Hallenfußball, Futsal, Cageball, Beachsoccer & Co.: beliebte Varianten des Fußballs im Überblick

Tritt gegen Fußball, im Hintergrund Grafik Fußballfeld

Wer nach Alternativen zum konventionellen Fußball sucht, sollte diese Varianten der beliebten Sportart ausprobieren

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Fußball stellt hierzulande den beliebtesten Ballsport dar. Im Laufe der Zeit haben sich einige Varianten des Fußballs etablieren können, wie etwa Hallenfußball, Futsal, Cageball oder Beachsoccer. Hier wird nach eigenen Regeln gespielt; häufig handelt es sich um alternative Indoorvarianten bei schlechtem Wetter. Werfen Sie einen Blick auf die unterschiedlichen Varianten des Fußballspiels.

Variante 1: Hallenfußball oder Indoor Soccoer

Die Unterschiede vom Indoor Soccer zum klassischen Feldfußball liegen auf der Hand: Die in einer Halle zur Verfügung stehende Spielfläche ist um ein wesentliches kleiner als ein reguläres Fußballfeld. Deshalb können nicht elf Spieler einer Mannschaft zum Einsatz kommen, sondern jeweils - inclusive Torwart - nur sechs.

Dafür erfolgen die Einwechslungen aber schneller, häufiger und vor allem fliegend. Auf diese Weise kommt bei einem Spiel jeder Spieler zum Einsatz.

Mehr Dynamik

In der Halle wird eine Bandenbegrenzung etabliert, so dass das Spiel nicht die ganze Halle einnimmt. Dadurch wird der Spielverlauf schneller, dynamischer und für den Zuschauer interessanter gestaltet. Es fallen im Unterschied zum Feldfußball auch wesentlich mehr Tore.

Training und Turniere

Als Trainingsmöglichkeit für die Winterzeit genießt Hallenfußball einen recht guten Ruf, da die Sportart viele Möglichkeiten bietet, die eigenen taktischen Fähigkeiten und die Reaktionsgeschwindigkeit zu verbessern.

Als Turniersportart dagegen genießt es einen eher umstrittenen Ruf, da vielerorts die Vergnügung im Vordergrund steht und die Zuschauer befürchten, dass das Spiel dadurch an Ernsthaftigkeit und Authentizität verliert.

Hallenfußball oder Indoor Soccer als Fußballvariante im Trockenen
Hallenfußball oder Indoor Soccer als Fußballvariante im Trockenen

Unterschiede zum klassischen Fußball

Im Wesentlichen gelten beim Hallenfußball die Regeln des klassischen Fußballs, einige Ausnahmen können jedoch verzeichnet werden:

  • Wird im Strafraum gefoult, so wird der Strafstoß nicht mit elf Metern Abstand, sondern nur aus einer Entfernung von neun Metern ausgeführt. Dabei liegt der 9-Meter-Punkt außerhalb des Strafraums, da das Spielfeld zu klein ist.

  • Die Spieldauer beim Hallenfußball beträgt zwei mal zehn Minuten, in Finalspielen zwei mal zwölf Minuten.

  • Eine Verlängerung bei Unentschieden findet nicht statt, stattdessen schließt sich direkt das 9-Meter-Schießen an. Es wird mit drei Schüssen pro Mannschaft ausgetragen. Ist der Spielstand danach weiterhin unentschieden, so wird wie beim herkömmlichen Fußball weiter verfahren.

  • Eine Mannschaft beim Hallenfußball besteht aus sechs Spielern, nämlich einem Torwart und fünf Feldspielern. Andere Spieler können in fliegendem Wechsel und in unbegrenzter Häufigkeit eingewechselt werden.

  • Auch im Hallenfußball werden Turniere ausgetragen. Diese wiederum verfügen größtenteils über ein eigenes Regelwerk, das sich weitgehend an den Regularien der FIFA orientiert, ihnen aber nicht gebunden ist.

