Inline-Skating - Merkmale, Ausrüstung und Tipps zur richtigen Technik

Gruppe fährt Inlineskates auf Straße

Inline-Skating: Funsport für Jung und Alt

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  • von Paradisi-Redaktion

Inline-Skater sieht man überall. Dabei handelt es sich beim Inline-Skating aber seit Langem nicht mehr um einen Sport für Kinder und Jugendliche. Das Skaten hat auch die älteren Generationen erreicht. Es stellt eine beliebte Freizeitbeschäftigung dar, und ist gut für die Gesundheit. Lesen Sie alles Wissenswerte über das Inline-Skating und holen Sie sich Tipps zur richtigen Ausrüstung.

Inline-Skating: Merkmale und Vorzüge

Beim Inline-Skating bewegt man sich mit speziellen einspurigen Rollschuhen, den so genannten Inline-Skates, fort. In der Regel übt man diesen Sport auf glatten Straßen aus.

Als das Inline-Skaten vor vielen Jahren aus Amerika nach Deutschland überschwappte, waren zunächst fast ausschließlich Kinder und Jugendliche von dieser neuen Funsportart angetan. Jahrelang lagen unter jedem zweiten Weihnachtsbaum ein paar Inline-Skates, doch in den letzten Jahren kamen immer mehr neue Funsportarten dazu, so dass die Jugendlichen nun auch andere Funsportgeräte ausprobieren.

Zu den weit über 10 Millionen deutschen Hobby-Skatern gesellen sich dafür immer mehr "ältere Semster". Statt Radtouren werden neuerdings Familienausflüge auf Inline-Skates gemacht und auch der Gesundheitsaspekt spielt eine Rolle.

Gut für die Gesundheit

Beim Skaten ist der gesamte Körper in Bewegung.

  • Das Mitschwingen der Arme löst leichte Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich.
  • Die gesamte Muskulatur wird bei regelmäßigem Skaten gestärkt und die Ausdauer gesteigert.
  • Und auch wenn man es nicht vermuten mag: Inline-Skaten schont die Gelenke.

Neben der körperlichen Gesundheit wirkt sich das Skaten aber auch auf die Seele und den Geist aus. Die enorme Konzentration auf die Strecke und Umgebung sorgt dafür, dass beim Skaten Stress abgebaut wird.

Inline Skater
Inline Skater

Disziplinen und Trendvarianten

Das Inline-Skating wird mittlerweile in unterschiedlichen Varianten ausgeführt. Zu diesen zählen beispielsweise

  • Rollkunstlauf: Prinzip wie beim Eiskunstlauf, nur auf Rollschuhen
  • Inlinehockey: statt mit Schlittschuhen auf dem Eis wird mit Inline-Skates gespielt
  • Inline-Speedskating: Rennen, bei denen man möglichst schnell über eine Ziellinie gefahren werden muss
  • Inline Alpin: es geht darum, möglichst schnell eine Straße mit gefälle bergab zu fahren und dabei Hindernisse zu umfahren
  • verschiedene Fitnessvarianten
  • Nordic Skating
  • Freestyle Slalom
  • Aggressive Inline
  • Inline-Basketbal
  • Inline-Fußball

Verletzungen vermeiden: wichtige Schutzausrüstung

Kopf, Handgelenke, Knie und Ellbogen vor Verletzungen schützen
Empfohlene Schutzausrüstung

Natürlich ist das Skaten nicht ganz ungefährlich; vor allem Stürze sind bei Anfängern fast vorprogrammiert. Doch mit der entsprechenden Schutzausrüstung stellen diese kein großes Hindernis mehr dar.

Helm

Das empfindlichste Körperteil des Menschen ist der Kopf. Deshalb sollte auch beim Inline-Skating ein geeigneter Helm getragen werden. Wie beim Skifahren, Snowboarden und Radfahren, so gehört der Schutzhelm inzwischen auch beim Inline-Skating schon zum guten Ton und hat sich fest etabliert.

Bei Wettkämpfen und im Rahmen von Stadtmarathons und offiziellen Inline-Skating Veranstaltungen ist er sogar schon vorgeschriebene Pflicht. Verwendet werden kann zum Inline-Skaten ein ganz normaler Fahrradhelm. Achten Sie jedoch bei der Anschaffung auf eine gewisse Qualität, kaufen Sie möglichst keine Billigware.

