Parkour - Merkmale, Techniken und Tipps für Einsteiger

Mann in schwarzer Shorts und weißem Shirt springt von einem Felsen zum anderen, befindet sich gerade in der Luft

Wissenswertes zum Parkour

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  • von Paradisi-Redaktion

Beim Parkour bewegen sich Sportler, die so genannten Parkourläufer, nur mit den eigenen Körperfähigkeiten von einem zum anderen Punkt, und überwinden dabei im natürlichen oder urbanen Raum diverse Hindernisse. Es muss nicht unbedingt zu einem gefährlichen Sport werden; es gilt vielmehr, die unterschiedlichen Strecken möglichst effizient und teils auch kunstvoll zu beschreiten. Lesen Sie über die Merkmale und Techniken des Parkour, und holen Sie sich Tipps für den Einstieg.

Parkour - Merkmale und Techniken

Parkour ist eine Extremsportart, bei welcher der Sportler eine mit Hindernissen bestückte Strecke in möglichst kurzer Zeit bewältigen muss. Dazu bedient man sich verschiedener Bewegungsabläufe, die Körper und Geist im Einklang mit der Umwelt symbolisieren sollen. Parkour-Läufer, auch als Traceurs bezeichnet, sehen sich gar als Künstler.

Ein Problem für viele Einsteiger, die Parkour lernen möchten, ist der Umstand, dass viele Profis eine problematische Sichtweise auf die Tätigkeit haben: Sie betrachten Parkour nicht als Sport, sondern als Lebenseinstellung.

Manche haben es sogar bis zu einer Religion erhoben und betrachten den ursprünglichen Schöpfer David Belle fast als Propheten. Ihre Lust, Anfänger zu unterweisen, ist entsprechend gering.

Parkour selbst ist so etwas wie ein Hindernis-Lauf in der echten Welt:

  • Auf Spielplätzen
  • in Häusern oder
  • auf verlassenen Fabrikgeländen

finden die Sportler diesbezüglich alles, was sie brauchen. Ziel ist es, die Hindernisse nicht nur zu meistern, sondern dies durch möglichst spektakuläre Stunts zu tun und auf diese Weise ein Maximum an Körperbeherrschung zu präsentieren.

Parkour ist ein Sport, bei dem es im Wesentlich darum geht, die eigene Angst zu bezwingen, um auf diese Weise Dinge zu tun, von denen man nicht dachte, dass man dazu fähig ist.

Typische Hindernisse

Eine Grundregel des Traceurs lautet, sich niemals in Gefahr zu bringen. Deshalb wählt er den Schwierigkeitsgrad der zu überwindenden Hindernisse proportional zum Entwicklungsstand seiner Bewegungstechniken. Zu diesen zählen beispielsweise Überwindungen, Landungen oder Durchbrüche, deren Basisversionen der Traceur dem jeweiligen Hindernis anpasst.

Als Hindernisse gelten alle Gegenstände, die von Natur aus, eher noch von Menschenhand geschaffen, auf der Distanz vorhanden sind. Möglich sind

  • Pfützen ebenso wie
  • Hochhäuser
  • Schluchten
  • Zäune
  • Blumenbeete und
  • Parkbänke.

Wichtig ist nur, dass der Sportler an diesen Hindernissen keinerlei eigenhändige Manipulationen vornimmt.

Bewegung, Technik und Philosophie im Einklang

David Belle, der diese Sportart gegründet hat, sieht in ihr eine Kunst, die Bewegung mit Technik und Philosophie in Einklang bringt. Die Vorgängerin dieser Sportart, die von Belles Vater ins Leben gerufen wurde, befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen Mensch und Natur.

Inzwischen gibt es einige Weiterentwicklungen des Parkours, bei denen teilweise Hindernisse selbst aufgestellt werden. Sogar Wettkämpfe werden unter der Bezeichnung Parcouring ausgetragen. Genau dies war eigentlich nicht Sinn der Sache.

Die Philosophie dieser Sportart besteht darin,

  • einen Zusammenhang zwischen Umwelt und Mensch zu erkennen
  • Grenzen aufzuzeigen und
  • Gefahren abzuschätzen.