Variante 2: Futsal

Als Futsal bezeichnet man eine rasante Fußball-Variante. Gespielt wird es in Sporthallen. Wichtigstes Spielutensil ist der Futsalball. Futsal gilt als besonders gut geeignet für den Jugendbereich, da dabei eine teamorientierte Spielweise und gute technische Fertigkeiten vermittelt werden.

Geschichte und Verbreitung

Die Sportart, die Anfang der 30er Jahre in Südamerika entstand, erfreut sich in vielen Ländern der Welt zunehmender Beliebtheit. Der Weltfußballverband FIFA (Federation Internationale de Football Association) hat seit 1989 Futsal als förderungswürdige Sportart anerkannt und die Verbreitung der Ballsportart unterstützt.

Ursprung

Fakt ist jedenfalls, das Futsal in Brasilien organisiert und ins Sportprogramm integriert wurde. Auch das Reglement, das bis heute gültig ist, entstand in Brasilien.

Der Futsal wurde in Argentinien entwickelt, und zwar bereits um das Jahr 1930 herum. Hier war der Sportlehrer Juan Carlos Ceriani federführend, der in Montevideo (Uruguay) eine für Kinder im Schulunterricht geeignete Form des Fußballs entwickeln wollte.

Das Zusammenspiel stand dabei an erster Stelle, weniger die technischen und taktischen Raffinessen. Ziel von Ceriani war es, das Kinder verschiedener Altersgruppen und individueller technischer Fähigkeiten gemeinsam spielen konnten. 1942 empfahl der südamerikanische Sportlehrerbund Futsal für den Schulsport.

Andere Quellen geben das brasilianische Sao Paulo als Geburtsort der Fußball-Variante an. Da junge Männer seinerzeit Probleme hatten in den Außenbezirken der Großstadt geeignete Felder zum Fußballspielen zu finden, spielten sie stattdessen auf Hockey- oder Basketballplätzen. Dabei wurde festgelegt, dass in jeder Mannschaft fünf Spieler agierten.

Weiterer Verlauf

1952 kam es in Sao Paulo zur Gründung der ersten Futsal-Liga Futebol de Salao. Nur zwei Jahre später rief man mit der Associacao Metropolitana de Futebol de Salao die erste föderative Futsal-Vereinigung ins Leben. Das erste Regelbuch wurde im Jahr 1956 herausgebracht.

Futsal war aber nicht nur in Sao Paulo populär, sondern auch in Rio de Janeiro, sodass es schon bald zu einer sportlichen Rivalität zwischen beiden Städten kam.

Im Laufe der Jahre expandierte die Sportart immer mehr und es entstanden weitere Teams. Kontrolliert wurde Futsal bis 1989 von der International Soccer Federation. Dann übernahm der Weltfußballverband FIFA die Sportart und behielt fast das gesamte Reglement bei. Durch die Intervention der FIFA verbreitete sich Futsal fast auf der ganzen Welt.

Bereits 1989 wurde die Futsal-Weltmeisterschaft in den Niederlanden ausgetragen. Titelträger war natürlich Brasilien. Bis zur ersten Futsal-Europameisterschaft dauerte es allerdings etwas länger. Diese fand 1999 in Spanien statt. Den ersten EM-Titel sicherte sich Russland durch einen Shoot-Out Sieg gegen Spanien.

Futsal heute

Heutzutage ist Futsal besonders in Südamerika, Osteuropa und Südeuropa verbreitet. In Spanien gibt es mittlerweile eine eigene Profiliga. In Deutschland fristet die Fußball-Variante dagegen eher ein Schattendasein. Futsal-Schwerpunkte findet man in Deutschland vor allem in Thüringen, Münster und Frankfurt.

  • Eine erste wichtige Futsal-Veranstaltung in Deutschland war der Futcon-Springtime-Cup, der dreimal von 2003 bis 2005 ausgetragen wurde.
  • Im April 2006 fand zum ersten Mal der DFB-Futsal-Cup statt.
  • Eine offizielle Futsal-Nationalmannschaft wurde durch den DFB in Deutschland erst Anfang 2016 gegründet.