Schoner für Hände, Ellbogen und Knie

Frau sitzt im Sonnenlicht und zieht sich ihre grauen Inlineskates an
Frau sitzt im Sonnenlicht und zieht sich ihre grauen Inlineskates an

Harmlosere Stürze sind beim Inline-Skating keine Seltenheit. Schnell stolpert der Skater über eine Bodenwelle, eine Unebenheit oder einen auf der Fahrbahn liegenden Gegenstand. Rollsplit kann ebenso zu Stürzen führen wie eine zu schnelle Fahrweise.

Stürzt der Skater mitten in der Bewegung, so ist die Fallrichtung meistens nach vorne. Das bedeutet, Stürze werden mit den Händen abgefangen und enden nicht selten auf den Knien. Umso wichtiger ist es, dass Handflächen und Knie besonders gut geschützt werden.

Spezielle Handgelenkschoner polstern die Handflächen ab, stützen aber auch die Gelenke. Durch die Polsterung wird der Aufprall abgemildert, so dass die Gefahr von Handgelenksbrüchen abnimmt. Viel häufiger jedoch sind harmlose aber sehr schmerzhafte und langwierige Schürfwunden.

Auch sie können durch das Tragen von Handschonern vermieden werden. Dieselben Gelenkschoner sind auch für die Ellbogen zu empfehlen, da vor allem Stürze nach hinten oft auf dem Ellbogen enden. Für die Kniebereiche sind spezielle Knieschoner erhältlich.

Achten Sie auch beim Einkauf der Gelenkschoner auf eine gute Qualität - hier ist häufig oft das Füllmaterial entscheidend. Die meisten Hersteller bieten inzwischen ganze Sets an.

Entscheidend ist aber auch die Falltechnik. Daher ist es für Anfänger ratsam, einen Inline-Skate-Kurs zu belegen.

Dort werden Falltechniken und Bremstechniken intensiv gelehrt und zusätzlich Materialkunde betrieben. Angeboten werden diese Einsteigerkurse in fast jeder größeren Stadt, zum Beispiel von Fitnessstudios oder ansässigen Sportvereinen.

Kleines Mädchen mit Handgelenk- und Ellbogenschützern und Helm beim Inline Skating
Kleines Mädchen mit Handgelenk- und Ellbogenschützern und Helm beim Inline Skating

Tipps zur Fahrtechnik

Beim Inline-Skating wird der Schlittschuhschritt angewendet. Die Füße stehen etwas schräg in Fahrtrichtung; abwechselnd drückt man sich nun mit dem rechten und mit dem linken Fuß ab. Dabei gleitet der andere Fuß über den Boden.

Um Geschwindigkeit aufzubauen, führt man die ersten Schritte kraftvoll aus. Es folgen sanftere Gleitbewegungen. Hat man einmal die grundlegenden Bewegungen verinnerlicht, kann man mit der Zeit auch unterschiedliche Sprünge oder Stunts absolvieren. Nicht unbedingt leicht sind aber auch die Bremstechniken.

Die besten Bremstechniken für das sichere Anhalten

Beim Inline-Skating können sehr schnell sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Umso wichtiger ist es, dass der Sportler sein Sportgerät gut beherrscht, und nicht über seinen Verhältnissen fährt.

Dazu gehören auch ein sicheres Bremsverhalten und ein Gespür für die eigene Geschwindigkeit. Diese wichtigen Grundlagen fürs Inline-Skating lassen sich in diversen Kursen für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis erlernen. Worauf es im Wesentlichen ankommt, und welche Bremstechniken es gibt, das erfahren Sie hier.

Die Fersenbremse

An einem der beiden Inline Skates befindet sich im hinteren Teil ein Stopper. Dieser wird nun während der Fahrt so weit nach vorne geschoben, bis er den Boden berührt. Wichtig ist es, dabei das Körpergewicht nach hinten zu verlagern, sonst erfolgt ein Sturz nach vorne.

Verschiedene Bremstechniken beim Inline-Skating auf einen Blick
Bremsen beim linline-Skating
Die T-Bremse

Die T-Bremse wird aus der Schrittstellung heraus eingeleitet, dabei wird das Körpergewicht nach vorne verlagert. Der hintere Schuh wird t-förmig quergestellt und fest auf die Fahrbahn gedrückt. Die T-Bremse muss erst bei langsamer Fahrt geübt werden.

