1. Juni 2011
Der Turnhocker ist eines der Sportgeräte, das sowohl im Schulsport als auch im Turn- und Leistungssport mit am meisten verwendet wird. Der kleine kompakte Kasten überzeugt durch seine Vielfältigkeit. So lassen sich ganz unterschiedliche Übungen darauf ausführen.
Sehr häufig wir der Turnhocker als Stufe genutzt, über die andere Geräte erreicht werden. Dabei kann er mehr Hilfsmittel als tatsächliches Übungsgerät sein. Eine Anwendung als individuelles Gerät findet er oft im Zirkeltraining, wo er gezielt dazu genutzt wird, die Muskulatur der Arme, der Beine und des Rumpfs zu kräftigen.
So wird der Turnhocker zum Beispiel als Stepper eingesetzt. Der Übende steigt oder springt abwechselnd hinauf oder hinunter. Dabei kann in verschiedenen Schwierigkeitsgraden trainiert werden. Am einfachsten ist mit Sicherheit das einbeinige Aufsteigen, das sehr kontrolliert und langsam erfolgen kann. Der Effekt ist ähnlich wie beim Treppensteigen. Variationsmöglichkeiten bestehen im Wechsel der Beine beim Auf- und Absteigen, so dass die Beine abwechselnd beginnen oder immer mit derselben Seite gestartet wird.
Wer größere Herausforderungen sucht, kann in einem schnelleren Rhythmus auf- und absteigen, oder ganz zu Sprüngen übergehen. Sehr anspruchsvoll sind beidbeinige Sprünge. Auch Sprünge über den Turnhocker hinweg sind sehr kraftraubend. Üben Kinder am Turnhocker, so werden häufig Hocksprünge ausgeführt, bei denen sich der Trainierende mit den Händen auf der Oberfläche des Turnhockers abstützt, und dann mit angehockten Beinen von einer Seite zur anderen springt. Dies mag sich auf den ersten Blick einfach anhören, ist es aber bei weitem nicht.
Bei den Übungen für die Arme wird der Turnhocker als Stütze genutzt. Bei einfachen Liegestützen setzt der Übende die Füße auf den Boden und die Handflächen auf dem Turnhocker auf. Diese Variante ist kraftschonend. Die Version dagegen, bei der die Füße auf dem Turnhocker stehen, während die Handflächen auf dem Boden aufliegen, ist sehr anspruchsvoll und erfordert ein hohes Maß an Kraft und Körperbeherrschung.
Die rückwärtigen Armmuskeln können gestärkt werden, indem der Sportler aus einer sitzenden Position heraus nach vorne rutscht, so dass das Körpergewicht nur noch von den Armen getragen wird. Die Füße stehen dabei am Boden auf. Nun werden die Arme gebeugt und gestreckt, das heißt, der Körperschwerpunkt wird vor dem Hocker abgesenkt und wieder angehoben. Auch diese Übung erfordert sehr viel Kraft.
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