Der Futsalball

Der Futsalball hat andere Eigenschaften als der normale Fußball
Der Futsalball hat andere Eigenschaften als der normale Fußball

Das wichtigste Spielgerät für ein Futsalspiel ist der Futsalball. Dieser spezielle Ball wird extra für diese Sportart hergestellt und kann keiner Fußballgröße zugeordnet werden. Darüber hinaus verfügt er über spezielle Eigenschaften:

  • So hat ein Futsalball nur eine geringe Sprungkraft. Seine Fallhöhe liegt bei zwei Metern und die Sprunghöhe beträgt etwa 50 Zentimeter.

  • Der Ball hat auch weniger Druck als ein normaler Fußball. Während ein Standard-Fußball der Größe 5 ein bar Überdruck hat, weist ein Futsalball lediglich 0,4 bis 0,6 bar Überdruck auf.

  • Außerdem ist ein Futsalball kleiner als ein herkömmlicher Fußball. Den Regeln entsprechend muss die Größe zwischen 61 und 64 Zentimetern betragen.

  • Ein weiterer Unterschied ist das Gewicht des Balls, das größer ist als bei einem normalen Fußball und ca. 400 bis 500 Gramm beträgt.

Spielzeit und Regeln

Bei Futsal handelt es sich um die offizielle Form von Hallenfußball nach den FIFA-Regularien. Im Gegensatz zum klassischen Hallenfußball gibt es beim Futsal jedoch keine Begrenzungen durch Banden. Da das Spielfeld wesentlich kleiner ist als beim Feldfußball, lebt die Sportart vor allem von ihrer Technik.

Die Regeln sind begrenzter, was das körperbetonte Spiel angeht. Auf dem Platz sind immer 5 Spieler, die auf ein Handballtor zielen müssen und das besondere an dem Spiel ist, es wird ohne Bande gespielt und der Einwurf ist durch einen Einkick ersetzt. Der Hauptunterschied liegt aber wohl in dem etwas anderen Spielgerät.

Diese Aspekte sorgen beim Futsal für hohe Dynamik und feine Technik, die diesen Sport so unfassbar spannend machen. Die Spielzeit eines Spiels beträgt zweimal je 20 Minuten. In jeder Halbzeit hat jede Mannschaft nur eine Auszeit zur Verfügung und auch der Strafstoß ist anders als beim regulären Fußball. Was man sonst als Elfmeter beim Fußball kennt, ist beim Futsal der Sechsmeter.

Selbstverständlich gibt es auch beim Futsal Spiel Fouls, Freistöße oder Karten, doch anders als beim regulären Fußball, kann man bei einer roten Karte nach Ablauf von zwei Minuten den Spieler durch einen anderen ersetzen. Den Torwart kann, und wird, ähnlich wie beim Handball, durch einen weiteren Feldspieler ersetzt werden.

Jede Mannschaft darf pro Halbzeit eine Auszeit nehmen. Wie beim klassischen Fußball, gewinnt am Ende diejenige Mannschaft, die die meisten Tore erzielt hat. Geleitet wird eine Futsal-Partie von zwei Schiedsrichtern, die gleichberechtigt sind. Darüber hinaus stehen ein dritter Schiedsrichter sowie ein Zeitnehmer zur Verfügung.

Unterschiede zum Hallen-Fußball

  • Im Unterschied zum Hallenfußball gibt es beim Futsal keine Begrenzungen durch Banden. Die ganze Halle gilt als Spielfeld.

  • Gespielt wird in zwei Mannschaften mit je fünf Spielern,

  • als Tore werden Handballtore genutzt.

  • Der Ball ist weich aufgepumpt, um Verletzungen durch Schüsse aus nächster Nähe zu vermeiden.

  • Die Einwechslung von Spielern erfolgt auf Zuruf direkt im Spielverlauf und ohne zahlenmäßige Begrenzung.