Die Schneepflugbremse

Wie bei einem Schneepflug beim Skifahren wird mit beiden Schuhen eine V-förmige Bremse gebildet, die nach hinten offen ist. Die Skates müssen dabei driften. Wichtig ist es deshalb, den Körperschwerpunkt hinter dem V zu halten. Häufig endet die Schneepflugbremse auf dem Gesäß.

Der Spin-Stop oder die Halbmondbremse
Nahaufnahme Inline Skates auf Asphalt, blauer Himmel
Nahaufnahme Inline Skates auf Asphalt, blauer Himmel

Eine sehr akrobatisch anmutende Bremsversion. Der Oberkörper wird verdreht, dabei setzt der hintere Skate entgegen die Fahrtrichtung auf.

Der Drehimpuls sorgt dafür, dass ein halbmondförmiger Bogen beschrieben wird, der den Skater zum Stillstand bringt. Nur für niedrige Geschwindigkeiten geeignet.

Der Powerslide

Wird ein kurzer Bremsweg benötigt, so ist der Powerslide eine sehr effektive Fahrtechnik. Jedoch ist er sehr schwierig auszuführen, da er in einer sehr extremen Kurvenlage gefahren wird, und der Kantendruck ganz exakt bemessen werden muss.

Ein Skate wird quer zur Fahrtrichtung angestellt, jedoch vor dem Körperschwerpunkt, der in dem Moment sehr tief liegen muss. Beim Rückwärtsrollen stabilisiert der hintere Skate die Schräglage. Zum Üben sollte man rutschigen oder nassen Untergrund wählen und auf jeden Fall eine komplette Schutzausrüstung tragen.

Der Hockey Stop oder Parallel Slide

Beim Vorwärtsfahren werden beide Skates plötzlich und ruckartig quer zur Fahrtrichtung gestellt. Wichtig ist es dabei, gut darauf zu achten, dass die Skates exakt parallel zum Stehen kommen. Diese Bremsmethode ist sehr effizient, wird jedoch nur von sicheren Fahrern beherrscht.

Umfrage: Skater: Oft regiert der Leichtsinn

Junge Frau auf Parkbank zieht Inline-Skates an
a young woman rides rollerblades in the park © T.Tulic - www.fotolia.de

Inline-Skaten birgt größere Gefahren, als den meisten Freizeitsportlern bewusst ist. Tatsächlich hat sich auch bereits jeder Dritte schon einmal bei einem Sturz oder einer Kollision verletzt. Das ergab eine Umfrage der GfK (repräsentative Befragung von 2053 Personen über 14 Jahre) im Auftrag des Gesundheitsmagazins Apotheken Umschau.

Hautabschürfungen sind die häufigsten Verletzungen, gefolgt von Zerrungen, Prellungen und Überdehnungen an Bändern und Gelenken. Der Großteil dieser Verletzungen könnte allein durch das konsequente Tragen einer Schutzausrüstung vermieden werden. Aber: „Die meisten Freizeitsportler überschätzen ihre Fahrkünste und verzichten daher auf Helm und Schutz für Handgelenk, Ellenbogen und Knie“, kommentiert Professor Dr. Ingo Froböse vom Institut für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln die von dem Gesundheitsmagazin erhobenen Zahlen.

Frauensport Inlineskaten

Nahaufnahme Inline Skates auf weißem Hintergrund
inline skates auf weißem Hintergrund © DerSchmock - www.fotolia.de

Inlineskaten ist wie gemacht für Frauen – weil dieser Sport sich besonders der weiblichen Problemzonen annimmt.

"Die gleichmäßige Seitwärtsbewegung der Beine mit dem Gewicht der Skates strafft Po-, Oberschenkel- und Hüftmuskulatur", sagt die Skating-Expertin Ingrid Trötscher aus Lindau im Apothekenmagazin BABY und die ersten Lebensjahre.

Ebenfalls wichtig: Skaten kurbelt die Fettverbrennung an. Dazu sollte frau zwei- bis dreimal die Woche für 30 bis 45 Minuten auf die Rollen steigen.

Das Programm: Zehn Minuten langsam einfahren, im Rollen Kniebeugen machen oder den Oberkörper vorbeugen und mit den Fingerspitzen die Skates berühren. Anschließend Tempo steigern und so fahren, dass noch eine Unterhaltung möglich ist – das ideale Tempo zum Fettverbrennen.

