20. Januar 2011
Kinder leiden psychisch oft sehr unter abstehenden Ohren. Eine Ohrkorrektur kann hier Abhilfe schaffen.
Abstehende Ohren sind eine sehr häufige angeborene Fehlbildungen. Auswirkungen auf das Hörvermögen hat dieser "Schönheitsmakel" jedoch nicht. Die betroffenen Kinder werden von den anderen Kindern jedoch sehr häufig aufgrund ihrer "Segelohren" gehänselt.
Durch eine operative Ohrkorrektur können die abstehenden Ohren problemlos korrigiert werden. Damit die Kinder nicht zu lange darunter leiden müssen, wird der Eingriff oft im Vorschulalter durchgeführt. Die Krankenkassen bezahlen einen derartigen Eingriff meist bis zum 18. Lebensjahr.
Der operierende Arzt bespricht im Vorfeld mit den Eltern, wie das Ohr nach dem Eingriff aussehen soll. Sofern das Ohr nicht nur angelegt werden soll, sondern auch die Ohrform korrigiert werden muss, kann das während der gleichen Operation durchgeführt werden. Für die Operation gibt es verschiedene Operationsmethoden, abhängig von der Form des Ohres. Welche Operationsmethode gewählt wird, sollten die Eltern zusammen mit dem operierenden Arzt besprechen.
Eine Ohrkorrektur wird bei kleineren Kindern in Vollnarkose durchgeführt. Ab einem Alter von etwa acht Jahren genügt meist auch eine örtliche Betäubung. Egal welche Betäubungsform gewählt wird, so muss das Kind nach der Operation etwa zwei bis drei Tage zur Beobachtung in der Klinik bleiben.
Das Kind muss körperlich gesund sein, wenn die Operation durchgeführt wird. Die Eltern müssen zwingend darauf achten, dem Arzt mitzuteilen, wenn ihr Kind z.B. erkältet ist. Ein starker Husten beispielsweise kann ein Narkosehindernis sein.
Nach der Operation sollte das Kind mit erhöhtem Oberkörper liegen. So bilden sich weniger starke Schwellungen. Damit sich ein perfektes Operationsergebnis entwickelt, muss das Kind in den Wochen nach dem Eingriff ein spezielles Stirnband tragen, das das Abknicken des operierten Ohres verhindert. Vier Wochen lang muss dieses Stirnband rund um die Uhr getragen werden, danach noch zwei Wochen nachts.
Solange noch ein Verband um das operierte Ohr angelegt ist, dürfen die Eltern die Haare des Kindes nicht waschen. Sie können aber vorsichtig mit einem Waschlappen angefeuchtet werden. Sobald der Verband abgenommen wird und die Wunden verheilt sind, ist wieder normales Haarewaschen möglich.
Etwa zwei Wochen nach dem Eingriff werden die Fäden gezogen, sofern keine selbstauflösenden Fäden verwendet wurden.
Bis etwa drei Wochen nach der Ohrkorrektur darf das Kind nicht am Sportunterricht teilnehmen und auch sonst keinen Sport ausüben.
Natürlich birgt auch eine Korrektur der abstehenden Ohren Risiken, wie dies auch bei allen anderen operativen Eingriffen der Fall ist. Diese sind jedoch gering und die Freude des Kindes über "unscheinbare" Ohren überwiegt.
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