  • Statt des üblichen Einwurfs wird der Ball ins Spiel gekickt.

  • Eine Spielzeit dauert zwei mal 20 Minuten.

  • Fouls werden sehr schnell und sehr hart bestraft, damit die Kinder das Prinzip des fair play möglichst schnell erlernen.

Variante 3: Cageball

Ebenfalls zunehmend verbreitet hat sich die Spielform des Cageball. Sie wurde von Fußballtrainer Jörg Berger entwickelt und bietet die Möglichkeiten, bei schlechten Wetterbedingungen richtig Fußball zu spielen. Dabei sind die Spielregeln denen des Hallenfußballs am ähnlichsten. Einige Ausnahmen sind dennoch ersichtlich.

Käfig und Kunstrasen

In vielen Teilen Deutschlands gibt es pro Jahr durchschnittlich 144 Regentage, wobei es teilweise zu heftigen Niederschlägen kommen kann. Oftmals ist dann an ein gutes Fußballspiel oder Training unter freiem Himmel nicht mehr zu denken.

Mit Cageball wurde deshalb eine moderne Fußballvariante geschaffen, bei der auch bei schlechtem Wetter gespielt werden kann, da sich das Spielfeld in einer Art Käfig (Cage) aus Fangnetzen und Banden befindet. Jörg Berger, der die Idee zum Cageball hatte, bezeichnete es auch als Straßenfußball auf Rasen.

Mit Cageball soll die technische Komponente des Fußballtrainings unterstützt werden. Durch das Agieren in einem Käfig wird das Spiel zudem rasanter und dynamischer.

Beim Cageball kann der Ball nicht im Out landen da ein Netzt ums Spielfeld gespannt ist
Beim Cageball kann der Ball nicht im Out landen da ein Netzt ums Spielfeld gespannt ist
Der Käfig

Als Spielfläche dient ein Kunstrasenfeld. Dieses Feld wird von Banden umrahmt, die eine Höhe von einem Meter erreichen. Als Idealmaß für einen Cageball Court gilt eine Fläche von 23x15 Metern. Die Größe kann je nach Bauart der Sporthalle, in der Cageball ausgetragen wird, variieren, was jedoch keinen Einfluss auf die Dynamik und das Tempo des Spiels hat.

Dabei ist es durchaus im Sinne des Erfinders, dass die Akteure mit der Bande spielen. Über der Bande befindet sich ein geschlossenes Netz, das dafür sorgt, dass der Ball immer im Spiel bleibt.

Die Spielunterlage

Als Spielunterlage wird moderner Kunstrasen der neuesten Generation verwendet. Dieser eignet sich sowohl für den Innen- als auch für den Außeneinsatz. Bespielen lässt sich der Rasen mit ganz normalen Noppen- oder Hallenschuhen.

Darüber hinaus hat der reißfeste, farbstabile und UV-beständige Kunstrasen durch seine weiche Beschaffenheit den großen Vorteil, dass das Verletzungsrisiko erheblich geringer ist als auf einem herkömmlichen Fußballplatz.

Unterschiede zum Hallen-Fußball

  • Cageball findet in einem abgegrenzten Käfig statt und hat daher auch seinen Namen (cage = Käfig). Auf diese Weise kann dynamisch und schnell gespielt werden, ohne dass für die Umstehenden, die sich außerhalb der vergitterten Wände befinden, eine Verletzungsgefahr besteht.

  • Ein Ballaus, wie im herkömmlichen Fußball, gibt es nicht, wodurch auch bestimmte Aktionen, wie zum Beispiel ein Einwurf, wegfallen.

  • Auch Abseitsstellungen oder Torabstöße kommen beim Cageball nicht vor. Das hat den Vorteil, dass man nicht darüber zu diskutieren braucht, ob es einen Einwurf oder einen Eckball geben muss.

  • Variabel sind auch die Tore, die sich je nach Spiellaune mit wenigen Handgriffen verkleinern oder vergrößern lassen.

