6. April 2011
Ziel des Trainings mit der Beinpresse ist es, die vorhandene Muskulatur zu erhalten, zu kräftigen oder weiter aufzubauen. So werden Beinpressen sowohl in der Rehabilitation, im Freizeitbereich oder im Leistungssport angewandt. Wichtig für jede Art des Trainings mit der Beinpresse ist der richtige Gebrauch des Gerätes.
Anfänger neigen dazu, sich bei jeder Art des Trainings, egal, ob es sich um das Erlernen von Kraft oder Ausdauer handelt, körperlich zu überschätzen. Das gilt auch für die Arbeit mit der Beinpresse. Das Auflegen zu großer Gewichte, die übertriebene Anzahl von Wiederholungen und falsche Bewegungsmuster führen oft zu Muskelzerrungen, Muskelfaserrissen oder Verletzungen von Sehnen sowie inneren Organen. Leistenbrüche sind ebenso möglich wie Organsenkungen. Daher empfiehlt es sich, vor dem ersten Training fachlichen Rat einzuholen und das Durchführen der Übungen kontrollieren zu lassen. Auch die richtige Atemtechnik muss erlernt werden.
Zu Beginn jedes Gerätetrainings erfolgt ein ganzheitliches Aufwärmen, den Abschluss bildet eine Abwärmphase. Alle Übungen sollten langsam und gleichmäßig ausgeführt werden, wobei Ruck- und Stoßbewegungen unbedingt zu vermeiden sind. Um die Gelenke zu schonen, dürfen sie niemals bis zum Ende durchgedrückt werden, sondern müssen in einer leichten Beugung verbleiben. Das Maß der Gewichte ist stets langsam zu steigern, ebenso die Anzahl von Wiederholungsübungen.
Zu unterscheiden sind außerdem Alter und Gesundheitszustand des Sportlers. Heranwachsende müssen bei ihrer Muskulatur und den Gelenken ebenso besondere Sorgfalt walten lassen wie alte Menschen, bei denen Abnutzung und Verringerung der Knochendichte zu einer höheren Verletzungsgefahr führen.
Eine besondere Aufmerksamkeit benötigen Menschen, die bereits Vorschädigungen an Gelenken oder Wirbelkörpern aufweisen. Patellaspitzensyndrome, die übrigens auch Folgeschäden von Überlastungen an der Beinpresse sein können, verursachen langanhaltende und starke Schmerzen. Einmal vorhanden, ist es schwer, sie wieder los zu werden. In diesem Fall sollte der Neigungswinkel zwischen Ober- und Unterschenkel mindestens 120 Grad betragen, das Tragen einer speziellen Bandage ist sinnvoll. Bei Bandscheibenbeschwerden ist es ratsam, die Übungen in einer sitzenden Position auszuführen, um die bereits gequetschten Wirbelkörper nicht weiter zu stauchen und das Einklemmen von Nerven zu vermeiden. Trotzdem ist das Arbeiten mit der Beinpresse auch in diesen Fällen sinnvoll, schließlich soll die Muskulatur gekräftigt werden. Wichtig ist die richtige Ausführung der Übungen.
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