24. Januar 2012
Der Schulterschutz dient in der Rehabilitation zur Ruhigstellung beziehungsweise Stabilisierung des Schultergelenks. Obendrein kann er kühlende oder wärmende Eigenschaften besitzen. Bei der Auswahl des Schulterschutzes kommt es auf die Art der Verletzung an.
In der Rehabilitation kommen zur unterstützenden Behandlung von Schultererkrankungen Bandagen oder Orthesen zum Einsatz, welche das Schultergelenk in der Bewegung führen oder gänzlich ruhigstellen.
Schulterverletzungen können durch Überlastungen, einseitige Belastungen im Arbeitsalltag, aber auch durch Unfälle, insbesondere durch Sportunfälle, entstehen. Zu erwähnen seien in diesem Zusammenhang die Sportarten Inlineskaten oder Snowboarden.
Damit die Therapie erfolgversprechend sein kann, ist eine schnelle und richtige Diagnose der Verletzung notwendig. Je nach Ausmaß werden körperliche oder bildgebende Untersuchungsverfahren beim Facharzt zur Anwendung kommen.
Beim Sturz oder bei einer falschen, ruckartigen Armbewegung kann es zur Luxation des Schultergelenks kommen. Dabei überdehnen diverse Bänder und Weichteile, die das Gelenk stützen und führen. Auch die Gelenklippe kann betroffen sein. Damit es zu keiner chronischen Instabilität des Schultergelenks kommt, ist eine frühzeitige Behandlung notwendig.
Häufig reicht die Ruhigstellung des Schultergelenks durch einen festen Schulterschutz und eine anschließende Bandagierung durch einen viscoelastischen Schulterschutz aus. Möglicherweise sind aber auch Bänder gerissen, die einer Operation bedürfen. Im Anschluss kommt neben physiotherapeutischen Maßnahmen ebenfalls der Schulterschutz zur Anwendung.
Auch Sehnen können infolge von Stürzen oder ruckartigen Armbewegungen reißen. Insbesondere ist hiervon die Rotatorenmanschette betroffen. In den meisten Fällen wird ein zusätzlicher Gelenkverschleiß zu erkennen sein. Auch in diesem Falle ist eine Operation erforderlich. Das Schultergelenk bedarf im Anschluss einer Physiotherapie, ein Schulterschutz wird in der Folgezeit hilfreich sein.
In Einzelsportarten, häufiger aber in Mannschaftssportarten kann das Schultergelenk von Prellungen betroffen sein. Zur Schmerzlinderung und zur besseren Heilung wird es durch einen Schulterschutz ruhiggestellt, der möglichst zunächst mit kühlenden, später mit wärmenden Pads ausgestattet werden sollte. Auch nach Brüchen im Gelenk kommt der Schulterschutz zur Anwendung.
Einseitige Belastungen und Überlastungen führen zu Dysbalancen in den Muskelbereichen des Schultergelenks. Daraus resultierende Schmerzen können chronisch werden. Um das Gelenk zu entlasten und in der Bewegung zu führen, kommen flexible Schulterbandagen zum Einsatz.
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