Skater: Nur jeder vierte beherrscht das Bremsen

Nur jeder vierte Inline-Skater kann kontrolliert bremsen. Das vermuten Experten, die mit den Unfall-Folgen der übermütigen Freizeitsportler konfrontiert sind. Von wöchentlich durchschnittlich zwei verunglückten Skatern in seiner Praxis berichtet der Düsseldorfer Sportmediziner und Orthopäde Dr. Paul dem Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Gründliche Schulung und "Komplette Montur" empfiehlt der Arzt – selbst erfahrener Skater, der nie ohne Helm fährt – seinen Patienten. Knochenbrüche, Verstauchungen und Prellungen an Unterarmen, Ellbogen und Handgelenken machen den Großteil der schweren Verletzungen aus, gefolgt von Knie-, Unterschenkel- und Sprunggelenksbrüchen.

Ältere Inline-Skater sind auch im Alltag sicherer auf den Beinen

Auf Rollen lassen sich Gleichgewicht und Geschicklichkeit auch bei älteren Menschen gut trainieren. Davon ist der Sportwissenschaftler Volker Nagel von der Universität Hamburg überzeugt. „Schon ein vierwöchiger Kurs in Inline-Skating verbessert die Fähigkeit, auf einem Bein zu stehen, um mehr als 60 Prozent“, gibt er im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber seine Erfahrung weiter.

Nagel hat die Wirkungen dieses Trendsports bei über 50-Jährigen untersucht und versteht die anfängliche Scheu: „Die meisten haben Angst, wacklig auf den Beinen zu sein und hinzufallen.“ Dabei sorgt richtiges Training mit guter Ausrüstung im Gegenteil für mehr Sicherheit. „Man schult seine Reflexe, kommt nicht so leicht aus dem Gleichgewicht und hat ein geringeres Sturzrisiko“, so der Sportwissenschaftler.

Inline-Skater aufgepasst, ab September gibt es neue Verkehrsschilder und höhere Bußgelder

Wenn ab dem 1. September ein neues Straßenschild auf Radwegen und Straßen zu sehen ist "Inline-Skater frei", so muss man dort mit diesen Sportlern rechnen. Aber weiterhin gilt für diese Gruppe, dass sie grundsätzlich nur auf Bürgersteigen fahren dürfen und wenn das neue Schild fehlt, gilt eben die alte Regelung.

Aber die Skater müssen dann auch bei Missachtung mit höheren Geldbußen rechnen, so zahlen sie, wenn sie die Straße oder den Radweg benutzen 10 Euro, bei einem Unfall sind auch 35 Euro Strafe fällig, die auch bei Rücksichtslosigkeit den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber, beispielsweise sich nicht überholen lassen oder auch bei den Fußgängern, erhoben werden können. Der neue Bußgeldkatalog steht natürlich auch im Internet bereit.

Mit Inline-Skates über die Autobahn

Voller Sehnsucht nach seiner Frau machte sich ein 20-jähriger Mann aus Heidelberg nachts auf den Weg zu seiner Liebsten. Dass er dafür die Autobahn 656 in Richtung Mannheim nahm, ist verständlich, aber dass er diese Strecke auf Inline-Skates fahren wollte, wiederum nicht.

Der leicht alkoholisierte Mann wurde schließlich von der Autobahnpolizei geschnappt. Dass er sich in eine lebensgefährliche Situation gebracht hatte, war ihm scheinbar nicht bewusst, er zeigte keinerlei Einsicht.

Mit Inlinern unfallfrei unterwegs

Gerade jetzt im Frühling sind sie sehr beliebt, um etwas für die Fitness zu tun: die Inline-Skates. Doch wer so flott unterwegs ist, sollte aufpassen, denn jährlich verletzen sich rund 60.000 Inline-Skater so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Selbstüberschätzung gilt dabei als größter Unfallfaktor.

Gerade nach einer langen Pause sollte man daher erst einmal langsam und vorsichtig fahren, um keine Knochenbrüche zu riskieren. Protektoren an Handgelenken, Ellenbogen und Knien können zusätzlich sehr hilfreich sein. Das nächste Problem ist das richtige Fallen.

