Aerobic-Varianten im Überblick: Energy Dance, Salsa-, High- und Low Impact Aerobic

Aerobic oder Zumba: Gruppe junger Frauen im Fitness Studio beim Tanz-Workout

Mehr über die Grundlagen und Zielgruppen der Aerobic-Varianten und Variationen dieser Sportart erfahren Sie hier

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  • von Paradisi-Redaktion

Bereits in den 1980er Jahren hat sich die Aerobic Bewegung auch in Europa fest etabliert und ihren Boom erlebt. Das Low Impact Aerobic ist eine Aerobicform, die ein vergleichsweise sanftes Herz-Kreislauf- und Konditionstraining zum Ziel hat. Das High-Impact-Aerobic wendet sich hingegen an eine Zielgruppe, die bereit ist, ihren Körper wesentlich stärker zu belasten als der durchschnittliche Aerobic-Teilnehmer. Salsa-Aerobic eröffnet hier andere Dimensionen, zumal es auch hervorragend für Personen geeignet ist, die ein High-Impact-Training aufgrund einer Rückenproblematik oder Übergewicht nicht betreiben können. Der Energy Dance geht gänzlich neue Wege und verbindet Tradition und Moderne zu etwas Einzigartigem.

Kampfkunst, Aerobic und Meditation

Kampfkunst, Aerobic und Meditation besitzen viele Gemeinsamkeiten, teilweise greifen deren Stile und Techniken ineinander oder sie ergänzen sich. Es geht darum, den Körper zu stärken, beispielsweise durch geistige Erziehung, die den Charakter festigt. Kampfkunst und Meditation werden keineswegs nur innerhalb der jeweiligen Trainingseinheiten ausgeübt, ihre Philosophien ziehen sich durch das gesamte Leben des Praktizierenden.

Kampfkunst

In der Kampfkunst steht der Vergleich sportlicher Leistungen im Hintergrund. Eher geht es darum, Fertigkeiten zur gegnerischen Auseinandersetzung zu lehren.

Während früher das Ziel darin bestand, die Praktizierenden mit und ohne die Anwendung von Waffen für Militäreinsätze zu schulen, steht heute in vielen Richtungen der Kampfkunst die geistige Lehre im Vordergrund. Sofern Gewalt angewendet wird, soll diese der Selbstfindung des Einzelnen dienen.

Allerdings ist der Übergang von der Kampfkunst zum Kampfsport fließend. Viele Stile vermischen beide Sportrichtungen, so dass es durchaus Kampfkünste gibt, in denen Wettkämpfe ausgetragen werden.

Aerobic

Aerobic ist eher als körperliches Fitnesstraining anzusehen, das eine Mischung aus Tanz und Gymnastik darstellt. Dennoch hat Aerobic auch einen geistigen Effekt.

Das gemeinsame Ausführen derselben Choreografie stärkt die Sozialkompetenz, obwohl sich der Einzelne darüber häufig gar nicht bewusst ist.

Das Training in der Gruppe, das von einem Trainer geleitet wird, fördert unter anderem den gemeinschaftlichen Zusammenhalt. Der Ablauf einer Aerobic-Stunde ähnelt diversen Trainingseinheiten in anderen Sportarten:

  1. Begonnen wird mit einer Aufwärmphase, die das Herz-Kreislauf-System in Schwung bringt und die Muskulatur dehnt.
  2. Es folgt ein Herz-Kreislauf-Training mit anschließendem Cooldown.
  3. Den Abschluss bilden das Nachdehnen und Entspannen.

Nach außen hin erscheint Aerobic also nicht anders, als jede andere Sportart auch.

Meditation

Meditation ist eine spirituelle Art der Körperertüchtigung mit diversen religiösen Ursprüngen, die hauptsächlich aus dem asiatischen Raum bekannt sind. Sie beinhaltet die geistige Stärkung, die mit Achtsamkeitsübungen und Konzentrationsaufgaben verbunden ist. Diese sollen den Körper dazu anhalten, sich zu entspannen und zu beruhigen.

Die Meditation ist außerdem eine Art Heilkunst, da Körper und Geist in engem Zusammenhang zu betrachten sind. Während einige Stile der Meditation sich auf die geistige Stärkung beschränken, beziehen andere Richtungen auch körperliche Übungen in ihre Lehre ein.

Erwähnt seien die unterschiedlichsten Asanas beim Yoga, deren längeres Halten der Positionen durchaus eine sportliche Herausforderung darstellen kann.

