12. August 2010
Das Jonglieren ist eine spannende und abwechslungsreiche Freizeitbeschäfitigung, die viele Vorteile bietet. Einer davon ist die Aufmerksamkeit des Publikums, deren der Jongleur sich tatsächlich überall sicher sein darf. Denn auch auf die Zuschauer übt das Jonglieren eine faszinierende Wirkung aus. Jonglieren ist (fast) überall möglich, und neben dem Unterhaltungswert hat es tatsächlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Denn viele medizinische Tests haben es ergeben: Regelmäßiges Jonglieren führt tatsächlich zu einer Verbesserung der Gehirnleistung.
Doch woran liegt das, und wie kann man dieses Phänomen erklären? Der Nachweis ist schnell und einfach erbracht. Denn beim Jonglieren werden viele verschiedene Bereiche des Gehirns beschäftigt. Zum Einen ist das Sehzentrum gefragt. Die zu jonglierenden Gegenstände müssen jedoch nicht nur gesehen und genau beobachtet werden, sondern ihre Flugbahn muss berechnet werden. Dafür ist ein anderer Bereich des Gehirns zuständig. Ein wieder anderer Bereich, der im Bewegungszentrum angesiedelt ist, sorgt für die richtige Koordination der fangenden und werfenden Hände und Arme und nicht zuletzt für die entsprechende Beinarbeit. Zu all diesen Faktoren kommt eine notwendigerweise erhöhte Aufmerksamkeit hinzu.
Wie bei allen anderen Körperteilen, so gilt auch beim Gehirn, dass besonders die Bereiche leistungsfähig sind, die regelmäßig trainiert werden. Das Jonglieren aktiviert also die Gehirntätigkeit, was sich insgesamt positiv auf das Gehirn und seine Leistungsfähigkeit auswirkt. Hinzu kommt, dass die Bereiche übergreifend miteinander arbeiten müssen. Dies tun sie jedoch nicht nur kurzfristig während des Jonglierens selbst: Die Stimulation regt das Wachstum von Synapsen an, die wiederum dafür sorgen, dass einzelne Bereiche besser zusammen arbeiten. Diese angelegten Synapsen und Verbindungen können jedoch nicht nur beim Jonglieren genutzt werden, sondern greifen auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens und bei schwierigen Aufgabenstellungen ein.
Das bedeutet, das trainierte Gehirn arbeitet insgesamt schneller, müheloser, mit weniger Ermüdungserscheinungen und auch sehr viel flexibler. So ist zum Beispiel erwiesen, dass gerade die mathematischen Fähigkeiten durch das regelmäßige Jonglieren verbessert werden können. Das trainierte Gehirn ist in der Lage, auch komplexere Aufgaben schneller zu lösen, da die Vernetzung insgesamt besser funktioniert. So erwirbt das Gehirn durchs Jonglieren gewisse kognitive Fähigkeiten, die in vielen Bereichen nützlich sind. Gerade Kinder können diese Fähigkeiten oft besonders gut ein- und umsetzen.
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