Die meisten lassen sich auf die ausgestreckten Arme fallen und riskieren so einen Bruch des Handgelenks. Viel einfacher und sicherer ist es jedoch, sich zunächst auf die Knie fallen zu lassen und sich erst dann mit den Armen abzustützen. Wenn Sie diese wenigen Regeln beachten, steht Ihrer sicheren Inliner-Spritztour nichts mehr im Wege.

Inlineskaten im Alter verbessert das Gleichgewicht von Senioren

Senioren haben oft ein Problem damit ihr Gleichgewicht zu halten, da der Gleichgewichtssinn im Alter nachlässt. Daher ist es wichtig auch mit steigendem Alter weiterhin die Balance zu trainieren, wie die "Apotheken Umschau" schreibt.

Laut einer schweizer Studie ist das Inlineskaten die beste Möglichkeit den Gleichgewichtssinn von Senioren zu verbessern. Fünf Wochen lang ließen die Forscher Probanden im Alter zwischen 62 und 74 Jahren das Inlineskaten üben, obwohl diese noch nie zuvor auf Inlinern gestanden hatten.

Im Anschluss zeigten Tests, dass sich die Balance der Senioren um einiges verbessert hatte.

Tipps für die Fahrt auf Inline-Skates

Wer plant, sich in diesem Jahr endlich Inlineskates anzuschaffen, sollte zur Sicherheit einen Anfängerkurs besuchen. Der dauert gewöhnlich zweimal 90 Minuten. Dort erlernen Inline-Laien das richtige Bremsen, ohne dabei zu stürzen, aber auch die elegante Kurvenfahrt. Gleichgewichtsübungen stehen ebenfalls auf dem Programm. Man sollte darauf achten, dass nicht zu viele Leute in einem Kurs sind. So ist ein intensiveres Training möglich.

Fortgeschrittene lernen in ihren Kursen mehr Technik und absolvieren zusätzlich Geschicklichkeitsübungen. Schon Kinder ab fünf Jahren können mit dem Inlineskaten beginnen, sofern ihre motorischen Fähigkeiten ausreichend ausgebildet sind.

Anfänger sollten unbedingt auf die richtige Sicherheitsausrüstung achten. Der Helm muss die korrekte Passform besitzen und darf bei einem Sturz nicht vom Kopf fallen. 30 Euro sollte man für einen guten Helm einkalkulieren, denselben Betrag noch einmal für Ellenbogen-, Knie- und Handschützer. Gute Inlineskates kosten wenigstens 100 Euro.

Wer den Sport erst einmal ausprobieren möchte, sollte sich an ein Fachgeschäft wenden. Dort besteht meist die Möglichkeit, sich Skates, Schützer und Helm erst einmal auszuleihen. Danach kann man sich immer noch überlegen, ob Inlineskaten das Richtige für einen ist.

Fit nach der Winterpause: Tipps für Inlineskater

Im Winter lässt es sich bekanntlich nicht gut Inline skaten. Doch nun, da die Tage wieder länger, heller und wärmer werden, treibt es so manchen Skater wieder auf die Straße. Damit die neue Saison aber unfallfrei und erfolgreich beginnen kann, gibts hier einige Tipps.

  1. Unbedingt Equipment überprüfen! Bevor Sie sich wieder auf die Rollen schwingen, sollten Sie mit kritischem Auge Ihr Equipment überprüfen. Sind die Rollen noch in Ordnung und nicht abgenutzt? Sind die Bremsblöcke noch groß genug, um anständige Bremsmanöver problemlos hinzubekommen? Auch Schutzkleidung sollte vorhanden und intakt sein. Ist beispielsweise das Plastik an Helm oder Schoner gerissen, ist kein Schutz mehr gewährleistet!
  2. Technik üben! Fahren Sie auch richtig? Geradeaus zu skaten ist nicht schwer, worauf es jedoch ankommt, ist das richtige Bremsen. Das kann manchmal Gesundheit und sogar Leben retten. Üben Sie das Bremsen und Ausweichen, am besten auf ebenen, gut befahrbaren Flächen ohne Autoverkehr.

Natürlich sollten Sie nicht vergessen, vor und nach dem Skaten ausreichen Wasser oder Fruchtschorlen zu sich zu nehmen, um den Flüssigkeitshaushalt aufrecht zu erhalten. Steigern Sie sich langsam, wählen Sie angemessene Strecken und überfordern Sie Ihren Körper nicht, dann kann die Saison beginnen!