Grundregeln des High-Impact-Aerobic

Inzwischen ist Aerobic zwar in einigen Fitness Studios immer noch zu finden, meist herrschen jedoch Formen seiner Weiterentwicklung vor. So findet sich heute vielfach das bekannte Dance Aerobic, das auch tänzerische Elemente mit einbezieht, sowie Formen, die Elemente aus verschiedenen Kampfkünsten integrieren. Sehr beliebt ist auch das so genannte High-Impact-Aerobic.

Zielgruppe

High-Impact-Aerobic eignet sich besonders für fortgeschrittene Aerobic Teilnehmer, die bereits eine sehr gute Grundkondition aufgebaut haben und diese nun noch verbessern möchten. Auch ein recht hohes Maß an Koordinationsfähigkeit ist beim High-Impact-Aerobic gefragt, das sich im wesentlichen durch konsequente Übung erreichen lässt.

Ziel und Merkmale

Der englische Begriff "High Impact" bedeutet übersetzt "hohe Belastung", und genau dies ist es, was beim High-Impact-Aerobic durch bestimmte Techniken erzielt werden soll. Allerdings verhält es sich in der Praxis so, dass kaum ein Teilnehmer in der Lage wäre, eine ganze Aerobic Trainingsstunde im High Impact Modus durchzuhalten.

Deshalb werden die High Impact Elemente immer in kleineren Etappen in das normale Programm integriert. Der Trainer steuert dabei seine Gruppe und kann entsprechend deren Möglichkeiten varriieren.

Musik und Elemente

Das High-Impact-Aerobic findet zu sehr schneller und dynamischer Musik statt. Dabei sind die einzelnen Schrittelemente und Schrittkombinationen so konzipiert, dass meist beide Füße den Bodenkontakt verlieren.

Im Unterschied zum herkömmlichen Aerobic, bei dem meist ein Fuß auf dem Boden bleibt, besteht das High-Impact-Aerobic aus Sprüngen und sprungartigen Elementen, die eine deutlich höhere Belastung und Anforderung darstellen.

Sind die Kursteilnehmer in den Grundprinzipien des High-Impact-Aerobic erst einmal geschult und an die außergewöhnlichen Schrittmuster, die Geschwindigkeit und die konditionelle Belastung gewöhnt, so können die Stunden mit einer ganz eigenen Dynamik durchgeführt werden.

Auch Leistungssportler geraten hier mitunter an ihre Grenzen und können aus dem High Impact Aerobic einen großen Nutzen zur Verbesserung ihrer Kondition ziehen.

High-Impact-Aerobic erfordert eine gute Grundkondition
High-Impact-Aerobic erfordert eine gute Grundkondition

Grundregeln des Low Impact Aerobic

Das Low Impact Aerobic ist eine Aerobicform, die ein vergleichsweise sanftes Herz-Kreislauf- und Konditionstraining zum Ziel hat. Gleichzeitig soll es den Teilnehmern Freude an der Bewegung zur Musik vermitteln.

Fortgeschrittene Teilnehmer können Choreographien einstudieren, die in ihrer Schrittfolge durchaus anspruchsvoll sein können, die körperliche Belastung bleibt dabei jedoch stets so niedrig, dass der aerobe Bereich nicht verlassen wird.

Prinzip und Bewegungsabläufe

Eine Grundregel des Low Impact Aerobic wendet sich also an den Trainer: Er muss darauf achten, dass seine Teilnehmer sich in einem optimalen Pulsbereich bewegen. Nicht nur durch die Auswahl der Übungen, sondern auch durch die geeignete Wahl der Begleitmusik kann das erzielt werden.

Doch auch die Bewegungsabläufe selbst unterliegen einer klaren Regelung. Diese schreibt vor, dass beim Low Impact Aerobic immer mindestens ein Fuß am Boden bleibt. So kommen kontrollierte Schrittfolgen zustande, die zwar schnell sein können, die Teilnehmer motorisch aber nicht überfordern.

Im Gegensatz dazu sind beim High Impact Aerobic Schrittfolgen an der Reihe, bei der zum Teil beide Füße den Bodenkontakt verlieren. Hierbei handelt es sich dann schon beinahe um sprungartige Elemente.

Bedeutung der "Cues"

Doch für das Low Impact Aerobic gibt es noch weitere Regeln. So ist zum Beispiel die Kommunikation des Trainers mit der Gruppe ganz klar definiert. Da die Bewegungsrichtung oft schnell geändert wird, bleibt im Trainingsverlauf keine Zeit für ausführliche Erklärungen. Deshalb wurde eine Anzahl so genannter "Cues" entwickelt, mit deren Hilfe es dem Trainer möglich ist, durch Gesten und kurze Kommandos mit seiner Gruppe eindeutig zu kommunizieren.

