Schweißdrüsenabsaugung

Das Absaugen von vorher künstlich abgelösten Schweißdrüsen bei übermäßiger Schweißproduktion

Ist die Schweißproduktion an Achseln, Händen oder Füßen so enorm, dass normale Deodorants keine Wirkung mehr zeigen, ist der letzte Weg meistens die Schweißdrüsenabsaugung. Dabei wird mit Wasser stark verdünntes Betäubungsmittel unter die Haut gespritzt, die sich dann vom inneren Gewebe löst. Die Schweißdrüsen können daraufhin ohne Schädigung der umliegenden Gefäße abgesaugt werden.

Rasierte Achselhöhle einer jungen Frau
the armpit © photoCD - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Schweißdrüsenabsaugung

Wirkung und Anwendungsgebiete

Eine operative Entfernung der Schweißdrüsen kann starkes Schwitzen, so genannte Hyperhidrose, erheblich reduzieren. Da die Schweißdrüsen sich nicht nachbilden, zeigt eine Absaugung lebenslange Wirkung, ohne dass der natürliche Wärmehaushalt des Körpers beeinträchtigt wird.

Die seit einigen Jahren praktizierte und in Deutschland in mehreren Spezialkliniken angebotene Methode M.I.S.K (Minimal Invasive Subcutane Kürettage) eignet sich jedoch nur für den Achselbereich, während sie nicht an Füßen, Händen oder anderen Körperpartien angewendet werden kann.

Vorbereitung und Durchführung

Vor dem Eingriff wird zur Verminderung der Blutung eine kochsalzhaltige Lösung in die Region unter den Achseln eingespritzt. Weitere Inhaltsstoffe sorgen für die Betäubung der Körperpartie und die erleichterte Ablösung der Schweißdrüsen aus dem umliegenden Gewebe.

Durch zwei kleine Schnitte, die möglichst unauffällig je ober- und unterhalb der Achselhöhlen platziert werden, wird eine speziell geformte Kanüle eingeführt, die das untere Hautfettgewebe und die darüber liegenden Schweißdrüsen großflächig absaugt. Die nur etwa 3 bis 4 Millimeter langen Schnitte werden anschließend mit Spannpflastern versorgt.

Nachsorge und Gegenanzeigen

Nach der Operation muss der Patient für zwei Wochen ein Kompressionshemd tragen, das Schwellungen und Schmerzen entgegenwirkt. Die Entfernung der Schweißdrüsen gelingt in fast allen Fällen im erwünschten Umfang, nur ca. 5 bis 7 Prozent der Operationen machen eine Nachbehandlung erforderlich.

Der ambulante Eingriff verläuft zumeist komplikationslos, Gegenanzeigen bestehen jedoch bei Personen mit Unverträglichkeit auf Anästhesielösungen oder Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie Lungenleiden, Schilddrüsenüberfunktion und Herz-Kreislaufstörungen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zur Schweißdrüsenabsaugung

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