Toleranz und Verständnis sind ebensolche Werte, die der Sportler achten sollte. Zudem soll eine Rückeroberung des öffentlichen Raumes symbolisiert werden.

Parkour - Jugendlicher springt über eine Mauer, überwindet Hindernis
Parkour - Jugendlicher springt über eine Mauer, überwindet Hindernis
Überwindung der Hindernisse

Um Showeffekte und Aufsehen geht es beim Parkour nicht. Das Umdeuten von Materialien und Orten, das Aufbrechen von Funktionen, Neuinterpretationen machen die Kunst aus. Leistungsunterschiede sollten zwischen den Teilnehmern nicht gemessen werden.

Einem durchschnittlich sportlichen Menschen mag das Überspringen eines Papierkorbes noch keine Schwierigkeiten bereiten. Geht es jedoch darum, ein Garagendach oder ein Hochhaus zu überwinden, sind sowohl körperliche als auch geistige Fitness gefragt.

Deswegen absolvieren Parkour-Teilnehmer ein regelmäßiges Training, das in

unterteilt ist. Auch die Abhärtung des Körpers steht mit der Philosophie des Parkours im Zusammenhang. Abhärtung ist aber nicht mit dem Begriff Risiko gleichzusetzen.

Sprünge und Hindernisse werden dem Leistungsstand des Teilnehmers angepasst. Verletzungen gilt es auf jeden Fall zu vermeiden.

Springen, Drehen, Landen und Co. - Begriffe rund um den Parkour
Rund um den Parkour

Die Überwindung eines Hindernisses trägt die Bezeichnung Passement. Es kommt darauf an, schnell und mit möglichst fließenden Bewegungen zu agieren, ohne einen unnötigen Aufwand zu betreiben.

Das Überwinden einer Mauer geschieht, indem der Traceur sich von ihr abstößt und dabei senkrecht nach vorn springt. Man spricht von einem Wallclimb oder Passe muraille. Schnelle Überwindungen, bei denen aus dem Lauf heraus abgesprungen wird, nennen sich Speed Vault.

Die Landung

Bei der Landung trifft der Traceur mit den Füßen auf, wobei er den Oberkörper mit den Händen abfängt. Diese Technik ist unter der Bezeichnung Atterrissage oder Réception bekannt.

Häufig kommt es vor, dass der Traceur auf Mauern, Vorsprüngen oder Stangen balancieren muss. Diese Bewegung wird Équilibre genannt.

Sind Lücken zu durchqueren, wird von einem Durchbruch gesprochen. Hierbei kann es sich beispielsweise um Fensteröffnungen handeln.

Das "Durchbrechen" bezeichnet eine schwingende Bewegung. Es ist unter dem Begriff Franchissement oder Underbar bekannt. Lâché bedeutet, ein Objekt loszulassen oder aus einer hängenden Position zu fallen.

Drehungen

Drehungen werden beim Parkour nur angewendet, wenn sie sich nicht vermeiden lassen, dann jedoch, um Zeit oder Energie zu gewinnen. Eine Drehung um 180 Grad heißt Demitour.

Wie die Drehung beendet wird, ist unterschiedlich und vom nachfolgenden Hindernis abhängig. Möglicherweise landet der Traceur mit einer Atterrissage. Es kann aber auch sein, dass er in eine hängende Position wechselt oder mit den Beinen an der nächsten Wand aufkommt.

Drehungen können aber auch um 360 Grad ausgeführt werden. Hierbei sind nicht nur Körperkraft, sondern auch geistiges Potential gefragt. Den so genannten Réverse nutzt der Traceur, um die beim Drehen entstehende Rotationsenergie für nachfolgende Bewegungen zu verwenden.

Auch bei der Rolle, der so genannten Roulade, wird Energie umgewandelt, nämlich die vertikale in eine horizontale. Das Rollen geschieht diagonal über den Rücken.

Mann springt über einen Abgrund zwischen zwei Felsen, blauer Himmel, Sonne
Mann springt über einen Abgrund zwischen zwei Felsen, blauer Himmel, Sonne
Sprünge

Wichtig ist auch die Beherrschung unterschiedlicher Sprungtechniken. Zu den Basissprüngen zählen unter anderem der

  • Armsprung
  • Katzensprung
  • Sprung zum Boden sowie
  • der Weit- und der Präzisionssprung.
Techniken auf einen Blick

In der folgenden Tabelle geben wir einen Überblick über die unterschiedlichen Techniken beim Parkour.

