14. September 2010
Beim Aerobic werden prinzipiell zwei Varianten unterschieden: Das herkömmliche Aerobic ist mittlerweile als Low Impact Aerobic bekannt, während sich die anspruchsvollere und kraftforderndere Variante des High Impact Aerobic zunehmend verbreitet. Doch was genau unterscheidet das Low Impact Aerobic vom High Impact Aerobic, und nach welchen Grundregeln funktioniert es? Mehr darüber erfahren Sie hier.
Das Low Impact Aerobic ist eine Aerobicform, die ein vergleichsweise sanftes Herz-Kreislauf- und Konditionstraining zum Ziel hat. Gleichzeitig soll es den Teilnehmern Freude an der Bewegung zur Musik vermitteln. Fortgeschrittene Teilnehmer können Choreographien einstudieren, die in ihrer Schrittfolge durchaus anspruchsvoll sein können, die körperliche Belastung bleibt dabei jedoch stets so niedrig, dass der aerobe Bereich nicht verlassen wird.
Eine Grundregel des Low Impact Aerobic wendet sich also an den Trainer: Er muss darauf achten, dass seine Teilnehmer sich in einem optimalen Pulsbereich bewegen. Nicht nur durch die Auswahl der Übungen, sondern auch durch die geeignete Wahl der Begleitmusik kann das erzielt werden. Doch auch die Bewegungsabläufe selbst unterliegen einer klaren Regelung. Diese schreibt vor, dass beim Low Impact Aerobic immer mindestens ein Fuß am Boden bleibt. So kommen kontrollierte Schrittfolgen zustande, die zwar schnell sein können, die Teilnehmer motorisch aber nicht überfordern. Im Gegensatz dazu sind beim High Impact Aerobic Schrittfolgen an der Reihe, bei der zum Teil beide Füße den Bodenkontakt verlieren. Hierbei handelt es sich dann schon beinahe um sprungartige Elemente.
Doch für das Low Impact Aerobic gibt es noch weitere Regeln. So ist zum Beispiel die Kommunikation des Trainers mit der Gruppe ganz klar definiert. Da die Bewegungsrichtung oft schnell geändert wird, bleibt im Trainingsverlauf keine Zeit für ausführliche Erklärungen. Deshalb wurde eine Anzahl so genannter "Cues" entwickelt, mit deren Hilfe es dem Trainer möglich ist, durch Gesten und kurze Kommandos mit seiner Gruppe eindeutig zu kommunizieren. Diese Kurzbefehle werden von den Teilnehmern schnell erlernt und sind einfach zu merken und umzusetzen. Natürlich ist eine über dieses Regelwerk hinaus gehende Kommunikation trotzdem erwünscht. Ein guter Trainer sollte es beherrschen, das ideale Mittelmaß zu finden und seine Teilnehmer über die durch Cues vermittelten Inhalte hinaus zusätzlich zu motivieren. Blickkontakte können über den Ballettspiegel stattfinden, aufmunternde Gesten und motivierende Ansagen sind zudem erwünscht.
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