  • Unterschiede bestehen zudem bei der Anzahl der Spieler. In der Regel setzt sich eine Cageball-Mannschaft aus drei Feldspielern und einem Torwart zusammen. Durch den so genannten "fliegenden Wechsel" können jedoch auch weitere Spieler zum Einsatz kommen. Ebenso darf der Torhüter eine fliegende Position einnehmen.

  • Bei Fouls oder absichtlichem Handspiel gelten die gleichen Regeln wie beim herkömmlichen Fußball. Ein Freistoß ist jedoch stets direkt auszuführen. Kommt es zu einem Foul oder Handspiel im Strafraum, erhält die geschädigte Mannschaft einen Penalty zugesprochen. Das Gleiche gilt für ein absichtliches Handspiel des Torhüters außerhalb des Strafraums.

Variante 4: Federfußball

Federfußball gehört zu den ungewöhnlichsten Ballsportarten; auch der Spielball ist ungewöhnlich. Dabei treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Spielvarianten.

Geschichte und Verbreitung

Beim Federfußball handelt es sich um eine Sportart, die auf eine rund 3000jährige Geschichte zurückblicken kann, da ihre Wurzeln im Tsu Chu, einem fußballähnlichen Sport, vermutet werden. Man nimmt an, dass Federfußball seinen Ursprung in China hat. Dort nennt man ihn Jian Zi. Wichtigstes Spielgerät ist der Federfußball.

Nach Europa gelangte Federfußball jedoch erst 1984 durch einen deutschen Ingenieur. 1999 kam es sowohl zur Gründung des Weltverbandes ISF (International Shuttlecock Federation) als auch des DFFB (Deutscher Federfußballverband). Bereits ein Jahr später wurden in Ungarn die ersten Weltmeisterschaften ausgetragen.

In diesen Ländern wird Federfußball mit Vorliebe gespielt:

Mannschaften und Spielfeld

Federfußball kann als Mischung aus Fußball, Badminton und Volleyball angesehen werden. Dabei treten zwei gegnerische Teams (oder Spieler) gegeneinander an. In jeder Mannschaft gibt es einen Teamführer, der durch eine Markierung am Oberarm entsprechend gekennzeichnet wird.

Als Spielfeld benutzt man ein Badminton-Feld. Dieses ist 6,10 Meter breit und 11,88 Meter lang. Getrennt werden die beiden Spielhälften der Mannschaften durch ein Netz, das durch die Mitte des Feldes verläuft. Während die Netzhöhe bei den Herren 1,60 Meter beträgt, liegt sie bei den Damen bei 1,50 Meter.

Federfußball ist eine Michung aus Fußball, Badminton und Volleyball
Federfußball ist eine Michung aus Fußball, Badminton und Volleyball

Spielvarianten beim Federfußball

Federfußball kann in drei unterschiedlichen Formen gespielt werden, bei denen die Anzahl der Spieler variiert.

Team

In der Regel wird Federfußball im Team gespielt. Jedes Team besteht aus sechs Spielern. Davon spielen drei auf dem Feld, während die anderen drei als Auswechselspieler dienen. In jeder Mannschaft gibt es einen Spielführer, der an einer entsprechenden Markierung am Oberarm zu erkennen ist.

Ähnlich wie beim Volleyball, gibt es auch beim Federfußball eine Rotationsregelung. Jeder Spieler bekommt eine bestimmte Position zugewiesen. Nach dem Wechsel des Aufschlagsrechts erfolgt eine Rotation der Positionen.

Spätestens nach dem vierten Kick müssen die Spieler den Ball über das Netz in die Hälfte des Gegners spielen. Das Mannschaftsspiel gilt als populärste Federfußball-Variante.

Doppel

Beim Doppel spielen insgesamt vier Spieler gegeneinander. Das heißt, dass zwei Spieler gemeinsam ein Doppel bilden. Ähnlich wie das Mannschaftsspiel erfordert auch das Doppel ein gutes Miteinander der Akteure. Es eignet sich vor allem für Strategen und Techniker.