Techniken beim Parkour
BezeichnungBeschreibungWeitere Namen
Atterrissage (Landung)man landet auf den Füßen und stützt sich
meist auf den Händen ab
Réception
Demi-tour (halbe Drehung)man dreht sich um 180° über ein
Hindernis; danach erfolgt eine
kontrollierte Landung
180
Équilibre (Balancieren)man balanciert auf Stangen und MauernBalance
Franchissement (Durchbruch)man schwingt sich durch eine LückeUnderbar
Lâché (Loslassen)man lässt sich aus hängender Position
fallen
Lâcher
Passement (Überwindung)man überwindet ein Hindernispassé
Passe muraille (Mauerüberwindung)man überwindet eine MauerWallclimb
Passement rapide (schnelle Überwindung)man überwindet ein Hindernis sehr
schnell; Absprung aus dem Lauf heraus
Speed Vault
Planche (Hochziehen)man geht aus hängender in in eine Stütz-PositionPlancher
Réverse (rückwärtig)man dreht sich um 360° über ein
Hindernis; danach erfolgt eine
kontrollierte Landung
360
Roulade (Rolle)man rollte diagonal über die Schulter
über ein Hindernis
Galipette
Saut de bras (Armsprung)man springt an ein Objekt; es folgt
eine hängende Position
Saut de chat (Katzensprung)man macht einen Hocksprung von
einem Objekt; man zieht die Beine an und führt
sie zwischen den Armen durch
Katze, Monkey-Vaullt, Kong-Vault
Saut de détente (Weitsprung)man macht einen weiten Sprung von
einem Objekt zum anderen
détent
Saut de fond (Sprung zum Boden)man springt aus einer Höhe zum Bodendrop
Saut de précision (Präzisionssprung)man springt zu einem zuvor definierten
Landepunkt; es kommt auf eine präzise Landung an
Präzi
Tic Tacman stößt sich von einem Objekt ab, um
um ein instabiles oder kleines Objekt
zu überwinden
zick-zack, Dragonball, Yamakasi
Dash Vaultman kickt zuerst die Füße über das
Hindernis und stößt sich danach mit
den Händen ab
Lazy Vaultman springt seitlich über ein Hindernis und
setzt die Hände nacheinander ein

Tipps für Einsteiger

Vor einigen Jahren bekam der Trendsport Parkour durch einen Kinofilm ungeahnte Popularität: In "James Bond: Casino Royale" war ein Profi zu sehen, der sich mühelos durch ein afrikanisches Hochhaus bewegte, während der Agent eher tölpelhaft folgte. Seit damals interessieren sich immer mehr Menschen für Parkour, doch gerade Einsteiger machen zu Beginn viele Fehler, die ihre Parkour-Lust ganz schnell erlöschen lassen.

Parkourläufer sollten Kraft und Ausdauer trainieren und mit kleinen Hindernissen anfangen
Einsteigertipps

Für jeden Einsteiger ist das Bedürfnis groß, gleich loszulegen, denn die meisten Interessenten haben im Internet zuvor viele Clips gesehen und wollen das erleben, was die Hauptdarsteller der Kurzfilme vorgeführt haben. Tatsächlich ist es aber ratsam, erst einmal nur Zuschauer zu sein und langsam an die Hindernisse zu gehen.

Diese sollten, wenn die Angst zu groß werden sollte, im Catwalk erforscht werden. Damit ist nicht der Modellaufsteg gemeint, sondern eine Fortbewegungstechnik auf allen Vieren, die einem ein Gefühl für das Hindernis und damit Sicherheit gibt.

  • Vor dem Parkour sollte sich ausgiebig gedehnt werden.
  • Zudem ist regelmäßiges begleitendes Kraft- und Ausdauertraining unverzichtbar.
  • Bei den Stunts sollte man sich erst die kleinen wagen und dann langsam schwierigere versuchen.

Im Laufe der Zeit entwickeln die meisten Parkourläufer ihre eigenen Trainingstechniken. Bestimmte Formen können sich dabei immer wieder durchsetzen.