Diese Kurzbefehle werden von den Teilnehmern schnell erlernt und sind einfach zu merken und umzusetzen. Natürlich ist eine über dieses Regelwerk hinaus gehende Kommunikation trotzdem erwünscht. Ein guter Trainer sollte es beherrschen, das ideale Mittelmaß zu finden und seine Teilnehmer über die durch Cues vermittelten Inhalte hinaus zusätzlich zu motivieren.

  • Blickkontakte können über den Ballettspiegel stattfinden,
  • aufmunternde Gesten und motivierende Ansagen sind zudem erwünscht.
Low-Impact-Aerobic ist die sanftere Trainingsmethode
Low-Impact-Aerobic ist die sanftere Trainingsmethode

Salsa-Aerobic - der Sport mit viel Gefühl

Die Aerobic-Stunde beginnt. Viele Anfänger tummeln sich auf dem Boden des Fitnessraums und sind in freudiger Erwartung was sie in den kommenden 45 Minuten so alles erwarten wird. Salsa-Aerobic hört sich verdächtig nach Hüften schwingen und viel Spaß an, was es denn auch tatsächlich tut. Anstrengend kann es durchaus sein, aber auf einem ganz anderen Niveau als man es von den herkömmlichen Unterrichtsstunden mit einem High-Impact-Aerobic her kennt.

Ganzkörpertraining mit medizinischen Aspekten

Elemente aus einem Konditions- und Muskelaufbau werden mit viel Hüft- und Armschwung in eine Kombination mit tänzerischen Elementen gebracht. Heiße Latinomusik macht es während dem Training einfach, den Körper in Schwung zu bringen und somit ein ausgefeiltes, jedoch sanftes Ganzkörpertraining zu absolvieren.

Tanzschritte werden beim Salsa-Aerobic mit Muskelaufbaueinheiten vereint, so dass man dank der mitreißenden Musik kaum bemerkt, wie effektiv dieses Training sich aufzeigt.

Gewichtsreduktion mit Gelenkschonung

Dank dessen, dass stets ein Fuß auf dem Boden bleibt und man keine anstrengenden Verrenkungen absolvieren muss, wird Salsa-Aerobic auch in vielen Kureinrichtungen zum Einsatz gebracht, die sich auf Rückenbeschwerden und Übergewicht spezialisiert haben. Die Wirbelsäule erfährt während des sportlichen Einsatzes ebenso wenig eine Überbelastung als auch die Kniegelenke, so dass selbst mit 30 Kilo mehr an Gewicht oder einer beginnenden Arthrose die einzelnen Übungen locker ausgeführt werden können.

Insgesamt betrachtet ist das Salsa-Aerobic eine hervorragende Möglichkeit sich fit zu halten ohne sich und den Körper überzustrapazieren. Von Kopf bis Fuß erfährt man so ganz nebenbei eine neue Beweglichkeit, lernt sich aufrechter zu halten und geht nicht nur direkt nach dem Training beschwingter durch den Alltag.

Hautstraffung

Neben der Reduzierung von Rückenproblemen lässt sich mit Salsa-Aerobic auch eine vorhandene Cellulitis eingrenzen, das Herz-Kreislauf-System stärken und die Immunabwehr auf Vordermann bringen. Schon ein- bis dreimal je 45 Minuten alleine oder in einer geführten Gruppe das Salsa-Aerobic ausgeübt zeigt seine Wirkung auf die Straffung der Haut, dem Wachstum der Muskulatur sowie der Kondition.

Anleitungen für Zuhause

Für alle, die keine Lust auf ein Gruppentraining oder das Fitnessstudio haben, gibt es übrigens auch CDs und DVDs, die unter anleitenden Ansagen die einzelnen Trainingselemente klar und deutlich ansagen, so dass selbst Anfänger problemlos ihr ganz privates Trainingsprogramm durchführen können. Es lohnt sich auf jeden Fall, wobei man eines Bedenken sollte: Eine gute Laune ist nach dem trainieren mit Salsa-Aerobic unvermeidbar.

Tanzen ohne Schrittfolgen beim Energy Dance

Körperliche Fitness und seelische Entspannung werden in der heutigen Zeit immer wichtiger. Wer eilig von Termin zu Termin hetzt, achtet nur noch selten auf sein Wohlbefinden. Die Herausforderungen an die Sportprogramme wachsen daher. Diese müssen möglichst spielend alle ihre Vorzüge zeigen können. Der Energy Dance geht dabei gänzlich neue Wege und verbindet Tradition und Moderne zu etwas Einzigartigem.