Genau wie beim Teamspiel muss der Ball nach dem vierten Kick in das Feld des gegnerischen Doppels gespielt werden. Beim Doppel gibt es keine Rotationsregelung. Ansonsten gilt das gleiche Regelwerk wie beim Mannschaftsspiel.

Einzel

Beim Einzel treffen nur zwei Spieler aufeinander. Dabei gilt jedoch das gleiche Regelwerk wie beim Teamspiel oder Doppel. Allerdings müssen die Akteure den Ball bereits nach dem zweiten Kick über das Netz spielen.

Da das Einzelspiel sehr viel Laufarbeit erfordert, gilt es als Spiel für Kämpfernaturen. Um punkten zu können, sollte man sich gut platzieren.

Spielausrüstung

Als Spielball benutzt man einen speziellen Federfußball, der aus einem Gummifuß und einem Federteil besteht. Dieser Federteil setzt sich wiederum aus vier halbierten Gänsefedern zusammen, die kreuzförmig zusammengeschnürt sind. Befestigt werden die Federn, indem man sie in eine Halterung auf der schwarzen Scheibe einklebt.

Der runde Gummifuß hat einen Durchmesser von 3,84–4,0 Zentimetern und erreicht eine Höhe von 1,3-1,5 Zentimetern. Zu seinen Bestandteilen gehören zwei Gummischeiben. Diese werden durch die Gummihalterung, an der die Federn befestigt sind, zusammengehalten. Die obere Scheibe liegt locker auf der unteren Gummischeibe. Getrennt werden die beiden Scheiben durch einen Ring aus Zeitungspapier oder Kartonpapier.

Das Gewicht eines Federfußballs beträgt in der Regel 13-15 Gramm. Außerdem ist er ca. 13-15 Zentimeter hoch.

Regeln

Beim Federfußball treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Jedes Team wird aus drei Spielern, die ähnlich wie beim Volleyball bestimmte Positionen einnehmen, gebildet. Nach dem Wechsel des Aufschlagsrechts rotieren diese Positionen.

Während des Matchs spielen sich die Akteure den Spielball mit dem Fuß über ein Netz, das sich in der Mitte des Spielfeldes befindet und die beiden Spielhälften voneinander trennt, gegenseitig zu. Dabei wird versucht, das gegnerische Team zu Fehlern zu zwingen, für die es Punkte gibt.

Wie bei vielen anderen Ballsportarten, spielt man auch beim Federfußball nach Punkten und Sätzen.

  • Spielt ein Team den Ball regelkonform auf den Boden des rivalisierenden Teams, erhält es einen Punkt. Aber auch wenn die andere Mannschaft einen Fehler begeht, gibt es einen Punkt.

  • Sieger des Spiels ist diejenige Mannschaft, die als erste zwei Sätze für sich entscheidet. Ein Satz geht bis zu 21 Punkte. Allerdings muss ein Vorsprung von mindestens zwei Punkten bestehen. Steht es jedoch 21:20, spielt man solange weiter, bis ein Team zwei Punkte Vorsprung erreicht.

  • Nach jedem Satz wechseln die Mannschaften die Spielhälften. Kommt es zu einem dritten Satz, findet der Wechsel statt sowie ein Team elf Punkte erzielt hat.

  • Geleitet wird ein Federfußballspiel von zwei Schiedsrichtern, die die Punktgewinne und Fehler der Teams feststellen.

Court Soccer ist eine Michung aus Fußball und Squash
Court Soccer ist eine Michung aus Fußball und Squash

Variante 5: Court Soccer

Court Soccer zählt zu den modernen Trendsportarten und wurde an der Universität in Essen von einem deutschen Sportpädagogen gemeinsam mit dessen Sportstudenten erdacht. Da die Sportart grundsätzlich in der Halle stattfindet, hat sie den Vorteil, dass sie auch bei schlechtem Wetter und in jeder Jahreszeit ausgeübt werden kann.

