Seillaufen

Geschicklichkeit und Konzentration sind gefragt

Wer das Seillaufen einmal probieren möchte, der sollte sein Gleichgewicht gut beherrschen können. Als Anfängerübung eignet sich dazu eine auf dem Boden aufgemalte Linie ganz gut. Wichtig ist, dass man sich in kleinen Schritten vorwärts bewegt und stets nach vorn schaut. Das Seillaufen gibt es in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen; so werden beispielsweise auch Weltrekorde auf der Zugspitze in Schwindel erregender Höhe aufgestellt.

Füße balancieren auf Slackline-Seil über Wiese
Fuesse auf Slackline © Michael Siegmund - www.fotolia.de

Lange Zeit über war das Seillaufen oder auch Seiltanzen nur im Zirkus zu sehen. Hier zeigten kühne Artisten zum Teil in schwindelerregenden Höhen akrobatische Tricks. Doch das Seillaufen hat noch viele andere Gesichter. Zudem erlebt es gerade einen neuen Boom, wenn auch teilweise in abgewandelter Form.

Eine schwierige Disziplin - Barfußlaufen kann helfen

Seillaufen ist eine sehr schwierige Disziplin, bei der vor allem der Gleichgewichtssinn gefragt ist. Doch auch Menschen mit einem ausgeprägt guten Körper- und Balancegefühl tun sich beim Seillaufen schwer. Denn der besondere Untergrund, den das Seil darstellt, irritiert unsere Fußsohlen. Wenn wir auf normalem Boden gehen, können unsere Fußsohlen meist flach aufsetzen. Beim Seil dagegen tritt nur ein kleiner Teil auf, den Rest muss unser Körper ausbalancieren.

Wer viel barfuß läuft, tut sich mit dem Seillaufen einfacher. Doch in den meisten Fällen laufen wir nicht barfuß, sondern tragen Schuhe. Das Schuhwerk jedoch lässt uns das Gespür für den Boden, seine Unebenheiten und unterschiedlichen Strukturen meist vergessen. So werden unsere Fußsohlen ungeübt und unsensibel und auch unser Körper verliert dadurch viel von seinem natürlichen Balancegefühl.

Unterschiedliche Höhen und Seile

Seillaufen muss deshalb aber noch lange nicht gefährlich sein. Denn es hängt ganz davon ab, in welcher Höhe es ausgeführt wird. Ob ein Seil 20 cm hoch oder in 2 Metern Höhe gespannt ist, macht für das Laufen an sich nicht den geringsten Unterschied. Das Absteigen von einem niedrig gespannten Seil ist jedoch viel einfacher und ungefährlicher. Auch können kleine Schwankungen durch einen kurzen Sicherungstritt auf den Boden bei einem niedrig gespannten Seil gut abgefangen und ausgeglichen werden.

Bei einem in der Höhe gespannten Seil kommt zudem der psychologische Faktor hinzu: Natürliche und wichtig Kontrollmechanismen in unserem Körper lösen ein Gefühl von Angst und Anspannung in uns aus, da wir uns auf einem hohen Seil in Gefahr begeben. Je nach Befestigung und Höhe unterscheidet man

  • das Schlappseil
  • das Tanzseil sowie
  • das Hochseil.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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