21. April 2010
Als neue Trendsportart der Outdoorbewegung gilt das Nordic Trail Running. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des in leistungsorientierten Kreisen eher verpönten Nordic Walking. Doch was unterscheidet Nordic Walking vom Nordic Running, und letztlich vom Nordic Trail Running?
Am besten verständlich wird die Bewegung, wenn man den Imagewandel des Skilanglaufs zum Vergleich heran zieht. Auch der Skilanglauf galt in seinen Anfangszeiten als gemütliche Rentner-Sportart. Jedoch wurde er mit der Zeit von ausdauer- und leistungsorientierten Athleten und Spitzensportlern entdeckt und dafür genutzt, Kondition und Allgemeinzustand zu verbessern.
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Nordic Walking. Das stramme Spazierengehen mit Stöcken wird bis heute in der Regel von älteren oder körperlich weniger leistungsfähigen Personen ausgeübt, die zum Beispiel aufgrund von Vorerkrankungen, Gelenkschwächen oder auch Übergewicht ihren Körper nicht durch Joggen belasten können. Als vergleichsweise sanfte Bewegungsform bietet es den Vorteil der Bewegung an der frischen Luft und eine ideal Möglichkeit des Herz-Kreislauf-Trainings. Durch den Einsatz der Stöcke wird auch der Oberkörper beansprucht und somit werden viele unterschiedliche Muskelgruppen gleichzeitig gefördert. Nordic Walking findet meist in der Fettverbrennungszone statt und kann eine Diät wirkungsvoll unterstützen.
Mittlerweile haben Sportler, die mehr leistungsorientiert denken, das Nordic Walking für sich entdeckt, und zum Nordic Running ausgebaut. Hierbei verändert sich vor allem die Laufgeschwindigkeit, und damit natürlich auch die Lauftechnik. Mit sehr langen Schritten und weit ausholenden Armbewegungen wird nun in beachtlichen Geschwindigkeiten gelaufen. Damit stellt das Nordic Running nicht nur hohe Anforderungen an die Kondition des Läufers, sondern auch an seine motorischen Fähigkeiten. Denn anders als beim herkömmlichen Laufen wirken sich hier stilistische Fehler und die falsche Technik nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar aus. Wer mit dem Nordic Running beginnen möchte, sollte also zuerst die Techniken des Nordic Walking erlernen und beherrschen.
Nordic Runner sind meist Menschen, die die Natur und die Bewegung lieben. Sie sind gerne unabhängig und bewegen sich frei. Also wählen sie auch ihre Routen gerne im freien Gelände. Sie laufen nicht auf geteerten Straßen oder gut befestigten Waldwegen, sondern tatsächlich im Gelände. Sind Trampelpfade oder zum Teil auch Tierpfade vorhanden, so werden diese ebenso genutzt wie holprige Wanderwege. In der Fachterminologie werden solche unebenen Wege als "Trails" bezeichnet. Sie werden beim Nordic Trail Running ausschließlich genutzt.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
20.09.11 | |
![]() | NORDIC-RUNNING |
21.01.11 | |
![]() | NORDIC-RUNNING |
10.12.10 | |
![]() | NORDIC-RUNNING |
17.11.10 | |
![]() | NORDIC-RUNNING |
13.03.10 | |
![]() | NORDIC-RUNNING |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Nordic-Running Forum


Die 60 schönsten Nordic-Fitness-Regionen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol! - Kompetente ADAC-Bew...