Einklang von westlicher und östlicher Philosophie

Die Programme für Vitalität und Entspannung ufern gegenwärtig aus. Von der Stärkung der Muskeln bis hin zum beschwingten Tanz stehen dem Interessierten viele Wege offen. Entscheidend ist jedoch einzig, was dem Körper und der Seele nützt. Wird in den Fitnesscentern das eine noch ermöglicht, so bleibt das andere nicht selten auf der Strecke.

Energy Dance wirkt nun jedoch revolutionär. Hierbei werden die Elemente des westlich-modernen Tanzes mit jenen der östlich-traditionellen Bewegungsabläufe kombiniert. Die Verbesserung des Wohlbefindens sowie der Leistungsfähigkeit stehen im Vordergrund – und auch der Spaß kommt nicht zu kurz.

Aerobic und Tanz

Erreicht werden die vielen Vorzüge durch eine gänzlich neue Methode der körperlichen Fitness. Hierbei werden zunächst die Bewegungsabläufe der Aerobic genutzt, um die Muskeln zu lockern, die Bänder zu dehnen und dabei schonend auf die Gelenke und Sehnen einzuwirken. Andererseits wird zu rhythmischer Musik getanzt:

  1. Auch ohne eine feste Schrittfolge erwärmt sich der Körper,
  2. der Blutfluss wird angeregt,
  3. Blockaden und Beschwerden lösen sich sanft.
  4. Zudem erfahren die Muskeln eine Stärkung, ohne dabei unnatürliche Bewegungsabläufe zu vollziehen.

Es handelt sich also um ein ganz besonderes Training, das den Fokus vermehrt auf das Wohlbefinden und eine ganzheitliche Anhebung der Kraft legt.

Den Bewegungen folgen

Der Energy Dance wird vornehmlich in Gruppen ausgeführt, in denen zuweilen lediglich nach dem Alter sortiert wird. In legerer Kleidung erfolgen einige Aufwärmübungen, die sich aber bereits in das musikalische Programm eingliedern lassen. Sobald die ersten Klänge ertönen, wird der Kopf der Gruppe, bei dem es sich nicht selten um einen Fitnesstrainer handelt, bestimmte Bewegungen ausführen.

Je nach Rhythmus sind diese nicht nur präzise auf die Töne abgestimmt, sondern auch mit einer Wirkung verbunden. So werden zunächst die Arme, dann die Beine und letztlich der gesamte Körper gelockert und trainiert.

Die Vorzüge für die Gesundheit

Bei den rhythmischen Bewegungen wird nicht nur das Blut in Wallung gebracht. Auch die Organe werden angeregt und das Herz-Kreislauf-System erhält neue Impulse. Die Muskeln erfahren ein niveauvolles Training, ohne dabei über ihre Leistungsgrenze hinaus geführt zu werden. Alle Abläufe erfolgen sehr schonend, wovon auch die Sehnen und Gelenke profitieren.

Die Körperhaltung der Teilnehmer wird entspannter, ohne zu Fehlstellungen zu neigen. Blockaden im Rücken oder den Schultern lösen sich meist während einer 30 bis 90 Minuten andauernden Einheit auf. Alle Gliedmaßen zeigen sich gelockert und können somit neue Kraft für die Herausforderungen des Alltages tanken: Stärke und Gelassenheit stellen sich ein.

Auch die Seele darf entspannen

Neben den körperlichen Vorteilen stellen sich auch sehr schnelle jene für die Seele ein. Beim Energy Dance kann der Sportler nahezu gänzlich abschalten und sich der Musik hingeben. Bald schon wird er sich von den Klängen treiben lassen. Ein festes System muss er nicht einhalten.

Das Kennen und Abrufen einer Schrittfolge, das oft sehr viel Konzentration erfordert, ist hier also nicht nötig. Die Gedanken können – und sollen – ruhig einmal schweifen. Positiv erweist es sich dabei, dass die Körperspannung abfällt, sich kleinere Schmerzherde beheben lassen und somit die Energie ungestört durch alle Glieder fließt.

Der neue Trend in den USA - "Aerobic Striptease"

Ein neuer Trend hält zur Zeit in den amerikanischen Fitnesscentern Einzug, das "Strippercise". Man ahmt die Bewegungen nach, die normalerweise Stripteasetänzerinnen beim Entledigen der Klamotten vollführen.

Durch diese neue Art von Aerobic soll übergewichtigen Amerikanerinnen geholfen werden, die überschüssigen Pfunde loszuwerden. Die Entertainerin Oprah Winfrey hat diesem neuen Trend bereits eine Sendung gewidmet.

Grundinformationen und Hinweise zu Aerobic

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: young women in sport dress jumping at an aerobic and zumba exerc © Val Thoermer - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: health club © diego cervo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Group Of Women Exercising In Dance Studio © micromonkey - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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