Court Soccer verbindet die speziellen Elemente des Fußballs mit Squash. Als Spielfläche verwendet man in der Regel drei Squashplätze, die sich in einer Sporthalle befinden. Zu den Besonderheiten von Court Soccer gehört seine Dynamik. So verbindet die Trendsportart Schnelligkeit mit Spaß. Zudem ist das Regelwerk leicht zu verstehen:

  • Genau wie beim herkömmlichen Fußball, gibt es auch beim Court Soccer zwei Tore.

  • Allerdings verwendet man zum Spielen einen wesentlich kleineren Fußball.

  • Darüber hinaus können die Akteure die Seitenwände der Squashhalle zum Spielen nutzen.

  • Als jeweils letzter Spieler fungiert der Torhüter.

  • Im Unterschied zum klassischen Fußball gibt es kein Abseits. Außerdem dürfen die Spieler von jeder Position aus auf das Tor schießen.

  • Wird der Ball während des Spiels jedoch über die Bande oder an die Hallendecke geschossen, bekommt das gegnerische Team einen Freistoß zugesprochen, der indirekt ausgeführt werden muss.

  • Bei einem Foul im Strafraum erhält die geschädigte Mannschaft, genau wie beim normalen Fußball, einen Strafstoß. Dabei gibt es jedoch einen erheblichen Unterschied, denn beim Court Soccer schießt der ausführende Spieler vom eigenen Tor in das leere Tor der gegnerischen Mannschaft.

  • Oberstes Gebot beim Court Soccer ist Fairplay. So ist jeder Körperkontakt mit dem Gegner während des Spiels untersagt.

Variante 6: Fußball-Squash

Eine interessante Variante von Court Soccer ist Fußball-Squash. Dabei spielen zwei Spieler abwechselnd den Fußball über eine Markierung an der Wand der Halle, wofür Punkte vergeben werden.

  • Vor der Wand wird ein Spielfeld markiert, in dem der Ball beim Zurückspringen landen muss. Allerdings hat der nächste Spieler das Recht, den Ball auch Volley zu spielen, sodass er nicht warten muss, bis der Ball den Boden berührt.

  • Für den Fall, dass der Ball den Boden außerhalb des Spielfeldes berührt, spielt man ihn unterhalb der Markierung gegen die Wand.

  • Kommt es mehrmals zu einer Bodenberührung, erfolgt eine Unterbrechung des Spiels.

  • Wer als erster 15 Punkte erreicht, hat das Spiel gewonnen.

Variante 7: Beachsoccer

Beim Beachsoccer handelt es sich um eine Variante des Fußballspiels. Im Gegensatz zum klassischen Fußball wird Beachsoccer barfuß an einem Strand oder auf einem Sandplatz gespielt. Auch bei den Regeln gibt es ein paar Unterschiede.

Entstehung und Verbreitung

Entstanden ist Beachsoccer an den Küsten von Brasilien. Im 19. Jahrhundert spielten oftmals europäische Seeleute am Strand Fußball und weckten dadurch auch bei der einheimischen Bevölkerung Begeisterung, sodass der Strandfußball zu einer festen Größe in der brasilianischen Freizeitgestaltung wurde.

1957 führte man in Brasilien schließlich auch die ersten offiziellen Beachsoccer-Turniere ein. In der heutigen Zeit spielt man Beachsoccer in vielen Teilen der Welt.

Obwohl Beachsoccer im Schatten des klassischen Fußballs steht, hat es in den letzten Jahren stetig an Popularität gewonnen. So gibt es seit dem Jahr 1998 eine internationale Profiliga, in der auch schon einige Stars aus dem klassischen Fußball zum Einsatz kamen.

Ablauf des Beachsoccer-Spiels

Um das Spiel rasant zu gestalten, wurde die 5-Sekunden-Regel bei Standardsituationen eingeführt. Standardsituationen sind zum Beispiel Freistöße, Eckbälle, Einwürfe oder Abwürfe, die der ballbesitzende Spieler innerhalb von fünf Sekunden ausführen muss.

