20. September 2011
Das motorlose Segelfliegen ist eine spannende Sache. Allerdings muss man auch entsprechend viel über Thermik, Aufwinde, Start und Landung wissen, um dem Vergnügen sicher nachgehen zu können. Alles was man dazu wissen muss, lernt man in theoretischen und praktischen Kursen. Am Ende steht eine Prüfung - wer diese besteht, bekommt den Segelflugschein.
Wer alleine in einem Segelflugzeug fliegen möchte, muss erst einmal eine Ausbildung zum Segelflugpilot machen. Dafür muss man mindestens 16 Jahre als sein, ein fliegerärztliches Gutachten beantragen und ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Außerdem sind Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis und zwei Lichtbilder erforderlich, um die Ausbildung anfangen zu dürfen.
Man unterscheidet zwischen zwei Ausbildungsarten. Manche Flugschulen bieten dreiwöchige Intensivkurse an, in denen die Inhalte der Ausbildung intensiv vermittelt werden. Andere Flugschulen bevorzugen es, die Schüler über eine längere Zeit anzulernen. In längeren Kursen lernt man in den meisten Fällen auch mehr und kann die Inhalt besser verinnerlichen. Wer sich noch nicht sicher ist, ob er Segelflugpilot werden möchte oder nicht, sollte am besten einmal einen Schnuppertag buchen und einen Flug mitmachen. So erkennt man am besten ob man Zeit und Geld in eine Ausbildung investieren und sich intensiver mit dem Segelfliegen vertraut machen möchte.
Die Segelflugausbildung ähnelt in einigen Punkten der Ausbildung für andere Fluggeräte. Auch hier muss man einen theoretischen und einen praktischen Teil bestehen. Im theoretischen Unterricht lernen die Schüler Wissenswertes über Aerodynamik sowie Flugzeug- und Instrumentenkunde und lernen auch das Wetter und die Thermik richtig zu deuten. Außerdem bekommen sie theoretische Informationen über den Segelflug und werden in die Kartenkunde und Navigation sowie in die Geografie und das Luftrecht eingewiesen. Am Schluss der theoretischen Ausbildung lernen die zukünftigen Piloten auch noch das Verhalten in Gefahrensituationen und Erste Hilfe.
Im praktischen Teil der Ausbildung macht man Schulungsflüge mit Doppelsitzern. Es ist also immer ein Lehrer dabei. Der Schüler sitzt aber trotzdem bereits beim ersten Flug auf dem Pilotensitz - so kann er am meisten lernen. Schulungsflüge sind meist recht kurz, da es vor allem auf Start und Landung ankommt. Nachdem beide Tests bestanden wurden, kann man selbstständig Segelfliegen.
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