Gut vorbereitet in die neue Saison skaten

Bevor es in die Sommersaison auf kleinen Rädern geht, sollte jeder passionierte Skater einen genaueren Blick auf seine Ausrüstung werfen. Dabei ist es wichtig, dass die Rollen gut laufen und gerade stehen. Wenn man die Beine etwa hüftbreit aufstellt, sollten die Rädchen völlig senkrecht sein.

Auch der Körperschutz sollte in Augenschein genommen werden. Sabine Kind von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken weist darauf hin, dass das Material für Inlineskating von guter Qualität sein sollte. Nur hochwertiges Material ist belastbar. Damit kann man sehr viel sicherer fahren.

Für den Anfang ist es besser, sich nicht zu übernehmen. Kurze Übungsstrecken lassen den Winter langsam aus den Knochen weichen und helfen dabei, wieder fit zu werden. Dazu meidet man sinnvollerweise stark befahrene Straßen. Eine ruhige Fläche, vielleicht ein großer Parkplatz am Wochenende, laden ein, die Fahrsicherheit wieder zu gewinnen.

Dabei sollte man unbedingt ein paar Übungen einbauen. Dazu gehören Kurvenfahren und Bremsen.

Der richtige Schutz beim Inline-Skating

Das Inline-Skating ist für viele Menschen eine beliebte Möglichkeit, Sport mit Spaß zu verbinden. Dabei zieht es nicht nur junge Sportler auf die Rollen, auch die ältere Generation hat Freude an dem Ausdauersport. Nicht selten kommt es dabei jedoch zu Stürzen und schnell entstehen Schürf- und Platzwunden oder Kopfverletzungen. Um diesen vorzubeugen, sollte man einige Dinge beachten.

Besonders die richtige Schutzausrüstung spielt eine große Rolle. Zunächst wäre dabei der Helm zu nennen. Modelle für Kinder sollten verstellbar in der Größe sein und bei Erwachsenen gilt, dass der Helm eng anliegen muss. Zudem ist es empfehlenswert, auch Handgelenke, Knie und Ellbogen mit Schonern zu versehen. Beim Kauf der Schützer sollte auf das "Geprüfte Sicherheit"-Zeichen geachtet werden. Generell gilt es, nicht auf Straßen und Radwegen zu fahren, denn dies ist gesetzlich verboten.

Beliebt in der ganzen Familie - Tipps für die richtige Ausrüstung und Fahrweise beim Inlineskating

Nahaufnahme Inline Skates auf Asphalt, blauer Himmel
Rollerblades / inline skates © Maridav - www.fotolia.de

Das Inlineskating gehört zu den Sportarten, die sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit erfreuen. Diese Tatsache führt auch dazu, dass man immer wieder ganze Familien auf den Rollen sieht, die damit Ausflug und Sport verbinden. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass diese Bewegungsform sehr gelenkschonend ist und somit für zahlreiche Personengruppen in Frage kommt.

Doch damit man das Skaten unbeschwert genießen kann, sollte man - besonders als Anfänger - niemals ohne Schutzausrüstung nach draußen, denn besonders zu Beginn kommt es hier öfters zu Stürzen. Schoner fürs Handgelenk, die Knie, die Ellbogen sowie ein Helm sind also Pflicht!

Tipps zum Lernen der richtigen Fahrweise

Wer direkt von Anfang an vom Profi lernen möchte, kann sich in einem Skatingkurs einschreiben. Doch auch durch Beachtung gängiger Techniken wird man schon gut vorwärts kommen. So spielt die richtige Haltung eine Rolle, dabei sollte der Oberkörper leicht nach vorne gebeugt und die Knie angewinkelt sein. Die Schritte sollte dann lang und gleitend erfolgen. Zum Bremsen nutzt man entweder die dafür vorgesehenen Stopper. Wer schon erfahrener ist, wird sich vermutlich für den T-Stopp entscheiden, bei dem man den hinteren Schuh quer stellt.

Beim Kauf der Inline Skates sollte man sich für ein leichtes, aber dennoch stabiles Paar Schuhe entscheiden, die sich schnell anziehen und verschließen lassen. Ebenfalls ist eine gute Durchlüftung zu empfehlen. Generell ist es sinnvoll, sich bei der Auswahl von einem Fachmann beraten zu lassen. Dieser wird einem auch die passenden Tipps zur Rollengröße geben können, denn hierbei gibt es je nach Fahrstil und Können Unterschiede.

