12. Oktober 2009
Ein Komposthaufen verspricht nicht nur eine einfache und problemlose Entsorgung von Biomüll, sondern auch immer frische, gute und wertvolle Erde zum Nulltarif. Doch ist es wirklich so einfach?
Mitnichten. Keineswegs ist es so, wie es sich viele Gartenneulinge vorstellen, dass man einen Komposthaufen einfach dadurch errichtet, dass man seinen Biomüll immer an derselben Stelle ablegt. Denn auch ein Kompost benötigt Fachwissen und Pflege. Hier einige wichtige Tipps zur richtigen Vorgehensweise:
1. Suchen Sie sich zunächst einen geeigneten Platz für ihren Komposthaufen aus. Idealerweise liegt er sonnig, aber nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne. Im Dauerschatten wird er aber ebenso wenig gedeihen. Der Kompost sollte nicht direkt am Haus liegen, damit keine Geruchsbelästigung auftreten kann. Jedoch sollte er auch nicht im hintersten Winkel des Gartens versteckt sein, da man sich sonst den mühsamen Weg vielleicht zu oft sparen möchte. Rein optisch ist der Komposthaufen nicht wirklich eine Zierde, deshalb sollte er auch nicht an zentraler Stelle im Garten errichtet werden.
2. Besorgen Sie sich die richtige Einfriedung. Einfach einen Haufen zu machen, damit werden Sie nicht glücklich werden. Der Kompost benötigt Luft und muss von Zeit zu Zeit umgeschichtet werden. also ist es ideal, wenn seine Ausmaße eingegrenzt werden. In Bau- und Gartenmärkten erhalten Sie spezielle Brettersätze, die standardmäßig einen Komposthaufen von 1 x 1 x 1 Meter einfrieden. Diese sind zu einem kleinen Preis erhältlich und auch vom Laien in Eigenregie aufzubauen.
3. Schaffen Sie eine gute Grundlage. Das A und O des späteren Komposthaufens ist die allgemeine Bodenbeschaffenheit. Wichtig ist es, dass Feuchte nach unten abfließen oder absickern kann. Auf einem Lehmboden ist das oftmals nicht ganz so einfach. Der Boden direkt unter dem Kompost sollte also erst einmal aufgelockert und von großen Steinen befreit werden. Danach schüttet man ihn wieder auf. Eine ca. 10 cm hohe lockere Erdschicht darüber sorg zusätzlich für optimale Bedingungen.
4. Anlegen des Komposts: jetzt kann der zukünftige Komposthaufen mit allem gefüttert werden, was sonst im Biomüll verschwinden würde. Achten Sie besonders zu Beginn darauf, dass das Kompostiergut nicht zu nass oder nicht zu einseitig ist. Zu große Mengen frisch gemähten Grases können zum Beispiel zu Schimmelbildung führen. Organische Abfälle wie zum Beispiel Fleichreste gehören ebenfalls nicht in den Kompost.
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28.07.11 | |
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