So gilt es beim Run, einen Weg möglichst schnell und effizient zu überwinden. Um einen Bewegungsablauf zu automatisieren und perfektionieren, kommt der Wiederholung von einer oder von kombinierten Techniken eine wichtige Bedeutung zu. Im Rahmen einer Jamsession ahmt man Bewegungen eines anderen Parkourläufers nach.

Der angehende Parkourläufer sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Sport nicht in Form eines Wettbewerbs ausgeführt wird. Um Trainingsfortschritte zu erzielen, ist es stattdessen ausreichend, sich mit der eigenen Leistung auseinander zu setzen und seine eigenen Grenzen stets zu verschieben und zu erweitern.

Mann mit schwarzen Haaren und umgedrehter Basecap springt über ein Treppengeländer
Mann mit schwarzen Haaren und umgedrehter Basecap springt über ein Treppengeländer

Schutzkleidung ja oder nein?

Das ist eine schwierige Diskussion: Profis verwenden fast keine Schutzkleidung, aber gerade Anfänger könnten beispielsweise eine gepolsterte Sporthose tragen. Ob ein Helm ratsam ist, gilt bis zum heutigen Tag als umstritten: einerseits hilft er bei Stürzen, anderseits schränkt er bei Parkour das Sichtfeld so sehr ein, dass Kritiker sagen, dass Stürze auf diese Weise erst geschehen.

Auf keinen Fall verwenden sollte man Handschuhe, auch wenn die Hände nach den ersten Läufen doch deutlich schmerzen. Dies legt sich durch Hornhautbildung und man entgeht der Gefahr, nicht mehr das richtige Gefühl an den Händen zu haben, was zu Verletzungen führen kann.

Was der "Flow" beim Parkour bedeutet

Bei der Trendsportart Le Parkour geht es darum, mit Hilfe von verschiedenen Bewegungsabläufen Hindernisse aller Art zu überwinden. Die Bewegungen werden einstudiert und es gibt stets verschiedene Möglichkeiten. Wer Le Parkour betreibt, der hat die Aufgabe im Rahmen seiner Bewegungsfertigkeit seinen eigenen Stil zu finden, um beispielsweise über eine Mauer zu klettern oder von einem Häuserdach auf das andere zu springen. Wichtig ist dabei jedoch die Bedeutung des Flows, leichter gesagt des Bewegungsflusses. Jeder Sportler muss einen für sich passenden Flow in seine Bewegungen bringen und dabei versuchen seine persönlichen Fähigkeiten bestmöglich zu integrieren. Die Bewegungen dürfen nicht stockend und abgehackt aussehen, sie müssen fließend sein.

Der Flow hat bei der Bewertung von Le Parkour einen enormen Stellenwert und wer erfolgreich Le Parkour betreiben möchte, der muss versuchen seinen persönlichen Flow zu perfektionieren. Getreu dem bekannten Sprichwort "Der Weg ist das Ziel" kann der Weg beim Parkour als Bewegung übersetzt werden. Jeder Läufer kann einen Parkour nur mit Hilfe von Bewegung absolvieren und dabei spielt der Flow eine enorm große Rolle. Der Flow bezieht sich in diesem Zusammenhang darauf, dass ein Läufer sämtliche von ihm ausgeführte Bewegungen optimal beherrscht und dabei kommt es vor allem auch auf die Effizienz an. Ein Läufer darf sich beim Parkour nicht über- aber auch nicht unterfordern, was Bewegungsausführung, Schnelligkeit und Koordination betrifft. Nur wenn auf diesen Dingen ausreichend Beachtung geschenkt wird, kann man an seinem persönlichen Flow arbeiten, die Konzentration ist dabei stets auf die Bewegungen gerichtet.

Trendsport Parkour: Springend durch die Stadt

Traceure erobern die Stadt - Parkour wird zum Trendsport

Ansicht von unten: Joggerin läuft Treppe in Gebäude in Stadt hoch
Urban Runner © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de

In Großstädten sieht man immer häufiger junge Menschen, die sich fortbewegen, indem sie von Mauer zu Mauer springen und kletternd alle Hindernisse überwinden, die ihnen im Weg stehen. Keine Sorge, es handelt sich dabei in der Regel nicht um fliehende Einbrecher sondern um Sportler, die ihrem Hobby "Parkour" nachgehen.

