24. Januar 2012
Satteldecken gehören zur Reitausstattung. Sie schützen sowohl Sattel als auch Pferderücken, da sie Schweiß aufsaugen und wie ein Polster wirken. Allerdings können Satteldecken ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn sie richtig passen.
Satteldecken bestehen aus atmungsaktiven Geweben beziehungsweise aus Naturfellen. Sie sollen für einen ausreichenden Feuchtigkeitstransport zwischen Pferderücken und Sattel sorgen und ein Aufscheuern der Haut des Pferdes verhindern. Dazu müssen sie plan aufliegen, wobei eine Einkammerung in den Sattel erforderlich ist.
Die Satteldecke für den Winter darf dicker als die für den Sommer sein, trotzdem darf das Pferd nicht zu stark unter ihr schwitzen. Besonders hochwertige Modelle besitzen Einschubtaschen für Schaumstoffpolster. Diese können gleichzeitig dazu dienen, anatomische Besonderheiten des Widerristes auszugleichen.
Erhältlich sind sie für etwa 200 Euro. Günstigere Modelle mit Filzunterlage sind schon ab 20 Euro erhältlich. Allerdings lassen diese sich schlecht von Verkrustungen befreien. Ein einfaches Ausbürsten reicht häufig nicht.
Fachleute schwören zu jeder Jahreszeit auf Satteldecken aus Lammfell, da dieses sich aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit von allein reinigt. Zudem wärmt es, ohne dass der Pferderücken überhitzt und transportiert zuverlässig Feuchtigkeit.
Alternativ kann der Woilach aus Wolle zum Einsatz kommen. Dieser kann unterschiedlich gefaltet werden, so dass die auf dem Pferderücken aufliegende Seite immer sauber ist. Auch als Abschwitzdecke lässt er sich einsetzen.
Handelt es sich nicht um Naturmaterialien, sollte bei der Auswahl darauf geachtet werden, dass die Satteldecke sich gut reinigen lässt und dass sie schnell trocknet. Für empfindliche Pferde haben sich Anti-Dekubitus-Satteldecken bewährt, die bei 95 Grad maschinenwaschbar sind. Allerdings sind sie nicht ganz billig.
Alternativ lassen sich Wanderreitschabracken oder -pads verwenden. Sie besitzen eine gute Polsterung und eignen sich auch für längere Strecken.
Ohnehin unterscheiden Hersteller Satteldecken nach Einsatzgebieten, viele Modelle besitzen typische Bezeichnungen. DS-Satteldecken sind für das Dressurreiten geeignet, SS-Satteldecken passen unter den Springsattel und VSS-Satteldecken wurden für das Vielseitigkeitsreiten konzipiert.
Da Satteldecken allerdings nicht nur eine praktische, sondern auch eine optische Funktion besitzen, kommt es auch auf den jeweiligen Anlass und den individuellen Geschmack des Reiters an, für welche Satteldecke er sich entscheidet.
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