Damit man lange Zeit etwas von seinen Inline Skates hat, sollten diese richtig gepflegt werden. Das heißt, die Rollen in der Schiene sollten regelmäßig gedreht werden. Auf diese Weise verhindert man ein einseitiges Abnutzen. Um Staub, Schmutz oder andere Rückstände im Kugellager zu entfernen, kann man dieses meist vollständig auseinandernehmen. Die einzelnen Teile können in einem Reinigungsbad sauber gemacht werden. Anschließend trocknen und wieder einsetzen.

"Skate@school" bringt Kinder auf die Rollen – 1000 Schulen machen mit

Das Projekt "Skate@school" gibt es seit 2009, rund 1000 Schulen beteiligen sich jährlich und bringen Kindern die Faszination des Inline Skatings näher. Wer mitrollen möchte, braucht weder Erfahrung noch Geld – die Workshops werden meist von Sponsoren finanziert.

Die Dachorganisation der Skateschule koordiniert bundesweit Angebote für den Unterricht, für Projektwochen oder die aktive Freizeitgestaltung. Schulen, die keine spendierfreudigen Unternehmen in der Nachbarschaft haben, können bei ihrem Landkreis einen Förderantrag stellen.

Bei gutem Wetter rollen die Teilnehmer draußen. Wenn es zu kalt oder regnerisch ist, wird das Training in die Halle verlegt. Gerade in Städten bekommen Kinder und Jugendliche so die Möglichkeit, sich neue Bewegungsräume zu erobern.

Inline-Skating: tolle Events und Touren für die Sommerferien

Nahaufnahme Inline Skates auf Asphalt, blauer Himmel
Rollerblades / inline skates © Maridav - www.fotolia.de

Die Ferienzeit beginnt und in vielen Familien werden wieder die Inline-Skates geölt. Wer noch Inspiration für sommerliche Ausflüge oder und schöne Touren sucht, wird hier fündig.

NRW-Inlinetour: mit Partybus und Besenwagen

Die NRW-Inlinteour startet am 15. August in Düsseldorf und führt bis zum 17 August über 240 Kilometer nach Münster. Begleitet werden die Teilnehmer von einem Partybus und Materialwagen. Wer es einfach mag, übernachtet ganz sportlich in Turnhallen. Anspruchsvollere werden vom Shuttlebus zum Hotel gefahren. Skates und Schoner kann man ausliehen, ein Helm ist Pflicht.

Thementour in den Niederlanden

Das dichte und ebene Wegenetz der Niederlanden ist ideal für Skater. Kurze Strecken zwischen 14 und 37 Kilometern orientieren sich an Themen wie "Hexen", "Schlösser" oder "Störche". Für mehrtägige Touren lassen sich die Schleifen einfach verbinden.

Inlineskating-Marathon in Berlin

Am 27. September lockt Berlin mit dem traditionellen Marathon für Inliner. Die Strecke führt vom Brandenburger Tor bis nach Wilmersdorf – und wieder zurück. An der Zielgeraden werden die Sportler von rund 250.000 Zuschauern empfangen und bejubelt.

Blade Nights in München

Jeden Montag lädt München die Skater zur nächtlichen Rundfahrt. Punkt 19 Uhr setzten sich tausende Teilnehmer beim Verkehrszentrum des Deutschen Museum gemeinsam in Bewegung, um auf wechselnden abgesperrten Strecken durch die Stadt zu rollen. Start war im Mai, die letzte Blade Night findet am 8. September statt.

Sommer-Touren in der Schweiz

In der Schweiz können begeisterte Inliner gleich zwischen zwei Veranstaltungen wählen: im Ferienort Lenzerheide öffnet im Sommer die Biathlon-Arena für Skater, die neben dem Laufen auch mal ihre Treffsicherheit testen wollen. Im Rheintal fordert eine beschilderte Marathonstrecke zu sportlichen Leistungen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: unterwegs beim Inline-Skaten © Alexander Rochau - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Schiefertafel Anhänger © stockpics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Rollerskating © Walter Luger - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: roller skating © Robert Rozbora - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Woman putting on rollerblades outdoors. Close up. © AlexMaster - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Rollerblades / inline skates © Maridav - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: The girl in a helmet and on roller skates © Kitti - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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