Entstehung des Parkours

Parkour wurde bereits Ende der 80er Jahre erfunden - der Franzose David Belle hatte von seinem Vater gelernt in der freien Natur alle möglichen Hindernisse nur mit körperlicher Kraft und ohne Hilfsmittel zu überwinden. Diese Kenntnisse übertrug er auf die Großstadt, wo sein Sport schnell begeisterte Anhänger fand. Heute üben tausende Traceure, so der Name der Parkour-Sportler, in der ganzen Welt diesen Sport aus.

Auch in Deutschland gibt es mittlerweile Vereine und Clubs, in denen Traceure gemeinsam durch die Stadt turnen und Anfängern auf Spielplätzen und in Parks die richtige Technik beibringen, um auch hohe schmale Mauern zu überwinden.

Neben der körperlichen Herausforderung ist es für viele Großstadtjugendliche ein weiterer Anreiz, dass kein teures Equipment notwendig ist oder teure Kurse: Jeder der ein wenig Disziplin und Ehrgeiz mitbringt, kann es zum erfolgreichen Traceur bringen.

Art of Motion Contest - Freerunner flitzen über Griechenlands Hausdächer

Am 29. September werden sich wieder die weltbesten Freerunner beim Art of Motion Contest auf der griechischen Insel Santorini miteinander messen. Der Parcours führt die Bewegungskünstler unter anderem über Haudächer, Swimmingpools, Terrassen und durch Vorgärten.

Ziel des Wettbewerbs ist es die insgesamt rund 50 Höhenmeter in möglichst kurzer Zeit und mit möglichst akrobatischen Sprüngen zu überwinden.

Erstmals in der Geschichte des Art of Motion Contest können sich auch unbekannte Freerunner auf der ganzen Welt um eine Wildcard bewerben. Dafür müssen sie ihre Sprungkünste auf Video aufnehmen und dieses auf der Facebook-Seite der Art of Motion posten. Eine Jury wählt dann die drei besten Frauen und Männer aus, die zum Contest nach Santorini eingeladen werden.

Zu den Favoriten in diesem Jahr zählen Jason Paul aus Deutschland, Marcus Gustafson aus Schweden, der Lettländer Pavel Petkuns und der Brite Ryan Doyle.

Parkour immer beliebter: Verletzungsrisiko geringer als angenommen

Parkour, eine Art Hindernislauf in der Großstadt, ist weniger gefährlich, als erste Berichte glaubhaft machen wollen. Dies hat eine erste Auswertung von im Internet gesammelten Informationen ergeben. Demnach besteht beim Parkour zwar ein recht hohes Risiko, leichte Verletzungen zu erleiden, aber schwere Unfälle sind selten. Somit kann der neue Trendsport nicht als Risikosportart eingestuft werden.

Für seine Untersuchung wertete das Universitätsklinikum Würzburg mehr als 500 Fragebögen aus, die von jugendlichen Parkour-Sportlern im Internet ausgefüllt worden waren. Zu 92 Prozent handelte es sich bei den Sportlern um Jungen und junge Männer mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren. Die meisten verzichten beim Parkour auf Handschuhe und andere Protektoren; viele üben ihren Sport sogar barfuß aus.

Entsprechend fallen die Verletzungen aus: Am häufigsten kommt es zu Schnittverletzungen und Prellungen, während Frakturen oder gar innere Verletzungen selten sind. Viele der Sportler, die heute Parkour betreiben, bringen zudem Vorerfahrung aus anderen Sportarten wie dem Turnen oder Kampfsport mit. Um die vielen natürlichen Hindernisse einer Großstadt wie Mauern, Treppen und Dächer zu überwinden, ist vor allem Fitness, Körperbeherrschung und Akrobatik wichtig.

Grundinformationen und Hinweise zum Parkour

  • Parkour - Merkmale, Techniken und Tipps für Einsteiger

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: boy jumping over the mountains © Galina Barskaya - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Parkour men © zaransg - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Man jumping over precipice between two rocky mountains © Photocreo Bednarek - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Parkour athlete © oneinchpunch - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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