Genau wie beim klassischen Fußball, treten auch beim Beachsoccer zwei Mannschaften gegeneinander an. Jedes Team verfügt über vier Feldspieler und einen Torhüter. Darüber hinaus können drei bis fünf Ersatzspieler eingesetzt werden.

Begonnen wird ein Beachsoccer-Spiel wie beim Fußball mit dem Anstoß. Dabei müssen die Spieler des gegnerischen Teams einen Abstand von mindestens fünf Metern wahren. Direkt aus dem Anstoß ein Tor zu schießen, ist nicht gestattet. Erst wenn der Ball eine volle Umdrehung gemacht hat oder in der Luft ist, darf ihn ein anderer Spieler spielen. Den Torhütern ist es nicht erlaubt, mit einem Abwurf ein direktes Tor zu erzielen.

Kommt es zu einem Freistoß oder Strafstoß, muss ihn der gefoulte Spieler selbst ausführen. Wird eine gelbe Karte ausgesprochen, bedeutet dies für den betroffenen Spieler zugleich eine zweiminütige Zeitstrafe.

Steht es am Ende der Partie immer noch unentschieden, kommt es zur Verlängerung, die drei Minuten dauert. Dabei gilt das Golden Goal. Bleibt es beim Remis, wird ein Penaltyschießen ausgetragen, um den Sieger zu ermitteln.

Unterschiede zum klassischen Fußball im Überblick

Prinzipiell läuft ein Beachsoccerspiel ähnlich ab wie ein klassisches Fußballspiel. So treten zwei Mannschaften gegeneinander an und am Ende gewinnt das Team, welches die meisten Tore erzielt. Es gibt jedoch einige Unterschiede zum herkömmlichen Fußball:

  • So ist die Anzahl der Spieler mit vier pro Team deutlich geringer.

  • Auch bei der Spielzeit gibt es Unterschiede. Während ein klassisches Fußballspiel zwei Halbzeiten zu je 45 Minuten hat, wird ein Beachsoccer-Spiel in drei Perioden unterteilt, die jeweils 12 Minuten dauern. Nach jeder Spielperiode findet ein Seitenwechsel statt.

  • Auch die Spielbekleidung ist anders. Da Beachsoccer stets auf Sand gespielt wird, tragen die Spieler keine Schuhe. Sie dürfen aber dehnbare Fuß- oder Knöchelbandagen anlegen. Ansonsten trägt man ein Trikot und kurze Hosen.

  • Bei einem Freistoß wird keine Mauer gebildet. Die Spieler des gegnerischen Teams dürfen sich also bei einem Freistoß nicht zwischen dem Ball und dem Tor aufhalten. Darüber hinaus führt ein gefoulter Spieler einen Freistoß oder einen Strafstoß immer selbst aus.

  • Der Torhüter hat das Recht, den Ball mit der Hand auch dann an sich zu nehmen, wenn ihn ein Spieler der eigenen Mannschaft zurückspielt. Allerdings darf diese Aktion nur einmal pro Ballbesitz ausgeführt werden. Danach kann der Ball vom Torwart erst dann wieder aufgenommen werden, wenn ihn ein Spieler des gegnerischen Teams berührt.

  • Um sicherzustellen, dass das Spiel temporeich abläuft, besteht eine Fünf-Sekunden-Regel für Standardsituationen.

Grundinformationen und Hinweise zu Hallenfußball

  • Hallenfußball, Futsal, Cageball, Beachsoccer & Co.: beliebte Varianten des Fußballs im Überblick

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: fußball © sandra zuerlein - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: football training for children © matimix - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hands and soccer ball. Save and hold it © white_bcgrd - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hände eines Torhüters im Einsatz © Smileus - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Volleyballnetz © Martin Peitz - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: fußball © sandra zuerlein - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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