27. Januar 2012
Schwimmflügel sind Hilfsmittel für Kinder und Nichtschwimmer, die das Erlernen des Schwimmens sicherer machen. Sie bestehen aus mehreren Luftkammern und werden um die Oberarme getragen. Wie alle Schwimmhilfen sollten auch Schwimmflügel aus Sicherheitsgründen bei Kindern und Nichtschwimmern nur unter Aufsicht eingesetzt werden.
Erste Schwimmflügel, die den heutigen Modellen ähnelten, wurden bereits 1931 in Los Angeles verwendet. Man bezeichnete sie als Water-Wings oder Side-Wings. Sie bestanden aus Gummi und besaßen je eine Luftkammer.
Heutige Schwimmflügel besitzen eine leichtere Kunststoffhülle. Diese ist in je 2 Kammern eingeteilt. Sie lassen sich über Ventile mit Luft befüllen und sorgen für den entsprechenden Auftrieb im Wasser. Dies gibt dem Benutzer Sicherheit und kann ihn vor dem Ertrinken bewahren.
In den Ventilen der Schwimmflügel befinden sich sogenannte Rückschlagklappen, die das ungehinderte Austreten von Luft verhindern sollen. Zur besseren Sichtbarkeit sind Schwimmflügel in der Regel neongelb oder orange gefärbt.
Bei der Auswahl der Schwimmflügel ist unter anderem darauf zu achten, dass diese gut sitzen. Nicht umsonst haben Hersteller alle Modelle in unterschiedliche Größen eingeteilt. Durch entsprechend starkes Aufblasen der Kammern lassen sich die Größenunterschiede in einem gewissen Maße aber auch ausgleichen.
Es empfiehlt sich, nur solche Schwimmflügel zu kaufen, die mit einem GS- und TÜV-Prüfzeichen ausgestattet sind. Um dieses zu erlangen, werden nicht nur die Außenhüllen der Flügel, sondern auch Ventile und Schweißnähte auf ihre Belastbarkeit überprüft.
Doch auch bei hochwertiger Verarbeitung bergen alle Schwimmflügel für Nichtschwimmer und Kinder ein Sicherheitsrisiko. Immer kann es durch spitze Gegenstände, die im Wasser treiben, zur Beschädigung der Außenhülle kommen. Auch kann durch ungeschickte Bewegungen der Schwimmflügel vom Arm rutschen. Kinder und Nichtschwimmer sollten nie unbeaufsichtigt mit Schwimmflügeln im tiefen Wasser sein.
Zuvor verwendete Schwimmhilfen bestanden aus Kork. Es handelte sich dabei um feste Bretter, die mit Hilfe eines Gummibandes auf den Rücken gebunden wurden beziehungsweise in den Händen vor dem Benutzer hergeführt wurden. Dies schränkte allerdings dessen Bewegungsfreiheit stark ein. Im letzteren Fall war nur das Schwimmen mit den Beinen möglich.
Auch in Sachen Transport waren Kork-Schwimmhilfen den Schwimmflügeln und aufblasbaren Schwimmringen unterlegen. Luftgefüllte Kammern lassen sich im Gegensatz zu Korkbrettern schnell entleeren, so dass die Schwimmhilfe platzsparend verstaubar ist.
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