23. Mai 2006
Von Andreas Neubert
Was oft mal "cool" oder "geil" war, ist es in aktuelleren Zeiten längst nicht mehr. Tattoos sind solche vergänglichen Modegags. Unbedingt gewollt in der jugendlichen Sturm-und-Drang-Zeit, sind sie im Erwachsenenalter eher anstößig für seinen Träger. Wie wegmachen, das einsgewordene und einst so beliebte Stigma?
Tattoos auf der Körperhaut sind oft für Jugendliche oder junge Erwachsene trendy – in kleineren oder größeren Motiven. Oder aus Liebe zur Angebeteten. Aber was, wenn sich der Trend gewandelt hat oder die Liebe längst erkaltet ist? Für viele ist klar – der auffällige Schönheitsfleck muss weg. Doch das ist nicht so einfach, denn die Farben sind mit Collagenfasern in der Haut fest eingekapselt – was die Tattoos auch so hartnäckig dauerhaft macht.
Die moderne Technologie macht's aber möglich. Mit der Rubinlasertherapie können Dermatologen das missliebige Stigma schnell und endgültig entfernen. Auch wenn unterschiedliche Laserarten verwendet werden, ist das Prinzip einfach. Die Laserenergie bricht die Kollagenfasern auf und zertrümmert die Farbpigmente des Tattoos in kleinste Teile. Dann setzt das körpereigene Abwehrsystem ein: die Überbleibsel werden abtransportiert.
Muss ein mehrfarbiges Tattoo verschwinden, so werden unterschiedliche Lasersysteme angewendet. Die Unterschiede bestehen in der Frequenz. So gibt es für die Farben Gelb und Rot eine bestimmte Frequenz (532 nm), für Schwarz (1064 nm) und für die Farbe Grün (694). Sollen alle Farben komplett erfasst werden, so müssen die verschiedenen Laser in Kombination angewendet werden. Die behandelten Hautflächen verschorfen. Erst nach dem Abfall des Schorfs kann man erkennen, wie viel Tattooreste übrig geblieben sind. Dementsprechend muss die Sitzung wiederholt werden, bis alles weg ist. Die Behandlung selbst ist schmerzfrei, aber teurer als die Anschaffung eines Tattoos.
Auf alle Fälle nicht selbst an der Pictogrammen oder Bildern in der Haut herumdoktoren. Das kann nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch gefährlich werden durch Entzündungsgefahr.
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06.10.11 | |
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