15. September 2008
Von Sarah Cramer
In manchen Gesellschaftskreisen gehört die Botoxbehandlung zum ganz normalen Alltag. Der Besuch beim Schönheitschirurgen wird mal eben schnell zwischen zwei Terminen absolviert. Wie funktioniert die Behandlung mit dem Nervengift eigentlich genau? Und ist es nun gefährlich oder doch unbedenklich?

Die Behandlung mit Botox (Fachbegriff: Botolinumtoxin A) gehört für die Chirurgen heutzutage zum Routineeingriff. Allerdings sollte man diese Behandlung deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Bei einer Botoxbehandlung wird das Botox mithilfe einer Spritze, mit sehr dünner Nadel, in die Gesichtsmuskeln injiziert. Die am häufigsten behandelten Stellen sind die Stirn und die kleinen Fältchen rund um die Augen. Aber die Behandlung ist theoretisch im gesamten Gesicht möglich.
Durch das Botox werden die betroffenen Muskeln quasi ruhiggestellt, wodurch sie keine Falten mehr erzeugen können. Neben der, sicherlich am häufigsten, Behandlung mit Botox zur Faltenglättung wird es teilweise aber auch verwendet um Spannungsschmerzen und Migräne zu lindern. In einigen Fällen kommt es nach der Botoxbehandlung sogar zur kompletten Schmerzfreiheit.
Die Behandlung dauert, je nach dem wie viele Stellen behandelt werden sollen, zwischen ca. 10 und 30 Minuten. Die Behandlung wird in den meisten Fällen als schmerzfrei beschrieben. Teilweise können aber doch einige Schmerzen auftreten. Bei Bedarf kann das Gesicht mit einer Creme eingecremt werden, wodurch es kurzfristig schmerzunempfindlicher wird.
Wird das Gesicht nach der Behandlung sofort gekühlt, dürften keine Schwellungen auftreten. Trotzdem sollte man sich auf leichte Schwellungen und kleinere blaue Flecken einstellen, da sie trotz allem auftreten können.
Nach der Botoxbehandlung, die ambulant durchgeführt wird, kann man sofort wieder am ganz normalen Alltagsleben teilnehmen und auch sofort wieder arbeiten gehen. Nur mit Sport sollte man einige Tage aussetzen.
Das Ergebnis der Behandlung ist nach ca. 3 bis 5 Tagen sichtbar. Dies hält dann je nach Patient 4 bis 6 Monate an. Für ein dauerhaftes Ergebnis muss die Behandlung also 2mal pro Jahr durchgeführt werden. Allerdings heißt es, dass das Ergebnis immer länger anhält, je öfter Botox schon angewendet wurde.
Wenn dies auch selten der Fall ist, so können allergische Reaktionen nach der Behandlung auftreten und es kann sogar zu einem Herz-Kreislauf-Schock kommen. Es ist also wichtig, falls es zu solch einem Notfall kommen sollte, dass man bei dem Arzt und seinem Team in guten Händen ist, die darauf vorbereitet sind und sofort darauf reagieren können.
Bei den in Mode gekommenen Botox-Partys oder anderen Anbietern, die keine ausgebildeten Plastischen Chirurgen sind, ist dies nicht der Fall. Sollte man sich also für eine Botoxbehandlung entscheiden, sollte man auf jeden Fall einen erfahrenen Arzt in seiner Praxis aufsuchen. Und auch in der besten Klink ist es wichtig, dass man sich vor einer Behandlung ausführlich beraten lässt und keine vorschnellen Entscheidungen trifft.
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27.12.11 | |
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