8. Juni 2010
Snowboarden macht großen Spaß, doch wie gefährlich ist es tatsächlich? Wie häufig sind Verletzungen, und welche Verletzungen sind fürs Snowboarden besonders typisch? Welche Körperteile sollte man also besonders schützen? Hier lesen Sie mehr.
Statistische Auswertungen haben ergeben, dass die Verletzungshäufigkeit beim Snowboarding etwas höher liegt als beim Skifahren. Jedoch sind die meisten der Verletzungen dafür auch weniger gravierend. Beim Skifahren dominieren Bein- und Armbrüche sowie Probleme mit den Knien, Sehnen und Gelenken. Durch ein verdrehtes Knie können schnell Bänderdehnungen und -risse entstehen.
Diese Verletzungsarten gibt es beim Snowboarden genau so häufig. Beinbrüche dagegen sind etwas weniger häufig, da der Boarder meist mit beiden Beinen auf dem Board befestigt ist, und anders als beim Skifahren die Beine nicht durch die Kraft des Geräts in körperfremde Positionen verdreht werden können. Die typischen Spiralbrüche bleiben also aus.
Dafür stürzt der Snowboarder sehr häufig nach vorne oder nach hinten. Stürze nach vorne werden mit den Händen abgefangen und enden häufig auf den Knien. Sehr häufig sind deshalb Brüche oder Prellungen der Handwurzelknochen. Diesen begegnen umsichtige Fahrer mit der Verwendung spezieller Handgelenksprotektoren, die auch beim Skateboarden eingesetzt werden. Dick gepolsterte Handschuhe stellen einen zusätzlichen Schutz dar.
Auch Knieprotektoren kommen häufig zum Einsatz. Denn ein starker Aufprall auf die Knie kann nicht nur die Kniescheibe schwer schädigen, sondern auch Sehnen und Bänder in Mitleidenschaft ziehen. Prellungen am Knie sind zudem sehr schmerzhaft. Deshalb ist es eher ein Zeichen von Umsicht, sich mit den entsprechenden Protektoren auszustatten.
Stürze nach hinten werden meist mit dem Gesäß abgefangen. Das Gesäß bildet den größten Muskel des Körpers und ist vergleichsweise unempfindlich gegen Stöße. So werden hier häufig nur ein paar Prellungen oder blaue Flecke davon getragen. Stürze auf den Rücken dagegen können sehr gefährlich sein. Deshalb tragen viele Boarder heute bereits Rückenprotektoren, wie man sie vom Motorradfahren kennt. Speziell bei Fahrern, die Akrobatik und Sprünge üben, sollten diese Protektoren zur Grundausstattung gehören.
Stürze auf den Hinterkopf können zu Schädelbrüchen, Schleudertraumata oder Gehirnerschütterungen führen. Spezielle Snowboarding Helme können den Kopf schützen und werden deshalb heute von fast jedem Fahrer getragen. Einen verbindlichen Schutz vor Verletzungen können sie jedoch leider nicht zuverlässig bieten.
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