und Rotkehlchen, zur zweiten gehören Meisen, Finken und Spatzen.

Um beiden Gruppen gerecht zu werden, sollten in einem Vogelhäuschen möglichst sowohl Weichfutter wie auch Körner ausgelegt werden. Weichfutter besteht unter anderem aus

  • Beeren
  • kleinen Obststücken
  • Haferflocken und
  • Rosinen.

Zu der von Körnerfressern bevorzugten Winternahrung gehören

  • Sonnenblumenkerne
  • Hanfkörner
  • Nüsse und
  • verschiedene Sämereien.

Vogelfutter, das die verschiedensten Arten anspricht, kann als Mischung im Handel erworben werden. Es enthält sowohl weiches Futter wie auch Körner und ist damit auf den Bedarf aller heimischen Singvögel abgestimmt. Das richtige Futter kann aber auch selbst hergestellt und gemischt werden.

Die besten Mischungen

Eine Körnermischung sollte zum größten Teil aus Sonnenblumenkernen und Hanfkörnern bestehen. Diese Körner werden von den meisten Körnerfressern aufgrund ihres hohen Ölgehaltes am liebsten gefressen.

Um die Mischung etwas vielfältiger und für die Tiere abwechselungsreicher zu gestalten, eignet sich auch die Zugabe von

  • Nüssen
  • Hirse
  • Mohn
  • Bucheckern
  • Kürbiskernen oder
  • Getreide.

So kommt garantiert jeder Vogel auf seine Kosten.

Auch Weichfutter kann selbst gemischt werden. Es sollte zum größten Teil aus

bestehen. Sehr gerne angenommen wird auch Frischobst, wie zum Beispiel Äpfel und Birnen. Diese sollten in kleine Happen geschnitten und alle zwei Tage frisch ausgelegt werden. So werden die Vögel satt und mit Nährstoffen und Wasser versorgt.

Die Vögel mit dem richtigen Futter gut durch den Winter bringen
Die Vögel mit dem richtigen Futter gut durch den Winter bringen

Viele Vögel freuen sich auch über Fettfutter. Dieses erhält man im Handel als Glocken, Ringe oder Knödel, die bereits fertig geschichtet und zum Aufhängen in Garten oder auf dem Balkon bereit sind.

Mit ein bisschen Arbeit lässt sich aber auch Fettfutter selbst herstellen. Man braucht dazu ein Körnergemisch, etwas Sonnenblumenöl und Talg aus der Metzgerei. Die restlichen Zutaten erhält man in Naturkostläden, Reformhäusern, Drogeriemärkten oder gut sortierten Supermärkten.

Der Talg muss in einer Pfanne geschmolzen und anschließend mit den anderen Zutaten vermischt werden. Solange diese Mischung noch warm ist, kann sie problemlos zu Knödeln oder Ringen geformt werden und nach Abkühlung den Vögeln als Nahrung dienen.

Hauptsächlich für Meisen kann man auch eine Futterglocke herstellen. Dafür benötigt man erst einmal einen Blumentopf oder die Schale einer halbierten Kokosnuss, weiterhin ein Stück unbehandeltes Seil, beispielsweise ein Jute- oder Hanfseil.

Als Futter benutzt man Sonnenblumenkerne oder auch andere Kerne und Saaten. Weiterhin eignen sich Vollkornhaferflocken, Weizen-, Dinkel- oder Gerstenflocken sowie ungesalzene und klein zerbrochene Nüsse. Dann bringt man 100g Kokosfett zum Schmelzen - aber nicht zum Kochen - und gibt 100g Futter dazu.

Das Seil zieht man durch das Loch im Blumentopf oder der Kokosnussschale und verknotet es von beiden Seiten. Dann stopft man von außen etwas Papier in das Loch und füllt das Futtermittel ein, um es erstarren zu lassen. Tipp: Das Seil vorher noch einmal von oben anziehen, damit es später nicht das erstarrte Fettfutter lockert.

Wenn die Masse fest ist, kann man noch ein kleines Ästchen an das untere Ende des Seils knoten, damit sich die Vögel daran festhalten können. Nun wird die Futterglocke an einem passenden Baum befestigt. Ein schattiger Platz ist empfehlenswert, damit die Sonne nicht das Fett schmelzen lässt.

Wer es ein bisschen einfacher haben möchte, kann auch einfach Mischungen aus Saaten, Körnern und Flocken herstellen und diese dann lose in Futterschälchen füttern. Außerdem kann man Fettfuttermasse auch direkt auf Bäume und Äste streichen.

Diese Lebensmittel sind für Vögel tabu

Wer Vogelfutter selbst herstellt, sollte nicht nur wissen, welche Nahrungsmittel und Zutaten geeignet sind, sondern auch, welche in einem Vogelhäuschen nichts zu suchen haben. Dazu gehören zum einen Fette wie

  • Brat- und Backfette
  • Butter sowie
  • Margarine.

Auch Essensreste und Küchenabfälle, vor allen Dingen Speck und Salzkartoffeln, sind gänzlich ungeeignet. Besonders, wenn diese noch gewürzt sind, können sie schon in kleinen Mengen tödlich für die Tiere sein. Auch Brot, das gerne zum Füttern verwendet wird, sollte man den Vögeln auf keinen Fall geben; es quillt im Magen auf und führt zu schmerzhaften Magenkrämpfen.

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Quellenangaben
  • Bluebird © chas53 - www.fotolia.de
  • Vogelhäuschen im Garten © Claudia Paulussen - www.fotolia.de
  • vogelhaus © Horst Weinberg - www.fotolia.de
  • aviary in tit © Zoltán Futó - www.fotolia.de
  • Nichoir © Hugues Delporte - www.fotolia.de
  • 2 Blue Tits at the fat ball © Ingo Bartussek - www.fotolia.de
  • Red birdhouse © Thor Jorgen Udvang - www.fotolia.de
  • The Blue Tit on a bird table. © Kletr - www.fotolia.de
  • Birdbox under snow during the winter © CCat82 - www.fotolia.de

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