30. September 2010
Nichts wird von Schüler so sehnlich erwartet wie die Sommerferien. Endlich Ruhe vom Lernen, einfach nur Entspannen und mit den Freunden Spaß haben – für mehr als einen ganzen Monat lang! Das sind natürlich paradiesische Aussichten, weshalb es für schlechte Schüler umso schlimmer ist, die Ferien mit Büffeln verbringen zu müssen. Doch manchmal bleibt eben keine andere Wahl, wenn man das nächste Schuljahr auch noch schaffen möchte.
Dank der übervollen Stundenpläne haben viele Kinder und Jugendliche einfach keine Zeit mehr, sich mit ihren Problemfächern intensiv zu beschäftigen. Der Notendruck lässt einfach nicht nach und alle Fachlehrer fordern das gleiche Engagement für ihren Unterricht. Darüber hinaus macht es selbstverständlich viel mehr Spaß, sich mit etwas zu beschäftigen, das man auch kann, als sich mit unlösbaren Fragestellungen herumzuschlagen.
So kann es schnell passieren, dass das Schuljahr plötzlich vorbei ist und man nur es haarscharf zu einer Versetzung gebracht hat. Leider geht es nach den Ferien nicht wieder bei null los, sondern der Stoff aus den Vorjahren wird weitergeführt und vertieft. Wer weiterkommen will, muss also in den Ferien unbedingt seine Wissenslücken schließen.
Als Elternteil sollte man versuchen, das Lernen in den Ferien so unbedrohlich wie möglich zu gestalten. Gibt man seinem Kind die Aussicht auf zwei Monate Büffeln, während die anderen sich im Freibad tummeln, sind Widerstand, Tränen und Wut vorprogrammiert.
Des Weiteren brauchen auch Schüler Zeit, um sich zu entspannen und die Reserven wieder aufzufüllen. So reicht es beispielsweise völlig aus, wenn vormittags zwei bis drei Stunden intensiv gelernt wird, für mehr reicht die Konzentrationsfähigkeit sowieso nicht aus. Nachmittags sind dann wirklich Sommerferien angesagt.
Am einfachsten ist es, sich die Bücher für das kommende Schuljahr zu besorgen und so festzustellen, welche Bereiche noch zu brüchig sind, um das Neue zu verstehen. Das geht jedoch nur, wenn die Eltern helfen können oder einen Nachhilfelehrer engagieren.
Alternativ werden von vielen Organisationen und auch Schulen Sommerferienkurse angeboten, in denen der Lernstoff von ausgebildetem Personal nachgeholt und vertieft wird. Der Nachteil hierbei ist, dass die Kurse meist sehr zeitaufwändig sind und man nicht einfach einmal eine Lernpause machen kann, wenn das Wetter gerade so schön ist.
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