Es gibt viele Situationen und Gründe, warum Kinder in Not geraten können. Das können kleine und große Nöte sein, etwa dass sie mit dem Verhalten der Eltern nicht einverstanden sind und sich nicht ernst- und wahrgenommen fühlen.
Sie können mit der häuslichen Situation überfordert sein, weil sich die Eltern trennen oder scheiden lassen. Kinder können häusliche Gewalt, Misshandlungen oder gar Missbrauch erfahren. Die Eltern können ein Drogen- oder Alkoholproblem haben und die Kinder können vernachlässigt sein. Ältere Kinder können in der Schule von Mobbing betroffen sein oder in der Pubertät mit sich selbst nicht mehr klar kommen. Sie können ein Suchtproblem haben oder unter Essstörungen leiden. In solchen Situationen ist es wichtig, dass die Kinder Hilfe und Unterstützung erfahren.
Eine der ersten Anlaufstellen ist das Jugendamt, hier gibt es auch Erziehungsberatungsstellen und diese können freiwillig und kostenlos auch von Kindern in Anspruch genommen werden.
Bei kleineren Kindern ist es wichtig, dass das Umfeld, die Verwandten, Bekannten, Nachbarn und Freunde tätig werden und den Kindern helfen. Ältere Kinder können sich selbstständig Hilfe holen, müssen aber die richtigen Anlaufstellen kennen.
Es gibt die so genannten Sorgentelefone, die Kinder kostenlos in Anspruch nehmen können. Etwa unter der Nummer 0800-1110333 oder 0800-554210, sie helfen bei Kummer und bieten eine Krisenberatung. Auch konfessionelle Träger bieten Hilfe und Unterstützung für Kinder an.
Kinder können auch von Armut und sozialer Benachteiligung betroffen sein, in München gibt es das Projekt Hilfe für Kids. Der Kindernotdienst Berlin ist rund um die Uhr erreichbar. Die Deutsche Kinderhilfe ist eine nationale Organisation die als Lobby für Kinder Stellung bezieht und bundesweit Hilfsprojekte fördert.
Die Ulmer Universitätsklinik bietet Hilfe für Kinder psychisch kranker Eltern, in Frankfurt ist das Projekt Auryn ebenfalls ein Hilfsangebot für Kinder psychisch kranker Eltern. Es ist ein Vorbild für andere Projekte in deutschen Großstädten.
Stiftungen wie zum Beispiel die Waisenhausstiftung in Frankfurt bieten finanzielle und psychologische Hilfe für Kinder. Die Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e.V. will Kinder auf ihrem schweren Weg begleiten. Der Verein Hilfe für kranke Kinder e.V. arbeitet mit weiteren Fördervereinen zusammen und will dafür sorgen, dass Hilfe richtig ankommt.
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