1. April 2010
Beim Sport hat Spontanität meist wenig Platz. Nur durch eine ausgeklügelte Vorgehensweise kann man den Körper dazu bringen, Spitzenleistungen zu erzielen. Durch spontane Kraftakte und Querversuche kann dieser Erfolg ganz schnell zunichte gemacht werden. Besonders wichtig ist Planung, wenn es hinaus ins Gelände geht. Dann zählt nämlich nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch das unversehrte Zurückkehren zum Ausgangspunkt.
Eine Bergtour muss beispielsweise möglichst detailliert geplant werden, da hier die Natur im Vordergrund steht und nicht so sehr das Training. In einer Sporthalle kann man sich ganz auf sich selbst konzentrieren und so arbeiten, wie es einem am besten nutzt. Auf dem Berg befindet man sich hingegen nicht in einer solch geschützten Atmosphäre, ganz im Gegenteil. Der größte Feind des Bergsteigers ist das Wetter. Je nachdem, in welcher Höhe man sich aufhält, kann es innerhalb von wenigen Minuten umschlagen. Das ist sehr ärgerlich, wenn man mitten in einer Wandertour ist und absolut gefährlich, wenn gerade eine Kletteretappe ansteht.
Wind und Regen machen das Klettern zu einem waghalsigen Risiko. Bevor man sich zu einer Bergtour aufmacht, sollte man daher stets die Wettervorhersage beachten und nur dann losgehen, wenn für die nächsten Tage keine Schlechtwetterfront in Sicht ist.
Bei der Planung einer Bergtour ist natürlich auch die Strecke selbst von größter Wichtigkeit. Sie sollte so ausgelegt sein, dass die schwierigsten Etappen gleich zu Beginn gemeistert werden müssen. Komplizierte Kletterpartien auf das Ende der Route zu legen ist ziemlich unvernünftig, weil der Körper dann schon einen großen Teil seiner Kraftreserven verbraucht hat.
Wer sich den gewählten Weg mit einem farbigen Stift in der Karte einzeichnet, läuft zudem weniger Gefahr, während der Tour aus Versehen davon abzukommen.
Einige Tage vor der anstehenden Tour ist zu prüfen, ob die benötigten Ausrüstungsgegenstände noch intakt sind. Beschädigte oder verschlissene Teile müssen unbedingt ausgetauscht werden.
Auf der Karte sehen manche Steigungen harmloser aus als sie sind. Wer Zweifel hat, ob man für einen bestimmten Abschnitt eine Kletterausrüstung benötigt, ruft am besten beim zuständigen Fremdenverkehrsamt an. Hier erfährt man genau, welchen Schwierigkeitsgrad die gewählte Route hat und ob es Passagen gibt, die nicht einfach zu Fuß bewältigt werden können.
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